Hellmut Königshaus (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Hellmut Königshaus
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Jurist, Leitender Angestellter
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Berlin-Treptow-Köpenick
Landeslistenplatz
2, Berlin
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Wie ich in der von Ihnen zitierten Antwort schrieb, setzt sich die FDP in Berlin seit Langem für eine Kennzeichnungspflicht von Beamten ein. Insofern müssen wir glaube ich nicht über die Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme streiten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Königshaus,

Am 1. Mai habe ich in Berlin an der Demonstration des revolutionären 18-Uhr-Bündisses teilgenommen und war zunächst angenehm überrascht von der Zurückhaltung der Berliner Polizei. Ich war eher im hinteren Teil der Demo, habe daher nichts mitbekommen von den sicherlich dagewesenen und ritualisierten Stein- und Flaschenwürfen von ein paar Wohlstandkiddies in Markenklamotten zusammen mit Kreuzberger Testosteronbolzen auf Beamte.
Wer so etwas macht, darf sich meiner Meinung nach nicht über ein Echo in Form von Polizeiübergriffen beschweren.

Was aber dann geschah war übertraf so ziemlich alles, was ich an Polizeigewalt bisher erlebt habe( auf mind. 90 Demos und Kundgebungen):

* Prügelorgien gegen friedliche Teilnehmer der Demo(u.a. gezielte Fausthiebe gegen den Bauch einer schwangeren Frau, Schläge mit dem Knie gegen Köpfe von auf der Straße-sitzenden friedlichen Hippies, brutale Übergriffe auf bereits festgenommene und daher wehrlose Demonstranten, grundloses Verprügeln von friedlichen Demonstanten)
* willkürliche Zerstörung von Bannern, Plakaten, Schildern
* ständige Provokationen, Rempeleien, rücksichtloses Verhalten

(Für alle die das bestreiten: Ich habe dies alles mit eigenen Augen gesehen)

Zusammengefasst:
Völlig ausrastende Krawallhooligans aus dem ganzen Bundesgebiet in Polizeiuniformen die jedem autoritärem regime gut zu Gesicht gestanden hätten.

Wann, frage ich sie, kommt endlich die Kennzeichnungspflicht für Beamte?
Was kann man gegen die weitgehende Amnestie für gewalttätige Polizisten tun?
Wann wird endlich im deutschen Polizeiapparat aufgeräumt?
Wie passt solch ein staatlicher Aggressor in unsere ach so tolle freiheitlich-demokratische Grundordnung?

Ich hoffe sie können mir Antworten geben und speisen mich nicht mit den üblichen Phrasen ab.
Mit pazifistischen und freundlichen Grüßen

Antwort von Hellmut Königshaus
5Empfehlungen
22.06.2009
Hellmut Königshaus
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen.

Die Vorwürfe gegen das Vorgehen der Berliner Polizei im Rahmen der 1.-Mai-Demonstrationen sind mir neu. Dennoch – das hat nicht zuletzt die Debatte nach dem 1. Mai gezeigt – forderten die Krawalle in diesem Jahr besonders viel Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt die Aktuelle Stunde zu diesem Thema im Deutschen Bundestag hat dies bestätigt. Es ist sicher richtig, dass das polizeiliche Vorgehen in diesem Jahr weniger auf Deeskalation ausgerichtet war als in den vergangenen Jahren. Man darf aber nicht die deutschen Polizisten als "Krawallhooligans" oder Ähnliches bezeichnen. Auch, dass Sie auf der anderen Seite die gewalttätigen Steinewerfer als "Wohlstandskiddies" verharmlosen, widerspricht meiner Einschätzung der Situation. Wer Steine wirft sucht den Konflikt und darf sich nachher nicht beschweren, wenn er nicht von allen Seiten Applaus bekommt.

Die Kennzeichnungspflicht für Beamte ist ein schwieriges Thema. Die FDP in Berlin hat sich seit Jahren dafür ausgesprochen. Andererseits hat der Staat eine Verpflichtung, den einzelnen Beamten zu schützen. Das ist aber kein Freifahrtschein zum Prügeln, denn auch Polizisten sind bei strafrechtlich relevanten Tatbeständen zur Verantwortung zu ziehen. Die deutsche Polizei leistet gute und wichtige Beiträge zur Wahrung unserer demokratischen Ordnung. Nicht die Polizei hat die Tradition der 1. Mai-Krawalle begründet, sondern rücksichtslose Randalierer.

Meiner Ansicht ist es nicht Ausdruck eines freiheitlich-demokratischen Lebensgefühls, wenn man mutwillig Fenster zerstört, mit Steinen auf Menschen wirft und Autos anzündet.


Mit freundlichen Grüßen

Hellmut Königshaus, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Köngishaus,

sicherlich haben Sie die aufkommende Debatte gegen die geplante Einrichtung von Internetsperren federführend durch das Ministerium der Frau von der Leyen verfolgt. Diese Diskussion verlagert sich aktuell im stärker in die digitalen Medien und findet dort eine breite Unterstützung in zivilisierten Kreisen mit entsprechendem (Fach-)Wissen.

Zu Beginn dieser Debatte wurde hier durch die Bundesregierung und die verantwortliche Ministerin versucht eine Stigmatisierung derjenigen zu erreichen, die sich gegen Internetsperren und entsprechenden Strukturen zur Überwachung eingesetzt haben. Dies geschah mit Teils fadenscheinigen Argument, wie in dem Interview der Frau von der Leyen mit dem Radiosender "Radio Eins", in dem Menschen mit entsprechenden Computerkenntnissen mit potentiellen Pädokriminellen gleichgesetzt wurden (Wortlaut unter www.golem.de

Eine kurze, aber verständliche Zusammenfassung der aktuellen Situation finden Sie unter dem folgenden Link. www.dondahlmann.de

Ich als Unternehmer im Bereich IT/Internet und mit Wohnsitz in Alt-Treptow frage mich, wie Sie persönlich und auch ihre freiheitliche Partei hier gegen die Schaffung dieser intransparenten und das Grundgesetz gefährdenden geplanten Strukturen entgegenwirken wollen. Welche Maßnahmen sieht ihre Partei um Kinderpornografie wirklich und effektiv zu bekämpfen, anstatt dort durch die Hintertür Strukturen für eine nachhaltige Überwachung/Zensur des Internets herbeizuführen.

Wieso ist die FPD in dieser Debatte nicht hörbar? Es sind konstruktive Vorschläge gefragt, die zielgerichtet gegen Kinderpornografie vorgehen und nicht die Millionen das Internet nutzenden Bundesbürger unter Generalverdacht zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Hellmut Königshaus
13Empfehlungen
05.06.2009
Hellmut Königshaus
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen.

Ich stimme mit Ihnen und sicher einem Großteil der Bevölkerung überein, dass Kinderpornographie, bei der der Missbrauch von Kindern in Bild oder Film wiedergegeben wird, ein widerliches und schreckliches Verbrechen ist, das unheilbare Wunden an Seele und Körper der missbrauchten Kinder hinterlässt.

Dennoch ist bei aller Emotionalität und Empörung um das Thema die Effektivität der einzelnen Maßnahmen zu berücksichtigen. Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Maßnahmen erfüllen diesen Anspruch nicht. Den eingebrachten Gesetzentwurf zur Änderung des Telemediengesetzes, nach dem die Zugangsprovider dazu verpflichtet werden sollen, Internetseiten nach Vorgabe einer Sperrliste des Bundeskriminalamts durch Umleitung auf eine Stopp-Seite zu sperren, lehnen wir ab. Das ist unverhältnismäßig und wirft weitere verfassungsrechtliche Fragen auf. Zum Beispiel könnten von den geplanten Sperrungen auch legale Internetseiten betroffen sein. Außerdem schränkt die Sperrung von Internetseiten die Telekommunikationsfreiheit, die Informations- und Meinungsfreiheit und die allgemeine Handlungsfreiheit ein. Und dies nicht primär bei den Straftätern, sondern bei den Bürgern. Abgesehen davon: auch die Grundrechte schützen kein strafbares Verhalten. Das Verbreiten, Beschaffen und der Besitz von Kinderpornographie sind Straftatbestände und das Internet ist mitnichten ein rechtsfreier Raum.

Es gilt, die Erfolge der Ermittlungsbehörden in Bund und Ländern bei der Verfolgung von Kindesmissbrauch und Kinderpornographie weiter zu fördern. Insbesondere ist für ausreichende personelle und sachliche Mittel, gerade bei der IT-Ausstattung, bei Polizei und Staatsanwaltschaften zu sorgen. Auf der anderen Seite muss hier die Prävention verbessert werden. Eltern, Schulen, Kindergärten, Ärzte und Jugendämter sind genauso gefordert wie die Gesellschaft insgesamt. Die Kultur des Wegschauens in Deutschland muss beendet werden und jeder, der Hinweise auf Kindesmissbrauch hat, muss ermutigt werden, dies auch anzuzeigen.

Auf die verfassungsrechtlichen Fragen hinsichtlich der grundsätzlichen Kompetenz der Bundesregierung im Feld der Medien und Gefahrenabwehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst eingehen. Diese wichtige Debatte wird aus meiner Sicht instrumentalisiert, um die Freiheitsrechte unbescholtener Bürger weiter auszuhöhlen. Wir wollen keinen misstrauischen Überwachungsstaat, der präventiv in allen Bereichen des Privatlebens seiner Bewohner herumspioniert. Wir wollen einen Rechtsstaat, der neben konsequenten Gesetzen und Strafen den Behörden auch die nötigen Mittel zur Verfügung stellt, damit diese ihre Arbeit richtig und gut machen können. Wir wollen einen Rechtsstaat, der zunächst auf das Gute im Menschen vertraut und nicht misstrauisch jeden Bürger unter Generalversacht stellt. Dafür steht die FDP und dafür kämpfe ich persönlich.



Mit freundlichen Grüßen

Hellmut Königshaus, MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
13.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Königshaus,

mich würde interessieren, ob Sie in der laufenden Legislaturperiode an Veranstaltungen der Tabakdrogenindustrie oder der Tabaklobby teilgenommen haben?

Vielen Dank.
Antwort von Hellmut Königshaus
10Empfehlungen
18.05.2009
Hellmut Königshaus
Sehr geehrter Herr ,

nein.

Hellmut Königshaus, MdB
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Frage zum Thema Integration
16.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Könighaus,

zwei kurze Fragen:
1. Wie stehen Sie zur schleichenden islamisierung in der Bundesrepublik Deutschland mit nunmehr 2600 Moscheen?

2. Sehen Sie die Bundesrepublik Deutschland als Zuwanderungsland und warum ?

3. Sind Sie der Meinung, dass der demographische Faktor in der Rentenpolitik so bestimmend ist, dass dabei die ständige Erhöhung der Arbeitsproduktivität ungerücksichtigt bleibt oder wird den Bürgern dieser demographische Faktor nur suggeriert.

Übrigens die Rede von Herrn Dr. Westerwelle auf dem FDP Parteitag war großartig und hat mich als parteiloser als zukünftiver FDP Wähler aktiviert. Glückwunsch zu Ihrem Parteivorsitzenden.

Vielen Dank
Antwort von Hellmut Königshaus
8Empfehlungen
05.06.2009
Hellmut Königshaus
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen. Ich freue mich, dass Guido Westerwelle Sie mit seiner Rede auf unserem Parteitag überzeugt hat.

Zu Ihrer 1. Frage:

Ich glaube nicht, dass es 2.600 Moscheen in Deutschland gibt. Mir ist eine Zahl von unter 500 bekannt. Demgegenüber gibt es allein 24.500 katholische Kirchen und über 30.000 Kirchengemeinden. Von einer "schleichenden Islamisierung" kann man deshalb noch nicht sprechen. Dennoch ist festzustellen, dass der Islam als Glaubensrichtung in den vergangenen Jahren großen Zuspruch erfährt. Es wird geschätzt, dass rund eine Millionen Menschen moslemischen Glaubens in Deutschland lebt. Demgegenüber steht die Zahl von 51,5 Millionen Menschen, die sich zum christlichen Glauben bekennen. Nicht alle sind allerdings praktizierende Christen, aber das können wir ja nicht den Muslimen vorwerfen. Dazu kommen noch viele Millionen Mitbürger, die überhaupt keiner Glaubensrichtung anhängen. Deshalb ist schon von der Zahl her eine schleichende Islamisierung nicht zu befürchten. Unser Grundgesetz garantiert im Übrigen in Artikel 4 jeder religiösen Überzeugung in Deutschland eine "ungestörte Religionsausübung". Diese steht auch Moslems zu.

Zu Ihrer 2. Frage:

Ja, Deutschland ist ein Zuwanderungsland, das zeigen die Zahlen. Die Anzahl der nach Deutschland Einwandernden übersteigt die Anzahl der aus Deutschland Auswandernden. 2007 lag diese Differenz bei etwa 50.000 Menschen. Das liegt allerdings weit hinter den Zuwanderungszahlen der 90er Jahre zurück, als die Differenz hier noch regelmäßig im höheren sechsstelligen Bereich lag. Die Zuwanderung und der Wunsch, hier zu leben, ist zunächst einmal auch eine Anerkennung für unser Land und unsere Art zu leben. Allerdings erwarte ich von den Zuwanderern schon, dass sie den gleichen Respekt für unsere Kultur und unsere Traditionen aufbringen, die unser Grundgesetz ihnen selbst garantiert. Wer das nicht will, muss ja nicht unbedingt nach Deutschland auswandern. Wer aber sich integriert, was nicht unterordnen bedeutet, kann einen wertvollen Beitrag für dieses Land leisten, insbesondere vor dem Hintergrund der unerfreulichen demographischen Entwicklungen der letzten Jahre.

Zu Ihrer 3. Frage:

Der demografische Faktor ist ein Rechenwert, der dem Umstand Rechnung trägt, dass immer mehr Leistungsberechtigte immer weniger Beitragszahlern gegenüber stehen. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahrzehnten noch dramatisch verschärfen.



Es ist aber nicht so, dass die steigende Arbeitsproduktivität unberücksichtigt bliebe. Sie findet über die Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt Berücksichtigung, die sich bereits auf nahezu ein Drittel des gesamten Bundeshaushalts ausgedehnt hat. Das ist auch erforderlich, weil sonst die Renten dramatisch fallen müssten. Ausgehend von der Prognose, dass sich die erwerbsfähige Bevölkerung der Bundesrepublik in den kommenden Jahren bis 2050 um etwa 25 Prozent verringern wird und gleichzeitig die Zahl der zu versorgenden Rentner um 200 Prozent steigt (wobei hier eine steigende Lebenserwartung nicht mit berücksichtigt ist), kommt man zu einem Faktor 4, der ausgeglichen werden müsste, beispielsweise durch die steigende Arbeitsproduktivität. Legt man die Zahlen der letzten Jahre zugrunde, so ist für Deutschland von einem jährlichen Arbeitsproduktivitätswachstum von rund 2 Prozent auszugehen (das ist schon eine relativ positive Vorgabe, weil sie den Rückgang der Zunahme der Arbeitsproduktivität in den letzten Jahrzehnten nicht berücksichtigt). Folglich ist die Zunahme der Arbeitsproduktivität bei einem konstanten relativen Wert mit einem Faktor von 2,7 anzusetzen. Die Differenz beläuft sich also auf 1,3. Also 1,3 Rentner, die trotz Arbeitsproduktivität noch zusätzlich versorgt werden müssen. Dieser Wert ist in irgendeiner anderen Form auszugleichen. Möglich ist dies zum einen durch Zuwanderung, mit der Folge, dass der Anteil der Erwerbstätigen in Deutschland steigt. Die Alternative wäre die Anpassung der Beiträge der arbeitenden Bevölkerung, was natürlich nicht geht, weil die Belastungen schon jetzt sehr hoch sind. Der Nachhaltigkeitsfaktor hat daher seine Berechtigung, auch wenn das Ergebnis nicht sehr erfreulich sein mag. Aber Geld, das nicht durch Beiträge oder aus Steuerzuschüssen hereinkommt, kann die Rentenkasse nun einmal nicht verteilen. Und die Zuschüsse noch weiter zu steigern, ist schlicht unmöglich.

Mit freundlichen Grüßen

Hellmut Königshaus, MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
18.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Königshaus,

Sie haben auf die Frage nach einer Teilnahme an Veranstaltungen der Tabaklobby in der laufenden Legislaturperiode mit "nein" geantwortet.

Aus Ihrer Antwort ergibt sich für mich Klärungsbedarf. Denn Sie sind auf der Gästeliste (Zusagen) des Liberty Award im Jahr 2007 aufgeführt ( Quelle: www.forum-rauchfrei.de - Seite 5, rechte Spalte).

Könnten Sie mir bitte erklären, wo hier der Irrtum liegt?

Vielen Dank.
Antwort von Hellmut Königshaus
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26.05.2009
Hellmut Königshaus
Sehr geehrte Frau ,

Ich habe auch an der von Ihnen genannten Veranstaltung nicht teilgenommen.

Ich hätte an jenem 22. März 2007 übrigens schon deshalb nicht daran teilnehmen können, weil ich an diesem Tag bis in die Abendstunden bei der Beweisaufnahme des 1. Untersuchungsausschusses (BND-Ausschuss) anwesend war, was im Amtlichen Protokoll des um 18.30 Uhr beginnenden Nichtöffentlichen Teils der Sitzung vermerkt ist.

Ich habe, nebenbei gesagt, generell an jenen Tagen, an denen der Untersuchungsausschuss tagte, keine Termine angenommen oder angesetzt.

Wie ich auf diese Liste gekommen bin, weiß ich nicht. Die von Ihnen übersandte Gästeliste spricht ja auch von "angekündigten Gästen". Ob mich irgendjemand dort "angekündigt" hat, weiß ich nicht. In meinem Büro jedenfalls finden sich dazu keine Unterlagen. Ich möchte aber im Übrigen schon auch darauf hinweisen, dass die Einladung zur Verleihung eines "Liberty Award" nicht per se als eine Aktion der "Tabaklobby" zu erkennen wäre.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Hellmut Königshaus
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