Hartmut Schauerte (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Hartmut Schauerte
Jahrgang
1944
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, parlament. Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Wahlkreis
Olpe - Märkischer Kreis I
Landeslistenplatz
keinen, Nordrhein-Westfalen
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(...) Arbeitslose, vor allem auch langzeitarbeitslose Mitbürger, haben seit dem Ende der rot-grünen Regierungszeit 2005 wieder eine Beschäftigung und gesellschaftliche Teilhabe gefunden. Für sie ist der Aufschwung so deutlich spürbar, wie für sonst niemand!

  • Das stabile Wirtschaftwachstum in Deutschland lässt weiterhin steigende Tarifabschlüsse, wie jüngst im Öffentlichen Dienst, erwarten.
(...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
08.02.2007
Von:

Hallo Herr Schauerte,

warum wird die Industrie im globalen Wettkampf mit Steuern und Sozialabgaben belastet, statt dies zu mindest bei den Einkommen bis zu 40000€ auf die Mehrwertsteuer zu schlagen. Ich denke heute ist nicht mehr die Industrie Leistungsfähig sondern der Verbraucher.
Die Steinkohle ist das beste Beispiel. Das Hauptproblem ist hier die Zusatzbelastung durch den Staat. Wir exportieren in die gesamte Welt. Ca. 50% unserer Lohnkosten sind Staatlich bedingt und führt zum Aufbau in Ländern wie Polen, China. In China produzierte Kameras tragen aber nicht die deutsche Soziallast!!

Auch ist die Mehrwertsteuer mit deutlich weniger Verwaltungsaufwand zu erheben als die Einkommensteuer!

Mit freundlichen Grüssen

Dr.
Antwort von Hartmut Schauerte
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14.02.2007
Hartmut Schauerte
Sehr geehrter Herr Dr. ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Durch den globalen Wettbewerb kommt es für die Sicherung des Standortes Deutschland in der Tat darauf an, dass Steuern und Sozialabgaben möglichst niedrig sind.

Hierzu haben die Verbraucher in unserem Land mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent zum 1.1.2007 und der damit einhergehenden Senkung der Lohnnebenkosten bereits einen wichtigen Beitrag geleistet.
Eine weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer halte ich – gerade unter dem Aspekt der Binnenkonjunktur – nicht für sinnvoll.

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen arbeitet die unionsgeführte Bundesregierung derzeit an einer Unternehmensteuerreform. Der Referentenentwurf liegt seit wenigen Tagen vor.
Im Mittelpunkt steht danach die Absenkung der Steuerbelastung für alle Unternehmen auf unter 30 Prozent und damit auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau. Gleichzeitig werden Maßnahmen getroffen, die die Besteuerung in Deutschland erwirtschafteter Gewinne sicherstellen und die Sanierung der öffentlichen Haushalte nicht in Frage stellen. Die im Saldo für Bund und Länder noch verbleibenden Steuermindereinnahmen von rd. 5 Mrd. Euro sind eine lohnende Anschubfinanzierung. Mit der Unternehmensteuerreform verbunden ist die Einführung einer Abgeltungsteuer zum 1. Januar 2009 mit einem Steuersatz von 25 Prozent auf Kapitalerträge und private Veräußerungsgewinne. Damit werden den Anlegern attraktive ertragssteuerliche Rahmenbedingungen angeboten und Kontrollverfahren können entfallen. Beide Elemente – die Reform der Unternehmensbesteuerung sowie der Kapitalerträge und privaten Veräußerungsgewinne – sind geeignet, das vorhandene Potenzial des Standorts Deutschland auszubauen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies führt zu mehr Wachstum und Beschäftigung und kommt den Unternehmen ebenso zugute wie den Menschen in unserem Lande.

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit trägt darüber hinaus auch der Beschluss zum Ausstieg aus der - von Ihnen angesprochenen – Subventionierung der Steinkohleförderung bei.

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Schauerte MdB
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Frage zum Thema Finanzen
02.06.2007
Von:

Guten Tag Herr Schauerte.

Ist es richtig, daß Herr Volker Beck v. d. Grünen wieder eine Reise nach Moskau zu einer DEMO von den Steuerzahlern finanziert bekommt. Mit dem Einverständnis v. dem Bundestagspräsidenten..Ich dachte immer Beteiligung an DEMOS sind Privatsache. Gibt es denn auch einen Fond für uns Bürger, wenn ja an wen muß ich mich wenden um auch eine Reise zu einer DEMO bezahlt zu bekommen.

Mit freundlichem Gruß

Siegen
Antwort von Hartmut Schauerte
3Empfehlungen
07.06.2007
Hartmut Schauerte
Sehr geehrter Herr ,

es entzieht sich meiner Kenntnis, in welcher Form mein Abgeordnetenkollege Volker Beck seine Fahrt nach Moskau genau finanziert hat.

Den von den Bürgerinnen und Bürgern gewählten Abgeordneten steht neben der Abgeordnetenentschädigung auch eine Kostenpauschale zur Verfügung, aus denen Reisen finanziert werden können. Ferner verfügen auch die einzelnen Fraktionen über Reisebudgets. Darüber hinaus sieht § 17 Abs. 3 AbgG die Möglichkeit vor, dass nach vorheriger Genehmigung durch den Bundestagspräsidenten auch die Kosten für Auslandsdienstreisen erstattet werden können.

Jeder Abgeordnete des Deutschen Bundestages ist nach Art. 38 Abs. 1 GG an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur seinem Gewissen unterworfen.

Dementsprechend steht es jedem Abgeordneten frei, politische Schwerpunkte in seiner Arbeit zu setzen und Auslandsreisen zu unternehmen bzw. an Demonstrationen teilzunehmen.

Für Bürger gibt es keinen "Demo"-Fonds. Ich möchte Sie aber gerne auf die reichhaltigen Bildungsprogramme der politischen Stiftungen in Deutschland verweisen, die es den Bürgern erlauben, günstig an Bildungsveranstaltungen und Seminaren teilzunehmen. Beispielhaft möchte ich hier die Konrad-Adenauer-Stiftung (www.kas.de) erwähnen.

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Schauerte MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
17.06.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Schauerte,

eingangs möchte ich erwähnen, dass ich Handwerker ohne Meisterbrief bin und mich gerne selbständig machen möchte.
Ich habe gelesen, dass Sie der Meinung sind, dass es in der Praxis ganz einfach sein soll, eine Abgrenzung zwischen den erlaubten "einfachen Tätigkeiten" und dem Kernbereich eines Handwerks vornehmen zu können. Ich sage Ihnen ehrlich: Ich kann es nicht !! Deshalb wende ich mich an Sie. Sie können mir sicherlich sagen, welche Tätigkeiten zum Kernbereich des Maler- und Lackierers gehören und welche Tätigkeiten "meisterfrei" sind. Sicher können Sie mir auch rechtsverbindlich sagen, welche Tätigkeiten ich miteinander verbinden darf, um nicht den Anschein zu erwecken, ein Vollhandwerk auszuführen. Da ich den Gesetztestext bereits kenne, bitte ich um eine "Positiv-Liste" der einzelnen erlaubten.Tätigkeiten des Maler- und Lackiererhandwerks. Sicherlich werden Sie Verständnis dafür haben, dass Ihre Angaben schon rechtsverbindlich sein müssen, ich möchte nämlich nicht, wie so viele meiner Kollegen, Ärger mit der Kammer und dem Ordnungsamt haben. Ich muss mich da auf Sie berufen können.
Es wäre schön, kurzfristig eine Antwort zu erhalten!

Viele Grüße
Antwort von Hartmut Schauerte
3Empfehlungen
03.07.2007
Hartmut Schauerte
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 18. Juni 2007.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass die Handwerksordnung (HwO) nicht in jedem Fall einen Meisterbrief als Voraussetzung für die selbständige Ausübung eines Handwerks verlangt. So besteht für Handwerker ohne Meisterbrief zum Beispiel die Möglichkeit, eine Ausübungsberechtigung nach § 7 b HwO oder eine Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO zu beantragen. Sie haben einen Anspruch auf Erteilung einer Ausübungsberechtigung für das Maler- und Lackiererhandwerk, wenn Sie die Gesellenprüfung in dem Maler- und Lackiererhandwerk bestanden haben sowie eine insgesamt sechsjährige Berufserfahrung nach der Gesellenprüfung in diesem Handwerk nachweisen können, davon insgesamt vier Jahre in leitender Stellung. Eine leitende Stellung ist nach dem Gesetzeswortlaut dann anzunehmen, wenn Ihnen eigenverantwortliche Entscheidungsbefugnisse in einem Betrieb oder in einem wesentlichen Betriebsteil übertragen worden sind. Mit einer Ausübungsberechtigung dürfen Sie alle Tätigkeiten des Maler- und Lackiererhandwerks ohne Einschränkungen ausüben.

Wenn Sie die Voraussetzungen des § 7 b HwO nicht erfüllen, kann dennoch die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO in Betracht kommen. Voraussetzung sind die Unzumutbarkeit der Meisterprüfung und der Nachweis der für die selbständige Ausübung des Maler- und Lackiererhandwerks notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten. Eine Ausnahmebewilligung kann auch auf einen wesentlichen Teil der Tätigkeiten des Maler- und Lackiererhandwerks beschränkt werden. In diesem Fall genügt der Nachweis der hierfür erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten. Diese Möglichkeit kann für Sie vor allem dann interessant sein, wenn Sie nicht vorhaben, das gesamte Spektrum des Maler- und Lackiererhandwerks anzubieten.

Zuständig für die Erteilung der Ausnahmebewilligungen und Ausübungsberechtigungen sind die Länder und dort in der Regel die Handwerkskammern.

In den Kammern oder den zuständigen Länderaufsichtsbehörden wird man Ihnen auch sagen, ob die konkreten Tätigkeiten, die Sie auszuüben beabsichtigen, möglicherweise gar nicht zu den wesentlichen Tätigkeiten des Maler- und Lackiererhandwerks gehören. Sie wären in diesem Fall nicht zulassungspflichtig. Zu dieser Frage, auf die Sie sich in Ihrer e-mail konkret beziehen, möchte ich auf die Definition der nicht wesentlichen Tätigkeiten in § 1 Abs. 2 Satz 2 HwO hinweisen. Die Auslegung der Handwerksordnung obliegt allerdings nach den Regelungen des Grundgesetzes den Ländern. Die Bundesregierung kann und darf den Ländern deshalb nicht rechtsverbindlich vorgeben, wie diese einzelne Vorschriften der Handwerksordnung auszulegen haben.

Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Schauerte MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
01.09.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Schauerte,
wie sie vielleicht wissen, war für den 11.09.2007 eine Demonstration gegen die Islamisierung Europas inkl. einer Schweigeminute für die Opfer des 11.09.2001 – von New York – in Brüssel geplant.
Nun hat der Bürgermeister von Brüssel – Freddy Thielemans – diese Demonstration mit Gerichtlicher Hilfe verboten. Ich fühle mich daher in meinen Bürgerrechten leicht "betrogen".
Im Schnitt finden in der Europäischen Hauptstadt jährlich 500 Demonstrationen statt, darunter auch eine zweite Demonstration am 11.09.2007, die der US-Regierung und der Hamas die Schuld am Terroranschlag von New York gibt. Diese darf allerdings stattfinden.
Wenn das nun die Politik der EU sein sollte, will ich gar kein vereinigtes Europa mehr.
Daher wollte ich Sie als den gewählten Abgeordneten des Wahlkreises Olpe-Märkischer Kreis I fragen, wie Sie zu dieser Entscheidung stehen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hartmut Schauerte
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11.09.2007
Hartmut Schauerte
Sehr geehrter Herr ,

die freie Meinungsäußerung ist ein schützenswertes Gut. Der Bürgermeister verbot jedoch die Demonstration, weil er eine unzulässige Identifikation von internationalem Terrorismus mit dem Islam als Religion erkannt haben will. Die Entscheidung über ein Demonstrationsverbot liegt im Kompetenzbereich des Brüssler Bürgermeisters. Ein belgisches Berufungsgericht bestätigte dieses Urteil erneut. Wir bitten Sie daher um Verständnis, dass wir auf diese Entscheidung keinen weiteren Einfluss nehmen können.

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Schauerte MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
16.09.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Schauerte,

wie stehen Sie zum Börsengang der Bahn? M. E. ist es ein großer Fehler, diesen für die Allgemeinheit überaus wichtigen Staatsbetrieb zum Spielball der Spekulanten und Gewinnmaximierer zu machen. Die Vorbereitungen durch Herrn Mehdorn zeigen ja schon wohin der Zug dann gehen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hartmut Schauerte
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18.10.2007
Hartmut Schauerte
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bezüglich einer Antwort möchte ich Sie auf die Ausführungen verweisen, die ich an Herrn Bexkens gerichtet habe. Daraus können Sie unschwer erkennen, dass ich zu den Befürwortern einer Bahnprivatisierung zähle, es aber auch für wichtig halte, dass die aus Steuermitteln getätigten Investitionen in das Netz nicht zum Spielball von Kapitalmarktinteressen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Hartmut Schauerte MdB
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Ihre Frage an Hartmut Schauerte
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