Sehr geehrter Herr

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vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich sehe, insbesondere auf nationaler Ebene, in der Bildungspolitik das zentrale Thema der Zukunft. Wir müssen wieder zu dem werden, was Deutschland schon einmal war und was die Kanzlerin "Bildungsrepublik" genannt hat. Deswegen wurde jüngst vom Bund und von den Ländern, deren ureigenste Aufgabe die Bildungspolitik ist, beschlossen, dass die Ausgaben bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts gesteigert werden sollen. Bis kommenden Herbst soll eine Expertengruppe Einzelheiten beraten. Ich gehe davon aus, dass, sollte die Union wieder die Kanzlerin stellen, dieses Ziel auch umgesetzt wird. Bildung und Forschung sind der Rohstoff unseres Landes – das müssen wir fördern.
Im nationalen, aber vor allem auch im internationalen Rahmen, ist die Energie- und Umweltpolitik von sehr wichtiger Bedeutung. Um möglichst wenig Energie zu verbrauchen und die Umweltbelastung extrem zu senken, wäre wahrscheinlich eine Deindustrialisierung unseres Landes zielführend. Ob das aber die richtige Lösung für Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland sind, das bezweifele ich aber sehr. Also geht es um differenzierte Lösungen – etwa bei der Förderung aller Arten regenerativer Energie – die nicht gleichzeitig unsere Wirtschaft zu sehr beeinträchtigen.
Die unionsgeführte Bundesregierung hat im Dezember letzten Jahres eines der größten Gesetzespakete seit der Wiedervereinigung auf den Weg gebracht, den ersten Teil des "Integrierte Energie- und Klimaprogramm" (IEKP), das im Juni vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde.
Dieses beinhaltet u.a. folgende Punkte:
1. Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (Ziel: Verdopplung des Anteils von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung bis 2020 auf 25 %.)
2. Novelle des Energie-Wirtschafts-Gesetzes zur Liberalisierung des Messwesens (Ziel: Zügige Verbreitung von neuen Technologien im liberalisierten Strom-Messwesen zur zeitgenauen Verbrauchsmessung als Voraussetzung für Stromeinsparungen.)
3. Einführung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (Ziel: Erhöhung des Anteils von erneuerbaren Energien am Wärmeverbrauch auf 14 % im Jahr 2020.)
4. Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (Ziel: Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromproduktion auf 30 % bis 2020. Integration der Erneuerbaren Energien unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit sowie Anreize für bedarfsgerechte Einspeisung des EE-Stroms.)
Insofern sind wir in diesem Bereich schon auf einem guten Weg. Sie können Ihr Vertrauen bei der nächsten Wahl also getrost in die Hände der CDU legen.
Mit freundlichen Grüssen
Gerald Weiß