Gabriele Hiller-Ohm (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Gabriele Hiller-Ohm
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Angestellte, Redakteurin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Lübeck
Landeslistenplatz
4, Schleswig-Holstein
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Das Bundessozialgericht hat nach wie vor keine eindeutige Position, was die Berechnung der Erwerbsminderungsrenten betrifft. Ich beteilige mich deshalb auch nicht an der Spekulation, wie die Reaktion der Rentenversicherung sein wird. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
18.12.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Hiller-Ohm,

viele Menschen bekommen auf dem "normalen" Arbeitsmarkt keinen Job mehr und bleiben im ALG II hängen. Gibt es Überlegungen, wie man diese Menschen wieder in Arbeit bekommt?
Grüße aus Ihrem Wahlkreis!
Antwort von Gabriele Hiller-Ohm
bisher keineEmpfehlungen
20.12.2006
Gabriele Hiller-Ohm
Sehr geehrter Herr ,

ich nehme an, dass Sie insbesondere das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit und der Schwervermittelbaren ansprechen. In der Tat diskutieren wir insbesondere diese Zielgruppe im Moment besonders intensiv in der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion, der ich angehöre. Es gibt ja bereits heute öffentliche Arbeitsgelegenheiten für diejenigen, die man kurzfristig nicht auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt bekommt, zum Beispiel Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) oder Mehraufwandsjobs ("Ein-Euro-Jobs"). Meiner Ansicht nach sind diese Mittel aber bisher weder qualitativ noch in der Menge ausreichend. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen der SPD-Bundestagsfrektion planen wir deshalb die Einführung des Arbeitsmarktinstrumentes "Jobperspektive". Dieses Instrument besteht im Kern aus einer öffentlich geförderten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Es soll zielgenau diejenigen ansprechen, die bisher beinahe aussichtslos im Arbeitslosengeld II verharren. Ihnen sollen sinnvolle Tätigkeiten angeboten werden, die zugleich der jeweiligen Kommune, in der sie leben, zu Gute kommen. In einigen Kommunen laufen solche Projekte schon unter dem Namen "Bürgerarbeit". Ich halte diese Variante für eine sehr gute Ergänzung am Arbeitsmarkt und zugleich einen Gewinn für das Gemeinwohl.

Darüber hinaus müssen wir natürlich alles tun, um alle Arbeitslosen möglichst wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu bekommen. Ich will jetzt nicht weiter auf die Details eingehen, aber ich glaube, der starke Rückgang der Arbeitslosenzahlen der letzten Monate und die gut laufende Konjunktur sprechen dafür, dass wir mit der rot-grünen Bundesregierung ganz gut gearbeitet haben. Für mehr Infos verweise ich Sie auf meine Homepage: www.hiller-ohm.de

Viele Grüße
Ihre Gabriele Hiller-Ohm
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
13.01.2007
Von:

Hallo Gabriele,
Sie sind eine der wenigen, die stets höflich und nett zu mir sind. Für meine TV-Sendung machte ich mit Ihnen ein Interview, dass nun jeder weltweit sehen kann:
video.google.de

Genau das Gegenteil zu Ihnen die Dame aus der anderen Partei. Die wollte kein Interview geben und rannte einfach davon, so dass ich nur ihr Bild im Film zeigen kann. Nun meine Frage, werden Sie auch im neuen Jahr für Interviews zur Verfügung stehen, wenn ich diese rechtzeitig in Ihrem Büro anmelde?
mfg
Antwort von Gabriele Hiller-Ohm
1Empfehlung
16.01.2007
Gabriele Hiller-Ohm
Sehr geehrter Herr ,

zunächst alles Gute zum Neuen Jahr! Und selbstverständlich stehe ich Ihnen auch in diesem Jahr gerne wieder zu einem Interview bereit!

Viele Grüße aus Berlin!
Gabriele Hiller-Ohm, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.02.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Gabriele Hiller-Ohm,

wie stehen Sie als Vertreterin meines Wahlkreises zu den geplanten Einsätzen von RFID und der geplanten heimlichen Online-Durchsuchungen mit Hilfe des "Bundestrojaners"?

Durch den Einsatz von RFID lassen sich sehr einfach, sehr ausführliche Profile über die einzelnen Bürger erstellen und es können sehr viele personenbezogene Daten gespeichert und genutzt werden, was die Missbrauchsgefahr sehr steigert, da diese Daten sehr leicht von Unbefugten ausgelesen werden können.

Des weiteren stellt in meinen Augen die heimliche Online-Durchsuchung einen sehr tief greifenden Eingriff in den Kernbereich der privaten Lebensführung dar, wie es auch das Bundesverfassungsgericht bestätigt hat.

In einem Interview mit der taz hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bekräftigt, dass es bei der geplanten verdeckten Online-Durchsuchung keine privaten Bereiche auf der Computerfestplatte geben kann, die im Sinne des "Kernbereichs privater Lebensführung" geschützt sind.

Mich würde ebenfalls interessieren wie Sie als Abgeordnete zu dieser heimlichen "Durchsuchung" von sehr privaten Daten stehen und ob Sie der Meinung sind, dass diese Eingriffe in die Privatsphäre zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus unbedingt notwendig sind.

Ich bedanke mich im Vorraus für Ihre Bemühungen und freue mich auf eine baldige Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Gabriele Hiller-Ohm
1Empfehlung
19.02.2007
Gabriele Hiller-Ohm
Sehr geehrter Herr ,

genau wie Sie, schaue auch ich mit Sorge auf die vielen neuen Informationstechniken und auf die zunehmende Preisgabe von Privatem im öffentlichen Raum. Ich denke zum Beispiel an Einkaufskarten, Kreditkarten, Einkäufe im Internet etc., die bereits heute genutzt werden, um Einkaufsverhalten "auszuspionieren". Hinzu kommt die freiwillige Preisgabe privater Lebensumstände, zum Beispiel auf eigenen Hompepages oder auf Homepages, die von Anderen betrieben werden (youtube etc.). Die von Ihnen angesprochene RFID-Technik stellt eine neue Qualität dar. Ich halte sehr viel vom Datenschutz und befürchte, dass dieser durch die Anwendung der RFID-Technik nicht mehr sichergestellt werden kann. Man muss abwägen zwischen Vor- und Nachteilen. Aus meiner Sicht überwiegen die Nachteile, deshalb lehne ich einen generellen Einsatz der RFID-Technik ab.

Heimliche Durchsuchungen des PCs sind ein schwerwiegender Eingriff des Staates in die Privatsphäre. Es darf auf der anderen Seite jedoch keine sicheren Räume geben, in denen Spuren begangener Verbrechen oder Anhaltspunkte für die Planung künftiger Verbrechen vor Ermittlungsmaßnahmen geschützt sind. Auf jeden Fall müsste es aber für begründete einzelne Verdachtsfälle sehr strenge rechtliche Regelungen zur Online-Durchsuchung geben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Gabriele Hiller-Ohm
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Frage zum Thema Umwelt
02.03.2007
Von:

Thema: Verkehr

Sehr geehrte Frau Hiller-Ohm,

haben wir gegen unseren Willen die A20 bekommen. Mit Entsetzen lese ich in den LN :Schon bald Tempo 130 auf der A20 südlich von Lübeck ? Da bestätigen sich Gerüchte, dass Herr Ringsdorff und Frau Merkel die Begrenzung auf 100 Km/h für unsinnig halten und Steuergelder für die Umwidmung verschleudern ! Die Autobahn ist in Bezug auf Lärmschutzmaßnahmen in diesem Bereich noch lange nicht abgeschlossen und die Lärmbelastung ist im Bereich Wulfsdorf teilweise, trotz geschlossener Fenster, unerträglich. Ich würde gerne von Ihnen wissen, welche Möglichkeiten es für uns gibt diesen Schwachsinn zu verhindern (Einwendung zum Planfeststellungsänderungsverfahren ist klar, bringt aber nichts).
Auch wenn ich nicht Ihre Fachthemen getroffen habe, würde ich mich sehr auf eine Antwort freuen.

manfred struve
Antwort von Gabriele Hiller-Ohm
1Empfehlung
08.03.2007
Gabriele Hiller-Ohm
Sehr geehrter Herr ,

ich stimme mit Ihnen völlig überein- die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf der A 20 ist für die Anwohner und Anwohnerinnen eine Zumutung. Außerdem setzt sie im Lichte der aktuellen Debatte um Klimaschutz und ein generelles Tempolimit ein völlig falsches Signal.

Ich habe mich bereits im vergangenen Jahr an Herrn Minister Austermann gewandt, der als CDU-Landesverkehrsminister für diese Tempo-Verschärfung zuständig ist und sie vorantreibt. Leider hat er es abgelehnt, die Maßnahme zu stoppen. Für ihn ist das schnellere Vorankommen der Autofahrer wichtiger als die Gesundheit der Anwohner, von Umwelt und Klima ganz zu schweigen. Ich habe ihn deswegen auch öffentlich scharf kritisiert. Hier der Wortlaut meiner damaligen Pressemitteilung:

"Austermann am Steuer- das wird teuer"
Hiller-Ohm für Tempo 100 bei Moisling

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm setzt sich nachdrücklich gegen die Aufweichung des Tempolimits von 100 Stundenkilometern auf der A 20 bei Moisling ein. Der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Austermann möchte zwischen dem Moislinger Autobahntunnel und der Landesgrenze die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h anheben. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr erhielt bereits den Auftrag, eine Tempo-Erhöhung in die Wege zu leiten.

"Durch die Tempobegrenzung und umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen, die auf eine maximale Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern abgestimmt sind, hält sich die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger in Moisling bislang in einem noch erträglichen Rahmen. Wenn hier künftig schneller gefahren wird, steigt natürlich auch der Lautstärkepegel entsprechend an. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder geht das erhöhte Tempo zu Lasten der Anwohnerinnen und Anwohner oder der Lärmschutz wird mit hohem finanziellem Aufwand angepasst - eine Verschwendung von Steuergeldern mit fragwürdigem Nutzen, die nicht einzusehen ist. Wieder einmal zeigt sich: Austermann am Steuer- das wird teuer!"

Auf ein Schreiben an den Landesverkehrsminister, in dem sie ihre Bedenken äußerte, hat die SPD-Politikerin nun eine Antwort erhalten. "Herr Austermann verweist darin auf zahlreiche Beschwerden von Nutzern der Autobahn, die gerne schneller fahren würden. Sicher, jeder Autofahrer möchte möglichst schnell ans Ziel kommen! Die meisten machen sich leider wenig Gedanken darüber, welche Konsequenzen das für die Menschen hat, die an der Strecke leben. Es ist die Aufgabe der Politik, hier einen Ausgleich zu schaffen. Für mich als Sozialdemokratin steht die Gesundheit der Lärm-Opfer an erster Stelle. Für Herrn Austermann scheint dagegen die ‚freie Fahrt für freie Bürger’ Vorrang zu haben." Zu den möglichen Kosten eines erhöhten Lärmschutzes und der Frage, wer sie gegebenenfalls übernehmen solle, bleibe der Minister sehr vage.

Das Planfeststellungs- Änderungsverfahren, das Voraussetzung für eine Anhebung des Tempos ist, solle noch in diesem Quartal eingeleitet werden. "Ich rufe die Moislingerinnen und Moislinger auf, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, ihre Einwände vorzubringen", so Hiller-Ohm. Auch die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft ruft die SPD-Abgeordnete zum Widerstand auf. Diese hatte im März einen Antrag eingebracht, in dem die Beibehaltung von Tempo 100 zumindest während der Nachtzeit gefordert wird. "Leider konnte sich die Unionsfraktion nicht dazu durchringen, den SPD- Antrag zur Fortsetzung der bisherigen Regelung zu unterstützen. Nun soll sie zumindest dafür sorgen, dass die Forderung nach Nachtruhe bei ihrem Kieler Parteifreund Gehör findet!"

Damals hatte ich den besonderen Akzent auf die Anwohnerinnen und Anwohner in Moisling gelegt, weil ich von dort auf das Problem aufmerksam gemacht worden war. Natürlich gelten meine Aussagen gleichermaßen für Wulfsdorf und andere betroffene Ortschaften.

Zu Ihrer Frage, was Sie selbst unternehmen können, um die sich gegen Herrn Austermanns Pläne zu wehren: Ich rate Ihnen, Ihre Einwände im Rahmen des Planfeststellungsänderungsverfahrens vorzubringen und viele andere Betroffene zu überzeugen, das ebenfalls zu tun. Zusätzlich ist es immer sinnvoll, sich an die Medien zu wenden, um der Öffentlichkeit die Konsequenzen der Austermann- Pläne vor Augen zu führen. Je mehr öffentlicher Druck entsteht, desto besser. Und natürlich haben Sie bei der nächsten Wahl die Möglichkeit, Ihre Stimme einer Partei zu geben, die sich für Tempolimits einsetzt.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Hiller-Ohm
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Frage zum Thema Tourismus
27.03.2007
Von:
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Sehr geehrte Frau Hiller-Ohm,mit befremden lese ich in der "Yacht" Nr. 7 unter der Schlagzeile:Bürokratie Neue Schikane für Segler einen Artikel, der mich sehr zornig gemacht hat.Bitte helfen Sie, dieses Vorhaben zu verhindern.Wir vergreisen heute schon in unseren Vereinen. Mit sportlichen Grüßen aus Lübeck.
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Antwort von Gabriele Hiller-Ohm
1Empfehlung
28.03.2007
Gabriele Hiller-Ohm
Sehr geehrter Herr ,

die Bundestagsbibliothek ist sehr gut sortiert. So spezielle Fachmagazine wie die "Yacht" finde ich dort aber leider nicht. Um Ihre Frage zu beantworten, bitte ich Sie daher um die Übersendung des entsprechenden Artikels oder einer genaueren Schilderung des Sachverhaltes.

Die Übersendung können sie entweder per E-mail: gabriele.hiller-ohm@bundestag.de , per Fax: 030-227-76514 oder per Post: Gabriele Hiller-Ohm, MdB, Platz der Republik, 11011 Berlin vornehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Hiller-Ohm
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Ihre Frage an Gabriele Hiller-Ohm
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