Franz Untersteller (DIE GRÜNEN)
Abgeordneter Baden-Württemberg 2011-2016

Angaben zur Person
Franz Untersteller
Geburtstag
04.04.1957
Berufliche Qualifikation
Dipl.Ing. Landschaftsplanung
Ausgeübte Tätigkeit
Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Stuttgart III über Wahlkreis eingezogen
(...) Darüber hinaus gibt es in Deutschland die grundgesetzlich verankerte Freiheit der Forschung, die jedweden Forschungsverboten ohnehin enge Grenzen setzen würde. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Franz Untersteller
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Frage zum Thema Umwelt
15.06.2015
Von:

Betreff Einsatz von Pestiziden

Sehr Herr Untersteller,
Seit Jahren beobachte ich den massiven Einsatz des Pflanzenschutzmittels Roundup. Eine besonders intensive Anwendung findet vor allem in den Weinanbaugebieten und Apfelplantagen statt. Da die WHO den enthaltenen Stoff Glyphosat als wahrscheinlich krebserregent eingestuft hat und selbst das französische Landeswirtschaftsministerium sich für ein Verbot dieses Mittels ausspricht, verstehe ich nicht, dass dieser Artikel bei uns in sämtlichen Baumärkten angeboten wird.
Wieso schließt sich das Umweltministerium nicht dem Ansinnen der französischen Ministerin Royal an.

mit freundlichen Grüßen
Antwort von Franz Untersteller
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30.07.2015
Franz Untersteller
Sehr geehrter Herr ,
vielen Dank für Ihre Frage.

Ich teile die Einschätzung der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden–Württemberg, dass der Einsatz des Pestizids Glyphosat sehr problematisch ist, zumal Glyphosat inzwischen auch in Muttermilch nachgewiesen wurde.
Die Zulassung von Glyphosat liegt in der Zuständigkeit des Bundes. Trotzdem ist die Landesregierung nicht untätig geblieben.

Auf Drängen Baden-Württembergs hat der Bund 2013 die die Verwendung von Glyphosat in der Vorernte-Behandlung eingeschränkt, nicht jedoch bei der Verwendung im privaten Bereich. Der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Alexander Bonde hat gemeinsam mit seinen Länderkollegen den Bund aufgefordert, die Abgabe von Glyphosat an Privatpersonen zu verbieten. Insofern agiert der zuständige Minister hier im Land in gleicher Richtung wie die französische Umweltministerin. Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Verbraucherschutzministers finden Sie hier: mlr.baden-wuerttemberg.de
mlr.baden-wuerttemberg.de

Mit freundlichen Grüßen
Franz Untersteller MdL
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Frage zum Thema Soziales
10.10.2015
Von:
Leo

Sehr geehrter Herr Untersteller,

mein Name ist Leo und bin 17 Jahre alt.
Als ich 2014 für ein Jahr in Amerika war, sah ich, dass man dort bereits mit 16 Jahren Blut spenden darf. Ich fragte mich sofort, warum wir in Deutschland erst mit 18 Jahren Blut spenden können und recherchierte dazu im Internet: Laut Gesetz stellt Blutspenden eine Körperverletzung dar. Doch eindeutige Nachteile für minderjährige Spender konnte ich zunächst nicht finden.

Darüber sprach ich auch mit einigen Ärzten. Manche wussten nicht, ob es Nachteile für jugendliche Spender gibt. Andere wiederum meinten, es könnte ggf. dem Wachstum schaden. Es stellte sich jedoch heraus, dass es keine wissenschaftlichen Fakten darüber in Deutschland gibt. Ich gründete somit eine Petition die eine Durchführung einer Studie, die die Vor- und Nachteile einer Blutspende ab 16 Jahren wissenschaftlich erörtert. Ich möchte mit dieser Petition Jugendlichen die Möglichkeit geben anderen Menschen zu helfen. Blut rettet Leben und das ist für mich wichtig weil ich jemand anderem das Leben retten kann, deswegen versuche ich viele Argumente zum Thema Blutspenden ab 16 Jahren zu bekommen.
Die Petitionsseite: www.change.org

Es wäre sehr nett wenn sie die Petition Unterschreiben.

Wie Sie vielleicht wissen braut eine Petition viele Unterschriften um etwas bewegen zu können, dazu möchte ich sie fragen ob sie einigen Menschen von dieser Petition erzählen könnten.

Ich würde mich sehr freuen wenn wir ein Bürgergespräch machen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Leo

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Frage zum Thema Arbeit
11.02.2016
Von:

Sehr geehrter Herr Untersteller,

ich bin seit über dreißig Jahren in Altenhilfe tätig.
Seit langem wissen wir um den demographischen Wandel.Ich bin sowohl praktisch tätig , unterrichte aber auch an einer Fachschule für Altenpflege.
Leider bewerben sich immer noch nicht genügend Menschen.Fachkräfte werden weiter händeringend gesucht.
Wie werden Sie als gewählter Vertreter im Landtag,nach den gescheiterten Versuchen das Pflegeimage zu verbessern, mit diesem Thema weiter umgehen?
Wie kann dem drohenden Kollpas den es in 10-15 Jahren geben wird bereits jetzt
begegnet werden? Pflegen dann 67 jährige Mitarbeiter 70 jährige Bewohner und Patienten, wenn es keine raschen Lösungen zur Personalgewinnung gibt?
Die eingeleitete Entbürokratisierung der Pflege muss weiter betrieben werden, die mitunter unsäglichen Kontrollen und latente Vorwürfe gegen die Pflegebranche müssen verändert werden,wohl wissend dass es auch "schwarze Schafe " in der Branche gibt.Kontrollen und Prüfungen die nicht auf Augenhöhe stattfinden, treiben sonst noch die motiviertesten Mitarbeiter auch uns Leitungskräfte aus den Pflegeheimen und ambulanten Diensten.
Haben die GRÜNEN hier zu Antworten?,wenn ja freue ich mich auf Ihre Antwort und wünsche Ihnen alles Gute für den restlichen Wahlkampf.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Franz Untersteller
bisher keineEmpfehlungen
02.03.2016
Franz Untersteller
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 11. Februar 2016. Der Bevölkerungsanteil der über 65-jährigen hat sich in den letzten vierzig Jahren fast verdoppelt. Ältere Menschen wollen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben so lange es irgend geht. Sie sind daher auf ein pflegerisches und medizinisches Netzwerk angewiesen. Um die Situation der Pflege in Baden-Württemberg zu untersuchen und festzustellen, wie eine hochwertige Pflege in Baden-Württemberg sichergestellt werden kann, haben alle vier Fraktionen im Landtag im März 2014 die Enquetekommission Pflege eingerichtet. Zum Kurzfassung des Abschlussberichtes kommen Sie mit dem folgenden Link: www.landtag-bw.de

Weitere Informationen zur Zukunft der Altenpflege in Baden-Württemberg finden Sie auf den Seiten der Landtagsfraktion. www.gruene-landtag-bw.de

Auch der Landespflegerat hat zum Thema Pflege der Landtagsfraktion der Grünen Fragen gestellt. Diese Fragen und die Antworten füge ich in der Anlage bei.

Mit freundlichen Grüßen
Franz Untersteller MdL
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Frage zum Thema Umwelt
18.02.2016
Von:

Sehr geehrter Herr Untersteller,

Der Bestand der Artenvielfalt ist bedroht, Blüten bestäubende Insekten und Bienen haben immer größere Probleme zu überleben. Durch unsere immer monotoner werdende Landschaft und Hausgärten, durch den verstärkten Einsatz von Pestiziden und durch den immer noch hohen Flächenverbrauch. Sollte es nicht möglich sein, dass das Land, die Bauhöfe der Kommunen und Gemeinden mit gutem Beispiel vorangehen und auf landeseigenen Liegenschaften, wie staatliche Schlösser und Gärten, Staatsdomänen und allen landwirtschaftlich genutzten Liegenschaften im Landesbesitz, keine Pflanzenschutzmittel/Pestizide mehr einsetzen? Kann man nicht verstärkt Nützlinge stattdessen einsetzen? Warum dürfen Pflanzenschutzmittel noch immer in Baumärkten und Discountern (!) an Privatleute, wie z.B. Hobbygärtner, verkauft werden? Die Gefahr einer falschen Lagerung oder Anwendung ist zu groß, gesundheitsgefährdend und nicht kontrollierbar, zumal nur der Verkäufer einen Sachkundenachweis führen muss. Ist es nicht möglich, dass mindestens 10 % der staatlichen, landwirtschaftlichen Flächen Vorrangflächen werden: blühende Ackerstreifen, Altgrasstreifen, Hecken, Feldgehölze etc.? Als Rückzugsflächen, für den Erhalt der Artenvielfalt und als reichhaltiges Nahrungsangebot für Insekten, Bestäuber und Nützlinge? Warum wird mit hohem Personal- und Maschinen-Aufwand alles sauber gemäht und abgeholzt? Wäre es nicht ein gutes Vorbild für Hobby- und Landschaftsgärtner, wenn in den Gemeinden viel mehr Blühflächen entstehen würden, statt monotoner Rasenflächen?

Ich hoffe, Sie können mir die Fragen beantworten und Sie verstehen sie als Anregung für die nächste, vor Ihnen liegende, Politikarbeit.

Mit freundlichen Grüßen


Heckengäu – Imkerei
NABU Baden-Württemberg
Fachberaterin für Bienen und Pestizide

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