Ewald Schurer (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Ewald Schurer
Geburtstag
15.04.1954
Berufliche Qualifikation
Diplom-Betriebswirt (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Ebersberg
Wahlkreis
Erding - Ebersberg
Ergebnis
17,6%
Landeslistenplatz
9, Bayern
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(...) Es ist nicht Aufgabe und Ziel von ISAF, einen "Krieg" in Afghanistan zu führen. Schwerpunkt des deutschen Afghanistan-Engagements muss auch weiterhin der Wiederaufbau und die Unterstützung der afghanischen Regierung zur Übernahme der Sicherheitsverantwortung im Land sein. (...) Ich habe mir die Entscheidung zur Verlängerung des Mandats nicht leicht gemacht - bei keinem Auslandseinsatz unserer Soldaten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
14.12.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Schurer,

als Studentin der Politikwissenschaft bin ich sehr an der Arbeit von Politikern interessiert und möchte nach dem Studium selbst in der Bundespolitik aktiv werden. Daher ist die aktuell diskutierte Frage der cent-genauen Offenlegung von Nebeneinkünften für mich persönlich sehr relevant.

Wie ist Ihre Meinung zu diesem Vorschlag? Wie würden Sie im Falle einer eingebrachten Gesetzesvorlage abstimmen?

Ich freue mich über eine Antwort!

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Ewald Schurer
bisher keineEmpfehlungen
18.12.2012
Ewald Schurer
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die Debatte um die Nebeneinkünfte ist jüngst von Union und FDP aus wahlkampftechnischen Gründen losgetreten worden, um Peer Steinbrück in ein schlechtes Licht zu rücken. Diese scheinheilige Taktik ist jedoch nach hinten losgegangen, denn erstens hat Peer Steinbrück seine Nebeneinkünfte rechtmäßig nach den bestehenden Vorschriften und darüber hinaus angegeben. Zweitens hatte sich die SPD schon in der großen Koalition für eine Verschärfung der bestehenden Transparenzregeln eingesetzt. Die SPD will eine Veröffentlichungspflicht auf Euro und Cent. Das war und leider mit der Union und der FDP politisch nicht umzusetzen. Lediglich ein erweitertes Stufenmodell konnte eingeführt werden. Transparenz sieht anders aus, obwohl die schwarz-gelbe Koalition dies dich in den jüngsten Debatten so vehement gefordert hatte.
Ich persönlich bedauere diese halbherzige Lösung, denn ich bin überzeugt, dass eine transparente Offenlegung einige Vorurteile gegen das Amt des Berufspolitikers hatte abbauen können.

Ich wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und noch viel Erfolg bei Ihrem Studium.

Mit freundlichen Grüßen

Ewald Schurer, MdB
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Frage zum Thema Frauen
21.04.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Schurer,

die SPD hat eine Frauenquote für Aufsichtsräte beantragt. Meine Frage ist. Cui bono?
Die 30 Dax Unternehmen haben vielleicht in Summe 300 AR Posten. Eine Einführung der Quote würde vielleicht 50 zusätzliche Posten für Frauen, die dann in der Regel über 50 Jahre alt sind bringen. Für mich wäre nicht die Förderung älterer Damen sondern die Förderung einer Gruppe, die wirklich benachteiligt ist relevant: kleine Buben.
Ich selbst habe fünf Töchter und zwei Söhne. Meine erwachsenen Töchter studieren erfolgreich, haben alle Möglichkeiten und beklagen keinerlei Benachteiligungen. Wenn Sie mal im Alter von Aufsichtsräten sind, werden sie sicher die gleichen Chancen wie Männer haben. Insofern behandelt die SPD hier ein Thema aus den achtziger Jahren. Viel gravierender ist, dass es keine Quote für Männer als Erzieher im Kindergarten und Lehrer in der Grundschule gibt. Fakt ist: meine Söhne haben es in Schule und Kindergarten wesentlich Schwerer als ihre Schwestern. Ich meine hier werden (in der Regel kinderlose) Frauen aus meiner eigenen Babyboomergeneration über eine Quote gefördert, ohne dass irgendwer sonst einen Nutzen davon hat.
Wie sehen Sie das?
MfG
Antwort von Ewald Schurer
bisher keineEmpfehlungen
17.05.2013
Ewald Schurer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zur Frauenquote.

Die SPD fordert seit 2009 eine 40 Prozent-Quote nach norwegischem Vorbild für Aufsichtsräte und Vorstandsgremien. Dabei geht es nicht nur um die Aufsichtsratsposten in den Dax- Unternehmen, wie Sie schreiben. Es wären nahezu paradiesische Zustände, wenn allein die 30 Dax-Unternehmen eine Frauenquote bräuchten, weil in allen anderen Wirtschaftsunternehmen in Deutschland Frauen entsprechend repräsentiert wären. Dies ist bei Weitem nicht der Fall.

In den 600 führenden deutschen Unternehmen waren 2008 2,4 Prozent Vorstandsmitglieder Frauen. Der Frauenanteil in deutschen Aufsichtsräten lag 2008 bei 8,2 Prozent – allerdings sind 63 Prozent Vertreterinnen der Arbeitnehmerseite. Frauen sind in allen Unternehmen auf allen Hierarchieebenen unterrepräsentiert.

Ich kann mich also nicht im geringsten Ihrer Aussage anschließen, dass mit einer Frauenquote ein Problem der 80er-Jahre behandelt wird. Noch viel schlimmer ist, dass seit den 80er Jahren kaum Bewegung bei den Unternehmen zu verzeichnen ist. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Unternehmen haben zu keinerlei positiven Ergebnis geführt.

Ich freue mich sehr, dass Ihre Töchter erfolgreich studieren. Beim Zugang zur Bildung werden Mädchen und Frauen auch keine Steine mehr in den Weg gelegt. Eine erfreuliche Tatsache, die aber nicht mit dem späteren Berufsleben zu tun hat. Denn ein guter Studienabschluss ist keine Gewährleistung für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt und insbesondere bei den Karrierechancen in hohen Positionen. Vielleicht ist Ihren Töchtern aber auch schon aufgefallen, dass an den meisten Unis weibliche Professorinnen unterrepräsentiert sind. Während die Frauenquote bei den Habilitationen bei 23 Prozent lag, beträgt innerhalb der Professorenschaft der Frauenanteil allerdings nur 17 Prozent oder anders ausgedrückt: den 38 600 Professoren standen nur 6 700 Professorinnen gegenüber.

Auch Ihre Argumentation, dass nur kinderlose Frauen über 50 Jahre von der Quote profitieren würden, überzeugt mich nicht. Erst einmal haben auch Frauen über 50 ohne Kinder Chancengleichheit verdient, zweitens ist neben einer Quote als Türöffner natürlich auch weitreichende Maßnahmen umzusetzen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern- für Frauen UND Männer. Hier engagiert sich die SPD zum Beispiel seit Langem für den Ausbau von Kitas und Tagestätten. Leider investiert Kanzlerin Merkel aber das nötig gebrauchte Geld lieber in die Herdprämie, die Frauen entlohnt, wenn Sie zu Hause beim Kind bleiben.

Eine Frauenquote zu fordern und gleichzeitig auch den Anteil der männlichen Fachkräfte in Kitas zu erhöhen, ist im Gegensatz zu Ihrer Haltung für mich kein Widerspruch und beide Forderungen sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern Hand in Hand gehen. Optimale Entwicklungsmöglichkeiten haben Kinder dann, wenn sie von Frauen und Männern erzogen werden. Im Bereich der frühkindlichen Bildung ist der Anteil der Männer tatsächlich zu gering. Wir wollen den Erzieher-Beruf auch für Männer attraktiver machen, etwa durch Anhebung des Ausbildungsniveaus und dem damit verbundenen höheren Sozialprestige und der besseren Vergütung. Gute Beispiele, wie junge Männer motiviert werden können, gibt es bereits in Brandenburg und Rheinland-Pfalz. Sie rennen mit Ihrer Forderung also offene Türen bei uns Sozialdemokraten ein.

Mit freundlichen Grüßen

Ewald Schurer MdB
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Frage zum Thema Senioren
01.06.2013
Von:

wie stehen sie zur rentenerhöhung von 0,25 prozent ...

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