Edith Sitzmann (GRÜNE)
Abgeordnete Landtag Baden-Württemberg

Grunddaten
Geburtstag
04.01.1963
Berufliche Qualifikation
Historikerin M. A., Selbständige Moderatorin, Trainerin, Beraterin
Ausgeübte Tätigkeit
Fraktionsvorsitzende, MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Freiburg II , über Wahlkreis eingezogen
(...) Ich bin überzeugt, dass wirklich alles versucht wurde möglichst viele Bäume zu retten. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
21.01.2012
Von:

Stellvertretend für die LT-Fraktion der Grünen.

Sehr geehrte Frau Sitzmann,

können Sie mir erklären, weshalb die Grünen im Landtag bzw. in der Landesregierung Minister Schmidt nicht aufgefordert haben, den Gestattungsvertrag mit der Bahn für die Nutzung des Schlossgartens in Sachen S21 nicht zu unterzeichnen Die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag dazu sind ja bisher von der Rot-Grünen Koalition/Landesregierung noch nicht realisiert!

Steht da ein Hinterzimmer-Parlamenarismus im Wege?

Freundliche Grüße


ps: Aus einer Rede des Richters a.d Strecker:
Mit meiner Frage an Sie und Ihre Fraktion: WOLLEN SIE WIRKLICH ???

"Durch das Ergebnis der Volksabstimmung wird die Regierung zu gar nichts verpflichtet. Sie wird nur nicht aufgefordert, Kündigungsrechte geltend zu ma¬chen. Die Bevölkerung hat in der Volksabstimmung nicht gesagt, sie wünsche eine Verschlechterung der Verkehrsverbin¬dungen, die einen integrierten Zeittakt unmöglich macht; sie hat nicht beschlossen, sie wün¬sche keinen barrierefreien Bahnhof und Gleise mit einem Gefälle, das den Lokführern Angst macht; schließlich hat sie sich auf die Zusage der Regierung verlassen, den Kostende¬ckel von 4,5 Mrd. Euro einzuhalten, und sie nicht ermächtigt, ihn anzuheben, wie es jetzt bereits ange¬kündigt wird. Das Ergebnis der Volksabstimmung zwingt die Regierung also zu nichts. Wenn sie nun der Bahn bei der Umsetzung ihrer Pläne hilft, dann tut sie das nicht, weil sie muss, sondern weil sie will."
Antwort von Edith Sitzmann
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01.02.2012
Edith Sitzmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Der Gestattungsvertrag für den Mittleren Schlossgraten wurde vergangene Woche vom zuständigen Ressort des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft geschlossen. Der Gestattungsvertrag und seine Ausgestaltung wurden über einen längeren Zeitraum verhandelt. Beteiligt waren daran das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen sowie die Deutsche Bahn AG. Das Ziel der Landesregierung ebenso wie das von uns Grünen war es, sicherzustellen, dass es zu keinen rechtswidrigen Baumfällungen kommt. Dies konnten wir erreichen.

Meine Fraktion und ich können Ihre Bedenken zu Stuttgart 21 sehr gut nachvollziehen, weil die Fraktion weiterhin nicht vom verkehrspolitischen und ökologischen Sinn des Bahnprojektes überzeugt ist. Dennoch werden wir das Ergebnis der Volksabstimmung akzeptieren, weil sich eine klare Mehrheit gegen das Kündigungsgesetz und damit indirekt für den Weiterbau von Stuttgart 21 ausgesprochen hat. Wir können das Projekt daher politisch nicht mehr verhindern, aber wir werden es konstruktiv-kritisch begleiten.
Dies bedeutet unter anderem, dass wir die Forderung, dass für sämtliche Planfeststellungsabschnitte alle Fakten offen gelegt werden – vom geplanten Filderbahnhof über das Grundwassermanagement bis hin zum Abstellbahnhof Untertürkheim, ausdrücklich unterstützen. Wir befürworten eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort, wenn sie eine echte Mitwirkung ermöglicht. Alibibeteiligungen und reine Informationsveranstaltungen lehnen wir grundsätzlich ab. Auch das verstehen wir unter konstruktiv-kritischer Begleitung.

Ebenso wie wir von der Bahn Transparenz in Ihrem Vorgehen fordern, haben wir diesen Anspruch auch für unsere Arbeit, sowie für die der Landesregierung.
Ausführlicher können Sie die Position meiner Fraktion hier nachlesen: www.bawue.gruene-fraktion.de

Mit freundlichen Grüßen
Edith Sitzmann
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
01.02.2012
Von:
Uwe

Sehr geehrte Frau Sitzmann,
zu Haltung der Grünen zu Stuttgart21 zwei Fragen:

1. Kostendeckel
Wie verbindlich ist die Zusage, dass die Grünen verhindern, dass das Land in irgendeiner Weise doch noch an den sicher auftretenden Mehrkosten beteiligt wird?

2. Die Volksabstimmung ging, was den Ausstieg aus der Finanzierung betrifft, klar verloren.

Aber stimmen Sie mir zu, dass den Bürgern letzten Endes entscheidende Informationen vorenthalten wurden?
a) Durch die erdrückende Kampagne der Unternehmen und der Bürgermeister und Landräte bzw. aller gängigen Massenmedien.
b) Durch Verschweigen bekannter Tatsachen, dass der Kopfbahnhof derzeit mehr leisten kann als S21 jemals leisten wird und dass beim Stresstest betrogen wurde. (siehe Dr. Engelhardt auf wikireal) in der Infobroschüre.

Stimmen Sie ferner zu, dass das Votum der Volksabstimmung nicht dazu berechtigt, ein unwirtschaftliches Projekt zu unterstützen?

Schließlich, teilen Sie die Auffassung vom Richter a. D. Christoph Strecker, dass bei einem hochwahrscheinlichen Risiko, dass S21 nicht realisiert werden kann, Maßnahmen wie Abriss und Baumfällungen bis zur Klärung des Risikos unterbleiben müssen - er geht sogar in seinem Beitrag so weit, der Polizei nahe zu legen, den Park und das Bahnhofsgebäude vor den (Zer)Störungen der DB AG zu schützen.
s21-christen-sagen-nein.org

Ich würde mich über die Beantwortung der 4 Fragen freuen.

Mit freundlichen Grüße
Uwe
Antwort von Edith Sitzmann
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10.02.2012
Edith Sitzmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne wie folgt beantworten möchte:

Der Kostendeckel gilt für uns auch nach der Volksabstimmung. Wir haben den Kostendeckel im gemeinsamen Koalitionsvertrag mit der SPD verankert, dieser wurde durch einen Kabinettsbeschluss bestätigt und Herrn Grube schriftlich durch den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann mitgeteilt. Auch die Fraktion hat sich im Dezember 2011 in einem Beschlusspapier nochmals ausdrücklich zum Kostendeckel bekannt ( www.bawue.gruene-fraktion.de .) Der Bahn wurde kommuniziert, dass auftretende Mehrkosten an anderer Stelle eingespart werden müssen.

Wir akzeptieren das Ergebnis der Volksabstimmung, bei dem sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für eine finanzielle Beteiligung des Landes an Stuttgart 21 ausgesprochen hat. Ich stimme Ihnen nicht zu, dass Informationen vorenthalten wurden. Bei hunderten Veranstaltungen, in zahlreichen Broschüren und auch in den Medien wurden sämtlich Argumente, im Vorfeld der Volksabstimmung, genannt und ausgetauscht. Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr ist das Thema intensiv verhandelt worden insbesondere auch im Internet. Als gute Demokraten erkennen wir an, dass dieser Kommunikations- und Diskussionsprozess dazu geführt hat, dass Stuttgart 21 nun realisiert wird.

Wir werden das Projekt in Zukunft kritisch-konstruktiv begleiten und darauf achten, dass gemäß dem Willen des Volkes, das Projekt Stuttgart 21 PLUS transparent und gut umgesetzt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Edith Sitzmann
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
10.02.2012
Von:

sehr geehrte frau abgeordnete sitzmann,
sehr geehrte mitarbeiter-innen,

heute findet im landtag eine parlamentssitzung statt. zu"einsprüche geg.va beim staatsgerichtshof",
die drucksache 15/.... BE: Abg. .....beim tagesordnungspunkt 5.
"beschlußempfehlung und bericht des ständigen ausschußes zu dem schreiben des staatsgerichtshof vom 17.01.2012 ",mit insges. 17 az. sind leider nicht abrufbar.

wo kann ich das nachlesen?. ich hoffe sehr, daß dieser punkt heute nicht vertagt wird.

besten dank im voraus für ihre kurzfristige zusendung einer info/ link/einsichtmöglichkeit in diese drucksache incl.der 17 schreiben.


mit freundlichen grüßen
D.
Antwort von Edith Sitzmann
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14.02.2012
Edith Sitzmann
Sehr geehrter Herr ,

die von Ihnen angesprochenen Dokumente liegen leider noch nicht in der endgültigen Fassung vor. Zudem fehlt noch der abschließendes Bericht des Ständigen Ausschusses zum Schreiben des Staatsgerichtshofs. Sobald all dies in endgültiger Fassung vorliegt, finden Sie die Dokumente auf der Seite des Landtags unter Initiativen: www.landtag-bw.de

Wie mir die Landtagsverwaltung mitteilte, kann es aber noch einige Tage dauern.


Mit freundlichen Grüßen
i.A. L. Benicke
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
10.02.2012
Von:
Uwe

Sehr geehrte Frau Sitzmann,
aus Ihrer Beantwortung meiner Fragen am 10.02.2012 ergeben sich 4 weitere Fragen:

1. Kostendeckel bei Stuttgart21

Meine Frage war: "Wie verbindlich ist die Zusage, dass die Grünen verhindern, dass das Land in irgendeiner Weise doch noch an den sicher auftretenden Mehrkosten beteiligt wird?"
Sie antworten: "Der Kostendeckel gilt für uns auch nach der Volksabstimmung ….
Der Bahn wurde kommuniziert, dass auftretende Mehrkosten an anderer Stelle eingespart werden müssen:"

Wird die Partei der Grünen gegebenenfalls im Landtag aktiv dafür eintreten, dass das Land in keiner Weise an Mehrkosten zu Stuttgart21 beteiligt wird?

2. Vorenthalten von wichtigen Informationen bei der Volksabstimmung

Sie schreiben: "Ich stimme Ihnen nicht zu, dass Informationen vorenthalten wurden."

Ist es richtig, dass dem Verkehrsministerium bekannt war, dass die Ingenieure des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart21 lange vor dem Volksentscheid ein Gutachten vorgelegt haben, dass eine wesentlich höhere Leistungsfähigkeit des aktuellen Kopfbahnhofes feststellt, als bei der Schlichtung als Vergleichsbasis angenommen wurde?

Ist es richtig dass dem Verkehrsministerium auch rechtzeitig bekannt war, dass dieses Gutachten von neutraler Seite bestätigt wurde?
(23.11.2011: Der NVBW bestätigt die Zahl 56 Züge des Gutachtens Vieregg&Rössler unter Zugrundelegung moderner Signaltechnik wie es mit dem MVI im Vorfeld besprochen war, dem Gutachten zugrunde zu legen.)
Hierzu ist einen umfangreiche Dokumentation nachzulesen bei: www.die-stadtredaktion.de

Warum konnte oder wollte das Verkehrsministerium die so begutachtete höhere Leistungsfähigkeit des aktuellen Kopfbahnhofes nicht vor der Volksabstimmung veröffentlichen?

Ich würde mich über die Beantwortung dieser 4 Fragen freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Uwe
Antwort von Edith Sitzmann
2Empfehlungen
20.02.2012
Edith Sitzmann
Sehr geehrter Herr ,

für Ihre erneuten Fragen bedanke ich mich. Ich möchte Sie auch mit Bezug auf Ihre Email vom 14.02.2012 wie folgt beantworten.

Ich kann Ihre Wut und Enttäuschung in Bezug auf Stuttgart 21 sehr gut verstehen. Auch für uns Grüne und insbesondere für uns Abgeordnete der Grünen Landtagsfraktion ist das alles auch wirklich nicht leicht. Viele von uns, so unter anderem auch ich persönlich, haben jahrelang gegen das Projekt Stuttgart 21 gekämpft. Wir haben in den letzten Tagen, Wochen, Monaten und Jahren viel Zeit und Energie darauf verwendet Argumente vorzulegen, die die Schwächen und die Mängel von Stuttgart 21 aufzeigen sollten. Wir haben das Gespräch mit Gegnern und Befürwortern gesucht, haben Argumente ausgetauscht, haben verhandelt und unsere politischen Möglichkeiten bis zum Ende ausgereizt. Leider vergeblich. Der Kampf gegen Stuttgart 21 ist vorbei und es geht nun nicht mehr um das ob, sondern nur noch um das wie.

Für uns ist klar, der Kostendeckel, von maximal 930 Millionen Euro Landesbeteiligung steht. Dies ist nicht nur im Koalitionsvertrag festgehalten, sondern auch durch einen Grundsatzbeschluss der Grünen Landtagsfraktion im Dezember vergangenen Jahres bekräftigt, den ich Ihnen in der letzten Antwort auch per Link zukommen ließ. Der Ministerrat der Landesregierung hat dies ebenfalls beschlossen. Wir werden - künftig, wie bisher - darauf achten, dass der Kostendeckel bestehen bleibt. So haben wir, ebenso wie die Landesregierung, mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass sich das Land nicht an Mehrkosten darüber hinaus beteiligen wird.

Zudem sprechen wir uns für ein transparentes Verfahren mit der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern für das Planfeststellungsverfahren auf den Fildern, wie dies auch die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Frau Gisela Erler, vorgeschlagen hat, aus. Die Landesregierung wird entsprechend auf die Deutsche Bahn AG zugehen, um eine Diskussion über eine akzeptable Linienführung auf den Fildern zu erreichen.

Ich möchte in Bezug auf Stuttgart 21 noch einmal deutlich machen, Bauherr von Stuttgart 21 ist die Deutsche Bahn AG. Sie alleine ist verantwortlich für die Bauarbeiten für Stuttgart 21. Sie alleine fällt die Bäume und hebt die Baugrube aus. Sie alleine hat die Verantwortung und steht in der Pflicht Stuttgart 21 im Rahmen des Kostendeckels umzusetzen. Die Landesregierung ist wie die Stadt Stuttgart und andere Projektpartner und an der Finanzierung beteiligt. Nicht die Landesregierung baut und fällt Bäume, sondern die Bahn.

Wir appellieren an die Bahn das Projekt ohne Mängel umzusetzen, Transparenz in das Verfahren zu bringen und sich kooperativ zu verhalten. Die Bahn muss nun die größtmöglichen Anstrengungen unternehmen die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger auszuräumen und sie am weiteren Verfahren beteiligen. Dafür setzen auch wir uns ein und werden das Verhalten der Bahn kritisch beobachten und wo nötig vehement für Nachbesserungen eintreten.

Als gewählte Volksvertreterinnen und –Vertreter respektieren wir den Mehrheitswillen. Dieser hat sich am 27. November für einen Verbleib im Projekt ausgesprochen. Das ist hart, auch für uns, aber als überzeugte Demokratinnen und Demokraten, akzeptieren wir dies. Sie können mir glauben, auch mir persönlich fällt dies wirklich nicht leicht, aber Stuttgart 21 wird kommen. Es ist nun an uns allen, das wie zu bestimmen und das Projekt kritisch zu begleiten, Mängel aufzuzeigen, Transparenz einzufordern und die Umsetzung von Stuttgart 21 PLUS im Rahmen des festgeschrieben Kostendeckels zu überwachen.

Ich hoffe all Ihre Fragen sind damit beantwortet. Ich möchte Ihnen noch einmal ausdrücklich versichern, auch für mich ist das alles nicht leicht und ich kann Sie sehr gut verstehen.

In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Edith Sitzmann
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
24.02.2012
Von:
Uwe

Sehr geehrte Frau Sitzmann,

Der zweite Fragenkomplex meiner letzten Frage:
"2. Vorenthalten von wichtigen Informationen bei der Volksabstimmung"
wurde von Ihnen bis jetzt nicht behandelt.

Ich möchte Sie also erneut bitten, darauf einzugehen.

Des weiteren schreiben Sie:
"Als gewählte Volksvertreterinnen und –Vertreter respektieren wir den Mehrheitswillen. Dieser hat sich am 27. November für einen Verbleib im Projekt ausgesprochen."

Das ist rein von der formalen Sicht aus gesehen richtig - was die Mitfinanzierung angeht. Die Frage ist aber: in welcher Weise leitet die Landesregierung eine Legitimation für die jetzigen Baumaßnahmen aus der Volksabstimmung ab, wenn dieses Projekt zum einen nachweislich
a) zu einer Leistungsverringerung des Kopfbahnhofes führt
b) mit unkalkulierbaren Problemen in zeitlicher und finanzieller Hinsicht gerechnet werden muss, sodass schon jetzt klar ist, dass in wenigen Jahren die DB AG diese Baustelle einfach liegen läßt, wenn laut "Sprechklausel" der Finanzierungsverträge nicht die Projektpartner eine neue Finanzierung zustande bekommen.

Diese angebliche Legitimation wurde dafür benutzt, dass die Landesregierung aus politischen Gründen staatlichen Schutz für die Baumfällungen im Mittleren Schlossgarten gewährt hat.

Hier schließt sich aber der Kreis: Bei der Volksabstimmung wurden wesentliche Mängel des Projektes wie in meiner letzten Frage beschrieben den Wählern vorenthalten, mit Wissen der Regierung.

Nochmal zur 1. Frage:
"Wird die Partei der Grünen gegebenenfalls im Landtag aktiv dafür eintreten, dass das Land in keiner Weise an Mehrkosten zu Stuttgart21 beteiligt wird?"

Präzisierung:
Es genügen m.E. keine formalen Beschlüsse in Koalitionsverträgen und Fraktionsbeschlüssen.
Die Fraktion muss auf die Regierung einwirken, dass keine Fakten geschaffen werden, solange die Finanzierung von S21 unklar ist und die noch ausstehenden Planfeststellung nicht die realen Kosten aufzeigen.

Mit freundlichen Grüßen
Uwe
Antwort von Edith Sitzmann
bisher keineEmpfehlungen
01.03.2012
Edith Sitzmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre erneute Nachfrage. Sie haben noch einmal auf die fehlende Antwort zum Thema Informationen hingewiesen. Zu welchem Zeitpunkt dem Ministerium für Verkehr- du Infrastruktur welche Gutachten und Aspekte genau vorlagen, kann ich Ihnen leider nicht sagen. In diesem Fall müssten Sie sich bitte direkt an das Ministerium wenden. Ich bin jedoch nach wie vor davon überzeugt, dass jeder, der wollte, sich ein umfassendes Bild vom Projekt machen konnte.
Bei den weiteren, von Ihnen angesprochenen Aspekten, möchte ich auf meine beiden bereits zuvor gegebenen Antworten verweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Edith Sitzmann
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