Dr. Martina Krogmann (CDU)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Martina Krogmann
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Journalistin/Politikwissenschaftlerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Stade - Cuxhaven
Landeslistenplatz
3, Niedersachsen
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(...) Wir wollten die Verbraucher mit dem neuen TKG ja gerade besser vor den unseriösen Anbietern in der Branche schützen und haben deshalb eine größere Preistransparenz mit klaren Preisansagepflichten beschlossen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Wirtschaft
12.05.2008
Von:

Hallo Frau Krogmann,

ich war bei Ihrer Rede am Donnerstag Gast auf der Tribüne im Bundestag. Von dem Gesetz habe ich nicht viel Ahnung, aber mein Kompliment, wie Sie trotz der vielen Zwischenbemerkungen versucht haben, das Wesentliche zu erklären und Ihren Standpunkt darzulegen!

Mich hat allerdings wirklich geärgert, dass kein Vertreter der Bundesregierung anwesend war ! Haben die das nicht mehr nötig? Ist die Bundesregierung sich in der großen Koalition schon so sicher, dass sie das Parlament alleine tagen lässt?
Vielleicht sind Sie ja nicht die richtige Adressatin, aber eine Meinung von Ihnen, möchte ich doch gerne hören!

Freundliche Grüße
Alex
Antwort von Dr. Martina Krogmann
1Empfehlung
19.05.2008
Dr. Martina Krogmann
Sehr geehrter Herr ,

Dankeschön für Ihre netten Worte zu meiner Rede!

Mich hat auch geärgert, dass die Regierungsbank zu Beginn der Debatte leergefegt war! Das geht einfach nicht. Mit ca. fünfminütiger Verspätung sind dann ja allerdings die beiden Staatssekretäre der mit dem Gesetz befassten Ministerien eingetroffen. Beide hatten wegen der enormen zeitlichen Verschiebung des Plenarablaufes über den gesamten Tag "Terminsalat" - dies erklärt das späte Erscheinen, sollte allerdings nicht vorkommen!

Freundliche Grüße
Martina Krogmann
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Lesezeichen
Frage zum Thema Diätenerhöhung
13.05.2008
Von:

Sehr verehrte Frau Krogmann!
Die 2.Diätenerhöhung binnen eines halbes Jahres sorgt fa momentan für viel Wirbel bei den beiden grossen Volksparteien!
Gerade eben habe ich mir auf Bayern3 die "Münchener Runde" mit dem o.a.Thema angeschaut!Eine Ted-Umfrage am Ende
der Sendung hat ergeben,dass 96,4% der Anrufer gegen die Diätenerhöhung waren!Sicherlich keine repräsentative Befragung,nichtsdestotrotz,beunruhigt es Sie nicht,wenn die grosse Mehrheit der Bundesbürger einfach kein Verständnis für eine 16%ige Erhöhung der Abgeordnetendiäten haben!?!
Die Rechtfertigungen von Herrn Stiegler und Herrn Meier von der
CSU klangen wenig überzeugend und wiederholen sich immer wieder,Einsichtsfähigkeit in das Befinden der normalen Bürger war zudem von den beiden Regierungsvertreter überhaupt nicht vorhanden,man hatte das Gefühl von Abgehobenheit,was letztendlich wohl auch zu diesem klaren Votum von 96,4% gegen die Diätenerhöhung beigetragen hat!
Mich persönlich verwundert es dagegen,dass man zwar in den
letzten Tagen von SPD-Bundestagsabgeordneten,wie Dr. Wiefelspütz et.al erfuhr,dass sie der Diätenerhöhung nicht zustimmen wollen,aber bei der CDU/CSU scheinen alle Bundestagsmitglieder hinter der exorbitanten Diätenerhöhung zu stehen?Meine Frage lautet nun an Sie:Werden Sie auch aus vollster Überzeugung in 2.und 3.Lesung der Diätenerhöhung zustimmen und sehen sie den Bürgerprotest ganz cool und easy
entgegen?Haben Sie nicht wie ich die Befürchtung,dass die Politikverdrossenheit bei solcher Selbstbedienungsmentalität unserer Abgeordneten ins Unermessliche steigt und befürchten
Sie nicht,dass es auch in Ihrer Partei bald zu einer grösseren
Austrittswelle kommt?
Ich habe mich als Politikinteressierter bisher eigentlich immer vor die Politiker gestellt,wenn Verwandte,Freunde und Bekannte die bekannten Pauschalurteile über die Politiker "abgelassen"haben,mittlerweile bin ich aber auch so weit,dass ich sage,so kann es nicht weiter gehn!Ich werde mich dem Bürgerprotest anschliessen!LG D.
Antwort von Dr. Martina Krogmann
4Empfehlungen
19.05.2008
Dr. Martina Krogmann
Sehr geehrter Herr ,

nein, ich sehe die Bürgerproteste keinesfalls "cool und easy", wie Sie schreiben! Das wäre ja auch wirklich "entrückt und abgehoben". In der Abwägung werde ich aber für die Diätenerhöhung stimmen - allerdings gerade nicht aus Gründen der "Selbstbedienung", wie Sie schreiben, sondern um endlich dem dauernden Vorwurf der "Selbstbedienung" entgegenzutreten!

Ich möchte dies gerne begründen: Jede Erhöhung der Diäten für Mitglieder des Deutschen Bundestages war in den vergangenen Jahrzehnten begleitet von einer sehr kritischen öffentlichen Diskussion. Ein Grund dafür ist, dass die Bundestagsabgeordneten die einzige Berufsgruppe sind, die selbst über die Höhe ihres Verdienstes entscheiden, das Bundesverfassungsgericht hat unmissverständlich festgestellt, dass dies auch zwingend so sein MUSS. Die Entscheidung über die eigenen Bezüge kann den Bundestagsabgeordneten also keiner abnehmen.

Maßstab für die Höhe der Entschädigung für MdBs sind das Abgeordnetengesetz und das Grundgesetz. Nach dem Grundgesetz haben die Abgeordneten "Anspruch auf eine angemessene, ihre Unabhängigkeit sichernde Entschädigung".
Die Höhe dieser Entschädigung haben sich dabei an den Bezügen eines einfachen Richters bei einem Gerichtshof des Bundes (Besoldungsgruppe R6) und den Gehältern von gewählten hauptamtlichen Bürgermeistern mittlerer Kommunen (B6) zu orientieren. Hinter diesen gesetzlich vorgegebenen Orientierungsgrößen blieben die Bezüge der Abgeordneten in der Vergangenheit jedoch um etwa 12 Prozent bzw. ca. 900 Euro zurück.

Im November 2007 wurde dies korrigiert. Die Parlamentarier verdienen dadurch ab dem 1. Januar 2009 erstmals wieder so viel wie Oberbürgermeister, Landräte oder Bundesrichter - mit Ausnahme des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes, das den Abgeordneten nicht zusteht. Wichtig ist bei dieser Neuregelung aber auch, dass die Diäten zukünftig an die Erhöhung der Beamtenbesoldung gekoppelt sein werden. Die Diäten können sich nur dann erhöhen, wenn die Besoldung der Verwaltungsbeamten und Richter steigt - bei Nullrunden gehen dann auch die Abgeordneten leer aus. Wir haben also endlich eine Orientierungsgröße, die übrigens auch von der letzten unabhängigen Kommission so vorgeschlagen worden war! Dadurch sollen die Menschen besser nachvollziehen können, wie sich die Bezüge der Abgeordneten zukünftig entwickeln werden.
Mit der Umsetzung des aktuellen Tarifabschlusses für den öffentlichen Dienst wird die Besoldung der Beamten und Richter nun rückwirkend zum 1. Januar 2008 und dann erneut zum 1. Januar 2009 angehoben. Als Folge dieser aktuellen Veränderungen erhöht sich nun auch die Abgeordnetenentschädigung. Diese wird vergleichbar den genannten Orientierungsgrößen B6/R6 zum 1. Januar 2009 um 278 Euro (3,63 Prozent) und zum 1. Januar 2010 um 213 Euro (2,68 Prozent) angehoben. Die Erhöhung der Abgeordnetenentschädigung folgt der Erhöhung der Richter- und eamtenbesoldung also erst mit einjähriger Verzögerung. Die Mitglieder des Deutschen Bundestages erhalten darüber hinaus auch nicht die für Januar 2009 vorgesehene einmalige Zahlung in Höhe von 225 Euro.

Dies ist die Sachlage. Meine Meinung dazu ist folgende: Den richtigen Zeitpunkt für eine Diätenerhöhung gibt es nicht. Jede Diätenerhöhung wird zu jedem Zeitpunkt äußerst kritisch betrachtet. Diesmal bereitet der Zeitpunkt mir allerdings sehr heftige Bauchschmerzen. Wir haben die Diäten ja erst vor einem halben Jahr erhöht. Zudem steht unsere Erhöhung im Gegensatz zu den aktuellen Diskussionen um Rente, Hartz IV, Bröckeln der Mittelschicht, steigende Energiepreise, etc.. Deshalb verstehe ich natürlich die breite Empörung.

Andererseits haben wir im November 2007 gerade erst entschieden, dass die Diäten zukünftig an die Erhöhung der Beamtenbesoldung gekoppelt sein sollen, um eine für jeden transparente und vergleichbare Bezugsgröße zu haben. Diese objektive Bezugsgröße - Richter und Bürgermeister mittlerer Kommunen - finde ich richtig. Dadurch geraten wir nicht in den Verdacht der "Selbstbedienung". Und unsere Erhöhungen werden transparent und nachvollziehbar. Sollen wir nun dass, was wir vor einem halben Jahr als auf Dauer richtiges System beschlossen haben gleich wieder außer Kraft setzen, nur weil gerade jetzt - unglücklicherweise nur ein halbes Jahr später - die Erhöhung der Besoldung der Beamten und Richter erfolgt? In der Abwägung sage ich: nein. Wir müssen jetzt im System bleiben. Deshalb werde ich zustimmen.

Mit freundlichen Grüßen
Martina Krogmann
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.05.2008
Von:
-

Sehr geehrte Frau Krogmann,

aus den Reihen der CDU wird immer mehr der Linksdrift der CDU kritisiert. Aus dem Gespräch mit Friedrich Merz konnte ich heraushören, daß er noch vor der kommenden Bundestagswahl versucht die konservative Kräfte aus den Reihen der CDU zu bündeln. Sollte er es jedoch nicht schaffen, dann könnte er sich durchaus seine Mitarbeit in einer neuen Partei vorstellen.
Könnten Sie sich auch eine Mitarbeit in einer neuen Liberal-Konservativen Partei vorstellen?
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Mit freundlichem Gruß
-
Antwort von Dr. Martina Krogmann
3Empfehlungen
19.05.2008
Dr. Martina Krogmann
Sehr geehrter Herr ,

ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine solche neue Partei auf Bundesbene nicht geben wird. Gäbe es sie, würde ich nicht beitreten - ich fühle mich in der CDU sehr gut aufgehoben!

Mit freundlichen Grüßen
Martina Krogmann
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
19.05.2008
Von:
-

Sehr geehrte Frau Krogmann,

erst einmal recht herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Wie kommen Sie zu der Annahme, daß es eine solche Partei nicht auf Bundesebene geben wird? Sind es dort wieder Kräfte, die solches zu verhindern wissen oder existiert in den Reihen der CDU/CSU ein Manifest, daß es keine Partei rechts neben der CDU/CSU geben darf?

Ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch mit Gabriele Pauli, seines Zeichens ehemalige Landrätin in Fürth und Rebellin aus den Reihen der CSU geführt, in diesem Gespräch gab Sie mir den Anschein, daß Sie auch nur wie auch Friedrich Merz auf eine Liberal-Konservative Partei auf Bundesebene wartet, um dann wieder aktiv zu werden.

Demoskopen sagen solch einer Partei ein Wählerpotential von 15 Prozent vorher!

Ich bin wiederum gespannt auf Ihre Antworten und verbleibe bis dahin
Mit freundlichen Grüßen
-
Antwort von Dr. Martina Krogmann
1Empfehlung
20.05.2008
Dr. Martina Krogmann
Sehr geehrter Herr ,

Sie sind ja allerdings auch von der schnellen Sorte... ;-)!

Ich sehe sowohl die liberale als auch die konservative Seite in der ganzen Bandbreite der CDU abgedeckt - auch, wenn das zugegebenermaßen durch die Große Koalition manchmal etwas zu verwischen droht. Deshalb bin ich ziemlich sicher, dass eine solche Partei bundesweit nicht entstehen wird! Sorge macht mir vielmehr die wachsende Zahl der Nichtwähler...

Freundliche Grüße
Martina Krogmann
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.05.2008
Von:

Hallo Frau Dr. Krogmann,
als langjähriges CDU- -Mitglied nehme ich die zuletzt immer mehr zunehmenden Sticheleien der SPD und jüngst die Nominierung von Frau Schwan zum Anlass bei Ihnen nach zu fragen wie sich die CDU künftig gegenüber der SPD aufstellen möchte. Ist es nicht an der Zeit nun auch mal seitens der CDU eine noch klarere Abgrenzung gegenüber der SPD zu betreiben? Ist es nach Ihrer Auffassung und nach Auffassung der CDU nicht an der Zeit die Rücksichtnahme auf die SPD und die Regierungskoalition zu beenden und zu versuchen noch deutlicher und konsequenter die CDU- Linie zu fahren, ohne Rücksicht auf die sozialisten in der Regierung zu nehmen?

MfG
Jens
Antwort von Dr. Martina Krogmann
3Empfehlungen
28.05.2008
Dr. Martina Krogmann
Sehr geehrter Herr ,

ich verstehe Ihren Frust! Leider gehört es zum Wesen einer Koalition, dass man Kompromisse machen muss, um überhaupt etwas zu bewegen. Das trifft natürlich besonders auf Große Koalitionen zu. Die Arbeit wird sicherlich in den nächsten Monaten mit unserem Koalitionspartner nicht leichter. Aber als Union stellen wir uns dem Wählerauftrag - und werden ihn auch erfüllen! Stillstand bis zum Jahr 2009 können wir uns nicht leisten!

Freundliche Grüße
Martina Krogmann
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