Dr. Lutz Knopek (FDP)

Angaben zur Person
Dr. Lutz Knopek
© Büro Knopek
Geburtstag
04.01.1958
Berufliche Qualifikation
Diplom-Biologe
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Göttingen
Wahlkreis
Göttingen
Landeslistenplatz
9, Niedersachsen
weitere Profile
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Frage zum Thema Umwelt
31.03.2010
Von:

Hallo Herr Dr. Knopek

Vielleicht haben Sie die letzten Tage ja in den Medien gelesen, dass Greenpeace vor gut zwei Wochen eine Aufklärungskampagne gegen den Nestlé-Konzern gestartet hat.

Konkret geht es um Nestlés Schokoriegel "KitKat", für den Nestlé Rohstoffe (Palmöl) vom indonesischen Hersteller Sinar Mas kauft. Dieser Lieferant verletzt internationale Standards und indonesisches Recht, ist an Landkonflikten beteiligt, rodet wertvolle Regenwälder in Orang-Utan-Gebieten und hat massive Expansionspläne. Auf den gerodeten Urwaldflächen werden dann Ölpalmplantagen in Monokulturen angelegt.

Der Fall schlägt im Internet bereits Furore: In Teilen der Blogsphäre wurde das Thema intensiv diskutiert, sowie auch in einigen Foren!

Für Nestlé kam die darauf folgende, massive Kritik wohl völlig unerwartet und so "verschwand" kurzerhand am 19.3. die weltweit größte KitKat-Fanseite auf Facebook für einige Stunden, nur wenige Tage nachdem Greenpeace ihre Enthüllungen veröffentlicht haben! Ausserdem kündigte der Konzern in einer Presseerklärung an, seine Verträge mit Sinar Mas zu kündigen!

Wie man sieht, hat Nestlé bereits nach wenigen Tagen reagiert und versichert, bis 2015 ausschließlich zertifiziertes Palmöl zu kaufen! Doch der Fall ist damit noch lange nicht beendet und der plötzliche moralische "Gesinnungswandel" ist doch sehr zu bezweifeln! Zu erwarten ist, dass der Fall in nächster Zeit stark an Brisanz gewinnen könnte!

Nun zu meiner eigentlichen Frage: Was halten Sie von den Machenschaften Nestlés und vieler weiterer Konzerne, die ähnlich handeln? Haben Sie überhaupt eine Möglichkeit, gegen einen solchen Konzern in Deutschland vorzugehn und wenn ja, was würden Sie tun? Das Beispiel Nestlé ist ja bestimmt kein Einzelfall und macht es somit umso unerträglicher...

Ich bitte Sie inständig, dieses Thema im Umweltausschuss aus aktuellem Anlass auf die Tagesordnung zu setzen und Ihre Ausschusskollegen darauf anzusprechen!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Lutz Knopek
5Empfehlungen
15.04.2010
Dr. Lutz Knopek
Sehr geehrter Herr ,

mir ist sowohl der Vorgang als auch der entsprechende Videoclip von Greenpeace geläufig. Details zu den Verträgen von Nestlé beziehungsweise dem Umfang der Rodung von Wäldern durch Vertragspartner von Nestlé sind mir hingegen nicht bekannt. Wie aber der aktuelle Fall zeigt, müssen sich Unternehmen in einer internetbasierten Welt noch bewusster in dem sein, was sie tun. Das betrifft natürlich auch die Auswirkungen von Vertragsabschlüssen, speziell wen diese wirklich rapide zu Lasten der Umwelt gehen.

Ihr Beispiel zeigt ganz deutlich, dass es sich ein Unternehmen heute nicht mehr erlauben kann, gewisse moralische Grenzen zu überschreiten, ohne mit entsprechenden Konsequenzen von Verbrauchern oder aufmerksamen Bürgern beziehungsweise Journalisten zu rechnen. Gerade als Liberaler habe ich immer die Macht der Verbraucher betont, welche eine ungeheure Lenkungsgewalt für den Markt besitzen. Marktwirtschaft heißt für uns Liberale nicht, dass nur die Höhe der Kosten eines Artikels für die Käufer entscheiden. Vielmehr spielen auch Qualität und weitere Faktoren eine Rolle. Zu den weiteren Faktoren zählt zum Beispiel das Image eines Unternehmens oder eines Produktes. Daher kann es heute keinem Unternehmen egal sein, wie es um seine Außenwirkung steht. Zugleich müssen alle Vorwürfe immer gut recherchiert sein, um nicht die Unschuldsvermutung ab absurdum zu führen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch eine
schöne Woche.

Ihr
Dr. Lutz Knopek, MdB
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
25.04.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Knopek,

im Religionsunterricht behandeln wir z.Z. das Thema "Stammzellforschung". Dazu haben wir uns auch mit der Debatte im Bundestag beschäftigt, bei der es um eine Veränderung des deutschen Stammzellgesetzes ging (14.02.2008). Durch eine Abstimmung wurde entschieden, dass der Stichtag einmalig auf den 1.Mai 2007 verlegt wird.
Sie selbst waren zwar bei dieser Abstimmung nicht dabei, doch wie hätten Sie sich entschieden?
Unterstützen Sie die Stammzellforschung, um in einigen Jahren vielleicht Menschen mit schweren, bis jetzt unheilbaren Krankheiten heilen zu können?
Oder sind Sie eher für ein Verbot der Stammzellforschung, da selbst aus diesen kleinen Zellen ein Mensch entstehen kann und somit Menschenleben für die Forschung geopfert werden?

Ich würde mich sehr über eine baldige Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Lutz Knopek
7Empfehlungen
27.04.2010
Dr. Lutz Knopek
Sehr geehrte Frau ,

ich hätte für die Streichung des Stichtages gestimmt, da ich für die weitgehende Legalisierung der Stammzellenforschung bin. In meinen Augen ist die Stammzellenforschung eine ganz wichtige Schlüsseltechnologie.

Ich bedaure es sehr, dass Deutschland, aus für mich nur schwer nachvollziehbaren und nach meiner Auffassung ethisch vorgeschobenen Gründen, diese Forschung einschränkt. Für mich ist dies ein weiteres Zeichen für die weit verbreitete Technologiefeindlichkeit in unserem Land.

Mir ist durchaus bewusst, dass es Vorbehalte bei konservativ und religiös eingestellten Menschen gibt. Für mich ist die Bibel, die ja immerhin 2000 Jahre alt ist, jedoch in keinster Weise geeignet, zur Bewertung naturwissenschaftlicher Fragestellungen herangezogen zu werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Lutz Knopek MdB
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Frage zum Thema Notkredit für Griechenland
07.05.2010
Von:
N.

Sehr geehrter Herr Dr. Knopek,

Ich habe mit Freunde auf www.abgeordneten-check.de erfahren, dass sie Frank Schäffler in der Ablehnung des unsäglichen Gesetzes "Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes" beistehen wollten.

Nun habe sie auch noch die durchaus nachvollziehbare Begründung ( liberalesinstitut.wordpress.com zu seiner Ablehnung hören können, haben sich dann aber dennoch für die Versallentreu der FDP-Fraktion entscheiden ...

Ich möchte sie daher fragen, was sie zu diesem Sinneswandel bewegt hat... Im Übrigen werden die Listen nicht von der Parteiführung sondern von der Basis aufgestellt - und einige Kreisverbände haben sich deutlich gegen die das beschlossen Gesetz aus gesprochen ...



Mit freundlichen Grüßen

N.

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Frage zum Thema Gesundheit
02.06.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Knopek,

da Sie ja bestimmt des öfteren mit Ihren Parteifreund und unserem Gesundheitsminister Herrn Rössler zu tun haben fragen Sie diesen doch einmal wie es sein kann das ich bei einer Erwerbsunfähigkeitsrente von 594,- Euro netto und Zuzahlungsbefreiung bei der DAK auch noch die 8,- Euro Zusatzbeitrag bezahlen muss und ich jetzt schon mit jedem Pfennig rechnen muss. Es kann doch wohl nicht sein das ich bei meinem Existenzminimum auch noch diese bittere Pille schlucken muss. Da Ihre Partei, die ich auch gewählt habe, sich für die kleinen Leute einsetzen will hoffe ich das Sie mir helfen können und mich von diesen zusätzlichen Kosten befreien können.

Auf eine positive Antwort von Ihnen wartend verbleibe ich so lange

Mit freundlichem Gruss
N.
Antwort von Dr. Lutz Knopek
3Empfehlungen
04.06.2010
Dr. Lutz Knopek
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage.

Die jetzt von manchen gesetzlichen Krankenkassen erhobenen Zusatzbeiträge, hat nicht die FDP zu verantworten, sondern Herr Dr. Röslers Amtsvorgängerin Frau Ulla Schmidt. Damals wurde den Kassen die Möglichkeit eingeräumt, zukünftig Zusatzbeiträge von bis zu einem Prozent des Bruttoeinkommens, höchstens aber 8 € im Monat, zu erheben. Schuld daran ist ursächlich die verfehlte Konstruktion des Gesundheitsfonds durch die SPD, welche auch ausdrücklich keinen sozialen Ausgleich vorgesehen hat.

Die einzige Möglichkeit, sich von den zusätzlichen Kosten zu befreien, besteht in einem Wechsel zu einer Krankenkasse, die keinen Zusatzbeitrag erhebt.

Das Gesundheitsministerium sowie die FDP-Bundestagsfraktion arbeiten aktuell an einer Lösung, die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenkassen auch in Zukunft zu gewährleisten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Lutz Knopek
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Frage zum Thema Gesundheit
30.06.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Knopek,

die desolate Lage der Krankenkassen ist Ihnen bekannt. Warum zieht Ihre Partei nicht folgende Möglichkeiten zur Finanzierung des Gesundheitssystems in Erwägung?
1. Entkopplung der Beiträge von Arbeitnehmer und Arbeitgeber Bei einer prozentualen Abgabe, die sich nicht nach der Anzahl der Mitarbeiter, sondern nach dem Unternehmensgewinn richtet, ist eine stärkere Bereitschaft zu erwarten, eigenes Personal im Unternehmen aufzubauen.
2. Beitrag pro Arztbesuch
Dieser Gedanke ist nicht neu, sollte aber - mit Ausnahme von chronisch Kranken - konsequent verfolgt werden. Vorsorgeleistungen sollten dabei auch außen vor bleiben Wer derzeit seine 10 € im Quartal gezahlt hat, wird dies nutzen und die Runde über alle Fachärzte drehen - Unnötige Mehrkosten.
3. Anzahl der Krankenkassen senken
Warum müssen wir uns dutzende Krankenkassen leisten? Es wird unnötig Verwaltungsaufwand erzeugt, aber echte Unterschiede in der Leistungserbringung sind nicht sichtbar. 2-3 gesetzliche Krankenkassen sollten genügen. Sonderleistungen wie Zahnversicherung, Einzelbettzimmer, etc. könnte man über Zusatzbeiträge erheben.

Gruß

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