Dr. Linus Förster (SPD)
Kandidat Landtagswahl Bayern 2008
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Dr. Linus Förster
Jahrgang
1965
Berufliche Qualifikation
Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Volkswirtschaftslehre
Ausgeübte Tätigkeit
Vize-Präsident eines deutsch-weißrussischen Joint-Venture, Pop-/Rock-Musiker, Fachbuchautor, MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
Augsburg-Stadt-Ost
Landeslistenplatz
5, Schwaben
(...) Ob die Strafe nun aufgrund einer "direkten" oder "indirekten" Verfolgung erfolgt ist sicherlich nicht von Belang. Entscheidend ist, dass die Zwangsehe klar als Nötigung angesehen wird und entsprechende Strafen erfolgen - hart und zeitnah. Das Strafmaß hierzu ist allerdings noch nicht angemessen. (...)
 
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Frage zum Thema Familie und Generationen
14.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Förster,

ob IKB, ob Aussetzung der gesetzlichen Vorgaben zur Rentenanpassung oder Verkauf und Rückmietung von vormals städtischer Infrastuktur, immer werden hier Schulden und Belastungen auf die Generation unserer Kinder verschoben.
Wie stehen Sie zur Generationengerechtigkeit und sehen Sie diese Gerechtigkeit bereits nachhaltig zu Lasten der kommenden Generation verletzt?
Planen Sie, sich im Landtag in einer interfraktionellen Gruppe für dieses Anliegen einzusetzen?

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Bildung
18.09.2008
Von:

Hallo Herr Förster,

unser Sohn besucht die 8. Klasse eines Gymnasiums in Augsburg. Zu unserem Entsetzen mussten wir am ersten Schultag erfahren, dass die Klasse aus 36!!! Kindern besteht. Auf unseren Anruf im Bayerischen Kultusministerium (Sprechstunde zum 1. Schultag), wurde dies mit finanziellen Engpässen in Bayern begründet. Aus der Presse ist uns bekannt, dass die Klassenstärke 33 Schüler nicht überschreiten soll. Wie bitte passt denn das zusammen? Und müssen sich unsere Kinder nunmehr jede Unverschämtheit gefallenlassen? Was kann ich denn für die Bildung unserer Kinder tun, wenn Privatschule oder Internat zu meinem Geldbeutel nicht passt?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Linus Förster
7Empfehlungen
19.09.2008
Dr. Linus Förster
Sehr geehrter Herr ,

was können Sie tun? Die wahlkämpferische Antwort ist: wählen Sie die CSU ab.

So sehr mir aber diese Antwort gefällt - sie ist doch ein wenig unsachlich. Also bemühe ich mich doch um ein paar Inhalte:

Klassenstärken von 36 Schülerinnen und Schüler sind ein absolutes Unding! Ich fürchte aber, dass - wenn Sie die Frage ganz allgemein an das zuständige Ministerium richten - zunächst einmal die Mitteilung kommt, dass es in Bayern keine solchen Klassen gibt. Schließlich ist der Richtwert 33 Schüler. Das hatten wir ja auch bei den Intensivierungsstunden im G8. Auch hier klaffen Papiertheorie und Praxiswahrheit weit auseinander, denn viele Stunden können mangels Lehrkräfte gar nicht stattfinden.

Das Argument finanzieller Engpass ist natürlich eine Farce. Schließlich haben die finanziellen Möglichkeiten des Freistaats etwas mit Prioritätensetzung zu tun. Wir haben nicht zu wenig Geld für Bildung - die CSU möchte lediglich nicht mehr Geld für Bildung ausgeben.

Ein zweites Problem ist auch der zunehmende Mangel an Fachlehrern für das Gymnasium. Ein hausgemachtes Problem. Da in der Vergangenheit viele Absolventen des Lehramtsstudiums dann ohne Jobperspektive dastanden, wird nun einfach zu wenig studiert. Wenig hilfreich ist es, wenn nun das Kultusministerium sogar vor einer Lehrerschwemme warnt. Oder glauben die Ministeriumsmitarbeiter nicht, dass Bayern künftig wie im Wahlkampf versprochen mehr Lehrer einstellt?

Was können Sie tun - wenn wir eine wirkliche eine neue Bildungspolitik in Bayern wollen, dann brauchen wir neue Kräfte in der Regierung. Mit den bildungspolitischen Vorstellungen und Visionen der CSU ist das nicht zu erreichen. Allerdings steht die CSU mit ihren Vorstellungen sehr isoliert. Die anderen Parteien, die vermutlich in den Landtag einziehen werden, haben hier sehr große Übereinstimmungen.

Bayern, aber gerechter.

Dr. Linus Förster
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Frage zum Thema Bildung
27.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Förster,

mein Sohn besucht die 11. Klasse des Gymnasiums, ist also im letzten Jahrgang des G9. Mit Sorge sehe ich im Jahr 2011den Berg von Abiturienten aus zwei Jahrgängen, die dann die Unis stürmen...
Gibt es außer dem angedachten früheren (Frühlings-)Abitur für die G9-Schüler noch andere Ideen aus Ihrer Fraktion, um den großen Ansturm zu kanalisieren?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Antwort von Dr. Linus Förster
bisher keineEmpfehlungen
29.09.2008
Dr. Linus Förster
Sehr geehrte Frau ,

das Problem des doppelten Abi-Jahrgangs hätte sich natürlich immer gestellt, wenn man sich für ein G8 entscheidet. Allerdings war die Einführung in Bayern schon ein sehr überstürztes Husarenstück - da hat man sich um viele Punkte nicht so viele Gedanken bei den einführenden Verantwortlichen gemacht.

Natürlich sehen wir es als Aufgabe, auch im derzeitigen Bildungssystem das Beste unter den gegebenen Umständen herauszuholen. Aber letztlich steht die SPD für ein komplett neues Bildungskonzept. Deshalb legen wir bei manchen Problemen auch nur den Finger in die Wunde und fordern, dass dort auch "Reparaturarbeiten" vom Verursacher geleistet werden.

Das Vorziehen auf das Frühjahr wird nur wenig Entlastung bringen. Wichtig wäre v.a. im Verantwortungsbereich der öffentlichen Hand für zusätzliche Lehrstellen zu sorgen und bei der Wirtschaft Anreize für große Lehrwerkstätten zu bieten, um wenigstens eine solide Ausbildung zu sichern. Im Bereich der Hochschulen bedarf es großer Investitionen, um überlaufende Hörsäle zu verhindern und eine wenigstens halbwegs gute Betreuung durch Dozenten zu gewährleisten.

Bayern, aber gerechter.

Dr. Linus Förster
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