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Lieber Herr Dr. Rülke,
ich vermute mal, dass uns das erneute " Hilfspaket" für Griechenland noch gewaltig auf die dt. Füsse fällt, und wir Steuerzahler eigentlich nur für die, derzeit vorwiegend französischen, Banken bluten müssen. Mit diesem Paket tun wir m.E. weder dem einfachen Griechen noch uns einfachen Bürgern hier was Gutes. Geradezu ohnmächtig müssen wir ansehen, wie unser sauer erarbeitetes Geld - bei hoher eigenen Staatschuldenlast - dch. die EU zum Fenster hinausgeworfen wird.
Die FDP, m.E. eine klar wirtschaftlich denkende Partei, hätte sie nicht mehr Einfluss auf diese m.E. fatale Entwicklung nehmen - bzw. gegenwirken - können? Mit dieser politischen Denkweise, die momentan herrscht, hebelt man doch klare kaufmännische Regeln aus. Wenn die Griechen kein Geld mehr haben, weil sie nun endlich mal sparen müssen, können sie auch keine Waren von uns kaufen, bei sowieso nur lächerlichen 2 %igem Anteil am gesamteuropäischen Wirtschaftsgeschehen.
Wenn ich dann kürzlich Herrn Gabriel von der SPD höre, dass Griechenland für uns wirtschaftlich so wichtig wäre kann ich nur vermuten, dass diese falsche Behauptung tiefere Ursachen hat, die zum einen mit dem ( politisch bewussten ) Fehler der damaligen Aufnahme Griechenlands in die Eurozone, und zum anderen mit den zockenden Banken zu tun hat, die munter Geld reinpumpten, weil sie ja wussten - und wissen, dass wir dt. Steuerzahler überwiegend dafür - Vollkasko gedeckt - aufkommen müssen.
Leider muss ich persönlich heute feststellen, dass die vielgeschmähten Stammtische hier in D mehr wirtschaftliche Ahnung vom Ausgang dieser Harakiri - Finanzierung Griechenlands haben, wie manche Politiker.
Mit besten Grüßen
Ihr Rüdiger