Dr. Guido Westerwelle (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Guido Westerwelle
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt
Wahlkreis
Bonn
Landeslistenplatz
1, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Der Koalitionsvertrag ist gut für Deutschland. Er trägt eine klare liberale Handschrift. Alle liberalen Kernforderungen konnten wir durchsetzen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
enthalten
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
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Frage zum Thema Internationales
11.06.2007
Von:
-

Guten Tag Herr Westerwelle,

warum wurden Sie zur Bilderberger-Konferenz in die Türkei eingeladen? Was wurde dort besprochen und mit welchen Ergebnissen sind Sie nach Hause gekommen?

Oder über welches Thema haben Sie in dieser Konferenz referiert?

Als Deutscher Staatsbürger bin ich daran interssiert, was Sie aus dieser Konferenz in ihre politische Einstellung in Deutschland mitgenommen haben. Vor allem ist mir aufgefallen, dass in keiner Presseveröffentlichung nach dem 03.06.07 über dieses Treffen berichtet wurde.

Ich bezweifele, dass Sie auf Grund Ihres Rechtsanwaltstudiums zu dieser Konferenz eingeladen worden sind - Sie waren wohl eher wegen ihres Parteivorsitzes anwesend.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
10Empfehlungen
20.06.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrte Frau -,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 19. Juni 2007 an Herrn Dr. Guido Westerwelle. Herr Dr. Westerwelle hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Es gibt zahlreiche Konferenzen und Gremien, die ohne Beteiligung der Presse stattfinden. Das dient oftmals einem offenen und klaren Austausch von Meinungen. Die politischen Entscheidungen müssen allerdings in den Parlamenten gefällt werden. Die FDP legt größten Wert darauf, dass Deutschland eine parlamentarische Demokratie ist. Dort, und nur dort, und zwar im öffentlichen Austausch von Argumenten werden die Entscheidungen herbeigeführt, die für unser Land wichtig sind.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Biesel
Leiter des Büros
des Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion
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Frage zum Thema Internationales
16.06.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

ich würde gerne von ihnen wissen in welchen Punkten sie den G8 Staaten Fehler attestieren würden.Bezogen z.B. auf ihre Import/Export-Politik, also das verschließen unserer Märkte und glauben sie das eine reine neoliberale Wirtschaftspolitik der Schlüssel zur Lösung dieser Probleme ist?(Würde es nicht durch Abwanderung von Arbeitsplätzen etc. zu sozialen Unruhen in der westlichen Welt kommen und vielleicht eine radikale Gesinnung auftrieb bekommen?)
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
4Empfehlungen
19.06.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 16. Juni 2007 und für Ihre Frage.

Für uns Liberale und mich ganz persönlich ist klar: Die Globalisierung ist nicht irgendetwas, was einige Herren oder Damen Staatschefs in irgendwelchen Konferenzen verabredet hätten. Die Globalisierung ist in Wahrheit eine Zwangsläufigkeit, eine Erscheinung unserer Zeit. Sie ist die zwingende Begleiterscheinung des technologischen Fortschritts.

Viele sprechen ausschließlich von der wirtschaftlichen Komponente der Globalisierung. Wir Liberale glauben, dass das zu kurz gegriffen ist. Bei der Globalisierung geht es eben nicht nur um Wirtschaft. Es geht in weiten Teilen um die Globalisierung von Wertevorstellungen: Die Globalisierung ist deswegen nicht das Schreckgespenst eines bösen Kapitalismus, sondern eröffnet die Chance, dass Menschenrechte, Bürgerrechte und Werte weltweit Geltung finden. Die Entwicklungsländer haben durch die Globalisierung vor allen Dingen Chancen bekommen. Die Linksfraktion im Deutschen Bundestag fordert in Ihrem Antrag "Armutsbekämpfung statt Freihandelspolitik". Genau das ist der Denkfehler der linken Politik: Wer den Welthandel fairer machen will, der muss ihn eben freier machen.

Das gilt aber nicht nur für uns und unsere Exporte. Vielmehr müssen wir uns als Europäer und insgesamt als reiche Industriestaaten ein neues Denken aneignen: Andere Länder müssen sich für europäische Produkte öffnen aber wir Freie Demokraten fügen hinzu: Das gilt auch für Europa! Gerade für Agrarprodukte muss ein faires, wettbewerbliches Modell eingeführt werden, das es anderen Ländern ermöglicht, ihre Produkte bei uns abzusetzen. Entwicklungspolitik ist auch zukunftsorientierte Handelspolitik, die zu mehr Wohlstand, Bildung, Gesundheit und Rechtssicherheit führt.

Nochmals vielen Dank für Ihre Frage. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
19.06.2007
Von:

Sie nahmen an der Bilderberg-Konferenz Teil, was waren die Ergebnisse und Beschlüsse?

Wie empfanden Sie die Teilnahme?

Haben Sie sich über die Einladung gefreut?
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
2Empfehlungen
20.06.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 18. Juni 2007 an Herrn Dr.
Guido Westerwelle. Herr Dr. Westerwelle hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Es gibt zahlreiche Konferenzen und Gremien, die ohne Beteiligung der Presse stattfinden. Das dient oftmals einem offenen und klaren Austausch von Meinungen. Die politischen Entscheidungen müssen allerdings in den Parlamenten gefällt werden. Die FDP legt größten Wert darauf, dass Deutschland eine parlamentarische Demokratie ist. Dort, und nur dort, und zwar im öffentlichen Austausch von Argumenten werden die Entscheidungen herbeigeführt, die für unser Land wichtig sind.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Biesel
Leiter des Büros
des Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
19.06.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,
Ihre Antwort an Herrn Petrick vom 19.6. haben Sie wortwörtlich von Ihrem Kollegen Jörg van Essen abgeschrieben.

www.abgeordnetenwatch.de

Ich finde es sehr bedauerlich, dass Sie zu so einem wichtigen Thema wie der Bestechung von Abgeordneten keine eigenen Worte finden.

Ist es richtig, dass Sie momentan keinerlei freiwillige Angaben zu Ihren Nebeneinkünften machen?

Und falls doch:

Haben Sie in den vergangenen fünf Jahren Zahlungen von privaten Versicherern erhalten, die nicht im Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit als Rechtsanwalt standen?

Würden Sie mir zustimmen, dass entsprechende Zahlungen - noch dazu wenn sie für den Wähler nicht transparent sind - den (in Ihrem Fall selbstverständlich falschen) Eindruck erwecken könnten, dass gewählte Vertreter des Volkes ihr politisches Handeln auch im Interesse derer ausgestalten, von denen sie finanzielle Zuwendungen erhalten?

Viele freundliche Grüße

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.06.2007
Von:

Sehr geehrter Dr. Guido Westerwelle,

vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Frage vom 22.05.07!

Sie betonen in Ihrer Antwort auf meine Frage, dass die Bundesregierung die UNO-Konvention gegen den Willen aller Fraktionen im Deutschen Bundestag unterzeichnet hat. Werfen Sie der Bundesregierung die Unterzeichnung der UNO Konvention gegen Korruption vor?

Gegenwärtig gilt nach bundesdeutscher Gesetzeslage als Abgeordnetenbestechung, wer vor einer Abstimmung im Deutschen Bundestag, Geld oder geldwerte Geschenke entgegennimmt, ein "Dankeschön" nach einer Abstimmung in Form geldwerter Geschenke wie hochdotierte "Beraterverträge" gelten entgegen internationaler Praxis bei uns nicht als Abgeordnetenbestechung. Wieso meinen Sie da, daß die gegenwärtige Gesetzeslage der gesellschaftlichen Realität ausreichend Rechnung trägt?, unsere Bundeswehr bei Ausland Einsätzen den Rücken frei hält und hinreichend vor Anfechtungen, Anwürfen schützt?

Nach unserem Grundgesetz ist der Abgeordnete/in in den Stand versetzt, frei nach seinem Gewissen, die Interessen seiner/ihrer Wählerinnen im Einklang mit dem Gemeinwohl zu vertreten. Wirkt da die von Ihnen befürchtete Verbeamtung von Abgeordneten/innen durch die Hintertür einer Ratifizierung der UNO- Konvention gegen Korruption durch den Deutschen Bundestag nicht konstruiert und unverständlich? Schaffen nicht Korruptionsregister auch für MdBs wie sie Transparacy International (TI) weltweit für Unternehmen fordert, mehr Schutz durch Transparenz vor Gerüchten, übler Nachrede, Herabsetzung der Arbeit der Abgeordneten/innen bei lokalen wie globalen Auftritten, als die bestehende, von ihnen offensichtlich bevorzugte "Grauzone" der gegenwärtigen Gesetzeslage?
Mit freundlichen Grüßen

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