Dr. Guido Westerwelle (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Guido Westerwelle
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt
Wahlkreis
Bonn
Landeslistenplatz
1, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Nicht nur die Krise zu verwalten, sondern die Zukunft zu gestalten, indem man die Chancen der Krise nutzt - damit übernimmt der Bundespräsident die Meinungsführerschaft. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
enthalten
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Dr. Guido Westerwelle
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Frage zum Thema Wirtschaft
15.01.2009
Von:
W.

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

in der BRD liegen Milliarden Euro, die für eine Wirtschaftsförderung mit sofortiger Wirkung freigemacht werden könnten. Und dies, ohne einen einzigen Euro Schulden zu machen!

Ich spreche von dem willkürlichen Definieren von Zahlungszielen gerade von den Unternehmen, die jetzt mit Milliarden unterstützt werden. Zulieferer und Dienstleister müssen 3 Monate und länger auf ihr Geld warten, für das sie Rechnungen gestellt haben! Das macht allein bei den Handwerkern und Dienstleistern in meinem Bekanntenkreis schon ca. eine Millionen aus!

Frage: Wie hoch schätzt Ihre Partei die Summe, die bei den deutschen Unternehmen frei würde, wenn ein gesetzlich festgelegtes Zahlungsziel von maximal 2 Wochen eingeführt würde?

(Zu Ihrer Information: Wir haben vor, Ihre Antwort in unserem nächsten Newsletters an unsere Kunden/Lieferanten zu veröffentlichen)
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
30.01.2009
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 15. Januar 2009 an Herrn Dr. Guido Westerwelle, MdB und Ihre Frage. Der Vorsitzende bat mich, Ihnen zu antworten.

Danken möchten wir Ihnen auch für die Hinweise, die Sie in Ihrer Zuschrift geben. Leider liegen der FDP keine Schätzungen bzgl. frei werdenden Kapitals bei der Einführung einer gesetzlichen Zahlungsfrist von 14 Tagen vor.

Die öffentliche Hand sollte allerdings mit gutem Beispiel vorangehen. Deswegen setzen sich die Freien Demokraten für eine Verbesserung der Zahlungsmoral der öffentlichen Hand ein. Die FDP-Bundestagsfraktion hat dazu am 16. Januar 2009 die kleine Anfrage "Entwicklung der Zahlungsmoral der öffentlichen Hand" an die Deutsche Bundesregierung gestellt. Wir übersenden Ihnen mit unserer Antwort den Link zur Antwort vom 30. Januar 2009 (Bt-Drs. 16/7962) und hoffen, dieses Dokument findet Ihr Interesse.

Seien Sie versichert, dass die Freien Demokraten auch in Zukunft die Interessen des Mittelstandes vertreten werden. Wir wissen: Deutschland braucht endlich ein mittelstandsfreundliches Klima. Die Politik muss den Mittelstand als Rückgrat unseres Landes anerkennen und unterstützen.

Nochmals vielen Dank für Ihre Frage. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Biesel
Leiter des Büros des Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion

BT-Drs. 16/7962: dserver.bundestag.btg
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Frage zum Thema Finanzen
15.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle.
Zur geplanten Verschrottungsprämie für Altfahrzeuge möchten wir gerne wissen, wie sichergestellt wird, dass durch die Prämie die deutschen Autohersteller ausgewählt werden. Es ist sicher nicht sinnvoll, dass durch die Prämie ausländische Autohersteller in den Genuß von höheren Produktionszahlen kommen. Die Prämie soll doch sicher deutsche Arbeitsplätze sichern helfen.

Letztlich ist es unser Steuergeld mit dem diese Prämie finanziert wird. Wir möchten sichergestellt haben, dass mit unseren Steuermitteln auch der Nutzen in unserem Land verbleibt.
Mit freundlichen Grüßen
und Elisabeth
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
3Empfehlungen
26.01.2009
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 15. Januar 2009 und Ihre Frage.

Mit der Abwrackprämie greifen Sie einen Kritikpunkt der Freien Demokraten am sogenannten Konjunkturpaket II auf. Dass die Bundesregierung für alte Autos 2.500,- Euro vorsieht, für Kinder aber lediglich einmalig 100,- Euro zur Verfügung stellen will, halten wir Liberale für eine fragwürdige Schieflage. Die Wirksamkeit der Abwrackprämie bezweifeln wir grundsätzlich. Da es sich dabei allerdings um eine Maßnahme handelt, die nicht der Zustimmung des Bundestages oder des Bundesrates bedarf, werden wir Liberale die Abwrackprämie wohl nicht stoppen können. Ich möchte Sie daher bitten, sich mit Ihrer Frage an die Bundesregierung zu wenden. Wir Liberalen haben dieses Paket nicht geschnürt.

In unseren Verhandlungen werden wir Freie Demokraten weiter konsequent auf eine spürbare Entlastung der Bürgerinnen und Bürger drängen. Wer die Konjunktur ankurbeln will, der muss den Menschen mehr Netto von ihrem hart erarbeitenden Brutto belassen. Dafür steht die FDP.

Zu Ihrer weitergehenden Information sende ich Ihnen mit meiner Antwort gern den Link zum Beschluss "Wege aus der Rezession" des FDP-Präsidiums. Ich hoffe, dieses Dokument findet Ihr Interesse und unser liberaler Kurs Ihre Unterstützung.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion
Bundesvorsitzender der FDP

Link zum Präsidiumsbeschluss "Wege aus der Rezession"
www.liberale.de
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Frage zum Thema Internationales
15.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

in der Süddeutschen Zeitung vom 12. Januar lese ich im Zusammenhang mit der leider notwendigen Militäraktion Israels in Gaza gegen die Terrororganisation Hamas über eine Verurteilung Israels durch den UN Menschenrechtsrat und ein Zurückweisen des gemachten Vorhalts gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben durch Israel.

Am 30. März 2008 schrieb der Delegierte beim UN Menschenrechtsrat Roy W. Brown in einer sich auf die Sitzung vom 28. März beziehenden Stellungname der humanistischen NGO-Fraktion IHEU:

"Seit seiner Gründung im Juni 2006 hat der UN Menschenrechtsrat jedoch noch jedesmal versagt, wenn es gegolten hätte, die schreindsten Menschenrechtsverletzungen zu verurteilen wie etwa im Sudan, in Weissrussland, im Iran, in Saudi-Arabien, China und anderswo, während er wiederholt Israel verurteilte und nur Israel." ( Quelle: www.iheu.org )

Meine Frage an Sie ist, ob Sie der Meinung wären, daß sich die Hoffnungen, die besonders die Staaten der Europäischen Union in dieses erst seit dem Juni 2006 bestehende Gremium der Vereinten Nationen gesetzt haben, erfüllt haben oder nicht?

Wie Sie wohl wissen, war bereits die UN Menschenrechtskommission (das Vorgängergremium des UN Menschenrechtsrates) in Kritik geraten, weil sich gezeigt hatte, daß es den Menschenrechtsverletzungen beschuldigten Staaten möglich war, sich innerhalb der Kommission gegenseitig zu schützen.

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
3Empfehlungen
26.02.2009
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 15. Januar 2009 und die Hinweise, die Sie darin geben.

Den jüngsten Gewaltausbruch im Nahen Osten haben meine Kolleginnen und Kollegen der FDP-Bundestagsfraktion mit großer Bestürzung verfolgt. Wir appellieren an die Hamas, das selbstverständliche Recht der Bürger Israels in einem sicheren Staat zu leben, endlich zu respektieren. Und wir appellieren an alle Konfliktparteien zurückzukehren zum Dialog und gegenseitigem Respekt.

Wie in jedem Konflikt leidet zuallererst die Zivilbevölkerung. Seit Jahren gilt dies für Bürger Israels, die unter der ständigen Drohung des Raketenbeschusses leben. Heute gilt dies für Zivilisten in Gaza, deren Leid uns die Medien dieser Tage in die Wohnzimmer senden.

Europa kann, genauso wenig wie irgendein anderer Vermittler, einen Frieden vorschreiben. Frieden setzt Friedenswillen voraus, und der kann nur von den Konfliktparteien selbst kommen. Aber Europa hat ein Modell anzubieten. Den größten europäischen Konflikt des letzten halben Jahrhunderts, den Kalten Krieg zwischen Ost und West, haben wir durch Gesprächsbereitschaft und den Willen zur Kooperation überwunden. Was die KSZE für Europa war, könnte eine KSZNO, eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten, für den Konflikt zwischen Israel, den Palästinensern und den arabischen Staaten sein. Wir bleiben bei unserer Forderung nach einer KSZNO.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
15.01.2009
Von:

Mogelpackung Abwrackprämie !

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle

Durch den Kauf eines Neuwagens mit einem Preis von Euro 13.158 erhält der Staat Euro 2.500 Umsatzsteuer. Wenn also der Staat diese Euro 2.500 als Abrackprämie an den Käufer des Wagens weitergibt finanziert sich die Abwrackprämie von alleine.
Bei PKW - Preisen die darüber liegen, verdient der Staat, nur bei Preisen die darunterliegen belasten den Staatshaushalt wirklich.

Die Abwrackprämie belastet somit den Staatshaushalt gar nicht, sondern spült wahrscheinlich sonst nicht fällige, zusätzliche Umsatzsteuereinnahmen in die
Staatskasse!!

Wieso muss dann eine solche Maßnahme noch durch Kreditaufnahme finanziert werden ?

Warum läßt sich die Oposition mit solchen Mogelpackungen hinter das Licht führen ?

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.- Kfm.
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
2Empfehlungen
30.01.2009
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 15. Januar 2009 an Herrn Dr. Guido Westerwelle, MdB und für Ihre Frage. Der Vorsitzende bat mich, Ihnen zu antworten.

Durch die Abwrackprämie entstehen den öffentlichen Haushalten einerseits Opportunitätskosten und andererseits führt sie zu Verschiebungen bei Einnahmen und Ausgaben im Finanzverbund: Ohne Abwrackprämie erhalten Bund und Länder mindestens 2.500 EURO Umsatzsteuer beim Verkauf eines Neuwagens ab 13.158 EURO, wie Sie vorgerechnet haben. Diese 2.500 EURO fehlen, wenn die Abwrackprämie kommt. Außerdem ist die Umsatzsteuer eine Gemeinschaftssteuer, d.h. dass nur 51,4% des Umsatzsteueraufkommens an den Bund fließen, der Bundeshaushalt aber die gesamten 2.500 EURO Prämie für die Autokäufer finanzieren muss.

Für uns Freie Demokraten ist klar: Dass die Bundesregierung in ihrem sogenannten Konjunkturpaket II für alte Autos 2.500,- Euro vorsieht, für Kinder aber lediglich einmalig 100,- Euro zur Verfügung stellen will, halten wir Freie Demokraten für eine fragwürdige Schieflage. Die Wirksamkeit der Abwrackprämie bezweifeln wir grundsätzlich. Da es sich dabei allerdings um eine Maßnahme handelt, die nicht der Zustimmung des Bundestages oder des Bundesrates bedarf, werden wir Liberale die Abwrackprämie wohl nicht stoppen können.

In unseren Verhandlungen werden wir Freie Demokraten weiter konsequent auf eine spürbare Entlastung der Bürgerinnen und Bürger drängen. Wer die Konjunktur ankurbeln will, der muss den Menschen mehr Netto von ihrem hart erarbeitenden Brutto belassen. Dafür steht die FDP.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Biesel
Leiter des Büros des Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

herzlichen Glückwunsch zum Abschneiden bei den Wahlen in Hessen. Darf ich davon ausgehen, daß die FDP dafür sorgen wird, daß die Bürgerrechte in Hessen nun endlich wieder gestärkt werden?

Werden Sie auf Ihre hessischen Kollegen einwirken, damit Dinge wie Kennzeichenscanning oder heimliche Online-Durchsuchungen aus dem Polizeigesetz Hessen wieder verschwinden?

mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
21.01.2009
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie ganz herzlichen Dank für Ihre Nachricht vom 18. Januar 2009 und für Ihre Glückwünsche zum Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl in Hessen. Darüber habe ich mich gefreut.

Bei Fragen zur hessischen Landtagspolitik bitte ich Sie sehr herzlich, sich an die Kollegen der hessischen FDP zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Ihre Frage an Dr. Guido Westerwelle
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