Dr. Guido Westerwelle (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Guido Westerwelle
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt
Wahlkreis
Bonn
Landeslistenplatz
1, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Für die Freien Demokraten und mich ganz persönlich ist klar, dass die Steuerzahler nicht für deren Spekulationsverluste in Haft genommen werden dürfen. Die Politik sollte die Finger von Banken lassen, denn am Ende sind es die Steuerzahler in Deutschland, die für Fehlentscheidungen gerade stehen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
enthalten
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
28.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

ich bin sehr interessiert an Ihrer Meinung zum Thema Volksentscheid auf Bundesebene. Wäre eine Verfassungsänderung in Deutschland diesbezüglich überhaupt möglich? Wie stehen Sie bzw Ihre Partei dem gegenüber?

mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
31.03.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 28. Februar 2008 und Ihre Frage.

Deutschland ist reif für mehr direkte Demokratie. In meinem Papier "Reformen für die Reformpolitik" habe ich weitere Vorschläge zur Erneuerung unseres demokratischen Systems zusammengefasst. Mit meiner Antwort übersende ich Ihnen den Link zu meinen Aufsatz und hoffe, er findet Ihr Interesse: www.guido-westerwelle.de . Für den Kurs, den Sie darin erkennen, werden die Freien Demokraten und ich ganz persönlich weiter werben. Dabei setze ich auf Ihre Unterstützung.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion
Bundesvorsitzender der FDP
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.03.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

ich persönlich kann Ihre bzw. die Haltung der FDP nicht nachvollziehen. Bundesweit – wie auch in Hessen – existieren nunmehr fünf Parteien. Da ist es doch erschreckend, dass die FDP nur mit der CDU Schnittpunkte findet. Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht bei den anderen, sondern alleine bei den freien Demokraten. Und da helfen auch keine "großen Reden" über Kommunisten und der gleichen. Sie müssen endlich akzeptieren, dass die Menschen inzwischen auch die Linken wählen; und das nicht nur im Osten!!!
Zudem kommt noch, dass sich die Liberalen mit diesem Kurs für die nächsten 20 Jahre aus der Regierung verabschieden. Wer soll noch die FDP wählen, wenn diese nur mit der CDU koalieren will, obwohl keine Mehrheit vorhanden ist? Es muss der Parteiführung doch auffallen, dass die dritt stärkste Kraft inzwischen nur noch fünft stärkste Kraft ist!!! Es ist zwar schmerzhaft aber aus der ehemaligen "Spaß-Partei" wird langsam die "Scherz-Partei".

Frage: Wie sehen Sie die Dinge?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
14.03.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage.

Die FDP hält Kurs. Seien Sie versichert, dass die Freien Demokraten und ich ganz persönlich auch in Zukunft entschlossen für die marktwirtschaftliche Erneuerung unseres Landes kämpfen werden. Die FDP ist eine eigenständige Kraft. Mit unserem klaren Programm wollen wir so groß werden wie möglich. Bündnisfragen kommen dann an zweiter Stelle.

Eine bürgerliche Mehrheit wäre das Beste, weil die inhaltlichen Gemeinsamkeiten mit der Union immer noch am größten sind. Wenn es dafür aber in einem Fünfparteiensystem nicht reichen sollte, wird die FDP nicht tatenlos zusehen, wie Deutschland von Herrn Lafontaine mit seinen Sozialisten und Kommunisten regiert wird.

Klar ist auch, dass die FDP in Hessen Wort halten wird. Wir Liberale stehen nach der Wahl zu dem, was wir vor der Wahl versprochen haben. Darauf können Sie sich verlassen.

Nochmals vielen Dank für Ihre Offenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.03.2008
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

beim Studium Ihres Profils ist mir aufgefallen, dass Sie insgesamt 21 bezahlte Nebentätigkeiten, sowie 5 ehrenamtliche Nebentätigkeiten angeben.

Als Steuerzahler, der Ihre Abgeordnetendiäten mitfinanziert, und Wähler aus Ihrem Wahlkreis würde ich gerne wissen, wie Sie denn angesichts dieser Flut von Engagements noch Zeit für Ihre Hauptaufgabe finden können, und würde Sie bitten, mir Ihre berufliche Zeiteinteilung zwischen diesen Tätigkeiten für den Monat Februar exemplarisch anzugeben.

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
10.03.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

warum setzen Sie sich nicht mehr für die Rechte von Gleichgeschlechtichen Partnerschaften ein? Es ist doch beschämend wie ausgerechnet Sie mit einer Partei namens CDU/CSU zusammenarbeiten, die uns Minderheiten so diskriminieren und schikanieren wo es nur geht, wie z.B im Beamtenrecht. Das Familien mit Kinder besonder gefördert werden müssen ist ja ok, aber zumindest sollten wir die gleichen Rechte geniessen wie kinderlose Ehepaare!!!
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
20.03.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 11. März 2008 und Ihre Frage.

Die FDP hat am 8. Februar 2006 den Antrag "Gleiche Rechte und gleiche Pflichten – Benachteiligungen von Lebenspartnerschaften abbauen" in den Deutschen Bundestag eingebracht. Denn im bisherigen Gesetz zu den eingetragenen Lebenspartnerschaften bleiben einige wichtige Rechtsbereiche ungeregelt.

Die Freien Demokraten befürworten es, wenn Menschen füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen. Die FDP-Bundestagsfraktion hat die Bundesregierung deshalb dazu aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der das Verhältnis von Rechten und Pflichten eingetragener Lebenspartnerschaften in ein ausgewogenes Verhältnis bringt. Neben der Frage des Einkommens- und Erbschaftssteuerrechts betrifft dies auch Fragen der Adoption und des Beamtenrechts. Eine liberalere und gleichzeitig verfassungssichere Lösung für die eingetragenen Lebenspartnerschaften hat keine andere Partei.

Wir werden deshalb auch weiterhin für unsere Position in dieser Frage werben. Zu Ihrer weiteren Information übersende ich Ihnen den Link zu dem oben genannten Antrag und hoffe, dass dieses Dokument Ihr Interesse findet:

dip.bundestag.de

Ich danke Ihnen nochmals für Ihre Zuschrift und wünsche Ihnen persönlich
alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.03.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

Dieses Mobbing gegen Frau Metzger in Hessen ist geradezu verfassungswidrig, lassen Sie in der Presse verlauten. Würden Sie das Mobbing gegen ca. 1,5 Millionen Mobbingbetroffener Arbeitnehmer, laut Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), zum großteil von Arbeitgebern ausgehend, ebenso als verfassungswidrig bezeichnen? Mobbing ist nicht nur verfassungwidrig sondern ein Straftatbestand (§ 223 StGB) sowie eine Verletzung des GG Artikel 1 und 2.

Was unternimmt Ihre Fraktion gegen Mobbing? Wenn Sie Herr Westerwelle im Zusammenhang SPD Frau Metzger von Mobbing sprechen zeigt es mir, dass Sie Worte und Begriffe gebrauchen, von denen Sie nichts verstehen. Als Betroffener sowie als Berater für Mobbingbetroffene bin ich gerne bereit Ihrer Fraktion Auskunft über Prävention und Interventionsmaßnahmen in dieser Thematik zu geben.

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
2Empfehlungen
19.03.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 12. März 2008 an Herrn Dr. Guido Westerwelle.

Der Vorsitzende bat mich, Ihnen zu antworten und Ihnen für Ihr Beratungsangebot zu danken.

Bislang gab es keine Gesetzesinitiative der FDP-Bundestagsfraktion, denn wir meinen: Gesetze helfen den Betroffenen erst im Nachhinein. Was wir in Deutschland brauchen, ist ein gesellschaftliches Klima, in dem es gar nicht erst zu Mobbing kommt.

Wir Freie Demokraten setzen uns besonders für eine liberale Gesellschaft ein: Anlässlich des 4. Anti-Mobbing-Tages am 2. Dezember 2007 in Bremen, wurde Markus Löning, der Europapolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, mit dem ersten Anti-Mobbing-Award der Bundesarbeitsgemeinschaft gegen Mobbing ausgezeichnet.

Markus Löning hat sich mit seinem Statement vom 18. April 2007 für den Award qualifiziert: "Mobbing ist ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem, ob am Arbeitsplatz, in der Schule oder im privaten Umfeld. Es liegt in der Verantwortung eines jeden Bürgers, entschieden gegen jede Form des Mobbings einzutreten und Mobbing-Opfern Unterstützung zu leisten. Denn die Betroffenen erleiden häufig einen deutlichen Verlust an Selbstwertgefühl und Lebensqualität. Dazu scheint es mir notwendig, die Öffentlichkeit für das Thema Mobbing zu sensibilisieren. Ihre Initiative leistet dafür einen wichtigen Beitrag. Jeder sollte seine Stimme gegen Mobbing erheben!"

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Biesel
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Ihre Frage an Dr. Guido Westerwelle
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