Dr. Guido Westerwelle (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Guido Westerwelle
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt
Wahlkreis
Bonn
Landeslistenplatz
1, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Die FDP-Bundestagsfraktion hat in ihrem Sparkonzept auch Einsparungen bei der "Förderung entwicklungswichtiger Vorhaben der Kirchen" vorgesehen. In unserem liberalen Sparbuch 2008 finden Sie darüber hinaus mehr als 400 weitere Vorschläge, die schon dieses Jahr einen ausgeglichenen Haushalt ermöglicht hätten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
enthalten
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
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Frage zum Thema Gesundheit
05.09.2007
Von:

Guten Tag Herr Dr. Westerwelle,

heute las ich in der Süddeutschen Zeitung, daß lt. bundesweit gültiger Arbeitsstättenverordnung in Betrieben mit Publikumsverkehr kein uneingeschränkter Nichtraucherschutz gilt. D. h., ein Mitarbeiter eines Gastronomischen Betriebes kann gezwungen werden, in einem Raucherzimmer zu arbeiten.
Entspricht das den Tatsachen? Wenn ja, sind Menschen, die in der Gastronomie arbeiten, Menschen 2. Klasse?
Als Minister Laumann die Entscheidung, in NRW Rauchverbot in der Gastronomie ab 01.01.08 einzuführen, ließ er die Möglichkeit, Raucherräume einzurichten, offen.
Ich meine auch gelesen zu haben, daß die Arbeitsstättenverordnung neu ausgestaltet werden soll. Es ist aber still um dieses Vorhaben geworden.
Können Sie mir etwas dazu sagen?

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
06.12.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 5. September 2007.

Grundsätzlich ist Nichtraucherschutz überall dort unumgänglich, wo Menschen keine zumutbaren Ausweichmöglichkeiten haben, wo die Gefährdung besonders groß ist oder wo der Staat eine besondere Verantwortung trägt, also in öffentlichen Gebäuden, ganz besonders in Einrichtungen für Kinder- und Jugendliche wie Kindertagesstätten, Schulen sowie in Krankenhäusern.

Grundsätzlich gilt: Je weniger Menschen rauchen, umso unproblematischer ist der Schutz von Nichtrauchern auch in den Bereichen, die gesetzlichen Verboten nicht zugänglich sind wie z.B. das Rauchen in Privaträumen. Oberste Priorität haben deshalb Maßnahmen, die darauf abzielen, dass möglichst gar nicht erst mit dem Rauchen begonnen wird oder die dazu beitragen, dass Menschen aufhören zu rauchen. Wir Liberale wissen: Der Prävention und Aufklärung kommt eine immens wichtige Bedeutung zu. Dass eine solche Politik erfolgreich sein kann, zeigen die Zahlen einer bundesweiten Repräsentativerhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Drogen- und Suchtberichts der Bundesregierung 2006. Sie bestätigen, dass der Anteil der Raucher gesunken ist. Gerade die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die nie geraucht haben, steigt erfreulicherweise immer weiter an. Es lohnt sich also, diesen Weg weiterzugehen. Die Freien Demokraten jedenfalls werden auch in Zukunft den Kurs "Aufklären geht vor Verbieten" weiter verfolgen. Dabei setze ich auf Ihre Unterstützung.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift und Ihr Interesse. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
13.09.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

In einer Antwort schreiben Sie: "Die Gefahren des Rauchens sind lange hinreichend bekannt, die des Passivrauchens aktuell wissenschaftlich belegt."
Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die Gefahren des Passivrauchens? Meines Wissens ist weltweit kein Fall bekannt, in dem klinisch der Zusammenhang zwischen Passivrauch und Erkrankung nachgewiesen wurde. Wissen Sie es besser, können Sie mich auf einen Fall verweisen? Oder meinen Sie mit "wissenschaftlich" die unzähligen epidemiologischen Studien, die zu widersprüchlichen und nicht signifikanten Ergebnissen kommen? Herr Westerwald, auf welche faktischen Indizien stützt sich Ihre Argumenation konkret?
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
4Empfehlungen
01.10.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre email vom 13. September 2007 und für Ihre Frage.

Bezüglich der Gefahren des Passivrauchens sei exemplarisch auf die Studie des Deutschen Krebsforschungszentrum (Hrsg.): "Passivrauchen – Ein unterschätztes Gesundheitsrisiko, Heidelberg, 2005" hingewiesen.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.09.2007
Von:

Sehr geerter Herr Westerwelle,

Mich würde ihre Meinung zu den Sperrungen von Arcor interessieren, die Offenbar anfangen Websiten zu sperren, im Deckmantel des Jugendschutzes. Was wenn man die Augen öffnet eher nach einem Krieg eines Industriezweigs um Umsätze geht

Ich Spreche Sites wie Youporn.com oder Privatamateure.com diese wurden wie oben genannt von Arcor gesperrt mit der erklärung dass sie das Recht dazu hätten diese Seiten zu sperren aus Mangel an Jugendschutzmassnahmen......

Nun es ist sicher wahr dass einige diese Entscheidung begrüssen werden aber ist dass nicht der Falsche weg hin zum Kontrollstaat....

mir fallen auf anhieb mindestens eine Handvoll weitere Seiten ein in richtung Rechtsradikalismus Linksradikalismus und vieles andere die sofort gesperrt werden müssten wenn es nun so weitergehen soll....schliesslich wären nur noch Seiten aus Deutschland erreichbar und wo kämen wir dann hin. in einem Staat ala China dass würde sich wie ein Flächenbrand ausbreiten.......Ich persönlich finde dass verstösst endeutig gegen dass Deutsche Recht über selbstbestimmung und eine Reihe anderer Gesetze
AUsserdem bin ich der meinung das dieser Massnahme von Arcor die Rechtsgrundlage fehlt und es dadurch ungerechtfertigt ist


Mich würde Interessieren was sie davon halten

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Frage zum Thema Verbraucherschutz
19.09.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

als FDP Mitglied kenne ich Ihre Haltung zu Freiheit und Liberalismus und schätze Sie unter anderem auch deswegen sehr.

Ich möchte nicht wie viele Vorreder vor mir das gleiche Thema auffassen. Aber auch ich bin durch die Presse und diverse Berichte in den letzten Monaten aufmerksam geworden in welch unglaublichen "Zensur und Verbotsland - ausgelöst durch rot und schwarz mit dem Vorwand Jugendschutz" wir mittlerweilen leben.

Was ich da alles entnommen habe entsetzt mich sehr.
Da werden Formulierungen erwähnt, das unsere Jugend geschützt werden soll usw......Firmen ins Ausland gedrängt........und mittlwerweilen ist ein System an Verbot entstanden, was kein Land der Welt in dieser Form führt.

Ich bin selbst Vater von 3 Kindern ....doch in welcher Form diese Parteien unsere Jugend entwürdigt und herabstellt und dies als Vorwand für die Verbote nimmt und dadurch einen völlig undurchdachten und sinnlosen Jugendschutz aufstellt finde ich unverschämt.

Wenn ich nur diese beiden Infoseiten hier lese:

www.medienzensur.de
www.horrorfilmlexikon.net

bestätigt sich meine Meinung.

Verbände fordern seit langer Zeit schon diese Verbote endlich zu stoppen und eine neue JS- Einrichtung sowie den JMSTV v. 2003 zu ändern, der im Schnellschuss nach dem Amoklauf von Erfurt
duch die Innenminister mit teilweise skanalösen Punkten erstellt wurde u. für diese Verbote verantwortlich ist.

Selbst Schönheits-OPs stellen in unserem Land lt. KJM einen Verstoss für die Jugend fest.
www.kjm-online.de

Entschuldigen Sie mitte meine Worte hierzu: Aber da müssen sogar meine Kinder lachen.

Ich würde gerne wissen, ob die FDP konkret an die jetzige Regierung herangeht und Änderungen hierzu anstrebt oder ob generell nachgedacht wird gegen dieses System an Verboten vorzugehen.

Ich bedanke mich jetzt schon für Ihre Antwort und sende Ihnen viele freundliche Grüsse nach Berlin.

Müller
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
bisher keineEmpfehlungen
19.10.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr Müller,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 19. September 2007, die mich über "abgeordnetenwatch" erreicht hat und für die Unterstützung, die Sie darin zum Ausdruck bringen. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut.

Für die Liberalen kann ich nur noch einmal festhalten: Wir sind gegen jeden gesetzgeberischen Aktionismus. Wir stehen fest zu dem Grundsatz: Überzeugen ist besser als verbieten. Seien Sie versichert, dass wir für diese Haltung weiter werben werden.

Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Soziales
24.09.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

mich würde sehr Ihre Meinung zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" interessieren.

Sind Sie dafür? Warum?

Herzlichen Dank für Ihre Zeit,

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
2Empfehlungen
17.10.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre erneute Frage vom 24. September 2007.

Wir Freien Demokraten setzen uns für ein Steuer- und Transfersystem aus einem Guss ein: Menschen sollen einen Arbeitsplatz haben, der ihrer Qualifikation entspricht und angemessen bezahlt ist. Wenn das Arbeitsentgelt nicht ausreicht, braucht man einen staatlichen Ausgleichsmechanismus. Die Lösung ist unser liberales Bürgergeld. Von dem bedingungslosen Grundeinkommen, das in der letzten Zeit diskutiert wird, unterscheidet es sich grundlegend in der Frage der wirklichen Bedürftigkeit. Für uns Freie Demokraten ist es der vernünftigere Weg, nur diejenigen zu unterstützen, die sich selber nicht helfen können. Es darf nicht sein, dass jemand von der Gemeinschaft subventioniert wird, der sich selbst helfen könnte.

Mit meiner Antwort übersende ich Ihnen den Link zum Beschluss "Freiheit, Fairness, Chancen" des Stuttgarter Bundesparteitages der Freien Demokraten und hoffe, dieses Dokument findet Ihr Interesse: parteitag.fdp.de .

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift und Ihr Interesse an liberaler Programmatik. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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