Dr. Guido Westerwelle (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Guido Westerwelle
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt
Wahlkreis
Bonn
Landeslistenplatz
1, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Darin habe ich eindeutig Stellung zu Vorgehen und Wortwahl des Finanzministers bezogen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
enthalten
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Dr. Guido Westerwelle
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
13.12.2006
Von:

Wie sehen sie die Rolle des Bundespräsidenten in Deutschland in Bezug auf seine aktive Position zur Zeit und die ´harte´ Kritik von Seiten der großen Koalition?
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
30.01.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 13. Dezember 2006 und Ihre Frage.

Es war eine Zumutung der Regierungsparteien, vom Bundespräsidenten zu verlangen, Gesetze zu unterschreiben, die er als verfassungswidrig erkannt hat. Beim Grundgesetz darf der Bundespräsident kein Auge zudrücken, auch wenn die Regierung sich das wünscht. Das Ganze zeigt: Eine Regierung, deren Parteien keine gemeinsame Grundlage finden, kann auch keine guten Gesetze schreiben.

Wir Liberale wissen: Die Deutschen achten und schätzen ihren Bundespräsidenten. Nicht weil er schweigt, sondern weil er sagt, was Sache ist. Die Freien Demokraten und ich ganz persönlich hoffen darauf, dass Horst Köhler seine Rolle weiter mit der gleichen Ernsthaftigkeit und Gewissenhaftigkeit ausfüllen wird.

Nochmals vielen Dank für Ihre Nachricht. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
30.12.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

ich möchte Sie fragen, wie Sie zu dem Vorschlag von Herrn Schäuble stehen, eine Durchsuchung privater PC-Festplatten unerkannt über das Internet durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
2Empfehlungen
30.01.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 30. Dezember 2006 und Ihre Frage.

Für uns Liberale ist klar: Privatheit und Intimität gehören zu den Grundlagen eines selbstbestimmten und humanen Lebens. Menschen können ihre Rolle nur dann frei wählen, wenn ihre Privatheit geschützt ist, denn aus der Privatheit schöpfen wir Kraft und Motivation. Die Möglichkeit private PC-Festplatten durch den Staat durchsuchen zu lassen, halten wir Liberale dementsprechend für einen absolut untragbaren Vorschlag.

Diejenigen, die beständig nach mehr Staatszugriff auf das Privatleben der Menschen rufen, verstecken sich zumeist hinter gefährlich eingängigen Plattitüden. Als gefährlichste hat sich ein Satz erwiesen: "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten." Einer solch totalitär anmutenden Allverfügbarkeit des Staates über selbst die intimsten Lebensbereiche der Menschen setzen Liberale die Überzeugung entgegen, dass eine menschliche Gesellschaft auch Türen braucht, die für den Staat verschlossen bleiben müssen.

Nochmals vielen Dank für Ihre Nachricht. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion
Bundesvorsitzender der FDP
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.01.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Doktor Westerwelle,

als Mitglied ihrer Partei stellt sich nach ihrer Rede am vergangenen Dreikönigstag für mich die Frage, ob die FDP, um weiter Wählerstimmen der sozialen Mitte zu erlangen, wirklich bereit ist, die bisherige positive Entwicklung aufzugeben. Ihre Kritik an den Vorstandsgehältern hiesiger Konzerne mag zwar insofern gerechtfertigt sein, als dass diese Vorstände im Vergliche zu ihrem unternehmerischen Risiko weit überzbezahlt werden, jedoch stehen diese Gehälter in keinem Zusammenhang mit geplanten bzw. notwendigen Umstrukturierungen, die eine Reduzierung der Arbeitsplätze und somit Entlassungen zur Folge haben. Selbst als Parteifreund wirkt ein solcher Kommentar etwas populistisch, da zwar die Informationsarbeit der Konzerne umstritten sein mag, die inhaltliche Kritik dieser Aussage jedoch aus meinen Augen zweifelhaft ist. Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen, machen Sie ansonsten weiter so mit ihrer Arbeit!

MfG,
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
07.03.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage, die mich am 28. Februar 2007 erreicht hat. Ich freue mich über Ihr Interesse.

Den Freien Demokraten und mir ganz persönlich ist klar, dass es unternehmerische Gründe geben kann, Arbeitsplätze zu verlegen und Stellen abzubauen. Aber es ist nicht hinnehmbar, dass in einer Bilanz-Pressekonferenz bekannt gegeben wird, dass die Vorstandsgehälter um 30 Prozent erhöht werden und gleichzeitig die Entlassung von tausenden von Mitarbeitern angekündigt wird. Das ist nicht soziale Marktwirtschaft. Das ist Verleumdung von sozialer Marktwirtschaft. Für diese Haltung werden wir Liberale weiter werben.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
21.05.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

ich hätte eine Frage wie Sie die Pläne sehen wie diese durch SPD und CDU gefordert werden.
Zum Vorfall:
Ich betreibe mit 40 Mitarbeitern 9 Videotheken in und um München. Seit Jahren leidet unsere Branche darunter, das in Deutschland von heute auf morgen Filme in DE verboten werden. Es handelt sich hier meist um Genre Filme wie z.B Horrorfilme.
In den letzten 6 Jahren wurden insgesamt 250 legale Filme in Videotheken verboten, die in anderen Ländern im TV gezeigt werden, das zu grossen Umsatzverlusten und Entlassungen führte.
Nun plant die CSU das Verbot von Erotikfilmen, das einfach den Grossteil der Umsätze in Videotheken erwitschaftet.
Link:
www.spiegel.de
Dies wäre das Ende für die Videotheken und deren Mitarbeiter.
Im Internet hat man es ja schon geschafft, das man alle deutschen Betreiber die diese Bereich anbieten auf Grund irrsinnigen Regelungen und Verboten ins Ausland verloren hat. Jetzt will SPD und CSU die Videotheken "loswerden".
Was will denn CSU und SPD dem deutschen Bürger noch alles verbieten und wie viele Firmen will man noch die Existenz verbauen?
Ich fürchte daher mit den weiteren Verboten um den Erhalt meiner Existenz und deren meiner Kollegen in DE und allen fast 60 000 Mitarbeitern.
Meine Frage an Sie:
Unterstützen Sie dieses Vorhaben mit dem Verbot in Videotheken ?
Wie würde es bei einer FDP geführten Regierung ausssehen?
Würde man generell diese extreme Art von Zensierung und Verboten weiter unterstützen wie sie nur so in DE vollzogen wird
oder wie sonst alle anderen Länder deren Bürger selbst entscheiden lassen was diese sehen wollen oder nicht.
Würde man denen ins Ausland abgewanderten Unternehmen mit neuen Regelungen wieder die Alternative bieten in DE zu arbeiten ?
Über Ihre Antwiot würd ich mich im Namen unserer ganzen Branche und aller Mitarbeiter sehr freuen.

Mit liberalen Grüssen aus München

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
3Empfehlungen
25.05.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 21. Mai 2007 und für Ihre Frage.

Die Haltung der Freien Demokraten zu den zahlreichen Verboten, die seitens der anderen Parteien in die Diskussion eingebracht werden, hatte ich bereits in meinen Antworten an die Herren Korf, Scholtauer und Muench ausführlich dargelegt: Wir Liberale setzen auf den Grundsatz "überzeugen statt verbieten".

Für Ihre Hinweise, die die wirtschaftlichen Konsequenzen dieses gesetzgeberischen Aktionismus verdeutlichen, möchte ich Ihnen ausdrücklich danken. Seien Sie versichert, dass die Freien Demokraten und ich ganz persönlich unseren Widerstand gegen diese Verbotsorgien auch in Zukunft aufrechterhalten werden. Dabei setze ich auf Ihre Unterstützung.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen weiterhin viel Erfolg sowie persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
22.05.2007
Von:

Sehr geehrter Dr. Guido Westerwelle,

der weltweite Einsatz unserer Bundeswehr, der Angehörigen von NGOs gilt bei Gefahr für Gesundheit und Leben regierungsamtlich der Bekämpfung von Terror im Bunde mit Korruption auf lokaler und globaler Regierungsebene im Bunde mit War - Lords gegen die eigene Bevölkerung.
Wie kann es da sein, daß unsere Regierung mit Zustimmung der FDP bis heute nicht dem Internationalen Übereinkommen gegen Korruption beigetreten ist?, anders als die USA, Frankreich, Großbritannien und 89 weitere Staaten. Diese deutsche Verweigerung der Ratifizierung einer beschlossenen UNO- Konvention gegen Korruption geschieht trotz internationaler Proteste, z. B. afrikanischer Bischöfe und Kardinäle im Mai diesen Jahres anläßlich eines Besuchs bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin ( s. Bericht Der Spiegel 21- 38- 07 "Korruption, beeinflusst, nicht bestochen")? Abgeordnetenbestechung steht in fast allen Demokratien unter Strafe. Wieso verweigert sich der Deutsche Bundestag da unter Mithilfe der Bürgerrechtspartei FDP der Ratifizierung dieser UNO- Konvention? Ist es nicht eine Schande, die gen Himmel schreit, daß der Deutsche Bundestag mehrheitlich für den weltweiten Einsatz der Bundeswehr gegen Terror und Korruption stimmt?, aber ebenso mehrheitlich gegen die Ratifizierung der UNO- Konvention gegen Korruption stimmt? Treibt der Deutsche Bundestag da nicht mehrheitliche die Angehörigen der Bundeswehr und der NGOs bei ihren weltweiten Einsätzen sehenden Auges in die offenen Messer der lokalen und globalen Korruption, einer Gemengelage aus Terror, Waffenexport, Menschenrechtsverletzungen, Folter und Drogenhandel?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
bisher keineEmpfehlungen
19.06.2007
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre E-Mail vom 22. Mai 2007.

Erlauben Sie mir zunächst klar zustellen, dass Abgeordnetenbestechung auch jetzt schon in Deutschland strafbar ist. Die Berichterstatter für die entsprechende Bestimmung im Strafgesetzbuch haben die Problematik seinerzeit sehr sorgfältig beraten und aus guten Gründen die Fassung verabschiedet, die sich jetzt im Gesetz wiederfindet.

Gleichzeitig darf ich Ihnen berichten, dass das Thema auch für den Deutschen Bundestag weiterhin eine Rolle spielt. Wir werden in den nächsten Monaten auf Basis eines Gesetzentwurfes all die im Zusammenhang mit der von Ihnen genannten UN-Konvention aufgeworfenen Fragen neu zu beraten haben. Dabei erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass die Bundesregierung die UN-Konvention gegen den Willen aller Fraktionen im Deutschen Bundestag unterzeichnet hat. Gleichzeitig werden wir aber auch die von Ihnen aufgeworfene Kritik bei unseren Beratungen zu berücksichtigen haben und hierauf geeignete Antworten finden müssen.

Ein Punkt ist mir bei den Beratungen des Gesetzentwurfs besonders wichtig: Das Grundgesetz garantiert den Abgeordneten die Freiheit des Mandats. Er kann und soll nach der Verfassung im Gegensatz zu einem Beamten auch Interessen seiner Wählerinnen und Wähler vertreten. Eine Verbeamtung der Abgeordneten durch die Hintertür einer UN-Konvention dürfen wir nicht zuzulassen. Der verbeamtete Abgeordnete wäre das Ende einer lebendigen Demokratie.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Ihre Frage an Dr. Guido Westerwelle
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