Dr. Guido Westerwelle (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Guido Westerwelle
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt
Wahlkreis
Bonn
Landeslistenplatz
1, Nordrhein-Westfalen
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(...) Gern nutze ich die Gelegenheit, hier ein Mißverständnis auszuräumen: Bei dem von der FDP vorgeschlagenem Stufentarif ist es nicht so, dass bei Überschreiten der Einkommensgrenzen der höhere Steuersatz für das gesamte Einkommen gilt, der höhere Steuersatz gilt nur für die Einkommensteile, die oberhalb der Einkommensgrenze liegen. Ein Teil des Einkommens wird also mit 10%, ein weiterer Teil mit 25% und bei höheren Einkommen ein Teil mit 35 % besteuert. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
enthalten
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Dr. Guido Westerwelle
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Frage zum Thema Sicherheit
06.06.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

die FDP ist für die Aussetzung / Abschaffung der Wehrpflicht.

Meine Frage:

Wie wollen Sie / die FDP die sinnvollen Leistungen der ca. 90.000 Zivildienstleistenden, der tausenden von Freiwiliigen im Freiwilligen im sozialen Jahr im In- und Ausland, den anderen Auslandsdiensten und den tausenden von Helfern im Katastrophenschutz adäquat ersetzen?

Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank für Ihre Antwort.


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Frage zum Thema Internationales
08.06.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

sowohl die bereits im Jahr 2003 von der Bundesregierung unterzeichnete UN-Konvention gegen Korruption als auch die seit nunmehr neun Jahren unterzeichneten Antikorruptionskonvention des Europarates wurden bisher von Deutschland nicht ratifiziert. Ein wesentlicher Grund dafür ist die in Deutschland unzureichende strafrechtliche Regelung der Abgeordnetenbestechung.

Derher möchte ich Sie fragen:

Befürworten Sie eine Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption und der Antikorruptionskonvention des Europarates sowie eine für die Ratifierung der erforderliche Änderung des § 108 e StGB oder lehnen Sie diese ab?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Finanzen
09.06.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Guido Westerwelle,

immer diese neidvollen Diskusionen wer für welche Tätigkeit wieviel Geld bekommt. Seien es Hartz IV Familien mit 2000 Euro, oder Manager mit 10 Millionen, oder Abgeordnete mit ihren Diäten. Keiner scheint dem anderen sein Leben leben lassen zu wollen.
Viele Politiker schüren noch diese Diskusionen, obwohl sie dem Wohle aller Bürger verpflichtet sind, egal ob jemand keine Lust hat zu arbeiten, oder 10 Millionen im Jahr verdienen.
Mir ist es egal ob jemand keine Lust hat zu arbeiten, oder 10 Millionen verdient. Mein Leben und das meiner Familie zählt für mich und nicht das der anderen.
Ich will nicht vom Staat bevormundet oder gar sanktioniert werden, nur weil ich nicht dem mometanen Idealbild einer politischen Gesinnung entspreche.
Ein Bürgergeld ohne wenn und aber könnte unwürdigen Diskussionen schon einiges an Nahrung nehmen. Ihr Vorschlag zum Bürgergeld ist beim ersten hinsehen eigentlich eine andere Form von Hartz IV, nur anders verpackt. Die Kinder kommen natürlich wieder am schlechtesten weg, mit nur 200 Euro sollen sie belohnt werden, das sie später unsere Renten bezahlen können und ein sich lohnender Produktionsfaktor für unsere Wirtschaft werden sollen.
Und diese Steuerdiskussionen, warum nicht ein einziger Steuersatz für alle?
Ist ja schön, wenn man bis 40.000 keine Steuern zu zahlen braucht, aber was soll man da noch von der Steuer absetzen können? Und diese ganzen Freibeträge, das ist doch auch nur ein hin- und hergeschiebe.
Warum soll man nicht auch Steuern zurückbekommen, wenn man keine bezahlt hat? Ich denke da z.B. an einen fiktiven Steuersatz für Bezieher von Bürgergeld, das würde Arbeit noch attraktiver machen.
Oder statt Verlustvortrag direkte Auszahlung. Das wäre mit einem festen Steuersatz für alle doch machbar, oder?
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
17.06.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen herzlichen Dank für Ihre Nachricht vom 9. Juni 2008 und die Hinweise, die Sie darin geben.

Ich stimme Ihnen zu: Auch ich wende mich gegen die Neidgesellschaft. Was wir brauchen, ist eine neue Anerkennungskultur – ausdrücklich auch für Spitzenleistungen.

Mit meiner Antwort erhalten Sie den Link zum Beschluss "Die gerechte Steuer: Einfach, niedrig und sozial. Das Nettokonzept der FDP" im Wortlaut und ich hoffe, er findet Ihr Interesse ( 59.parteitag.fdp.de ). Seien Sie versichert, dass die Freien Demokraten und ich ganz persönlich auch in Zukunft massiv für dieses Konzept werben werden. Dabei setze ich auf Ihre Unterstützung für unseren Kurs.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Soziales
11.06.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,
ich möchte noch einmal auf Ihre Äußerungen zurück kommen, dass nur "wirklich Bedürftige, z.B. Behinderte" ein Recht auf Sozialleistungen hätten, nicht "Stinkfaule", die arbeiten können, es aber nicht tun.
Ich verstehe (ernsthaft!) Ihre Logik nicht, die dahinter steht.

Zur Gruppe der Leistungsempfänger gehören Erwerbsunfähige und Erwerbsfähige.
Die einen erhalten Sozialgeld, weil sie nicht arbeiten können, die anderen Arbeitslosengeld, weil es keine freien Stellen für sie gibt.
Um Arbeitslosengeld beziehen zu können, ist es eine VORAUSSETZUNG, dass man erwerbsfähig ist, also arbeiten kann. Arbeiten zu können ist also kein Indiz für Schmarotzertum, sondern eine positive Bedingung für den Bezug von Arbeitslosengeld.
Derzeit sind über 3 Millionen Menschen arbeitsfähig und können trotzdem nicht arbeiten, weil es von Arbeitgeberseite aus keine Angebote für sie gibt (Daten: 3,45 Mill. Arbeitslosen stehen 592 000 freie Stellen gegenüber (+ 380.000 Ausbildungsplätze), Quelle: Stat. Bundesamt)
Diese Arbeitslosen erhaltenTransferleistungen nur unter der Bedingung, dass sie den strengen Prüfkriterien der Arbeitsämter entsprechen. Nehmen sie zumutbare Arbeit nicht an, wird ihnen nach ebenso strengen Sanktionskatalogen das Geld gestrichen.

Wenn Sie nun behaupten, dass trotzdem unter diesen Menschen "viel zu viele" unberechtigterweise Leistungen erhalten, setzen Sie sich dem Vorwurf aus, diese Grundgesamtheit pauschal zu diffamieren – es sei denn, Sie könnten im Einzelfall präzise sagen, wer von ihnen berechtigt ist und wer nicht. Dazu müssten Sie über eine Liste mit Entscheidungskriterien verfügen, die offensichtlich anders aussieht als die der Ämter.

Ansonsten gilt weiterhin unangetastet die offizielle BA-Quote von 5% Missbrauch und ist – auch für Sie - als einzige belegbare Aussage über unberechtigten Bezug von Leistungen zulässig.

MfG
A.
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
17.06.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage vom 11. Juni 2008.

Die Freien Demokraten und ich ganz persönlich werden sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass in der Sozialpolitik bei den wirklich Bedürftigen unsere Hilfe ankommt – und nicht bei den Findigen und auch nicht bei den Faulen. Wer den Missbrauch kritisiert, kritisiert nicht jene, die sich korrekt verhalten. Das habe ich auch in meiner Rede, die ich auf dem FDP-Bundesparteitag am 31. Mai 2008 in München gehalten habe, zum Ausdruck gebracht. Unter www.guido-westerwelle.de können Sie diese Rede abrufen. Ich hoffe, sie findet Ihr Interesse.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift und Ihre Frage. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Familie
13.06.2008
Von:

Warum tut die FDP nichts gegen Ungerechtigkeit.
Siehe Erhöhung Kindergeld.

Diejenigen, die den Freibetrag nehmen, haben doch schon wieder viel mehr Geld als ein Hartzempfänger und Geringverdiener. Hier bitte eine Antwort.

Was halten Sie davon, Kindergeld grundsätzlich abzuschaffen und dies in Schulen und Kindergärten zu stecken.

Jeder Bürger weiß dann, dass das Geld 100% für Kinder ausgegeben wird.
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
2Empfehlungen
08.07.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 13. Juni 2008 und Ihr Interesse an liberaler Programmatik.

Wir Freie Demokraten wollen, dass den ganz normalen Familien in Deutschland, die den alltäglichen Lebenskampf meistern, von der Politik nicht noch mehr Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Darum haben wir einen Forderungskatalog insbesondere für Familien aufgestellt. In unseren "50 Forderungen für Familien" können Sie den Kurs der Freien Demokraten in der Familienpolitik ausführlich verfolgen. Unter: www.liberale.de steht Ihnen unser Papier im Wortlaut zur Verfügung. Ich hoffe, es findet Ihr Interesse.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Ihre Frage an Dr. Guido Westerwelle
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