Dr. Guido Westerwelle (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Dr. Guido Westerwelle
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Rechtsanwalt
Wohnort
-
Wahlkreis
Bonn
Ergebnis
19,1%
Landeslistenplatz
1, Nordrhein-Westfalen
(...) Es ist die Mitte unserer Gesellschaft, die mit ihrer alltäglichen Anstrengung den Karren in unserem Land zieht. Wer aus der Krise heraus will, der darf die Mitte nicht weiter mit immer höheren Steuern und Abgaben belasten. Denn wir wissen: Wer die Mitte weiter belastet, macht Deutschland arm. (...)
 
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
03.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

Im vergangenen US-Wahlkampf war die Eindämmung der "culture of corruption" ein Kernthema des Präsidentschaftskandidaten von Barack Obama. Der Europarat in Straßburg kritisiert die deutsche Praxis, wonach hohe Staatsdiener und Politiker ohne große Umstände zu Firmen wechseln können, die von ihnen vorher begünstigt wurden.

In Deutschland ist Vieles legal, was in den USA strafbar ist. Warum hat der deutsche Bundestag bis heute die UN-Konvention gegen Korruption nicht ratifiziert? Warum ist die Abgeordnetenbestechung bis heute in der Bundesrepublik Deutschland nicht strafbar?
Warum wird Korruption, wo sie strafbar ist, nur zögernd von der Staatsanwaltschaft verfolgt?
Beim Blick auf die Statistik des Korruptionsindexes fällt auf, dass unsere Nachbarstaaten und die USA viel besser dastehen als Deutschland.
Welche Antwort können Sie als Vorsitzender der FDP dazu geben? Was würden Sie als mögliches Mitglied einer nächsten deutschen Bundesregierung unternehmen, um die Gefahr der Korruption und des Sponsering zu bekämpfen?
Auf Ihre Antwort bin ich neugierig.

Herzliche Grüße
A.

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Frage zum Thema Finanzpolitik
03.09.2009
Von:

Sehr geehrter H. Dr. Westerwelle,

Ihr Ansinnen das Steuersystem in Deutschland zu vereinfachen kann ich grundsätzlich unterstützen. Das Steuermodell der FDP scheint im ersten Blick der richtige Weg zu sein, doch stellt sich mir die Frage, woher will die FDP die Finzanzmittel für die erforderlichen Ausgaben im Haushalt bekommen. Eine Absenkung der Steuerlast ist zwangsläufig verbunden mit weniger Einnahmen. Gerade die Gruppe die heute die meisten Steuern zahlen werden durch einen Spitzensatz 35 % zwar entlastet, doch fehlt die Summe im Haushalt.

Wenn Sie Glauben das der "Deutsche" das Mehr im Geldbeutel zu 100% auch wieder in den Markt bringt, dann täuschen sie sich.

Wie soll Ihre Finanzpolitik funktionieren? Können Sie Ihr Konzept mit Zahlen darstellen?

Auf Ihre Antwort warte ich gespannt.
Mit freundlichen Gruß
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
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07.09.2009
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Zuschrift vom 4. September 2009 an Herrn Dr. Guido Westerwelle, MdB haben wir erhalten. Der Vorsitzende bat mich, Ihnen zu antworten.

Der Vorsitzende hat in diesem Forum in den vergangenen Tagen bereits mehrfach klar Stellung zum Thema unserer liberalen Steuerreform und deren Gegenfinanzierung bezogen. Wir verweisen auf die entsprechenden Antworten.

Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Biesel
Leiter des Büros des Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion
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Frage zum Thema Soziales und Familie
04.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

als in den Sozialleistungen manifestiertes verfassungsgemäßes Existenzminimum hat eine alleinstehende Person Anspruch auf ca. 800 EUR im Monat.

Ihre Partei wirbt sinngemäß mit dem Slogan: Leistung muss sich lohnen.

Stimmen Sie der Aussage zu, dass eine Person die monatlich jeweils 8 Stunden am Tag arbeitet, mindestens ein Nettoeinkommen in o. g. Höhe oder eigentlich sogar mehr verdient hätte, gleich in welchem Beruf sie arbeitet?


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
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09.09.2009
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 4. September 2009 und für Ihre Frage.

Für die Freien Demokraten und mich ganz persönlich ist klar: Menschen, die Vollzeit arbeiten, müssen von dem, was sie sich erarbeiten, auch ordentlich leben können. Denn für uns Liberale gilt: Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet. Darum kämpfen wir Freie Demokraten für ein einfacheres und gerechteres Steuersystem mit fairen Sätzen für alle. Mehr Netto vom hart erarbeiteten Brutto ist unser Ziel. Denn die Netto-Frage ist die wahre soziale Frage – jedenfalls für diejenigen im Land, die den Karren ziehen.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ich setze auf Ihre Unterstützung für unseren Kurs. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Umweltpolitik
04.09.2009
Von:

Was wird von Ihrer Partei für Tierschutz getan? Ins. Tiertransporte, Versuchstierzahlen, Massentierhaltung.

MfG,

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
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09.09.2009
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 4. September 2009 und für Ihr Interesse.

Für die FDP hat der Tierschutz seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Gerne erinnere ich in diesem Zusammenhang an die Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz. Die seinerzeit bestehenden Widerstände gegen diese Grundgesetzänderung in den Reihen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion konnten nur von der FDP-Bundestagsfraktion überwunden werden.

Unsere konkreten Forderungen in der Tierschutzpolitik haben wir in unserem Deutschlandprogramm und auch in den Wahlprüfsteinen der Tierschutzorganisationen umfassend dargelegt. Unter www.deutschlandprogramm.de können Sie unsere Positionen im Wortlaut einsehen. Ich hoffe, unser Informationsangebot an Sie findet Ihr Interesse und unser Kurs Ihre Unterstützung.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Außenpolitik
04.09.2009
Von:
H.

Ist es richtig, daß Sie den Abzug der Truppen aus Afghanistan fordern? Ich könnte versucht sein, Ihre Partei dann zu wählen

mit den besten Grüßen
H.
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
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10.09.2009
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 5. September 2009 und für Ihre Frage.

Niemand schickt gern Soldaten in einen Auslandseinsatz, deshalb will jeder vernünftige Politiker Bundeswehreinsätze im Ausland beenden, so bald es geht.

Aber: Afghanistan darf nicht wieder zum Rückzugsgebiet der Terroristen werden. Es geht in Afghanistan vor allem darum, unsere Sicherheit hier in Deutschland zu verteidigen – gegen Terroristen, die uns auch schon deshalb ans Leben wollen, weil bei uns Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Deshalb wäre es falsch, wenn wir uns heute zurückzögen, denn dann wäre Kabul morgen wieder die Hauptstadt des Terrorismus auf der Welt mit direkten Auswirkungen auf unser Leben hier. Das ist der Grund, warum die Freien Demokraten der Verlängerung des ISAF-Mandates zugestimmt haben und für diese Haltung weiter werben.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ich setze auf Ihre Unterstützung für unseren Kurs. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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