Dr. Günter Krings (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Dr. Günter Krings
Jahrgang
1969
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Rechtsanwalt in der Sozietät Kapellmann und Partner, Mönchengladbach
Wohnort
-
Wahlkreis
Mönchengladbach , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
45,6%
Landeslistenplatz
31, Nordrhein-Westfalen
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(...) Ich stimme mit Ihnen aber auch darin überein, dass Handlungsbedarf in der Neuausrichtung der Gleichstellungspolitik besteht. Jungen und Mädchen muss gerade in Zeiten aufbrechender Rollenbilder sowohl die Identitätsbildung als auch ein erfolgreicher beruflicher Werdegang mit ermöglicht werden. (...)
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
02.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Krings,

in den letzten Jahren sind die Probleme von Jungen im Schul- und Bildungswesen verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Zahlreiche Berichte in den Medien und eine ganze Reihe von Büchern (wie z.B. "Rettet unsere Söhne") greifen das Thema auf.

Seit Ende 2007 eine vom Bundesbildungsministerium veröffentlichte Studie eindeutig die schulische Benachteiligung von Jungen belegte (im Schnitt schlechtere Noten für gleiche Leistungen, seltenere Empfehlung zum Besuch von Gymnasien als bei Mädchen), sollte das Problem auch in der Politik allgemein bekannt sein.

Von konkreten Schritten zur Behebung der Bildungsmisere von Jungen seitens der Politik konnte bislang jedoch noch nicht die Rede sein, weder auf Bundes- noch auf Landesebene. So wird der Girls’ Day, obwohl nachweisbar erfolglos und sogar kontraproduktiv, weiterhin üppig mit Steuermillionen gefördert. Projekte, die die Zukunftsaussichten von Jungen verbessern helfen, sucht man hingegen vergeblich; oft laufen sie nicht auf die Förderung von Jungen heraus, sondern auf deren Umerziehung ("Neue Wege für Jungs").

Angesichts dieser Misere interessiert es mich, wie Sie das Problem beurteilen und welche Maßnahmen Sie befürworten, um die Jungenmisere zu beheben. Konkret gefragt:

1. Sind Sie der Ansicht, dass die Politik mehr für die schulische Förderung von Jungen tun muss, oder sehen Sie hier keinen Handlungsbedarf?

2. Falls Sie für verstärkte Jungenförderung eintreten: Welche konkreten Schritte würden Sie und Ihre Partei in die Wege leiten, damit Jungen im Bildungssystem bessere Erfolgschancen bekommen – natürlich ohne dabei wiederum die Mädchen zu benachteiligen?

Für die Beantwortung meiner Frage danke ich Ihnen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Günter Krings
1Empfehlung
12.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für die Zusendung Ihrer Fragen.

Mit der schulischen Bildung sprechen Sie ein wichtiges Thema an. Sicherlich muss es zunächst Ziel sein, jedes Kind individuell und schulisch in seiner Entwicklung bestmöglich zu fördern, unabhängig vom Geschlecht oder der finanziellen Lage. Die CDU will daher bis 2015 gesamtstaatlich zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung und Forschung investieren. Deutschland soll Bildungsrepublik werden.

Ich stimme mit Ihnen aber auch darin überein, dass Handlungsbedarf in der Neuausrichtung der Gleichstellungspolitik besteht. Jungen und Mädchen muss gerade in Zeiten aufbrechender Rollenbilder sowohl die Identitätsbildung als auch ein erfolgreicher beruflicher Werdegang mit ermöglicht werden.

Dieser Handlungsbedarf ist auch von der Bundesregierung und dem BMFSFJ unter Ursula von der Leyen erkannt worden und die Perspektiven von Jungen sind in das Blickfeld gerückt. Dies ist sicherlich noch in der Entwicklung begriffen. Ich denke aber, dass das von Ihnen genannte Pilotprojekt "Neue Wege für Jungs" dabei ein guter Anfang ist, dem inhaltlich weitere Schwerpunkte folgen müssen.

Zu befürworten sind daher Forschungsaufträge, die der Frage nachgehen, welche konkreten Maßnahmen zur Jungenförderung sinnvoll sind. So muss beispielsweise geklärt werden, inwieweit sich ein inhaltlicher Zusammenhang im Bildungswettstreit zwischen Jungen und Mädchen auch auf fehlende männliche Identifikationspersonen zurückführen lässt. Gerade in Grundschulen gibt es weniger männliche Lehrer. Männer als Fachkräfte für die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern müssen auch und verstärkt angeworben werden.

Die Ausgestaltung der Bildungspläne liegt dennoch im Kompetenzbereich der Länder. Als ein Beispiel möchte ich hier Nordrhein-Westfalen nennen: Von den Koalitionsfraktionen der CDU und FDP wurde bereits 2007 ein Antrag eingereicht, welcher unter dem Titel "Jungen fördern –ohne Mädchen zu benachteiligen. Durch individuelle Förderung die Geschlechtergerechtigkeit in den Schulen weiter verbessern" ein ganzes Maßnahmenbündel zur gezielten Jungenförderung vorsieht.

So könnte es eine sinnvolle Maßnahme sein, zeitweise bestimmte Fächer getrennt zu unterrichten, um auf spezielle Lernbedürfnisse von Jungen und Mädchen einzugehen, etwa in Informatik, Sport oder Sexualkunde. Unterschiedliches Lernverhalten ließe sich so eventuell besser berücksichtigen.

Diese Option wird auch von der CDU/CSU- Fraktion vertreten und ist von der Bundesbildungsministerin Annette Schavan beim Bildungsgipfel im Oktober 2008 als nützlich benannt worden, um den Schulerfolg von Jungen gezielter zu fördern.

Konkrete Maßnahmen müssen natürlich durch die entsprechenden Landesgesetzgeber in den Schulgesetzen verankert werden. Ich halte als Mitglied des Bundestages und der CDU/CSU die gezielte Förderung auch von Jungen für wünschenswert und will mich in der bundespolitischen Debatte gern dafür einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günter Krings
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Frage zum Thema Arbeit
04.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Krings,
im Parteiprogramm der CDU zur BuTaWa 09 habe ich gelesen:

Es sollen Anreize zur Arbeitsaufnahme geschaffen werden, was ist darunter zu verstehen?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Arbeit
18.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Krings,

ich bin Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Ihrem Wahlkreis. Welche Reformen betreffend den Kündigungsschutz sind unter schwarz-gelb zu erwarten?

MfG
Antwort von Dr. Günter Krings
bisher keineEmpfehlungen
29.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie Dank für Ihre Anfrage, in der Sie sich nach Änderungen des Kündigungsschutzes bei einer möglichen Koalition von Union und FDP erkundigen.

Die FDP hat in Ihrem Wahlprogramm angekündigt, dass der Kündigungsschutz erst für Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten und nach einer Beschäftigungsdauer von zwei Jahren gelten soll.

Die CDU äußert sich im Wahlprogramm nicht explizit zum Kündigungsschutz, weil wir hier keinen Reformbedarf sehen. Ich bin der Auffassung, dass die geltenden Regelungen einen fairen Ausgleich zwischen den Schutzbedürfnissen der Arbeitnehmer, den Beschäftigungschancen der Arbeitslosen und den Interessen der Unternehmen darstellen.

Ich gehe daher davon aus, dass es bei einer schwarz-gelben Regierungskoalition keine wesentlichen Änderungen im Kündigungsschutzrecht geben wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Günter Krings
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
22.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Krings,

Ich bin selber noch Schüler des H-J-G in Rhydt und wollte Se wegen dem
67,5 min/Schulstunde an ansprechen.Haben sie vor etwas zu Ändern?Wenn ja
was?
Antwort von Dr. Günter Krings
bisher keineEmpfehlungen
29.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Zuschnitt Ihrer Unterrichtsstunden.

Ich finde es gut, dass seit der Schulreform von 2006 die Schulen in Nordrhein-Westfalen selbst bestimmen können, wie lange eine Schulstunde dauern soll: 45, 90 oder eben 67,5 Minuten.

Im Vordergrund sollten doch immer die Inhalte stehen. Und wenn Schüler und Lehrer der Auffassung sind, dass diese in längeren Unterrichtseinheiten besser vermittelt werden können, dann sollen sie das doch auch ändern können.

Dabei ist es aber wichtig, dass alle Beteiligten in diese Entscheidung mit einbezogen werden. Und ich möchte Sie daher ermuntern, Ihre Meinung aktiv einzubringen und auch andere davon zu überzeugen.

Gerne können Sie mich auch bei Facebook oder MeinVz kontaktieren. Als ehemaliger Schüler des HJG bin ich natürlich immer an Neuigkeiten von meiner alten Schule interessiert!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günter Krings
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