Dr. Gisela Splett (GRÜNE)
Kandidatin Landtagswahl Baden-Württemberg 2006
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Grunddaten
Dr. Gisela Splett
Jahrgang
1967
Berufliche Qualifikation
Dr. Diplom Geoökologin
Ausgeübte Tätigkeit
wissenschaftl. Angestellte
Wohnort
-
Wahlkreis
Karlsruhe I
Ergebnis
16,2%
Landeslistenplatz
-
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Frage zum Thema Soziales
12.02.2006
Von:

Betreff: ENBW
sehr geehrter Frau Dr. Splett,
finden Sie es nicht merkwürdig, das ausgerechnet ein Monopolist wie die ENBW ihre Strom- und Gaspreise überhöht an die wehrlosen Verbraucher weitergibt und gleichzeitig, hohe Sponsorengelder für Sportvereine
verschenken dürfen. Eine Senkung der Energiekosten und evtl. höhere Steuereinnahmen wären doch für die Befölkerung von mehr Nutzen, als die überflüssigen Zuwendungen für junge Fußballspieler, die zufällig einen Ball über 30 m treten können?
MFG
Antwort von Dr. Gisela Splett
bisher keineEmpfehlungen
16.02.2006
Sehr geehrter Herr ,

auch wir sind der Meinung, dass Profifußball nicht mit Steuern oder Gebühren der Bürgerinnen und Bürger subventioniert werden soll. Der KSC ist für uns ein gerade in Karlsruhe von großer Sympathie getragenes Wirtschaftsunternehmen, dem wir sportlichen Erfolg wünschen - aber ohne dass die in der Tat sehr hohen Ausgaben für Spielergehälter indirekt von den Bürgerinnen und Bürgern bezahlt werden. Leider hat die Landesregierung gegen jede Vernunft mit der Privatisierung und dem Verkauf der EnBW-Anteile die Kontrolle über Dinge wie Sponsorengelder etc. aus der Hand gegeben. Im Übrigen gibt es ja die Möglichkeit, den Strom- und bald auch den Gasanbieter zu wechseln und sich z.B. für Öko-Strom zu entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen,
Gisela Splett
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Frage zum Thema Kultur
15.02.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Splett,

was sehen sie fuer Loesungsmoeglichkeiten im Streit um den Fortbestand des selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentrums Ex-Steffi?

Danke und Gruesse,

Antwort von Dr. Gisela Splett
bisher keineEmpfehlungen
15.02.2006
Sehr geehrter Herr ,
als Vorsitzende der Grünen Gemeinderatsfraktion habe ich mich u.a. mit einem offenen Brief an den Oberbürgermeister im Dezember 2005 für den Fortbestand der Ex-Steffi eingesetzt. Ich kann keinen Sinn darin erkennen, ein genutztes Gebäude zu räumen und abzureißen, solange die Fläche nicht tatsächlich für andere Zwecke benötigt wird. Leider waren für unsere grüne Position keine Mehrheiten im Gemeinderat zu gewinnen.
Aktuell hoffe ich, dass die Suche der Ex-Steffi nach einem Alternativstandort erfolgreich verläuft. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Ex-Steffi den für die Verhandlungen notwendigen zeitlichen Spielraum erhält.
Mit freundlichen Grüßen,
Gisela Splett
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.03.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Splett,

die Mitentscheidungsrechte der Bürgerinnen und Bürger sind in unserem Land völlig unzureichend. Deshalb interessieren mich Ihre Aussagen zu den folgenden Fragen:

1. Sehen Sie es als politische Aufgabe, die demokratischen Rechte zu verbessern?
Wenn ja, in welcher Weise?

2. Sind Sie für die Erleichterung von Volksabstimmungen?

a) Auf Gemeindeebene (Bürgerentscheide)?
Wenn ja, was wollen Sie dafür tun oder haben Sie dafür schon getan?
Sind Sie insbesondere dafür, dass Bürgerentscheide über Bebauungspläne und Gemeindeabgaben wie in Bayern möglich sind?
Sind Sie dafür, dass das Zustimmungsquorum abgeschafft oder gesenkt wird?
Sind Sie dafür, dass es auch in Landkreisen Bürgerentscheide geben kann?

b) Auf Landesebene (da sind Volksentscheide bisher praktisch fast unmöglich)?
Wenn ja, was wollen Sie dafür tun oder haben Sie dafür schon getan?

c) Auf Bundesebene (Einführung des bundesweiten Volksentscheides)?
Wenn ja, was wollen Sie dafür tun oder haben Sie dafür schon getan?

3. Für welche anderen demokratischen Mitentscheidungsrechte, auch z.B. in der Wirtschaft, in den Schulen, im Gesundheitswesen, setzen Sie sich ein?

Vielen Dank, mit freundlichen Grüssen
Antwort von Dr. Gisela Splett
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17.03.2006
Sehr geehrter Herr ,
vielen Dank für Ihre Fragen, dich ich gerne wie folgt beantworte: Wir GRÜNEN stehen für die Stärkung demokratischer Rechte und befürworten die Initiative "Mehr Demokratie". Die bisherigen Regelungen für Bürgerentscheide und Bürgerbegehren halten wir nicht für ausreichend, das gilt für die kommunale Ebene ebenso wie für die Landesebene.
Die Grüne Landtagsfraktion hat sich wiederholt für eine Stärkung der Mitentscheidungsrechte der Bürgerinnen und Bürger ausgesprochen und sich insbesondere dafür eingesetzt, die Frist für Bürgerbegehren nach Gemeinderatsbeschlüssen zu verlängern, das Zustimmungsquorum zu senken und Bebauungspläne bürgerbeteiligungsfähig zu machen. Bürgerbegehren und Bürgerentscheide auf Landkreisebene werden von uns befürwortet (vgl. Antrag der Grünen Landtagsfraktion vom 16.10.2003, Drs. 13/2577, sowie Gesetzentwurf der SPD und Grünen Fraktion 20.04.2005, Drs. 13/4263). Auch in anderen Bereichen, z.B. in Schulen und Hochschulen, wollen wir demokratische Mitentscheidungsrechte stärken. Wichtig ist mir auch eine stärkere Beteiligung von Jugendlichen an politischen Entscheidungsprozessen insbesondere auf kommunaler Ebene.
Als Stadträtin setze ich mich übrigens aktuell für mehr öffentliche Ausschussitzungen ein (vgl. Antrag der Grünen Gemeinderatsfraktion vom 18.01.2006).
Herzliche Grüße,
Gisela Splett
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
17.03.2006
Von:

Ich bin darüber verärgert, dass Bundestagspraesident Norbert Lammert die vom Bundestag beschlossene Veroeffentlichungspflicht von Politiker-Nebeneinkuenften aussetzen will.

Wie ist Ihre Position dazu? Haben Sie konkrete Schritte unternommen, Druck auf Herrn Lammert aus zu üben oder gedenken Sie, dies zu tun? Wenn ja, in welcher Form? Sind Sie bereit zu einer freiwilligen Erklärung und Veröffentlichung Ihrer ggf. vorhandenen Nebentätigkeiten/Einkünfte?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Gisela Splett
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17.03.2006
Sehr geehrter Herr ,

ich halte Transparenz über Abgeordneteneinkommen - vor allem über nicht berufsbedingte Nebeneinkünfte - für geboten.
Für den Fall meiner Wahl bin ich auch selbst gerne bereit, meine Einkünfte offen zu legen.

Mit freundlichen Grüßen,
Gisela Splett
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