Dr. Frank Steffel (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Dr. Frank Steffel
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
02.03.1966
Berufliche Qualifikation
Diplom-Kaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Reinickendorf
Ergebnis
39,0%
Landeslistenplatz
4, Berlin
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(...) Ob Ihre Befürchtung zutrifft, dass der ESM eine Beschneidung der demokratischen Grundsätze darstellt, ist nicht zuletzt eine Frage, mit der sich aus gutem Grund das Bundesverfassungsgericht in diesen Tagen befasst. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Internationales
16.11.2009
Von:

Guten Tag, Herr Dr. Steffel,

mit Interesse und Entsetzen verfolge ich die Debatte um die Besetzung des Postens im Bereit der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung".

Mich interessiert Ihre Haltung dazu, genau genommen, inwieweit sie es vertretbar halten, mit Frau Dr. Steinbach möglicherweise eine Person zu entsenden,

die gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze (z.B. www.faz.net sowie gegen die deutsch-tschechische Aussöhnungserklärung gestimmt hat (z.B. dip21.bundestag.de

die ein Vorwort in einem revisionistischen Buch eines rechtsaußen zu verortenden Verlages geschrieben hat (Benz/Spirek (Hg).: Geschichtsmythen. Legenden über den Nationalismus. Berlin 2003, S. 26)

und die von ihrem Vater als "Vertriebenem" sprach, obwohl dieser als Besatzer im Dienste der NS-Versklavungspolitik nach Polen kam (z.B. www.n-tv.de

Teilen Sie meine Einschätzung, dass die Entsendung von Frau Dr. Steinbach nicht nur ein Imageschaden für die die deutsche Politik bedeutete, sondern auch innenpolitisch völlig fatale Signale sendete?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
03.03.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Steffel

Ich bitte um Aufklärung, wie sie es schaffen, bei 25 angegebenen Nebentätigkeiten, darunter auch ihr eigenes Unternehmen, ihr Verantwortung als Abgeordneter für den Deuteschen Bundestag wahrnehemen zu können. Vielen Dank
mit feundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Frank Steffel
2Empfehlungen
05.03.2010
Dr. Frank Steffel
Sehr geehrter Herr ,

für Ihrer Frage danke ich Ihnen, da Sie mir die Gelegenheit gibt, den durch falsche Berichterstattung einiger Medien entstandenen Eindruck zu korrigieren.

Seit mittlerweile fast 20 Jahren bin ich als mittelständischer Unternehmer tätig. Während meiner 19-jährigen Arbeit im Abgeordnetenhaus von Berlin konnte ich diese unternehmerische Arbeit neben der Ausübung meines Mandats wahrnehmen, da es sich beim Berliner Abgeordnetenhaus um ein Teilzeitparlament handelt.

Alle Angaben hierzu können Sie im Handbuch des Abgeordnetenhauses von Berlin nachlesen.

Aus meiner Tätigkeit als mittelständischer Unternehmer habe ich insofern auch nie ein Geheimnis gemacht und diese war natürlich auch den Wählern in meinem Wahlkreis Berlin-Reinickendorf immer bekannt. So habe ich auch im Wahlkampf ganz offensiv darauf hingewiesen und in jeder Wahlkampfinformation darüber informiert. In Kenntnis dieser Tätigkeit bin ich mit dem berlinweit besten CDU Ergebnis von 39 % direkt in den Deutschen Bundestag gewählt worden und habe entgegen dem Bundestrend bei der Wahl im Jahr 2009 sogar zulegen können.

Dies deckt sich mit meiner Erfahrung aus vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, die nicht mehr, sondern eher weniger "lebenslange Berufspolitiker" wollen. Auch habe ich nicht den Eindruck, dass es in Deutschland zu viele unabhängige Unternehmer in den Parlamenten gibt. Eher wird ja immer beklagt, dass wir zu wenige Unternehmer, Ingenieure, Ärzte, Wissenschaftler, Künstler, etc. in den Parlamenten haben und die Parlamente somit den Querschnitt der Bevölkerung leider nicht ausreichend abbilden. Leider steigert auch die undifferenzierte Berichterstattung der vergangenen Tage die Bereitschaft dieser Frauen und Männer nicht, sich politisch oder parlamentarisch zu engagieren,.

Unmittelbar nach meiner Wahl in den Deutschen Bundestag habe ich, da es sich bei dem Bundestag natürlich um ein Vollzeitparlament handelt, selbstverständlich die Geschäftsführung meiner operativen Unternehmen an insgesamt fünf Geschäftsführer übergeben.

Auch bin nicht an fremden Kapitalgesellschaften beteiligt, sondern seit zwei Jahrzehnten ausschließlich Inhaber meiner eigenen mittelständischen Unternehmen, die allesamt zu einer Unternehmensgruppe gehören. Nur aus historischen Gründen und zumeist regionalen Vertriebsbesonderheiten handelt es sich um juristisch selbständige Unternehmern. Insofern ist für diese Inhaberschaft an mittelständischen Unternehmen schon der Begriff Nebenjobs falsch und irreführend.

Ich habe selbstverständlich alle veröffentlichungspflichtigen Angaben vollständig und transparent beim Bundestagspräsidenten angegeben.

Es entspricht auch nicht meiner Überzeugung beispielsweise durch Übertragung der Gesellschaftsanteile an Familienangehörige die Veröffentlichungspflichten zu umgehen.

Meiner Verantwortung als Mitglied des Deutschen Bundestag komme ich vollumfänglich nach. Ich bin sogar einer von wenigen Parlamentariern, die in zwei Parlamentsausschüssen arbeiten (Finanzen und Sport). Auch in meinem Wahlkreis in Berlin-Reinickendorf bin ich engagiert und jederzeit verfügbar, wobei mir sicherlich hilft, dass ich dort seit meiner Geburt lebe und wohne und der Deutsche Bundestag in Berlin ist, so dass zeitintensive Reisezeiten für mich entfallen.

Hier übe ich auch seit Jahren als Präsident der Reinickendorfer Füchse und Beiratsvorsitzender der Füchse Berlin (RFH Vermarktungsgesellschaft mbH) eine ehrenamtliche Funktion im Breiten- und Jugendsport aus, welche Sie sicherlich nicht kritisch hinterfragen.

Meine Unabhängigkeit und meine Erfahrungen als mittelständischer Unternehmer sind mir bei meiner politischen Arbeit häufig sehr hilfreich gewesen, da ich somit die wirklichen Sorgen und Nöte der Menschen aus der Praxis und nicht nur theoretisch kenne. Auch lege ich großen Wert auf meine Unabhängigkeit von Partei und Mandat.

Ich hoffe, ich habe Ihre Frage beantworten können. Falls Sie Interesse haben, empfehle Ihnen dazu auch einen Blick auf meinen Namensbeitrag im Tagesspiegel vom 24.02.2010 ( www.tagesspiegel.de ) zu werfen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Frank Steffel
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Frage zum Thema Wirtschaft
20.03.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Steffel!

Wie stellt sich die CDU die Lösung der Euro-Fragen vor?

1. In der EU haben wir das Problem, das die starken Länder mit hoher Arbeitslosigkeit oder (alternativ dazu) mit immer mehr Dumping-Löhnen zu kämpfen haben, währen schwache Länder wie Griechenland nach 10 Jahren, die es den Euro gibt, kaum mithalten können.

2. Hätten die Länder ihre eigenen Währungen, könnte eine Währung wie die Griechische abgewertet werden. Durch die Abwertung hätte Griechenland bessere Exportchancen und die Lücke zwischen den Staaten hätte sich von selbst ausgleichen können.

Durch den Euro sind die stärkeren Länder ständig gezwungen, Ausgleichszahlungen zu leisten, wenn das Euro-System stabil bleiben soll. Wir erarbeiten uns nicht nur Exportüberschüsse, wir müssen in Zukunft dafür auch noch durch die Vergabe unsicherer Kredite dafür bezahlen.

3. Ganz ehrlich: Ich fand die EG besser als die EU: In der EG haben sich Länder wie Spanien, Portugal und Griechenland stark verbessert und es gab einen breiten Wohlstand in der EG.

In der EU hingegen wurden die Länder und Märkte künstlich zusammen gelegt. Billiglöhne, Nicht-Mithalten-Können der schwächeren Länder mit den Stärkeren und hohe Geldsummen zur Stabilisierung der Euro-Zone (und das nach nur 10 Jahren, die es den Euro gibt!) sind die Folge.

Würden sich darüber hinaus die Banken international nicht im rechtsfreien Raum bewegen, hätte es zudem die Spekulationen, die zur Wirtschaftskrise geführt haben und für die nun der Steuerzahler gerade stehen muss, gar nicht geben können.

Wäre es nicht sinnvoller, wenn die Staaten wieder ihre eigene Währung hätten und man sich nicht der Möglichkeiten der Stabilitätspolitik (Leitzinsen, Regulierung über die Wechselkurse, nationale Gesetze statt Abgabe von immer mehr Souveränität nach Brüssel) beraubt hätte?

Mit freundlichen Grüßen,

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Frage zum Thema Tourismus
30.03.2010
Von:

Lieber Herr Dr. Steffel,

was halten Sie davon, dass die Bundesregierung verhindert, dass wir Berliner einen Direktflug nach Dubai bekommen? Gedenken Sie in dieser Hinsicht als Berliner Abgeordneter aktiv zu werden?
Antwort von Dr. Frank Steffel
bisher keineEmpfehlungen
13.07.2010
Dr. Frank Steffel
Lieber Herr ,

wie Sie sicherlich der Presse entnommen haben, will "Air Berlin" ab dem Winterflugplan dreimal wöchentlich direkt nach Dubai fliegen.

Ansonsten setze ich voll auf den neuen Großflughafen BBI. Mit ihm wird der Flugverkehr von und nach Berlin-Brandenburg sicherlich neuen Schub erhalten.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Frank Steffel MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.04.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Steffel,

gerne würde ich erfahren weshalb es nach der Abschaffung der Berlinzulage nunmehr für uns Berliner weder eine Ballungsraumzulage noch wie bei unseren Bonner Bürgern ehemals eine Hauptstadtzulage gibt und warum diese so ersatzlos gestrichen wurde ?? Schließlich haben sowohl die Bonner als auch andere Großstädter jahrelang davon profitiert !!!

Der einfacher und ständig arbeitende Bürger wird zunehmend mehr "geschröpft" - Siehe Gesundheitssystem (Erhöhung der Tabaksteuer sollte dem Gesundheitssystem zufliessen ??) Statt dessen kommt der Zusatzbeitrag trotz des Eintrittsgeldes von 10 € beim Arzt und sehr viele Medi`s müssen selbst bezahlt werden usw usw
Antwort von Dr. Frank Steffel
bisher keineEmpfehlungen
17.06.2010
Dr. Frank Steffel
Sehr geehrte Frau ,

ich gehe ihnen recht. Die Berlin-Förderung ist Anfang der 90iger-Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung tatsächlich viel zu schnell abgebaut worden.

In der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Finanzlage sollten wir jedoch keine neuen Subventionen fordern. Erstens sind sie nicht finanzierbar und zweitens auch politisch nicht durchsetzbar.

Ich finde, sinnvoller als neue Subventionen zu fordern wäre es, wenn der rot-rote Senat endlich einmal eine gute Wirtschaftspolitik im Land Berlin machen würde. Wir benötigen schlicht und einfach mehr Arbeitsplätze, die dann auch für sprudelnde Staatseinnahmen sorgen. Letztendlich würden wir alle davon profitieren.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Frank Steffel MdB
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