Dr. Christian Magerl (GRÜNE)
Abgeordneter Landtag Bayern

Grunddaten
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Biologe
Ausgeübte Tätigkeit
Lehrauftrag Fachhochschule Weihenstephan (ehrenamtlich), MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
Freising
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Als Vorsitzender vom BN Freising bin ich Mitglied bei AufgeMUCkt. Die Homepage von AufgeMUCkt wird nicht von mir betrieben, sondern vom Aktionsbündnis. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
31.01.2011
Von:

Ehrenwerter Herr Dr. Magerl,

vielen Dank für Ihre aussagekräftige Antwort (1).

Völlig zu Recht verlassen Sie sich, ebenso wie ich, hierbei auf wissenschaftliche Aussagen.

Trotz intensivster Recherchen ist es mir allerdings bis heute nicht gelungen, den wissenschaftlichen Nachweis, der Aufschluß darüber gibt, dass Rinderschlachtbetriebe nach positiven BSE-Fällen, unter Realbedingungen, als vollständig BSE-Prionenfrei gelten, zu finden.

Sicher liegt Ihnen, als einer Person die politische Entscheidungen von wissenschaftlichen Aussagen abhängig macht, ein derartiger wissenschaftlich gesicherter Bericht vor.

Wo kann ich diesen wissenschaftlichen Bericht, der Aufschluß darüber gibt, dass Rinderschlachtbetriebe aufgrund des Maßnahmenkatalogs Tierseuchenbekämpfung (Teil IX: BSE) als 100% BSE-Prionenfrei gelten, finden?

MfG
R.

(1) www.abgeordnetenwatch.de

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Frage zum Thema Umwelt
05.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Magerl,

im Zuge der Energiewende für den Landkreis Freising soll nun auch massiv der Ausbau der Windenergie gefördert werden. Das Windkraftanlagen (WKA) eine Zukunftstechnologie darstellen und für den Energiemix notwendig sind, möchte ich an dieser Stelle nicht anzweifeln.

Da aufgrund der, im Gegensatz, zu Küstengebieten, niedrigeren Windpotentiale nun aber 180m hohe Anlagen im Landkreis geplant werden, führt dies zwangsweise erhebliche Nachteile mit sich:
  • Schattenwurf bis über 2km
  • Lärm
  • Infraschall
  • Wertverlust bei Immobilien
  • massive Einschränkungen bei der Flächennutzung innerhalb betroffener Gemeinden (z.B. Ausweisung neuer Baugebiete)

Halten Sie Mindestabstände von solchen Anlagen zur Wohnbebauung für notwendig, wie sie beispielsweise in nördlichen Bundesländern bereits exisiteren? Wenn ja, wie groß sollten diese sein?

Sollte nicht besser geregelt werden, auch in Bayern generell, wie mit WKA zu verfahren sind? Etwa Einflussmöglichkeiten für Bürger und Gemeinden zu schaffen und Anlagen nicht allein auf Gutachten der Betreiber hin zu genehmigen? Was werden Sie in dieser Hinsicht unternehmen?

Über eine Antwort freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Magerl,

Christian Ude will als Spitzenkandidat für die nächste Landtagswahl antreten. Die SPD verspricht sich davon sehr viel und ist womöglich bereit, sich diese Chance mit der Zustimmung zum Bau der dritten Startbahn in Erding zu erkaufen. Dazu wird die SPD versuchen, eine bestehenden Beschluß gegen den Bau zu kippen und einen neuen Beschluß zu fassen. Diese Zustimmung ist eine Bedingung von Herrn Ude für eine Kanditatur. Sollte es nach den Wahlen eine Mehrheit gegen die CSU geben, wird Herr Ude diese Bedingung auch in dann folgenden Koalitionsverhandlungen stellen. Sind die Grünen dann bereit, ebenfalls einem Bau der dritten Startbahn zuzustimmen, um die CSU von einer Regierungsbildung auszuschließen? Werden die Grünen vor den Wahlen zu diesem Thema klar Stellung beziehen?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
01.02.2012
Von:

Lieber Herr Magerl,

ich nehme Bezug auf ein Argumentationspapier ( www.christian-magerl.de ) von Ihnen und Ihre Argumentation zum Bedarf. Hier meine Fragen dazu

1. Ist Ihnen bekannt, dass nach Erreichen des Höchstandes an Flugbewegungen 2008 es zu einer globalen Finanzkrise kam und die Rückgänge von Flugbewegungen diesen eindeutigen Grund hatten? Ist Ihnen weiter bekannt, dass seit 2010 die Zahl der Flugbewegungen wieder drastisch zunimmt? Ist Ihnen weiterhin bekannt, dass derzeit neue SLOT-Anfragen abgewiesen werden müssen?
2. Wenn Ihnen dies bekannt ist, wieso führen Sie mit einer Argumentation die Wähler in die Irre?

3. Ist Ihnen bekannt, dass beispielsweise die Fluggesellschaft Emirates nur deshalb ein grösseres Fluggerät auf der Route nach Dubai einsetzt (von B777 auf A380), da sie derzeit kein anderes Fluggerät zur Verfügung hat und gleichzeitig eine dritte Tagesverbindung alsbald aufnehmen will?
4. Wenn Ihnen dies bekannt ist, wieso führen Sie mit einer Argumentation die Wähler in die Irre?

5. Ist Ihnen bekannt, dass die Lufthansa bewusst einen zweiten Hub in München unabhängig von den Ausbauplänen in Frankfurt einrichten möchte?
6. Ihre Argumentation zum Ausspielen von München und Frankfurt scheint dem Schwarze Peter-Spiel zu folgen: soll doch Frankfurt die gesamte Belastung tragen. Ist Ihnen bewusst, dass die Region München von dem Flughafen (sowohl Enddestination wie Umsteiger) lebt und die hiesige Wirtschaft zwingend auf schnelle und direkte Verbindung in die Welt angewiesen ist?
7. Ist Ihnen bekannt, dass die Grünen in Frankfurt ebenfalls gegen die Ausbaupläne sind und waren? Mutet es daher nicht schizophren an, wenn Sie nun auf Frankfurt verweisen?

8. Ist Ihnen bekannt, dass das von Lufthansa genutzte Hub-System darauf aus ist, von kleinen Airports Passagiere abzuholen und in grösseren Flugzeugen zu entfernten Zielen zu transporten? Streben Sie mehr Punkt-zu-Punkt-Routen mit höheren Belastungen?
Antwort von Dr. Christian Magerl
1Empfehlung
07.02.2012
Dr. Christian Magerl
Hier meine Antwort:

1.

Gegenfrage: Ist Ihnen bekannt, dass am Flughafen München im Jahr 2011 weniger Flugbewegungen als 2006 verzeichnet wurden? Ist Ihnen ferner bekannt, dass laut Deutscher Flugsicherung am Flughafen München in den ersten 4 Wochen des Jahres 2012 am Flughafen München ein Rückgang der Flugbewegungen um 4,4 % gegenüber 2011 verzeichnet wurde? Würden Sie insofern einräumen, dass die von Ihnen behauptete "drastische" Zunahme nur ein Strohfeuer war?
Seit Beginn der Planungen im Jahr 2005 ist die Zahl der Flugbewegungen bis Ende 2011 insgesamt nur um 2,8 % gestiegen. Vorhergesagt war ein Wachstum von 3 % pro Jahr.
Durchaus bekannt ist mir, dass die Flughafen München GmbH (FMG) stets behauptet, dass SLOT-Anfragen abgewiesen werden müssten. Außerdem ist mir darüber hinaus bekannt, dass zu nahezu allen Zeiten (bis auf ganz wenige Ausnahmen) noch freie SLOTs zur Verfügung stehen. Dass nicht sämtliche Flugzeuge zu allen Zielen gleichzeitig starten oder landen können, dürfte einleuchten.

2.

Von einer Irreführung (jedenfalls meinerseits) kann keine Rede sein (s.o.)

3.und 4.

Mit welcher Argumentation? In dem Argumentationspapier, auf das Sie sich beziehen, ist Emirates mit keinem Wort erwähnt.

5.

Die Lufthansa hat den Hub bereits eingerichtet. Die Lufthansa hat sich am Flughafen München mittlerweile nahezu eine Monopol-Stellung geschaffen, die es ihr offenbar erlaubt, nach Gutdünken Forderungen zu erheben und durchzusetzen (Satellit, 3. Start- und Landebahn).

6.

Dass München und Frankfurt gegeneinander ausgespielt werden sollen, ist eine völlige Fehlinterpretation Ihrerseits. Dass die Region München vom Flughafen "lebt", schon gleich gar von den Umsteigern, ist eine Behauptung, die mit der Realität gar nichts zu tun hat.

7.

Ersteres ist mir bekannt. Zur zweiten Frage: Wenn Sie mein Papier richtig gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass ich den Flughafen Frankfurt lediglich als Vergleich heranziehe und keineswegs à la St. Florian fordere, München auf Kosten Frankfurts zu entlasten oder Ähnliches.

8.

Zu 1): Ja.
Zu 2): Nein.
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
08.03.2012
Von:

Die Fragen beziehen sie teilweise auf: www.gruene-fraktion-bayern.de

1. "öffentliche Anhörungen" werden meiner Ansicht nach kaum die Frage beantworten können ob sich der emittierte Infraschall nun auf die Gesundheit auswirkt oder nicht. Vielfach ist von bereits kranken Menschen zu hören: Das tut er! Besonders interessant dazu ist dieser Text: www.bme-law.de

2. Die öffentlichen Anhörungen werden wohl eher Schauveranstaltungen auf denen jeder mehr oder weniger fundiert was sagen darf, oder wie kommen die Grünen darauf, dass das was bringen soll?

3. Ich spreche mich eindeutig gegen Flächennutzungspläne / Konzentrationszonen aus. Wenn WKA gesundheitlich unbedenklich sind dürfen sie meiner Meinung nach auch überall gebaut werden. Durch kommunale WKA-Planungen wird mit Sicherheit in manchen Kommunen nur ein Wirtschaftszweig zum blühen gebracht, die Freindalwirtschaft.

4. Was würden Sie persönlich am Winderlass ändern?

5. Zu Recht stellten manche Bündnis Grüne und Vertreter von Umweltverbänden fest: Würde man Stromerzeuger per Vollkostenrechnung miteinander vergleichen, hätte Atomstrom nie eine Chance gehabt und Kohle würde auch sehr viel schlechter da stehen. Was gehört nun in eine Vollkostenrechnung für Windkraftanlagen hinein? Und wie schaut es dann im Vergleich zu Sonnenstrom,Biogas,Holz usw. aus?

Über eine detailreiche, genau auf die Fragen ausgerichtete Antwort/en würde ich mich sehr freuen.

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