Dorothee Bär (CSU)

Angaben zur Person
Dorothee Bär
Jahrgang
1978
Berufliche Qualifikation
Diplom Politologin, Journalistin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
8, Bayern
weitere Profile
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Öffentliche Äußerungen
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Frage zum Thema Internationales
16.04.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bär,

danke für die Beantwortung der meisten meiner Fragen, aber in zwei Punkten haben sie sehr ausweichend geantwortet:

1)Halten sie die Idee des Obama-nahen Brookingsinstitutes realistisch und förderungswert, in Nordostasien die 6-Parteiengespräche über die nordkoreanische Nuklearfrage hinaus zu transzendieren und diese in einen KSZE-ähnlichen Sicherheitsmechanismus mit dem Zentrum einer engen sinomarikanischen Achse umzuwandeln, der der APEC angegliedert werden soll?

2)Sehen sie die Falungong als Chance oder als Gefahr? Hans-Peter Uhl verweist auf die Studie von Thomas Heberer, die bezüglich der Falungong zum Resultat kommt:
"Der internationale Vergleich zeigt, dass sich solche Bewegungen in der Regel politisieren:"Alle prophetischen Protestbewegungen gehen früher oder später von religiösen zuwirtschaftlichen und politischen Zielsetzungen über, nur der Zeitpunkt und die Intensität dieses ´Umschlagens´ variieren."
Genauso wie es einen politischen Islam (AKP, Muslimbruderschaft/Al Wasat, Khomeini) und einen politischen Hinduismus (BJP, RSS in Indien) gibt, könnte sich aus der Falungong eine politische Massenpartei (z.B. als Harmoniepartei) ergeben, die selbst die Macht im Staate anstrebt.Ob sie dann auch für eine Trennung von Religion und Staat eintreten würde, bleibt offen.Ebenso würde sich fragen, ob ihre autoritäre, auf einen Meister ausgerichtete Struktur demokratisch wäre.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Dorothee Bär
1Empfehlung
21.04.2009
Dorothee Bär
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Fragen habe ich bereits in meiner letzten Antwort an Sie eingehend
beantwortet und kann Sie nur mit Nachdruck darauf verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Dorothee Bär
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
26.04.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bär,

ich beziehe mich mit meiner Frage auf diese Meldung von Heise und den Hintergrundbericht.

Zur Zeit steht zur Diskussion, dass eine Echtzeitüberwachung der Stoppschild-Zugriffe vorgenommen wird. Dies würde bedeuten, dass jeder Zugriff eines Computers auf bestimmte Links automatisch bei den Strafverfolgungsbehörden gespeichert und ausgewertet wird.

Wie Sie vielleicht wissen, besteht eine dargestellte Webseite in einem Browser aus vielen Dateien, oftmals von verschiedenen Webservern. Manche Browser unterstützen auch die Funktion, dass Links auf einer Webseite automatisch im Hintergrund geladen werden und uns als eine Art Mini-Vorschau dem Benutzer angezeigt wird. Man kann also davon ausgehen, dass der Benutzer keinen Überblick darüber hat, von welchen Servern er noch zusätzlich Dateien bezieht. Allein die Spiegel-Online-Seite bezieht Dateien von fünf (!!) verschiedenen Domains. Von einigen Domains wird Werbung geladen, die wiederum von Drittanbietern erstellt wird.

Befindet sich nun auf einer harmlosen Webseite ein Link oder Dateireferenz auf eine "gestoppte" Webseite - z.B. als Forumsbeitrag oder in einem Beitrag, als eingebettes Bild oder als nachladbares JavaScript-Programm - landet meine IP-Adresse automatisch bei den Strafverfolgungsbehörden. Das Surfen wird zu einem russischen Roulette. Wie wollen die Behörden nur anhand der IP-Adresse entscheiden, ob es sich um einen versehentlichen Besuch oder um einen tatsächlichen Konsum handelt?

Ich halte diese Überwachungsmaßnahme für einen zu drastischen Eingriff in meine Privatsphäre.

Was denken Sie darüber?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dorothee Bär
bisher keineEmpfehlungen
05.05.2009
Dorothee Bär
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage an mich. Kinderpornographie ist die Dokumentation von Kindesmissbrauch und der sexuellen Ausbeutung von Kindern und muss aufs Schärfste bekämpft werden. Für 2007 wurde eine Steigerung von 55 % beim Besitz, der Beschaffung und Verbreitung von Kinderpornographie gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Bei der Besitzverschaffung von Kinderpornographie über das Internet war von 2006 auf 2007 sogar ein Zuwachs von 111 % festzustellen. Auch die Tendenz zu immer jüngeren Opfern bereitet mir Sorgen.

Das geplante Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie im Internet ist nötig, da die derzeitige Rechtslage dazu führt, dass kinderpornographische Webseiten in Deutschland leichter zu erreichen sind als in anderen Ländern. Die technische Sperrung kinderpornographischer Seiten durch die Zugangsvermittler leisten einen wichtigen Beitrag, um die Verbreitung und Besitzverschaffung von Kinderpornographie zu erschweren. Das Gesetz verpflichtet Zugangsvermittler, Nutzern, die den Abruf gelisteter kinderpornographischer Angebote versuchen, eine Stoppmeldung anzuzeigen. Bei dieser Meldung handelt es sich um ein Telemedienangebot, das den allgemeinen rechtlichen Anforderungen im Hinblick auf Telemedien unterliegt. Die Stoppmeldung soll die Nutzer über die Sperrung der Seite informieren. Das Gesetz sieht ferner vor, dass die Dienstanbieter, die das Stoppmeldeverfahren betreiben, eine Aufstellung zu fertigen haben, in der die Anzahl der Zugriffsversuche jeweils bezogen auf einen einzelnen Eintrag der Sperrliste zusammengefasst angegeben wird.

Um Ihre Frage aber konkret zu beantworten: Niemand wird mit strafrechtlichen Maßnahmen zu rechnen haben, der ein einziges Mal versehentlich auf einer Stopp-Seite landet. Die Behörden werden nur aktiv, wenn sich diese verhinderten Besuche häufen und so von einem "Versehen" nicht mehr ausgegangen werden kann. Um die Ausbeutung und Folter zahlreicher Kinder in Zukunft zu verhindern, ist ein solches Vorgehen zwingend erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen
Dorothee Bär
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
28.04.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bär,

warum werden Familien bei jedem neuen Gesetz benachteiligt? Ich kenne kein Gesetz, bei dem das Existenzminium eines Kindes berücksichtigt wird. Immer werden die Kinderlosen bevorzugt, weil sie keine Ausgaben für Kinder haben, so z. B. bei der Krankenver-
sicherung (Selbstbehalte der Eltern), Arbeitslosenversicherung (7 %), Hinterbliebenenversorgungen, Bafög und vieles andere mehr. Denn für das Geld, das wir für unsere Kinder ausgeben (oder müssen, z. B. nach Scheidung), können wir uns selbst nichts kaufen. So bleibt uns Eltern bei gleichem Bruttoeinkommen immer weniger als den Kinderlosen (-Doppelverdienern) und das verstärkt sich bei jedem neuen Gesetz, denn die Ausgaben für Kinder werden fast nie berücksichtigt. Natürlich werden Sie sagen, daß der Wert eines Kindes nicht in Geld aufzuwiegen ist und andere Vorteile vorhanden sind, Sonst gäbe es ja überhaupt keine Kinder, aber Ihre Geburten- und Abtreibungszahlen sprechen für sich.

Die demografische Entwicklung ist kein Naturgesetz, sondern auch das Ergebnis Ihrer Politik. Man braucht sich nur Ihr Scheidungsrecht anzusehen. Daß sich nur noch die ganz Armen und die ganz Reichen Kinder in Deutschland leisten können und wollen, ist kein Wunder.

Mit freundlichen Grüßen


Antwort von Dorothee Bär
bisher keineEmpfehlungen
07.05.2009
Dorothee Bär
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage an mich. Allerdings muss ich Ihnen vehement widersprechen: Die von der Union geführte Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode Einiges geleistet, um Familien zu unterstützen. Mit einer nachhaltigen Familienpolitik, die entlang der unterschiedlichen Bedürfnisse von Familien ausgerichtet ist, sorgt die Bundesregierung für ein stabiles, verlässliches Gerüst, das das Familienleben in unserer Gesellschaft sichert. Ein wichtiges Ziel unserer Politik war und ist die Stärkung der wirtschaftlichen Stabilität von Familien.

Hier möchte ich Ihnen das Elterngeld als Beispiel nennen. Seit seiner Einführung im Januar 2007 wird es ständig weiterentwickelt. Das Elterngeld orientiert sich am wegfallenden Nettoerwerbseinkommen des betreuenden Elternteils und sichert diesen finanziell ab. Es trägt also dazu bei, Einkommensnachteile von Eltern gegenüber Kinderlosen auszugleichen. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat sich zudem gerade dafür ausgesprochen, die Vätermonate in der nächsten Legislaturperiode noch auszuweiten, was ich unterstütze.

Die Union hat sich zudem dafür eingesetzt, die Vereinbarkeit von Familie und Studium zu verbessern. Der bisherige Kinderteilerlass beim Darlehensanteil Studierender, der nur die Betreuungsleistungen frühestens fünf Jahre nach Studienende berücksichtigt, konnte die bereits während der Ausbildungszeit selbst entstehenden Betreuungsmehraufwendungen von Studierenden mit Kindern nicht auffangen. Auszubildende mit Kindern erhalten deshalb nun bereits während der Ausbildung einen pauschalen Kinderbetreuungszuschlag zum BAföG-Bedarfssatz in Höhe von 113 Euro für das erste und 85 Euro für jedes weitere Kind und werden so stärker unterstützt.

Seit dem 1. Januar 2006 haben wir zudem die steuerliche Absetzbarkeit sowohl der Kinderbetreuungskosten als auch die haushaltsnaher Dienstleistungen verbessert. Im Familienleistungsgesetz wurde eine Neuregelung zum 1. Januar 2009 auf den Weg gebracht, die diese Förderung noch vereinfacht und erweitert.

Ich denke, wir sind familienpolitisch auf einem sehr guten Weg, den wir weiter gehen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Bär
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.05.2009
Von:

In Ihrer Antwort an Herrn Niebling zitieren Sie Äußerungen und Zahlen von Frau Laien.

Diese Behauptungen wurde jedoch zwischenzeitlich durch viele Studien und Daten, aber auch durch den BKA-Berichts selbst widerlegt.
Laut dem BKA-Bericht kam es nicht zu einer Zunahme, sondern die Anzahl der Verdachtsfälle für Verbreitung betrug 2872 im Jahr 2007 und 2897 im Jahr 2006. Sie ist also mehr oder weniger konstant geblieben.
Vgl auch eine Analyse die ein Missbrauchopfer selbst durchführte:: mogis.wordpress.com

Inwieweit können Sie noch sicher sein, dass Ihre Meinung und somit Ihre Entscheidung auf sachlich richtige Informationen beruhen?

In Hinblick auf die vorhandenen Filterlisten anderer Länder und die Erfahrung dass zwar Adressen auf die Listen kamen, aber nichts gegen die Täter und Angebote (u.a. aus Deutschland) unternommen wurde:
Inwieweit besteht nicht die Gefahr, dass die Liste als bequeme Alternative missbraucht wird, damit das BKA Arbeit und Personal für echte Täterermittlung einsparen (bzw. gar nicht erst einstellen) kann?

Würde die Liste sich daher nicht eher als Vorteil für die Verbrecher auswirken, da sie nicht mehr mit einer effektiven Verfolgung zu rechnen hätten?

Mit freundlichen Grüßen,

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Frage zum Thema Familie
11.05.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bär,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Sie bestätigen, was ich grundsätzlich bemängele. Es werden immer nur geringe Freibeträge anerkannt und die nur in Teilbereichen, Daß das Elterngeld und die Kinderbetreuungseinrichtungen nicht ausreichend sind, zeigen ja die weiter zurückgehenden Geburtenzahlen, obwohl zunächst anderes behauptet wurde. Außerdem haben Eltern, deren Kinder schon älter sind, nichts davon
Eine Änderung und eine Gleichheit wird nur erfolgen, wenn sich Kinderlosigkeit nicht mehr so lohnt wie bisher. D. h., daß Eltern für sich einen annähernd gleichen Lebensstandart haben wie Kinderlose.
Die 10 Euro Kindergelderhöhung nach vielen Jahren sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich als Unterhaltszahler habe nichts davon, da gleichzeitig die Unterhaltssätze viel höher gestiegen sind.
Ich möchte nun von Ihnen wissen, was Sie konkret dafür tun, daß Kinderlose und Eltern gleich behandelt werden?

Mit freundlichen Grüßen


Antwort von Dorothee Bär
bisher keineEmpfehlungen
13.05.2009
Dorothee Bär
Sehr geehrter Herr ,

Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Eine Gleichstellung von Kinderlosen und Familien, wie Sie sie in Ihrem Schreiben ansprechen, halte ich für wenig förderlich für unsere Gesellschaft. Gemäß Art. 6 Grundgesetz stehen Ehe und Familie unter besonderem Schutz. Dieser Schutz wird auch durch den Staat ausgeübt. Dazu gehören die Maßnahmen, die ich meinem letztem Schreiben an Sie bereits angeführt habe.

Mit freundlichen Grüßen,
Dorothee Bär, MdB
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