David Perteck (ÖDP)

David Perteck
Jahrgang
1977
Berufliche Qualifikation
Philosoph und Literaturwissenschaftler
Ausgeübte Tätigkeit
Lehrer und freier Autor
Wahlkreis
Bramfeld - Farmsen-Berne , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 1.435, 0,7%
Landeslistenplatz
2, Stimmen (Liste): 603
(...) Der verfehlte und gescheiterte sogenannte "Bologna-Prozess" mit dem Bachelor- und Mastersystem gegen Bildungsvielfalt und zugunsten vermeintlicher wirtschaftlicher Verwertbarkeit muss grundsätzlich überdacht und in Hamburg zugunsten der Studierenden angepasst werden. (...)
 
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Frage zum Thema Soziales
19.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Perteck,

die schwarz-grüne Regierung hat bei Bildung und Sozialem sehr unverschämte Kürzungen vorgenommen. Die Grünen werde ich deshalb nie mehr wählen und von den anderen etablierten Parteien erwarte ich auch nichts, da z.B. auch die SPD die Studiengebühren beibehalten will. Was werden Sie anders und hoffentlich besser machen? Schlechter als Schwarz-Grün und Rot-Grün geht es ja nicht! Werden Sie im Senat sofort die Studiengebühren und die unverschämte und unsoziale Kita-Gebührenerhöhung zurück nehmen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von David Perteck
15Empfehlungen
19.02.2011
David Perteck
Sehr geehrter Herr ,

die Kürzungen im sozialen Bereich und im Bildungsbereich, für welche die schwarz-grüne Regierung verantwortlich ist, würde ich sofort zurücknehmen und stattdessen soziale Aspekte und ganzheitliche Bildung deutlich in den Vordergrund der Bürgerschafts- und Senatspolitik stellen.

Die Kita-Gebührenerhöhung war ein unverschämter Schlag ins Gesicht aller Hamburgerinnen und Hamburger durch die CDU und ihren willigen Handlanger, die verantwortungslosen, zutiefst unsozialen "Grünen" der GAL. Sie haben bei Sozialem und bei der Bildung immer weiter gekürzt, um zugleich der Finanzwirtschaft Steuergelder in Milliardenhöhe zukommen zu lassen.

Es muss in Hamburg stattdessen ein verbrieftes Recht auf einen Kita-Platz geben. Dies muss zu günstigen Preisen und für sozial benachteiligte Menschen kostenlos gewährleistet werden, denn für das Gemeinwohl ist der Staat in der Verantwortung. Qualifizierte Kinderbetreuung - sowohl in der Familie wie in Kindertagesstätten - und die frühkindliche Bildung sind die wichtigsten Aufgaben für unsere Zukunft.

Besonders wichtig ist der ÖDP zudem die Abschaffung der Studiengebühren. Jeder weiß: Studiengebühren sind Anti-Bildungsgebühren. Bildung darf jedoch nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Nicht jeder Studierende verdient später gut. Denkbar wäre ein Umlagesystem, wonach Akademiker später nur zur Finanzierung des Studiums herangezogen werden, sofern sie dazu aufgrund eines hohen Einkommens in der Lange sind. Die "grünen" Studiengebühren in Hamburg sind das genaue Gegenteil von zukunftsweisender Bildungs- und Hochschulpolitik. Sie haben viele junge Menschen von der Aufnahme des Studiums abgeschreckt und bei allen Studierenden für schlechtere Studien- und Lebensbedingungen gesorgt.

Die etablierten Parteien betrachten Studierende lediglich als effektiv verwertbares "Humankapital" und das Studium als "Bildungsinvestition". Sie haben keinerlei Vorstellung von wirklicher Bildung als Selbstzweck und zur Eröffnung weiterer Möglichkeiten. Wir sind im Gegensatz zu den Anti-Bildungsparteien CDU und GAL für Chancengleichheit, Selbstbestimmung, Qualität und Freiheit bei der Bildung in Schulen und Universitäten.

Für kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule!

Mit freundlichen Grüßen,

David Perteck
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
19.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Perteck,

bei den U-18-Wahlen haben Sie bereits 5% erhalten und Prognosen sehen Sie auch zur Bürgerschaftswahl in diesem Bereich. Die CDU ist dagegen bei jungen Menschen äußerst unbeliebt. Machen Sie bessere Politik für Kinder und Jugendliche? Wenn Sie bei jüngeren Wählern so beliebt sind, würden Sie sich auch für ein Wahlrecht ab 16 Jahren einsetzen? Ich bin Erstwählerin und erhoffe mir von Ihnen, dass endlich auch in Bramfeld etwas für unsere Zukunft getan wird.

Herzliche Grüße

Antwort von David Perteck
13Empfehlungen
19.02.2011
David Perteck
Sehr geehrte Frau ,

ich setze mich für ein Wahlrecht für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren ein. Viele Jugendliche stehen am Anfang eines Berufslebens, das Verantwortung erfordert und auch im Rahmen von Abgaben bereits Pflichten auferlegt. Viele Schülerinnen und Schüler arbeiten bereits nebenbei und bezahlen durch Erwerb von Konsumgütern u.a. auch die ständig steigende Mehrwertsteuer an den Staat. Alleine daraus ergibt sich bereits das Recht politischer Mitbestimmung.

Je früher aktive Beteiligung an der Gestaltung des eigenen Lebens und der Gesellschaft möglich ist, desto eher wird auch erkannt, dass Politik nicht ausschließlich Sache von Berufspolitkern und Lobbyisten sein darf.

Das Konzept der ÖDP sieht deshalb wie folgt aus: Jugendliche von 14 bis 18 Jahren können sich auf Antrag in die Wählerlisten eintragen lassen und gleichberechtigt an den Wahlen teilnehmen. Eine Zustimmung der Sorgeberechtigten ist dazu nicht erforderlich. Somit können auch jüngere Menschen ihre Interessen bei den Wahlen einbringen. Die Menschen werden früher dazu motiviert, sich über politische und gesellschaftliche Fragen zu informieren, sich eine eigene Meinung zu bilden und selbst zu öffentlichen Debatten beizutragen.

Mit freundlichen Grüßen,

David Perteck
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