David Perteck (ÖDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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David Perteck
Jahrgang
1977
Berufliche Qualifikation
Magister Artium
Ausgeübte Tätigkeit
Doktorand der Philosophie
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Hamburg Wandsbek
Ergebnis
0,8%
Landeslistenplatz
1, Hamburg
(...) Bedenken wegen Populismus im Zusammenhang mit Volksentscheiden dienen den etablierten Parteien lediglich als Vorwand, weil sie nicht bereit sind, etwas von ihrer Macht und Ihrer eigenen Lobbypolitik für Finanzwirtschaft und Großkonzerne abzugeben. Ein Element direkter Demokratie wie der Volksentscheid wird von der Bevölkerung nicht in weniger maßvoller oder vernünftiger Weise in Anspruch genommen als etwa das Wahlrecht bei der Bundestagswahl. (...)
 
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Frage zum Thema Arbeit
30.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Perteck,

mich interessieren zwei Dinge:

Wie stehen Sie zur Idee des bedingungslosen Grundeinkommens?
Setzen Sie sich für bundesweite Volksentscheide ein?

Herzlichst A.
Antwort von David Perteck
30Empfehlungen
01.09.2009
David Perteck
Sehr geehrte Frau ,

ich unterstütze die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens und setze mich zudem für Volksentscheide auf Bundesebene ein.

1. Grundeinkommen

Zunächst führe ich gerne meine Position zum bedingungslosen Grundeinkommen aus. Ich denke, das Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens sollte sehr ernsthaft diskutiert und mittelfristig verwirklicht werden. Deshalb werde ich mich im Bundestag für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzen.

Mit den Hartz-IV-Regelungen der damaligen rot-grünen Bundesregierung wurden viele Menschen in Armut gestürtzt und entwürdigt. Hartz-IV bedeutet staatlich verordnete Armut, Überwachung und Dragsalierung unbescholtener und hilfebedürftiger Bürger, die teilweise jahrzehntelang gearbeitet sowie Steuern und Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt haben. Die Jobcenter der ARGE sind kontinuierlich unterbesetzt, ihre Mitarbeiter oftmals nicht genügend qualifiziert und ausgestattet. Nicht Arbeitsvermittlung, sondern Überwachung und Leistungskürzungen stehen oftmals im Vordergrund und sollen in geheimen, internen Anweisungen der ARGE festgeschrieben sein, um weiter Geld an den Bedürftigen einzusparen. Mitarbeiter berichten anonym von chaotischen Zuständen.

Gerade viele Kinder leiden unter den ungenügenden Regelsätzen, die keine angemessene Rücksicht etwa auf Schulmaterialien, Klassenreisen, Ernährung und Kleidung der Heranwachsenden nehmen. Betroffene werden von Bildung und Kultur weitgehend ausgeschlossen, weil sie sich oftmals nicht einmal einen Kino- oder Theaterbesuch o.ä. leisten können, obwohl dies gerade förderlich für eine umfassende Teilhabe an der Gesellschaft und eine sinnvolle Integration in die Arbeitswelt wäre.

Zudem kommt es wegen Hartz-IV zu unzähligen Klagen gegen die Arbeitsagentur, etwa wegen fälschlichen Leistungskürzungen, die oftmals zugunsten der Kläger ausfallen, sodass die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld bürokratischen und juristischen Irrsinn sowie weit höhere Kosten für den Steuerzahler hervorgebracht hat als dies mit einem sinnvoll gestalteten bedingungslosen Grundeinkommen der Fall wäre.

Meine allgemeinen Vorstellungen für die Gestaltung des Grundeinkommens sehen folgendermaßen aus: Wer zeitweise oder länger nicht arbeiten will oder kann, etwa aus gesundheitlichen Gründen oder weil schlicht nicht ausreichend Arbeitsplätze vorhanden sind, der ist mit dem Grundeinkommen in angemessener Höhe abgesichert, kann am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und persönlichen Interessen wie Kunst, Kultur und anderen Beschäftigungen selbstbestimmt nachgehen. Wer hingegen wie der überwiegende Teil der Bevölkerung gerne arbeiten möchte, der erzielt ein entsprechendes zusätzliches Einkommen. Die Höhe des bedingungslosen Grundeinkommen muss dabei sehr deutlich über den derzeitigen Hartz-IV-Regelsätzen liegen und sollte je nach volkswirtschaftlicher Gesamtlage bei 1.000 - 1.500 Euro angesetzt werden.

Verbunden mit einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn, der in zahlreichen westeuropäischen Ländern bereits existiert, und zukunftsfähigen Arbeitszeitmodellen würde das bedingungslose Grundeinkommen die derzeitige aufwändige und sehr teure Bürokratie ebenso wie das Problem der sogenannten Aufstocker wegfallen lassen, bei dem Vollzeitbeschäftigte zusätzlich Leistungen von der ARGE benötigen, weil ihr Einkommen für den Lebensunterhalt ggf. ihrer ganzen Familie nicht ausreicht. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde zudem die unzähligen einzelnen Sozialgesetze überflüssig machen und zu einem einfachen und gerechten Steuersystem beitragen. Die ödp Hamburg hat deshalb beschlossen sich für die Verwirklichung eines bedingungsloses Grundeinkommens einzusetzen. Damit heben wir uns in der Sozialpolitik deutlich von allen anderen Parteien ab, denn weder die Linke, noch die neoliberalen Grünen, geschweige denn CDU, SPD oder FDP sprechen sich für das Grundeinkommen aus.

Gerade in meinem Wahlkreis Hamburg-Wandsbek sind etwa in den Stadtteilen Steilshoop und Jenfeld viele von dieser Problematik und damit verbundener Armut betroffen, während die etablierten Parteien normalerweise keinen Fuß in die sogenannten soziale Brennpunkte setzen, weil sie sich dort mit ihrer Lobbypolitik für Finanzwirtschaft und Großkonzerne keine Wählerstimmen erhoffen.

Wie genau das Grundeinkommen aussehen soll und mit welchen Fördermöglichkeiten der Weiterbildung und der Arbeitsvermittlung es verbunden sein sollte, gilt es in Zusammenarbeit mit Experten und den Initiativen Betroffener künftig fortzuentwickeln. Inzwischen müssen die Hartz-IV-Sätze deutlich um ca. 100 Euro angehoben und die Jobcenter besser ausgestattet werden, damit Unterstützung und Vermittlung statt Überwachung und Gängelung praktiziert werden können. Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens muss ausgearbeitet und umgesetzt werden, um unsere Gesellschaft und Wirtschaft gerade angesichts der derzeitigen Krisen sozial gerecht und zukunftsfähig zu machen.

2. Volksentscheide

Als ödp fordern wir bundesweite Volksentscheide, die im Grundgesetz garantiert werden sollen. Es reicht in der Demokratie nicht aus, wenn mündige Bürger lediglich alle vier Jahre bei der Bundestagswahl unter wenigen Parteien wählen dürfen, die sich im Übrigen wie ein Ei dem andern gleichen. Dieser Zustand, den die undemokratische 5-%-Hürde zusätzlich fördert, wird zurecht als "Parteiendemokratie", "Scheindemokratie" und "Mediendemokratie" beschrieben. Denn heute werden politische Entscheidungen, welche eigentlich alle Bürger betreffen, zumeist von der politischen Klasse in Hinterzimmern unter maßgeblichem Einfluss zahlungskräftiger Lobbyisten zustande gebracht. Öffentlich zählen oftmals mehr Präsentation und Inszenierungen als politische Inhalte.

Für eine lebendige Demokratie wären Volksentscheide auf Bundesebene eine wichtige Ergänzung. Etwa hätte über den sogenannten EU-Reformvertrag von Lissabon eine bundesweite Volksabstimmung stattfinden müssen. Denn damit wird der Stellenwert unserer Verfassung verändert und es werden staatliche Kompetenzen der Bundesrepublik an die EU-Kommission abgegeben, welche nicht ausreichend demokratisch legitimiert ist. Damit gehen Gefahren für Deutschland und Europa einher, die etwa die Sozial- und die Friedenspolitik betreffen, ebenso wie die selbstständige Verantwortung der Gemeiden.

Die repräsentative Demokratie würde durch bundesweite Volksentscheide keinesfalls beeinträchtigt, sondern vielmehr gestärkt und verbessert. In Ländern und Gemeinden sind Volksentscheide bereits möglich und stellen eine wichtige Bereicherung der Demokratie und der politischen Entscheidungsfindung dar. Zudem sind die Hürden für Volksentscheide mit vorherigen Volksinitiativen und Volksbegehren, einer Mindestbeteiligung und notwendigen Mehrheiten sehr hoch und derzeit in Ländern und Gemeinden zu hoch gesetzt. Es kann derzeit nur in wenigen besonderen Fällen in dieser Form über Gesetze oder andere staatliche Maßnahmen entschieden werden. Hierfür sollten die Hürden auf eine angemessene Höhe gebracht werden. Die Möglichkeit wirkungsvoller und verbindlicher Volksentscheide sollte jedoch ebenfalls auf Bundesebene geschaffen werden.

Die etablierten Parteien möchten freilich möglichst wenig von ihrer institutionellen Macht an die Bürger abgeben. Alle Bürger sollten jedoch kompetent und vernünftig mitbestimmen können, da die Demokratie letztlich einzig auf Grundlage der Volkssouveränität existieren und sich weiter entwickeln kann. Bundesweite Volksentscheide sind eine sinnvolle Ergänzung zur Bundestagswahl und ermöglichen wirkliche Einbeziehung und Beteiligung der Bürger, die von politischen Entscheidungen unmittelbar betroffen sind.

Bedenken wegen Populismus im Zusammenhang mit Volksentscheiden dienen den etablierten Parteien lediglich als Vorwand, weil sie nicht bereit sind, etwas von ihrer Macht und Ihrer eigenen Lobbypolitik für Finanzwirtschaft und Großkonzerne abzugeben. Ein Element direkter Demokratie wie der Volksentscheid wird von der Bevölkerung nicht in weniger maßvoller oder vernünftiger Weise in Anspruch genommen als etwa das Wahlrecht bei der Bundestagswahl. Nicht die Berufspolitiker sollten den Menschen misstrauen und ihnen Maß und Vernunft absprechen, sondern die Bürger sollten die Politiker konntrollieren und sich selbst einbringen. Dabei können gerade Volksentscheide etwas gegen die weit verbreitete Politikverdrossenheit bewirken und zu Beteiligung und Mitbestimmung anregen.

Die ödp hat sich übrigens als einzige Partei verpflichtet, keine Konzernspenden anzunehmen und wir fordern ein Verbot von Konzernspenden an Parteien, die ihren Geldgebern dafür offenbar Gegenleistungen erbringen, welche sich oft zum Schaden des Gemeinwohls auswirken. Volksentscheide würden hingegen für mehr Transparenz und Unabhängigkeit vom Lobbyismus in der Politik sorgen.

Für einen Schritt zu mehr Demokratie durch Volksentscheide auch auf Bundesebene stimmen Sie bei der Bundestagswahl mit der ödp. Mündige Bürgerinnen und Bürger geben ihre Verantwortung nicht blind an Berufspolitiker ab, sondern möchten ihre Interessen einbringen und über ihre Angelegenheiten selbst mitentscheiden. Die Gestaltung des demokratischen Systems muss das Gemeinwohl der Bewölkerung angemessen widerspiegeln. Deshalb muss es zu wichtigen Themen faire bundesweite Volksentscheide geben.

Herzliche Grüße,

Ihr David Perteck
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Frage zum Thema Umweltpolitik
31.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Perteck,

was möchten Sie für den Tierschutz in Deutschland bewegen?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von David Perteck
31Empfehlungen
01.09.2009
David Perteck
Sehr geehrte Frau ,

Tierschutz und Naturschutz sind besonders wichtige Anliegen der Ökologisch-Demokratischen Partei. Massentierhaltung sowie jegliche Misshandlung unserer Mitlebewesen lehne ich ganz entschieden ab. Dem Leiden der Tiere durch Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume, durch unmenschliche Tiertransporte sowie durch medizinische und kosmetische Tierversuche dürfen wir nicht untätig zusehen.

Naturzerstörung, die zu Artensterben führt, sowie Genmanipulationen an Tieren müssen konsequent verboten und bekämpft werden. Auf Bauernhöfen in der Landwirtschaft dürfen Tiere nur Artgerecht und unter strengen Kontrollen gehalten und gezüchtet werden. Die staatliche Veterinärmedizin und entsprechende Kontrollen sind oftmals mangelhaft oder in krimineller Weise mit den Profitinteressen der Massentierhaltung verbunden, sodass in diesen Bereichen immer wieder erschreckende Skandale ans Tageslicht kommen.

Die etablierten Parteien machen allesamt eine verantwortungslose Lobbypolitik für Lebensmittelkonzerne und somit unmenschliche Massentierhaltung. Ich setze mich hingegen für gesetzlich festgeschriebene Tierrechte ein, die etwa von Tierschutzverbänden und ähnlichen Organisationen für betroffene Tiere eingeklagt werden können. Eine Gesellschaft muss sich auch daran messen lassen, wie sie mit Tieren und Natur umgeht. Nachhaltiger Tierschutz ist einzig mit der ödp gewährleistet.

Herzliche Grüße,

Ihr David Perteck
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
31.08.2009
Von:

Hallo Herr Perteck,

wie stehen Sie zu Zugangssperren für Internetseiten? Sollte der Staat mit Stoppschildern die Freiheit seiner Bürger einschränken und das Internet zensieren? Was tut die ödp für Bürgerrechte, Daten- und Verbraucherschutz speziell im Internet?

Viele Grüße,

Antwort von David Perteck
33Empfehlungen
01.09.2009
David Perteck
Sehr geehrter Herr ,

staatliche Zugangssperren für Internetseiten lehne ich wie die Piratenpartei ab. Kriminalität muss allerorts effektiv bekämpft werden und unsere Gesellschaft muss sich in dieser Hinsicht auch an die neuen Möglichkeiten des Internet anpassen und diesbezüglich Lösungen finden.

Zugangssperren und Stoppschilder für Internetseiten sind jedoch abzulehnen, weil sie zum einen ohnehin technisch leicht zu umgehen sind und zum anderen rechtskonservativen Politikern als Einstieg in eine allgemeine Internetzensur dienen. Damit ist die Gefahr eines Abbaus bürgerlicher Freiheitsrechte verbunden, wie man sie etwa durch jene Zensur von Internetseiten in totalitären Staaten kennt.

"Stasi-Schäuble" und "Zensursula", wie diese CDU-Politiker treffend von der Internetgemeinde genannt werden, müssen deshalb in ihren antidemokratischen Bestrebungen gestoppt werden, damit wir nicht im präventiven Überwachungsstaat landen.

Dahin führen ebenfalls die Vorratsdatenspeicherung, die Onlinedurchsuchung, der biometrische Personalausweis und der Einsatz der Bundeswehr im Inneren, welche unter dem Vorwand von Terrorismusbekämpfung eine Gefährdung unserer freiheitlichen Grundordnung darstellen.

Kriminalität kann nur an ihren realen Wurzeln und nicht in der virtuellen Welt bekämpft werden. Einzig ein verantwortlicher und selbstbestimmter Umgang der Internetnutzer kann Freiheit und Kultur in diesem neuen Medium garantieren.

Herzliche Grüße,

Ihr David Perteck
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Frage zum Thema Gesundheit
01.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Perteck,

mich interessiert, wie Ihre Position zum Thema mangelnde Hygiene in Krankenhäusern ist und was Sie konkret tun wollen, um dieses Problem zu lösen. In diesem Zusammenhang hat mich der Beitrag bei Panorama über das MRSA-Bakterium, dass sich in Krankenhäusern verbreitet und gegen viele Antibiotika resistent ist, besonders betroffen gemacht.

Mit feundlichen Grüßen

Antwort von David Perteck
21Empfehlungen
05.09.2009
David Perteck
Sehr geehrter Herr ,

die oftmals mangelnde Hygiene und unzureichende medizinische Versorgung in Krankenhäusern stellt ein ernsthaftes Problem dar. Krankenhäuser sind technisch oftmals nicht ausreichend ausgestattet, Ärzte und vor allem Krankenschwestern und Pflegepersonal deutlich unterbezahlt. Ärzte im Schichtdienst – zu einem Großteil noch unerfahren in ihrem Praxisjahr – sind zumeist maßlos überarbeitet und können deshalb trotzt großem persönlichem Einsatz keine verlässlichen Leistungen erbringen. Politik und Krankenhausmanagement achten vornehmlich auf kurzfristige finanzielle Belange und nicht auf medizinische Ansprüche der Patienten. Die dergestalt verfehlte Gesundheitspolitik hat deshalb in die derzeitige verheerende Misere unseres Gesundheitssystems geführt, in welchem immer mehr an technischer und personeller Ausstattung sowie an menschlicher Patientenbetreuung eingespart wird. Deshalb kommt es auch immer wieder zu Skandalen und Gefahren für die Gesundheit wie in dem Panorama-Beitrag geschildert.

Die strukturellen Probleme des Gesundheitssystems müssten konsequent angegangen werden. Massenmedien und Pharmalobby spielen stattdessen jedoch Fälle wie die "Schweinegrippe-Pandemie" hoch, für deren höchst zweifelhafte Impfung eventuell Milliarden an Steuergeldern an die Pharmaunternehmen fließen sollen, die dann an anderer Stelle für wirkliche Gesundheitsvorsorge und Sicherheit in den Krankenhäusern fehlen. Die etablierte Politik macht Lobbyarbeit für Pharma- und Versicherungskonzerne. Stattdessen sollte eine sinnvolle Pflichtversicherung für alle Bundesbürger auf den Weg gebracht werden, um der derzeitigen ungerechten Zwei-Klassen-Medizin etwas entgegen zu setzen. Jeder muss bedingungslos die medizinisch notwendige Behandlung erhalten und nur für zusätzliche medizinisch nicht notwendige Leistungen kann man freiwillig eine teure zusätzliche Privatversicherung aufnehmen.

Das Gesundheitswesen muss also grundsätzlich in öffentlicher Hand bleiben und zur Hygiene in Krankenhäusern müssen strenge Kontrollen durchgeführt und Verstöße konsequent geahndet werden, um Gesundheit und Sicherheit aller Patienten zu gewährleisten. Diese dürfen nicht nach kommerziellen Gesichtspunkten abgehandelt werden, sondern ihnen muss die bestmögliche medizinische Versorgung zuteil werden, zu welcher sich die Ärzte schließlich mit dem hyppokratischen Eid verpflichtet haben. Anstatt Unsummen an Steuergeldern in außschließlich tödliche Rüstungs- und Militärprogramme zu stecken, sollten Sozial- und Gesundheitssystem angemessen ausgestattet werden. Wir müssen endlich eine nachhaltige und ganzheitliche Gesundheitspolitik zugunsten der gesamten Bevölkerung befördern. Dafür werde ich mich als Bundestagsabgeordneter der Ökologisch-Demokratischen Partei glaubwürdig und konsequent einsetzen.

Herzliche Grüße,

Ihr David Perteck
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Frage zum Thema Landwirtschaft
08.09.2009
Von:
Kai

Lieber Herr Perteck,

ich habe Ihre Youtube Videos gesehen, Sie können wirklich gut Dichten!

Wie stehen Sie in Bezug auf die Subventionierung der konventionellen Landwirtschaft. Soll diese gekürzt oder die ökologische aufgestockt werden?

Ich frage mich desweiteren, wie Sie die jungen Wähler erreichen wollen, da viele Themen die der jungen ansprechen!

Wann machen Sie ein offizielles Profil bei Meinvz? Ich weiss, das würde viel Werbung machen!

Mit freundlichen Grüßen,
K.-S. G.
Antwort von David Perteck
15Empfehlungen
09.09.2009
David Perteck
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für das Lob! Während die etablierten Parteien mit Unsummen an Steuergeldern, Konzernspenden und hunderten von bezahlten Mitarbeitern die Bevölkerung immer wieder mit derselben inhaltsleeren und zumeist strohdummen Wahlwerbung für dumm verkaufen wollen, geht die ödp hier neue Wege, um mit wenig Mitteln einen möglichst große Wirkung zu erzielen und die politische Landschaft - etwa die katastrophale schwarz-grüne Koalition in Hamburg - geistreich zu beleuchten und treffend zu verurteilen!

Staatliche Unterstützung der Landwirtschaft muss in der Tat daran ausgerichtet werden, ob sie ökologisch verträglich ist und etwa auch Natur- und Tierschutz hinreichend berücksichtigt. Konventionelle Landwirtschaft darf deshalb lediglich in sinnvollen Ausnahmefällen weiter subventioniert werden. Ökologische Landwirtschaft muss deutlich stärker gefördert werden. Außerdem sind Agrarsubventionen einzustellen sowie zurückzuerstatten, wenn diese etwa zur Verschönerung des Dorfplatzes oder für eine neue Schützenhalle oder ähnliches von Gemeinden völlig zweckentfremdet werden. Steuergelder sind nur sinnvoll und somit vorrangig für ökologisch nachhaltige Landwirtschaft einzusetzen.

Junge Leute sind zurecht von den etablierten Parteien verärgert und abgeschreckt, da diese keine inhaltlichen Perspektiven anbieten und die Jugend deren blanken Lobbyismus und die unglaubwürdige Wahlwerbung durchschaut und zu großen Teilen ablehnt. Dabei sind viele junge Menschen politisch interessiert und ehrlich engagiert und künftig außerdem besonders stark von den derzeitigen politischen Fehlentwicklungen betroffen. Letztlich können junge Wähler am besten durch direkte Ansprache und persönliche Überzeugungen dazu bewegt werden, ihre Interessen, ihre Potenziale und ihre neuen Ideen in die durch die Altparteien erstarrte Politik einzubringen und somit selbst zu Veränderungen und Verbesserungen beizutragen. Die ödp bietet dafür derzeit die einzig glaubwürdige und zukunftsorientierte Plattform.

Ich habe bereits seit längerem und unabhängig vom Wahlkampf ein privates Profil bei StudiVZ, welches meines Wissens auch mit MeinVZ verbunden sein müsste. An entsprechenden Gruppenzugehörigkeiten kann man dort inzwischen auch meine politischen Aktivitäten für die ödp erkennen. Der Internetwahlkampf "á la Obama" wird immer wichtiger und auch von der ödp weitgehend genutzt. Es muss allerdings beachtet werden, dass nicht lediglich die Inhaltsleere des konventionellen Wahlkampfes in das Internet übertragen wird, wie dies die etablierten Parteien in zumeist dümmlich-anbiedernder Weise tun. Des Weiteren habe ich bislang nicht die hunderten von Mitarbeitern wie etwa Merkel oder Steinmeier, welche als große Wahlkampfteams in deren Namen in Internetforen aktiv sind, Fragen für sie beantworten etc., sodass ich mich auf einige sinnvolle und wirkungsvolle Aktivitäten beschränken muss. Dafür bin ich allerdings wirklich persönlich präsent und lasse mich nicht von einer anonymen Wahlkampfmaschinerie vertreten. Insgesamt ist die ödp sehr umfangreich und innovativ im Internetwahlkampf vertreten, wie man etwa an unserem Wahlkampfvideo und unserer Wahlkampfseite sehen und interaktiv miterleben kann. Denn im Vergleich zu früheren Zeiten und den konventionellen Medien bietet das Internet als schnelles und offenes Medium viele Möglichkeiten Menschen für eine Wende in der Politik, für einen ökologischen und sozialen Wandel zu begeistern!

Gerne würde ich Sie und viele weitere Wählerinnen und Wähler auch persönlich zu meinen zahlreichen Wahlkampfterminen in meinem Wahlkreis Hamburg-Wandsbek begrüßen!

Herzliche Grüße,

Ihr David Perteck
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