David McAllister (CDU)
Abgeordneter Landtag Niedersachsen

Grunddaten
Jahrgang
1971
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Ministerpräsident
Wohnort
-
Wahlkreis
Hadeln / Wesermünde , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
52,6%
Landeslistenplatz
2
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Die Richtlinienkompetenz des Ministerpräsidenten nach Art. 37 Absatz 1 Satz 1 der Landesverfassung bedeutet entgegen Ihrer Auffassung keine Weisungsbefugnis in jedem Einzelfall. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Umwelt
11.03.2012
Von:

In der Region Braunschweig/Wolfenbüttel soll Gas mit dem Frackingverfahren gesucht werden.
Wie ist Ihre Stellungnahme zum Fracking zur Gasgewinnung und seine Risiken?
Was gedenken Sie zu tun, sollten Sie gegen das Frackingverfahren votieren?
Ist in der Region um die Asse eine Gasförderung nach dem Frackingverfahren überhaupt vertretbar?
Sind Sie bereit, dafür einzutreten, dass das Genehmigungsverfahren (besser, es würde gesetzlich verboten!) für das fracking öffentlich, transparent und nach demokratischen Grundsätzen durchgeführt wird?
Sind Sie bereit dafür einzutreten,
a)einen angemessenen Entschädigungfonds (Schäden an Gesundheit und Eigentum der Bevölkerung) als Bedingung für eine Genehmigung vertraglich zu vereinbaren?
b) die Frackingfirmen vertraglich zu verpflichten, im Schadenfall beweisen zu müssen, dass ein eingetretener Schaden nicht durch das fracking verursacht wurde (Beweislastumkehr)
c) eine unabhängige, vereidigte Sachverständigenkommission vertraglich durchzusetzen, die den Betrieb des fracking in allen Betriebsbereichen ohne Voranmeldung und jederzeit mit den von der Kommission für geeignet angesehenen Mitteln und Messmethoden kontrollieren kann, Schäden gerichtsfest registriert und beurteilt sowie ihre Untersuchungsergebnisse dem Landes/Bundesparlament vorlegt und in der Presse in geeigneter Form veröffentlicht.
d) dass die sofortige, entschädigungsfreie Beendigung der Gasausbeutung nach dem Frackingverfahren bei entsprechender Risikolage vorgenommen werden kann, unter Beibehaltung der Verpflichtung zur Schadensbeseitigung durch die Firmen bis zur Wiederherstellung des schadenfreien Zustandes der Region.
e) dass ein Anspruch auf Ausgleich des Wertverlustes bei Verkauf von Immobilien in der betroffenen Region durch die Firmen (Entschädigungsfond) besteht.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheffer
Antwort von David McAllister
bisher keineEmpfehlungen
15.03.2012
David McAllister
Sehr geehrter Herr Dr. Scheffer,

Sie stellen zahlreiche Fragen zum Thema Fracking, das viele Menschen in unterschiedlichen Teilen Niedersachsens bewegt. Ihnen möchte ich versichern, dass die Landesregierung die Sorgen der Menschen sehr ernst nimmt. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr kann Ihnen als fachliche zuständige Behörde die notwendigen Detailauskünfte geben. Bitte wenden Sie sich am besten direkt an Minister Jörg Bode, Friedrichswall 1, 30159 Hannover, E-Mail: joerg.bode@mw.niedersachsen.de.

Mit freundlichen Grüßen

David McAllister
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Frage zum Thema Umwelt
20.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr McAllister,

haben sie sich den Film "Gasland", den sie in der Sendung "Pelzig hält sich" von Frank-Markus Barwasser erhalten haben, schon angeschaut?

Falls ja, was ist ihre Meinung zu dem Film?

(Ich möchte hier nicht mit ihnen über einen Film plaudern. Ich denke, dass der Inhalt des Filmes äußerst ernst ist und gerade deshalb würde mich ihre persönliche Meinung zu den in dem Film angesprochenen Themen und Risiken interessieren.)

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von David McAllister
bisher keineEmpfehlungen
30.04.2012
David McAllister
Sehr geehrter Herr ,

es freut mich, dass Sie meinen Besuch in der Sendung "Pelzig hält sich" verfolgt haben. Sie sprechen den mehrfach ausgezeichneten Film "Gasland" an, den Frank-Markus Barwasser mir am Ende meines Auftritts überreicht hat.
Der Film behandelt an einem Beispiel aus den USA das inzwischen auch bei uns zunehmend diskutierte Thema "Fracking", also die Erdgasförderung mittels eines speziellen Verfahrens.

Deutschland ist in hohem Maße von Erdgasimporten abhängig, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Erdgas ist ein wichtiger und derzeit unverzichtbarer Energieträger. Die geltenden Umwelt- und Sicherheitsstandards müssen bei der Erdgasförderung eingehalten und ständig angepasst werden, weil auch die Frac-Technologie mit Risiken verbunden ist. In diesem Punkt teile ich die auch im Film dargestellte Sorge um den Erhalt von unbeeinflusstem Grund- und Trinkwasser uneingeschränkt und habe daher großes Verständnis für die Bedenken.

Die Niedersächsische Landesregierung tritt für eine standortbezogene Vorprüfung von Bohrvorhaben ein. Wenn danach mit erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt zu rechnen ist, sollte eine Umweltverträglichkeitsprüfung stattfinden. Weitere Informationen für Niedersachsen kann Ihnen das zuständige Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Friedrichswall 1, 30159 Hannover auf Nachfrage gerne zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

David McAllister
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Frage zum Thema Integration
14.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
im Dezember 2011 haben wir vom Unterstützerkreis der Familie Salame/Siala Sie schon einmal um Ihre Unterstützung gebeten. Jetzt bitten wir Sie erneut um Hilfe.

Leider weigern sich das Innenministerium und die Ausländerbehörde des Landkreises Hildesheim bis heute, der im Jahr 2005 abgeschobenen Gazale Salame und ihren beiden Kindern Schams (8) und Gazi (6) endlich die Rückkehr zu ihrer Familie (Vater Ahmed Siala mit Amina (15) und Nura
(13)) in den Landkreis Hildesheim zu ermöglichen. Die Behörden missachten damit in unseren Augen sowohl die UN-Kinderrechtskonvention als auch die Europäische Menschenrechtskonvention.

Die Abschiebung der Gazale Salame nach 17 Jahren Aufenthalt mit einem Teil der gemeinsamen Kinder stellte eine offenkundige Menschenrechtsverletzung dar. Nach sieben Jahren ist es mehr als höchste Zeit, die gegen Gazale und ihre Kinder praktizierte Politik der Verbannung endlich zu beenden, unter der vor allem Gazale extrem leidet.
Der Fall der sechsköpfigen Familie ist mittlerweile zu einem bundesweiten Symbol für eine kinder- und menschenrechtsverletzende Flüchtlingspolitik in Niedersachsen geworden. (siehe Berichte unter www.nds-fluerat.org / Infomaterial / Gazale Salame / zurückliegende Aktivitäten.

Etliche Prominente, unter ihnen Rita Süßmuth und Heiner Geißler, Prof.
Dr. Klaus J. Bade, Prof. Dr. Lothar Krappmann, Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Tom Koenigs und andere, haben sich ebenso wie unzählige Unterstützer/innen an den Ministerpräsidenten McAllister gewandt und ihn um eine Lösung gebeten. Leider blieben alle bisherigen Bemühungen ohne den gewünschten Erfolg.

Um dem Rest der Bundesrepublik zu zeigen, dass Niedersachsen nicht "gebrandmarkt als bedeutendes Negativbeispiel der deutschen Immigrationsdebatte" (HAZ vom 04.04.2012) ist, sondern im Sinne der Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention handelt, bitten wir Sie hiermit, persönlich Stellung zu beziehen:

Freundliche Grüße
R.

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