Dagmar Freitag (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Angaben zur Person
Dagmar Freitag
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Märkischer Kreis II
Landeslistenplatz
19, Nordrhein-Westfalen
(...) Der Pfandbrief ist seit 200 Jahren ein sicheres Papier. Ohne Pfandbriefe hätten viele Anleger -- einschließlich Kommunen -- zahlreiche Finanzierungen nicht realisieren können. Daher ist der Pfandbrief in seinem Grundsatz durchaus als volkswirtschaftlich sinnvolles Instrument einzustufen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Dagmar Freitag
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Soziales
15.07.2009
Von:

Streichung des Mehrbedarfs für Chronisch Kranke Hartz IV empfänger

Meine frage ist , wie stehen Sie dazu??
Warum darf sich ein ein deuter verein für fürsorge sowas erlauben??
zum beispiel für Diabetker und auch einige anderen
Haben hartz IV empfänger nicht schon schwer genug??
Die meinen man könnte sich von 3,80 am tag gesund und ausgewogen und vollwertig ernähren?
und noch eine frage an Sie: wie bitte soll das gehen? sich gesundes essen von sowenig geld zu leisten?

mfg
M.
Antwort von Dagmar Freitag
5Empfehlungen
16.07.2009
Dagmar Freitag
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Eintrag.
Bereits mehrfach haben Sie mich wegen des Mehrbedarfs für chronisch kranke ALG II-Empfänger kontaktiert. Ich möchte Sie daher auf meine Antwort vom 15.01.2009 verweisen, in der ich Sie über die Regelungen für chronisch kranke ALG II-Empfänger informiert habe.

Freundliche Grüße

Dagmar Freitag
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Schulen
18.07.2009
Von:

Hallo Frau Freitag,

ich würde gerne Ihre Meinung zum dreigliedrigen Schulsystem hören.

Wiederholt sind in letzter Zeit Berichte aufgetaucht, die andeuten, dass es zu einem, wie auch immer gearteten, Wechsel des Schulsystems kommen könnte.

Ich persönlich will nicht, dass das derzeitige System geändert wird, denn meiner Meinung nach liegt der Fehler nicht im Schulsystem, sondern viel tiefer, nämlich in der Mentalität der Schulen. Mit dem System der Aufteilung in Gymnasium, Haupt-und Realschulen bin ich sehr zufrieden und für Leute, die damit nicht zurecht kommen, gibt es immer noch Gesamtschulen.
Aber einem "High-School"-System stehe ich skeptisch gegenüber.

Ich weiß, Sie können sich nicht in die Landespolitik einmischen, aber Ihre Meinung interessiert mich trotzdem und vielleicht wissen Sie Genaueres.

Viel Glück und Erfolg bei der Bundestagswahl!

Mit freundlichen Grüßen
(15/ 10. Klasse, Walburgisgymnasium)

Hemer, 18. 07.09
Antwort von Dagmar Freitag
4Empfehlungen
22.07.2009
Dagmar Freitag
Lieber ,

vielen Dank für deinen Eintrag vom 18.7.2009.

Wie du selbst ganz richtig schreibst, liegt die Bildungspolitik in der Verantwortung der Länder. Als Bundestagsabgeordnete habe ich keine Einflussmöglichkeiten.

Trotzdem will ich dir gerne meine persönliche Meinung erläutern:

Ich entnehme deinem Schreiben, dass du dich in unserem dreigliedrigen Schulsystem gut zurecht findest. Zweifelsohne gibt es viele Kinder, die in diesem System eine gute Förderung und Bildung erhalten. Dennoch bin ich schon der Meinung, dass das dreigliedrige Schulsystem Defizite aufweist und eben nicht für alle Kinder die optimalen Rahmenbedingungen bietet.

Ich denke vor allen Dingen an die frühzeitige Selektierung der Schülerinnen und Schüler sowie die bindende Empfehlung für eine der weiterführenden Schulformen nach der 4. Klasse. Psychologische und pädagogische Fakten über die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zeigen, dass ein Alter von 9 oder 10 Jahren zu jung ist, um über den gesamten weiteren schulischen Weg eines jungen Menschen zu entscheiden. Einige entwickeln sich verzögert, dadurch wird ihnen nach der 4. Klasse der Weg verbaut oder unnötig erschwert, indem sie sich von der Hauptschule oder Realschule "hocharbeiten" müssen. Anderen wird eine erfolglose Schulkarriere zugemutet, die möglicherweise bei einer späteren Entscheidung hätte vermieden werden können.

Ich bin dafür, die Debatte um unser Schulsystem ideologiefrei und stattdessen sachlich zu führen. Der Blick in andere Länder, z.B. Skandinavien, zeigt, dass längeres gemeinsames Lernen – bei individueller Förderung jedes einzelnen Kindes – bessere Bedingungen für alle Kinder bieten kann.


Herzliche Grüße

Dagmar Freitag
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Gesundheit
12.08.2009
Von:

Guten Tag Frau Freitag,

meine Frage dreht sich um die Thematik Akkreditierung von Sportjournalisten bei der Leichtathletik WM, die diesen Samstag in Berlin beginnt. (Aufgrund des nicht Vorhandenseins des Themas Sport - warum eigentlich? - habe ich Gesundheit gewaehlt, was ansonsten ja mehr oder weniger damit zu tun hat; nur nicht in diesem konkreten Fall....)

Wie Sie sicherlich mitbekommen haben hat die Tageszeitung ´taz´ sich dazu entschlossen, keinen Redakteur fuer dieses sportliche Großereigniss abzustellen, da die Chefredaktion befand die dafuer notwendige Akkreditierungspraxis in diesem Fall jegliches gute Maß ueberschreitet! So ist heute zu lesen, dass die MdB HC Stroebele sowie Petra Pau eine parlamentarische Anfrage an die Bundesregierung gestellt hat.

Mich wuerde Ihre Meinung als ordentliches Mitglied des Ausschusses Sport des Bundestages dazu interessieren!

Mit freundlichem Gruß,
A.
Antwort von Dagmar Freitag
2Empfehlungen
14.08.2009
Dagmar Freitag
Sehr geehrter Herr ,

nach den mir vorliegenden Informationen liegen dem Akkreditierungsverfahren zur 12. IAAF Leichtathletik-WM in Berlin die gleichen Maßnahmen zugrunde, die, wie bei vergleichbaren Großereignissen – z.B. der Fußball-WM – in Deutschland zur Gewährleistung der größtmöglichen Sicherheit aller Beteiligter und anwesender Personen zu treffen sind.

Das Grundprinzip der Pressefreiheit wird in diesem Prozess durch das WM-Organisationskomitee in keiner Weise beeinflusst. Mit der Zuverlässigkeitsüberprüfung muss die Sicherheit der Zuschauer, Athleten, Mitarbeiter und allen weiteren Personen an den Stätten der Leichtathletik-WM (Olympiastadion Berlin, Teamhotels, etc.)gewährleistet werden. Eine Einflussnahme auf die Berichterstattung stellt dies nicht dar. Die Zuverlässigkeitsüberprüfungen im Rahmen der Leichtathletik-WM basieren auf dem Prozedere sowie den daraus hervorgegangenen positiven Erfahrungen bei der Fußball-WM 2006.

Die Maßnahmen sind nicht umfassender als bei der Fußball-WM vor drei Jahren. Bei mehr als 3.200 Akkreditierungsanträgen im Bereich der Medienvertreter haben lediglich zwei Journalisten der Zuverlässigkeitsüberprüfung nicht zugestimmt – diese Zahlen sprechen für sich. Mit der Zuverlässigkeitsüberprüfung wird ein entscheidender Teil dazu beigetragen, die Sicherheit aller Personen im Umfeld der Leichtathletik-WM zu gewährleisten.

Der Zuverlässigkeitsüberprüfung liegt eine generelle Gefährdungsbewertung der Leichtathletik-WM als Großveranstaltung in Deutschland zugrunde. Das Verfahren ist zwischen dem Land Berlin, dem Landeskriminalamt des Landes Berlin und dem WM-Organisationskomitee abgestimmt. Alle Maßnahmen sind zusätzlich vom Datenschutzbeauftragten des Landes Berlin bewertet worden, dessen Anmerkungen im Akkreditierungsverfahren berücksichtigt wurden.

Die Einwilligung zu dieser Überprüfung betrifft nicht allein die Medienvertreter, sondern grundsätzlich alle 18.500 Personen, die im Umfeld der Leichtathletik-WM eine Akkreditierung beantragt haben.

Mit freundlichen Grüßen
Dagmar Freitag
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Gesundheit
17.09.2009
Von:
Ulf

Bürgerversicherung

Sehr geehrte Frau Freitag!

MdB Professor Lauterbach hat in der gestrigen Sendung "hartaberfair" das Projekt Bürgerversicherung erläutert. Wie soll aber den Bürgern ge- holfen werden, die privat versichert sind? Was geschieht mit deren Alters- rückstellungen der Privatkrankenkassen? Fürchtet die SPD keine Klage- flut wegen enteignungsgleicher Eingriffe in private Besitzstände? Gerne hätte ich Ihre Meinung zu diesen Fragen kennen gelernt.

58644 Iserlohn, 17.09.2009
Ulf
Antwort von Dagmar Freitag
bisher keineEmpfehlungen
18.09.2009
Dagmar Freitag
Sehr geehrter Herr ,

vorab ein Hinweis: Prof. Dr. Karl Lauterbach ist nicht gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Er unterlag seinerzeit einer fraktionsinternen Abstimmung: Sprecherin für die Fraktion ist Dr. Carola Reimann. Er vertritt damit nicht zwingend die Fraktionsmeinung.

Zur Privaten Krankenversicherung: Der SPD geht es um einen Solidarbeitrag, den auch die privaten Krankenversicherungen leisten sollen. Ein erster Schritt erfolgte mit der Einführung des Basistarifs.

Ziel der SPD bleibt die solidarische Bürgerversicherung. Unterschiede zwischen privaten und gesetzlichen Krankenkassen müssen abgeschafft werden. Die Private Krankenversicherung soll sich am Risikostrukturausgleich, der die unterschiedlichen Krankheitsrisiken berücksichtigt, solidarisch beteiligen.

Die Bürgerversicherung bedeutet nicht die Auflösung der Privaten Krankenversicherung, sondern ihre Einbeziehung in die gesellschaftliche Solidarität.

Mit freundlichen Grüßen

Dagmar Freitag
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Soziales
21.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Freitag,

wie stehen Sie zur Einführung eines "Bedingungslosen Grundeinkommens", wie es von Prof. Götz W. Werner ins Gespräch gebracht wurde?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dagmar Freitag
bisher keineEmpfehlungen
22.09.2009
Dagmar Freitag
Sehr geehrte Frau ,

seit einigen Jahren hat die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) eine neue Dynamik bekommen.

Die einzelnen Modelle für ein BGE sind auf unterschiedliche Begründungszusammenhänge aufgebaut. Alle Modelle für ein BGE haben jedoch die gemeinsame Annahme zur Grundlage, dass es in unserer Gesellschaft nicht mehr genügend Arbeit gibt.

Die SPD lehnt eine BGE ab. Denn: Arbeit bleibt für uns die Grundlage von Wohlstand und sozialer Sicherheit. Es gibt ausreichend Arbeit in der Gesellschaft, z.B. im sozialen Bereich. Und: Neue Beschäftigungsfelder können geschaffen werden (z. B. im Bereich Gesundheit, ökologische Industriepolitik, neue Technologien). Sie muss organisiert und gerecht verteilt werden. Wer sagt, es gäbe nicht mehr genug Arbeit, schiebt Menschen in die Perspektivlosigkeit ab und nimmt ihnen damit auch ein Stück ihrer Würde. Das Grundeinkommen wäre somit eine Stillhalteprämie. Ein BGE entwertet die Leistung der arbeitenden Menschen und damit auch ihre Lebensleistung, weil - gerade im Bereich der Alterssicherung - die soziale Sicherung nicht mehr Ergebnis des eigenen Arbeitens ist. Ein BGE ist nicht finanzierbar.

Die SPD steht für Mindestlöhne statt staatlicher Lohnsubvention. Menschen, die Arbeit und Existenz sichernde Löhne haben, brauchen kein Grundeinkommen.
Außerdem sind soziale Problemlagen heute vielschichtiger - Armut ist nicht nur auf materielle Armut reduzierbar und deshalb nicht ausschließlich über soziale Transfers zu bekämpfen. Der Sozialstaat stellt auch soziale Dienstleistungen, wie z.B. Beratungen, Familienhilfen und Jugendeinrichtungen, zur Verfügung. Weiterhin muss ein vielfältiges Bildungsangebot vorhanden sein. Auch hierfür setzt sich die SPD ein. Fehlende Bildungschancen werden z.B. durch ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht bekämpft. Die Teilhabe am Erwerbsleben wird sogar erschwert - das bedingungslose Grundeinkommen wirkt ausgrenzend.

Die SPD tritt stattdessen dafür ein, die bereits bestehende Grundsicherung weiter zu entwickeln, damit die Bürgerinnen und Bürger abgesichert sind, die Existenz sichernde Unterstützung brauchen.

Darüber hinaus entwickeln wir den Sozialstaat in seiner ganzen Breite weiter, damit er die Bürgerinnen und Bürger unterstützen kann, ihre Perspektiven und Chancen zu verwirklichen.

Mit freundlichen Grüßen
Dagmar Freitag
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Dagmar Freitag
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.