Christian Maaß (GRÜNE)
Abgeordneter Hamburg 2004-2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Christian Maaß
Jahrgang
1972
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
selbständiger Rechtsanwalt
Wohnort
-
Bezirk
Hamburg-Altona
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen
weitere Profile
(...) Die GAL will außerdem insbesondere für Lieferfahrzeuge eine "Umweltzone" in der Stadt einführen, in die nur Fahrzeuge fahren dürfen, die Mindestanforderungen an den Immissionsschutz genügen. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Christian Maaß
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Umwelt
17.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Maaß,

seit ich Anfang 2007 nach Hamburg gezogen bin, stelle ich mir die Frage, wieso es hier (im Gegensatz zu anderen norddeutschen Städten wie etwa Hannover) keine konsequente Mülltrennung gibt. So sind zum Beispiel Bio-Abfalltonnen nur auf besonderen Antrag erhältlich und die gesonderte Abholung von Kunststoffmüll ("Gelbe Säcke") erfolgt ebenfalls nur auf einen (meines Wissens nach) kostenpflichtigen Antrag.

Wie stehen Sie als Vertreter Ihrer Partei zu diesem Thema? Gibt es Hoffnung, dass ein solches Thema unter Ihrer Mitwirkung Einzug in die öffentliche und politische Diskussion erhält?

Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank,

Antwort von Christian Maaß
2Empfehlungen
18.02.2008
Christian Maaß
Sehr geehrter Herr ,

Herzlichen Dank für Ihre Frage, mit der Sie ein großes Manko der derzeitigen Umweltpolitik in Hamburg ansprechen.

Es ist leider tatsächlich so, dass Hamburg in Sachen Recycling und Mülltrennung im Vergleich mit den anderen Bundesländern und Städten extrem schlecht abschneidet. Symptomatisch z.B. das Abschneiden beim Altglas: Mit nur 16,6 kg pro Jahr und pro Einwohner liegt Hamburg abgeschlagen auf dem letzten Platz. Zum Vergleich: Beim Spitzenreiter Schleswig-Holstein sind es 27,7 kg jährlich pro Einwohner. Bei der Sammlung von Altpapier sieht es ähnlich traurig aus. Bei der Sammlung und Verwertung von Bio-Abfällen sind ebenfalls andere Städte Hamburg deutlich voraus. Schließlich liegt Hamburg auch beim Verpackungsmüll mit 44 kg pro Einwohner und Jahr abgeschlagen auf dem letzten Platz (Sachsen: 80 kg). (Alle Daten aus: BVSE, Zahlen, Daten, Fakten; Bonn 2007).

All dies hat politische Ursachen, weil das Thema in den letzten Jahren von der CDU nicht wichtig genommen wurde. Insbesondere haben wir in Hamburg eine unzureichende Infrastruktur bei der Trennung und Erfassung des Abfalls. Ebenso vermisse ich eine Kampagne zur Verbesserung des Bewusstseins in der Bevölkerung. All dies wollen wir nach der Wahl in einer Regierungsbeteiligung ändern, z.B. über die Ausweitung der getrennten Sammlung von Bio-Abfall, mehr Altglas-Sammlungen und konsequente Einführung von kostenlosen Blauen Tonnen in den Wohnhäusern für Altpapier.

Herzliche Grüße
Christian Maaß

P.S. Die gelben Säcke erhalten Sie kostenlos beim DSD oder über die Stadtreinigung.
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Integration
18.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Maaß

ich hätte da mal eine Frage und zwar, wieso werden kriminelle Jugendliche nicht hart genug bestraft?
Wieso dürfen hier in Deutschland kriminelle Ausländer bleiben?
Antwort von Christian Maaß
1Empfehlung
19.02.2008
Christian Maaß
Sehr geehrte Frau Kapusta,

Jugendliche werden in der Praxis durchaus auch hart bestraft, die Öffentlichkeit bekommt natürlich nur einen Bruchteil der Entscheidungen der Jugendgerichte überhaupt mit. Die die Entscheidung über das Strafmaß liegt dabei bei den einzelnen Richtern, die sich jeweils an dem Einzelfall orientieren. Dass in der Öffentlichkeit dann Urteile als zu milde oder auch zu hart diskutiert werden, kann vorkommen. Die Unabhängigkeit der Gerichte und der Rechtsprechung garantiert jedoch, dass Urteile unabhängig von politischer Stimmung gefällt werden. Straffällig gewordene Nichtdeutsche werden unter bestimmten Bedingungen (z.B. bei einer Freiheitsstrafe von mehr als 2 Jahren oder bei Drogenhandel) ausgewiesen und abgeschoben.
Zum Thema Jugendgewalt ist uns als Grüne wichtig, dass viel mehr Gewicht auf die Vermeidung von Kriminalität gelegt wird. Kurz zusammengefasst heißt das: In Kindergarten und Schulen muss man lernen können, sich ohne Gewalt zu streiten und Konflikte zu lösen. Perspektivlosigkeit,Alkohol oder Drogenabhängigkeit, sowie eigene Gewalterfahrungen können zu Straftaten führen. Jugendhilfeeinrichtungen oder auch die Jugendämter brauchen bessere Möglichkeiten frühzeitig einzugreifen, die zuständigen Behörden müssen hier vernetzt arbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Maaß
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.02.2008
Von:
Ulf

Sehr geehrter Herr Maß,

"Eine demokratische Partei sollte mit jeder demokratischen Partei reden können", da stimme ich Herrn Naumann und Frau Goetsch vorbehaltlos zu, empfinde auch die CDU-GAL Gespräche als politische Bereicherung. Wieso denn aber wurde eine demokratisch gewählte und erlaubte Partei ausgegrenzt?

Ich finde es tragisch, dass die Hamburger SPD und Grünen sich selbst und uns die Chance Naumann als Bürgermeister zu haben nicht geben will, nur weil sie mit einer Partei links von sich selbst nicht reden wollen.

Lieber geben Sie der CDU den Wahlsieg, als mit einer ihrem eigenen Programm sehr viel näher stehenden Partei Gespräche über eine Koalition einzugehen.

Können Sie mir das erklären?

Warum die Linken mit niemanden reden wollten, naja, ist eine eigenartige Partei, aber selbst die fangen an sich zu bewegen. Das die Grünen und die SPD jedoch unbeweglich bleiben und damit möglicherweise sogar den mehrheitlich gewollten und gewählten Wechsel verspielen wollen, das kann ich nicht verstehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ulf
Antwort von Christian Maaß
3Empfehlungen
27.02.2008
Christian Maaß
Sehr geehrter Herr ,

wie Sie richtig feststellen, haben sowohl SPD, GAL und Linke eine Koalition oder Tolerierung vor der Wahl ausgeschlossen, alle Parteien würden also nicht besonders glaubwürdig dastehen, wenn sie nun doch koalieren bzw. kooperieren. Ich stimme Ihnen jedoch zu, dass damit eine Unbeweglichkeit zementiert wurde, die dauerhaft in einem Fünf-Parteien-System nicht durchzuhalten ist und die auch nicht vernünftig wäre. Vor der nächsten Wahl wird man daher ernsthaft über entsprechende Optionen in allen genannten Parteien reden müssen.

Beste Grüße, Christian Maaß
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
28.02.2008
Von:
Ulf

Sehr geehrter Herr Maaß,

vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort auf meine Frage.

Befürchten Sie aber nicht auch einen Vertrauensverlust, wenn Ihre Partei statt der versprochenen und theoretisch möglichen rot-grünen Politik mit neuem Bürgermeister nun plötzlich ´schwarz-grüne´ macht oder gar keine?

Wieso meinen Sie, für diesen Kurswechsel zur bekämpften CDU Regierung mehr Zustimmung zu haben, als für Gespräche mit den Linken zugunsten vom versprochenen rot-grünen Wechsel?

Mit freundlichen Grüßen,

Ulf
Antwort von Christian Maaß
bisher keineEmpfehlungen
28.02.2008
Christian Maaß
Sehr geehrter Herr ,

was Rot-rot-grün angeht ist es recht einfach: Die SPD hat in den vergangenen Tagen jegliche Gespräche ausgeschlossen, so dass diese Möglichkeit schlicht ausscheidet. Es bleiben theoretisch also lediglich Mehrheiten für Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün. Die GAL wird in den nächsten Tagen und Wochen sorgsam und inhaltlich abwägen, welche dieser Möglichkeiten aus grüner Sicht die bessere Perspektive ist - auch unter dem Gesichtspunkt der Glaubwürdigkeit.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Maaß
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
01.03.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Maaß,

warum machen Sie "k.A." zu Ihrem ausgeübten Beruf? Das ist für grüne Transparenz eher ungewöhnlich...
Wovon leben Sie?

Danke!
Antwort von Christian Maaß
1Empfehlung
03.03.2008
Christian Maaß
Hallo Frau ,

im maßgeblichen Bürgerschaftshandbuch (aus dem Abgeordnetenwatch die Angaben zu den Abgeordneten entnimmt) steht seit meiner Zulassung als Rechtsanwalt (2006) auch eben diese Angabe zu meinem Beruf. Ich bin mir sicher, dass Abgeordnetenwatch diesen Fehler mit dem Zusammentritt der nächsten Bürgerschaft korrigiert.

Beste Grüße
Christian Maaß



Anmerkung der Redaktion
Wir danken Frau und Herrn Maaß für diesen Hinweis und haben das Profil aktualisiert.
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Christian Maaß
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.