Carsten Schneider (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Carsten Schneider
Jahrgang
1976
Berufliche Qualifikation
Bankkaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Erfurt - Weimar - Weimarer Land II
Landeslistenplatz
2, Thüringen
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(...) Mein Stimmverhalten richtete sich nicht gegen den Inhalt des Antrages. Ich war vielmehr nicht bereit, mich für ein durchsichtiges, populistisches Schauspiel vereinnahmen zu lassen und den Zusammenhalt der Regierungskoalition damit leichtfertig zu gefährden. (Diesem Zweck diente aus meiner Sicht der Antrag der Fraktion DIE LINKE.). (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Familie
28.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schneider ,
ich lebe in einer nicht eingetragenen Partnerschaft mit meinem freund zusammen.
welche rechte habe ich bei seinem ableben .
  • Witwenrente?
  • Wohnrecht?
  • Erbrecht?
mein freund hat ein eigenes haus . wir beide arbeiten .
mein freund zahlt für seine zwei kinder Unterhalt , an seine ex
muss er nichts mehr zahlen .
Antwort von Carsten Schneider
bisher keineEmpfehlungen
30.07.2009
Carsten Schneider
Sehr geehrter Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Es handelt sich dabei um eine individuelle Situation, die im Einzelfall geprüft werden muss.

Im Recht gibt es zahlreiche Ausnahmetatbestände. Da ich kein Jurist bin und Ihre genaue Lebenssituation nicht kenne, kann ich Ihnen leider keine verbindliche Auskunft geben.

Nach allgemeinem Verständnis besteht ein Anspruch auf Witwenrente nur dann, wenn der Ehemann oder der eingetragene Lebenspartner rentenversichert war. Ob ein Wohnrecht besteht, müsste auf Grund der Eigentums- und Nutzungsrechte geprüft werden. Wer erbberechtigt ist, wird durch das Testament festgelegt. Prinzipiell kann hier jeder eingetragen werden.

Für eine verbindliche Prüfung bitte ich Sie, sich an eine Rechtsberatung zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Carsten Schneider
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Frage zum Thema Soziales
28.06.2009
Von:

Sehr gehrter Herr Schneider,

Anbei Übersende ich Ihnen ein paar Fragen welche ich habe.
Falls es ihrerseits Fragen gibt ich beantworte diese gern. Der Platz hier ist leider zuwenig um einen Sachverhalt zu schildern.

Warum werden SB nicht besser vor Mobbern geschützt? Was nutzt eine SB-Vertretung, ein Betriebsrat und ähnliche Ansprechpartner wenn ein Mobber 7 Mitarbeiter aus einer Behörde gemobbt hat? In diesem Fall RV Thüringen Abt. 700.

Die Arge hat keine SB/Reha-Abt. Wie sollen SB optimal vermittelt, betreut und ausgebildet werden wenn keine Fachkräfte da sind?

Warum erhalten SB nicht mehr ALG 2 wenn sie schon schwer oder gar nicht vermittelbar sind? Warum gehen die Mitarbeiter der ARGE nicht bundesweit in die Firmen und bieten SB mit 90% Förderung Lohn- und Lohnnebenkosten an?

Wieso werden Behinderte die keine Beziehungen haben um Arbeit zu bekommen wie Dreck behandelt? Weshalb müssen Sie dauernd Eingaben schreiben damit man endlich was tut für Sie ?

Wieso muß man einer Reha-Stelle im AA sagen was man mit diesen Behinderungen nicht beruflich machen darf? Haben diese keine Möglichkeit sich über die Folgen von Behinderungen zu informieren? Zum Beispiel das ein Mensch der vom 14 bis Ende 18. Lebensjahr Möbius Scheuermann hatte nur begrenzt Heben kann. Im Fall nur bis 15 kg und in Ausnahme bis 20 kg. Wird aber zum Heben vermittelt während 4 Wochen später Stellen im kaufmännischen Bereich frei sind die wesendlich besser für ihn geeignet sind? Warum kapituliert eine Reha-Abt. im AA anstatt den SB ordentlich zu beraten?

Wieso sind so einer Reha-Abt. nicht in Informationstafeln z. B. Adressen von aller Art Betreuern (Arzt, Pysiologen o.ä.) angebracht das sich der SB informieren kann und Ansprechpartner findet?

So ich hoffe diese Fragen klären mal den Sachverhalt was zu verbessern wäre auf.

Mfg


Anmerkung der Redaktion
Die Abkürzung SB bezieht sich auf Schwerbehinderte.
Antwort von Carsten Schneider
bisher keineEmpfehlungen
30.07.2009
Carsten Schneider
Sehr geehrter Herr ,

für Ihre Frage danke ich Ihnen und antworte Ihnen gern, weil mit die Qualität und Leistungen der Berufsvermittlung mir sehr am Herzen liegen – besonders bei Schwerbehinderten.

Die SPD-Bundestagsfraktion kümmert sich intensiv um die Belange schwerbehinderter Menschen. Die soziale und berufliche Integration ist grundlegend für die menschliche Teilhabe und uns besonders wichtig. Aus diesem Grund setzt sich eine Arbeitsgruppe für die Verbesserung der gesetzlichen Regelungen für behinderte Menschen ein und berücksichtigt dabei die speziellen Bedürfnisse.

Mobbing ist ein sehr ernst zu nehmendes Thema. Es gibt bereits einige gesetzliche Regelungen, die Mobbing vorbeugen und ahnden sollten. Im Strafgesetzbuch sind dies beispielsweise: Körperverletzung (§ 223 StGB); Beleidigung (§185 StGB); Verleumdung (§ 187 StGB) und Nötigung (§ 240 StGB). Ob gegen die Regelungen verstoßen wird, können allerdings nur Beschäftigte und Kollegen in den jeweiligen Einrichtungen selbst überprüfen. Der Tatbestand des Mobbings ist in der deutschen Rechtsprechung nicht ausdrücklich erwähnt.

Ihren Fall muss man als ganzes betrachten, auf der Grundlage der von Ihnen geschilderten Informationen kann ich keine Aussagen treffen. Ich biete Ihnen daher an, einen persönlichen Termin mit meinem Büro in Erfurt zu vereinbaren (Tel. 0361/2 666 815).

Mit freundlichen Grüßen

Carsten Schneider
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schneider, ich habe jetzt den Mozilla Firefox 3.5 installiert. Der Browser beherrscht DNS-Prefetching und setzt das standardmäßig auch ein.
Meine erste Frage an Sie :Was soll ich nun tun, wenn auf einer Website ein mir unbekannte Link auf eine Kinderpornoseite ist, den ich gar nicht sehe und auch nicht anklicke. Der Browser versucht ja dann, die Adressen aller Links einer geladenen Seite schonmal aufzulösen. Ich bin wie Sie und Frau von der Layen sehr gegen Kinderpornographie, möchte aber um Gottes willen nicht irgendwelche gesperrten Seiten aufrufen. Wenn Sie selber nicht wissen, wie man sich vor der Erfassung durch das BKA und seine geheim geführten Sperrlisten schützt, fragen Sie bitte mal bei Ihrem Kollegen Dr. Wiefelspütz nach, der jüngst die Gesetzgebungkompetenz der deutschen MdB betont hat. Vielleicht hat der Mann einen Plan .
Wo und das ist meine zweite Frage an Sie, waren Sie bei der Abstimmung zum "Erschwernisgesetz" ? Waren Sie verhindert ? War das Thema unwichtig ?
Antwort von Carsten Schneider
3Empfehlungen
30.07.2009
Carsten Schneider
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Ich kann Ihnen leider nicht sagen, ob der Browser auch die Adressen von gesperrten Webseiten versuchen wird aufzulösen. Sicher ist jedoch, dass nach dem "Erschwernisgesetz" keine personenbezogene Datenspeicherung von Zugriffversuchen auf gesperrte Seiten bei den Providern vorgesehen ist. Anfallende und anonymisierte Verkehrs- und Nutzdaten, die bei den Providern anfallen, dürfen – per Gesetzt festgeschrieben – ausdrücklich nicht zur Strafverfolgung genutzt werden. Demnach ist es für das BKA und die Sperrliste irrelevant, wie der Browser verfährt. Sie werden es Ihnen nicht sagen können, wie Ihr Browser dort agiert.

Ihre Befürchtung, dass Unschuldige in das Fadenkreuz von Ermittlungen geraten kann, ich nicht teilen. Um dieses zu verhindern, hat sich die SPD-Bundestagsfraktion erfolgreich für eine Änderung des Gesetzesentwurfs eingesetzt und konnte die Rechte der Bürger schützen. Die genauen Änderungen habe ich bereits in der Antwort Ihrer ersten Frage ausgeführt.

Während der Abstimmung zum "Erschwernisgesetz" musste ich Termine zur Vorbereitung der abschließenden Beratung zum Finanzmarktstabilisierungsergänzunggesetz ("Bad Bank") wahrnehmen. Da ich als Berichterstatter und Obmann im federführenden Ausschuss für die Beratung dieses Gesetz maßgeblich die Verantwortung zu tragen hatte, konnte ich trotz der Relevanz des "Erschwernisgesetzes" nicht an der Abstimmung teilnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Carsten Schneider
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Frage zum Thema Erhöhung der Mehrwertsteuer
27.07.2009
Von:

Herr Schneider:
Was werden Sie als neu gewählter Abgeordneter tun, damit alle Abgeordneten endlich selbst für Ihre Rente Beiträge bezahlen oder sich selbst versichern ?
Was werden Sie tun, damit die Renten im Osten den Westlichen angeglichen werden?
Sind Sie auch für die Rente mit 69 ?

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Frage zum Thema Arbeit
29.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schneider,

heute haben Sie das Vergnügen meine Fragen zu beantworten.

Die SPD zieht in den Wahlkampf und hat sich das Thema "Mindestlohn" auf die Fahnen geschrieben. Das mag sich auf den ersten Anschein richtig gut anhören, aber lässt sich das auch umsetzen?
Sie haben sich am 24.04. 2008 bei der Abstimmung zum Vertrag von Lissabon nicht beteiligt. Das ist auch sehr lobenswert. Besser wäre allerdings – für den Mindestlohn - ein Nein gewesen.
Begründung:
Mit dem Vertrag von Lissabon ist jede nationale Forderung nach einem Mindestlohn sinnlos geworden. Das europäische Recht steht über den nationalen Rechten ( www.abgeordnetenwatch.de ) Der renommierte Rechtswissenschaftler Prof. Schachtschneider erklärt in seiner Rede, dass es in Europa 27 Rechtsordnungen gibt ( www.youtube.com ). Wenn also ein Land der EU keinen Mindestlohn hat, und dort das Arbeiten für 75 Cent/Stunde möglich ist, dann können Sie den Mindestlohn in Deutschland nicht umsetzen. ( www.youtube.com (Ab Minute 6 Sekunde 30 bis Minute 9 )) Das Arbeitsrecht unterliegt mit Ratifizierung des Vertrags von Lissabon dem Herkunftslandprinzip. Der Arbeiterfreizügigkeit sind dann keine Grenzen gesetzt. Die bisherige Praxis, sich als EU-Bürger selbständig zu machen, (um hier in Deutschland legal arbeiten zu können) kann somit entfallen.

Wie will Ihre SPD stärker werden als die EU?
Wird sich der Mindestlohn als voraussehbare Wahllüge rausstellen?
Werden Sie zurücktreten, wenn der Mindestlohn trotz Regierungsbeteiligung der SPD nicht umsetzbar ist?
Werden Sie nach der Wahl den Ahnungslosen mimen?

Aus meiner Sicht haben sich SPD und Grüne mit den Hartz IV Gesetzen der sozialen Verantwortung entzogen und nach meinem Empfinden von Arbeitern und Arbeitslosen entfernt. Warum sollte ein Arbeiter/Arbeitsloser auf die Idee kommen der SPD zu vertrauen?

Mit Bitte um Antworten
Antwort von Carsten Schneider
bisher keineEmpfehlungen
04.08.2009
Carsten Schneider
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Ein sozial gerechter Mindestlohn ist wichtig für die Menschen in Deutschland. Es erfordert eine starke politische Position, diesen auch durchzusetzen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat bereits für 13 Branchen einen Mindestlohn durchsetzen können. Das ist ein guter Anfang. Weitere Branchen müssen folgen, um einen flächendeckenden Mindestlohn zu erreichen, der die Menschen unabhängig von der Branche vor Dumpinglöhnen schützt.

Das Ziel ist natürlich umsetzbar, es erfordert jedoch die Unterstützung der Wähler. Nur die Regierung, nicht die Opposition kann Mindestlöhne fest etablieren.

Sie fragen weiterhin nach der Rolle Brüssels:

Mindestlöhne sind unabhängig von der Dienstleistungsrichtlinie der Europäischen Union zu sehen, die ein grenzüberschreitendes Dienstleistungsangebot innerhalb Europas fördern soll - das ist eine grundlegende Kompetenz der EU, anders als die Festlegung eines Mindestlohnes.
Hierbei muss man klar zwischen einem europaweiten Mindestlohn und einem Mindestlohn für Deutschland unterscheiden. Mit einer stärkeren SPD-Fraktion im europäischen Parlament wäre ein europaweiter Mindestlohn näher gerückt. Nun geht es darum, den Mindestlohn in Deutschland flächendeckend zu realisieren.

Nach EU-Recht besitzen die europäischen Institutionen keine formale Kompetenz, auf Mindestlohndebatten in den Mitgliedsstaaten einzuwirken. Es gibt kein europäisches Gesetz, das Mindestlöhne verbietet. In vielen Ländern der EU existieren bereits Mindestlöhne.

Letztlich ist der flächendeckende Mindestlohn allein eine bundespolitische Entscheidung. Für diese Entscheidung werden am 27. September die Weichen gestellt. Die SPD-Bundestagsfraktion wird aus der Regierungsverantwortung heraus den bisherigen Kurs der Mindestlohnpolitik weiter verfolgen und einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland einführen.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Schneider
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