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Sehr geehrter Herr Schneider,
heute haben Sie das Vergnügen meine Fragen zu beantworten.
Die SPD zieht in den Wahlkampf und hat sich das Thema "Mindestlohn" auf die Fahnen geschrieben. Das mag sich auf den ersten Anschein richtig gut anhören, aber lässt sich das auch umsetzen?
Sie haben sich am 24.04. 2008 bei der Abstimmung zum Vertrag von Lissabon nicht beteiligt. Das ist auch sehr lobenswert. Besser wäre allerdings – für den Mindestlohn - ein Nein gewesen.
Begründung:
Mit dem Vertrag von Lissabon ist jede nationale Forderung nach einem Mindestlohn sinnlos geworden. Das europäische Recht steht über den nationalen Rechten (
www.abgeordnetenwatch.de ) Der renommierte Rechtswissenschaftler Prof. Schachtschneider erklärt in seiner Rede, dass es in Europa 27 Rechtsordnungen gibt (
www.youtube.com ). Wenn also ein Land der EU keinen Mindestlohn hat, und dort das Arbeiten für 75 Cent/Stunde möglich ist, dann können Sie den Mindestlohn in Deutschland nicht umsetzen. (
www.youtube.com (Ab Minute 6 Sekunde 30 bis Minute 9 )) Das Arbeitsrecht unterliegt mit Ratifizierung des Vertrags von Lissabon dem Herkunftslandprinzip. Der Arbeiterfreizügigkeit sind dann keine Grenzen gesetzt. Die bisherige Praxis, sich als EU-Bürger selbständig zu machen, (um hier in Deutschland legal arbeiten zu können) kann somit entfallen.
Wie will Ihre SPD stärker werden als die EU?
Wird sich der Mindestlohn als voraussehbare Wahllüge rausstellen?
Werden Sie zurücktreten, wenn der Mindestlohn trotz Regierungsbeteiligung der SPD nicht umsetzbar ist?
Werden Sie nach der Wahl den Ahnungslosen mimen?
Aus meiner Sicht haben sich SPD und Grüne mit den Hartz IV Gesetzen der sozialen Verantwortung entzogen und nach meinem Empfinden von Arbeitern und Arbeitslosen entfernt. Warum sollte ein Arbeiter/Arbeitsloser auf die Idee kommen der SPD zu vertrauen?
Mit Bitte um Antworten
