Burkhardt Müller-Sönksen (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Burkhardt Müller-Sönksen
Jahrgang
1959
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt in Hamburg
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
1, Hamburg
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(...) Aus legislativer Sicht kann ich Ihnen zur angesprochen Thematik folgendes sagen: Das Umgangsrecht wurde - auf Aufforderung des Bundesverfassungsgerichts - durch das Gesetz zur Änderung des Umgangs- und Anfechtungsrechts der Väter vom 23.4.2004 deutlich zugunsten des leiblichen Vaters geändert. Der biologische Vater gehört nach dieser Änderung auch zu den so genannten engen Bezugspersonen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
17.02.2009
Von:

Sehr geehrter Herr -Sönksen,

mich würde interessieren, ob Sie in der laufenden Legislaturperiode an Veranstaltungen der Tabakdrogenindustrie oder der Tabaklobby teilgenommen haben?

Vielen Dank.

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Frage zum Thema Soziales
20.02.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Müller-Sönksen,

meine Frage an Sie habe ich auch an andere Abgeordnete gestellt und bitte eine Antwort.

Seit dem 01.04.2007 gilt das Gesetz, das jeder Bundesbürger einen Anspruch auf Krankenversicherung hat. Zudem ist es laut der letzten Reform für jeden Bundesbürger zur Plicht geworden das sie sich zum Standarttarif versichern. Leider gibt es aber einen Personenkreis (ca 150000 Bürger) in der Bundesrepublik denen keine Staatliche
Unterstüzung zu steht bzw gewährt wird.

Dieses sind Bürger die z.B. selbständig sind und zuletzt Privatversichert waren. Diese Bürger leben meist in einer eheähnlichen Gemeinschaft und verdienen nicht genug um sich

eine Krankenversicherung leisten zu können. Falls diese Bürger krank werden, können sie nicht zu einen Arzt gehen weil sie die Kosten nicht bezahlen können. Falls sie doch krank werden und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, so wird ihnen hinter eine Rechnung gestellt.

Meine Frage ist konkret, ob sie sich dafür einsetzen würden das Menschen die auf Grund der Hartz4 Gesetze keine Leistungen von der Arge bekommen, auch zumindest in den Genuß einer Krankenversicherung kommen oder ggf. vom Staat eine freie Heilvorsorgung bekommen können.

In dieser Wirtschaftskrise werden Milliarden von Euros als Bürgschaften und Kredite in Banken und Unternehmen gepumpt. Warum ist dann kein Geld da, damit Menschen bescheiden in Würde leben können? Die bestehenden Hartz4 Gesetze wurden doch beschlossen um die Neuverschuldung für Bund und Gemeinden in Grenzen zu halten. Würden Sie und Ihre Partei sich dafür einsetzen die bestehenden Hartz4 Gesetze dafür zu korrigieren?

Vielen Dank
Antwort von Burkhardt Müller-Sönksen
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26.08.2009
Burkhardt Müller-Sönksen
Sehr geehrte Frau Schubert,

mit dem liberalen Bürgergeld hat die FDP ein umfassendes Konzept vorgelegt mit dem Ziel, möglichst alle steuerfinanzierten Sozialleistungen in einem Universaltransfer zusammenzufassen. Dazu gehört auch die mit dem liberalen Reformkonzept für die Kranken- und Pflegeversicherung verbundene steuerfinanzierte Unterstützungsleistung für Kinder und für Personen mit unzureichendem Einkommen. Eine Pauschale für die Kranken- und Pflegeversicherung ist in dem Bürgergeld bereits enthalten

Somit wird durch das von uns geforderte Modell gewährleistet, dass jeder Bürger, unabhängig davon über wie viel Geld er verfügt, über einen unentgeltlichen Versicherungsschutz für die medizinisch unbedingt notwendigen Leistungen verfügt. Diejenigen, die sich eine solche Krankenversicherung nicht leisten können, erhalten demnach eine finanzielle Unterstützung durch den Staat.

Mit freundlichen Grüßen

Burkhardt Müller-Sönksen
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Frage zum Thema Soziales
07.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Müller - Sönksen,

am 10.3.09 schrieb Ihnen das Hungerstreikkomitee der deutschen Conterganopfer, in Ihrer Funktion als Obmann des Ausschusses Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages. Wir wiesen Sie in unserem Schreiben auf die oftmals menschenrechtsverletzenden, diskriminierenden und unwürdigen Lebensumstände vieler deutscher Conterganopfer hin.

Leider erfolgte - bis heute - keine Reaktion auf unser Schreiben.

Natürlich fragen wir uns WARUM dies so ist?

Ist es nicht, im Rahmen Ihrer vorbezeichneten Tätigkeit, Ihre Amtspflicht derartigen Hinweisen nach zu gehen und, falls erforderlich, sich um Abhilfe zu bemühen?

Ihrer geschätzen Antwort entgegensehend verbleibe ich.

mit freundlichen Grüßen

Sprecher des Hungerstreikkomitees der deutschen Conterganopfer
Antwort von Burkhardt Müller-Sönksen
3Empfehlungen
20.04.2009
Burkhardt Müller-Sönksen
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anregung.

Contergangeschädigte befinden sich in der Tat in einer besonderen Situation und ihre Anliegen müssen im Blickfeld der Öffentlichkeit gehalten werden.

Die verheerenden Folgen von Contergan sind vielschichtig und stellen unsere Gesellschaft vor zahlreiche Herausforderungen. Um der besonderen Problematik der Schädigungen durch Contergan gerecht zu werden, ist fundiertes Fachwissen erforderlich. Deshalb haben sich auch in der FDP-Fraktion einzelne Abgeordnete entsprechend eingearbeitet und widmen sich dem schwierigen Thema sachlich kompetent.

Ich habe darum Ihr Anliegen an meinen zuständigen Fachreferenten weitergeleitet und bitte um Ihr Verständnis dafür, dass ich eine entsprechende Stellungnahme abwarten werde.
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Frage zum Thema Wirtschaft
06.05.2009
Von:
Kim

Sehr geehrter Herr Müller-Sönksen,

aufgrund der aktuellen Geschehnisse rund um das Thema Wirtschaftskrise habe ich eine Frage zu Ihrer bzw. der Position Ihrer Partei zum Thema Staatshilfen und Managementfehlern. Hier erscheint mir Ihre Position nämlich nicht eindeutig und konsequent.

Einerseits befürworten Sie (wenn auch unter Vorbehalt) Staatsbeteiligungen an in Not geratenen Banken unter Berufung auf deren Systemrelevanz, anderseits sind sie strikt gegen "Rettungspakete", beispielsweise für Opel und sehen deren Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden Konsequenzen als normalen Marktprozess. Diese Trennlinie erscheint mir sehr schwammig und prinzipiell nicht nachvollziehbar.

Deshalb meine Frage: wären Sie aktuell in der Regierungsverantwortung (in welcher Konstellation auch immer), was wäre dann Ihre Leitlinie in der aktuellen Krise, wo würden sie die imaginäre Grenze zwischen Markt und Staat ziehen? Und sehen Sie nicht die Gefahr, dass vor dem Hintergrund aktueller Äußerungen (Ackermann: Rendite-Ziel von 25% ) auch aufgrund der durch den Staat bereitgestellten Absicherung viele nichts aus der Krise lernen?

Mit freundlichen Grüßen

Kim
Antwort von Burkhardt Müller-Sönksen
3Empfehlungen
25.05.2009
Burkhardt Müller-Sönksen
Sehr geehrter Herr ,

es müssen zwei Sachen unter einen Hut gebracht werden: Einerseits ist es wichtig, dass die Banken geschützt sind, damit die Bürger geschützt sind. Andererseits kann es nicht sein, dass alle Verluste, die auch durch Fehlmanagement entstanden sind, plötzlich beim Steuerzahler landen. Es ist schwierig hier eine ausgewogene Balance zu finden.

(ihr Zitat:)
"Einerseits befürworten Sie (wenn auch unter Vorbehalt) Staatsbeteiligungen an in Not geratenen Banken unter Berufung auf deren Systemrelevanz, anderseits sind sie strikt gegen "Rettungspakete", beispielsweise für Opel und sehen deren Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden Konsequenzen als normalen Marktprozess. Diese Trennlinie erscheint mir sehr schwammig und prinzipiell nicht nachvollziehbar."

Diese Trennlinie ist durchaus nicht schwammig. Man muss unterscheiden zwischen systemrelevanten Bankhäusern, die gestützt werden, weil sonst das ganze Finanzsystem zusammenbricht und Unternehmen. Wenn die Banken gesichert sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich der Markt wieder erholt. Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer. Wenn der Staat sich an einem Unternehmen beteiligt, gefährdet er Arbeitsplätze bei Konkurrenzunternehmen. Mit immer größeren Summen und staatlichen Versprechen zu hantieren kann kein Ersatz sein für die nötige grundsätzliche Rückbesinnung auf die Stärken der sozialen Marktwirtschaft, deren Prinzip es ist der Freiheit auf dem Markt mit dem Prinzip des sozialen Ausgleichs zu verbinden.

Guido Westerwelle hat neulich skizziert welches Szenario Deutschland drohen könnte, wenn der Staat vorschnell in den Markt eingreift: "Opel gerettet, Schäffler gestützt, Hypo Real Estate, Landesbanken und IKB finanziert und anschließend ist Deutschland pleite". Ich teile diese Sorge. Die globale Wirtschaftskrise wird sich nur durch die Rückbesinnung auf die Soziale Marktwirtschaft meistern lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Burkhardt Müller-Sönksen
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Frage zum Thema Wirtschaft
13.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Müller Sönksen,

von einigen Wissenschaftlern wie dem Erdölgeologen Colin Campbell wird gewarnt, dass uns recht bald eine dramatische Energiekrise im Bereich Öl- und Erdgas droht, die sogar die jetzige Wirtschaftskrise in den Schatten stellen wird. Hervorrgerufen wird die Energiekrise durch das Versiegen der Ölquellen. Öl ist bekanntlich unser wichtigster Energieträger und nichts kann ihn in Qualität und Quantität ersetzen. Einige gehen bereits davon aus, dass das Ölfördermaximum überschritten worden ist und das bei wirtschaftlicher Erholung der Öl/Gaspreis wieder explodieren und somit die Weltwirtschaft wieder abwürgen könnte.

Fragen:
1. Wie sehen sie dieses Problem der künftigen Energieknappheit?
2. Sollte Deutschland bemüht sein, sich von allen Energieimporten unabhängig zu machen (Öl, Gas, Uran, Kohle)?
3. Auffällig ist, dort wo Energie besonders billig ist, sie auch sehr verschwendet wird. Wie wollen sie dem entgegenwirken, da sie sich ja für eine Senkung der Energiepreise aussprechen?

Vielen Dank
Antwort von Burkhardt Müller-Sönksen
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28.05.2009
Burkhardt Müller-Sönksen
Sehr geehrter Herr ,

die FDP ist sich der immer knapper werdenden Energie-Ressourcen und der daraus zu erwartenden Probleme bewusst und hat dieser wichtigen energiepolitischen Frage sehr hohe Priorität eingeräumt.

Die FDP-Bundestagsfraktion hat 2007 einen umfassenden Antrag für eine Energieaußenpolitik eingebracht (Drucksache 16/6796 209.85.129.132 der Maßnahmen und Schritte für eine zukunftsorientierte und konsistente Energiepolitik darlegt. Die FDP setzt auf einen breiten, ideologiefreien Energiemix, der übergroße Abhängigkeiten von einzelnen Energieträgern vermeiden soll. Anstatt durch den Ausstieg aus der Kernenergie die Abhängigkeit von Gasimporten insbesondere aus Russland zu erhöhen, sollten alle Optionen genutzt werden, die Energieversorgung in Deutschland so sicher, umweltfreundlich und wirtschaftlich wie möglich zu gestalten. Langfristig strebt die FDP eine CO2-neutrale Energieversorgung an. Mittelfristig brauchen wir einen Energiemix, der Klimaschutz, Versorgungsicherheit und Wirtschaftlichkeit vereint. Deshalb wäre der jetzige Ausstieg aus der Kernenergie ökonomisch und ökologisch falsch. Wir brauchen die Kernenergie als Übergangstechnologie, bis erneuerbare Energien in ausreichendem Umfang grundlastfähigen Strom erzeugen können oder die CO2-Abscheidung und -Einlagerung für Kohlekraftwerke im großtechnischen Maßstab zur Verfügung steht. Die Laufzeiten sicherer Kernkraftwerke müssen daher in diesem Sinne verlängert werden.

Um die Energieeffizienz zu steigern, setzt die FDP gezielt auf die Förderung energiebewussten Verhaltens eines jeden Einzelnen. Wir Liberalen wollen eine ökologische Konsumentenverantwortung, das heißt eine bewusste Entscheidung jedes Einzelnen aufgrund von transparenten Verbraucherinformationen.
Deutschland braucht ein Energiekonzept, das unsere Energieversorgung umweltfreundlich, sicher und bezahlbar macht. Die FDP fordert die Absenkung des Umsatzsteuersatzes auf Energie von 19 Prozent auf sieben Prozent oder alternativ eine Senkung der sogenannten Öko-Steuer. Die FDP spricht sich für die Senkung der Stromsteuer mittels der Einnahmen aus, die der Staat in Zukunft durch eine Versteigerung von CO2-Emissionsrechten erzielt.

Mit freundlichen Grüßen
Burkhardt Müller-Sönksen
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