Burkhardt Müller-Sönksen (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Burkhardt Müller-Sönksen
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
24.08.1959
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Hamburg Eimsbüttel
Ergebnis
8,4%
Landeslistenplatz
1, Hamburg
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(...) Vielen Dank für Ihre Frage. Entgegen Ihrer Befürchtung treten zum 01.01.2011 keine Veränderungen in der Freizügigkeit im EU-Binnenmarkt in Kraft. Bereits und auch in Zukunft brauchen Handwerker aus dem EU-Ausland, die in Deutschland arbeiten wollen, eine ausreichende Qualifizierung. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNFIL)
19.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Müller-Sönksen,

vor der letzten Bundestagswahl kündigte ihre Partei an, das Mandat für den UNIFIL-Einsatz der Deutschen Marine nicht verlängern zu wollen. Bei der letzten Abstimmung stimmte ihre Partei mit dem Verweis auf den Erfolg der Mission und die Bitten Israels und des Libanon zur Verlängerung doch wieder für eine Fortsetzung.
Auch wenn diese Mission nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht, so läuft sie nun auch schon seit 2006 ohne auch nur ansatzweise irgendeinen Erfolg zu zeigen. Zwar wurden mehrere tausend Schiffe kontrolliert, diese jedoch alle nur per Funk und kein einziges direkt an Bord. So ist es nicht verwunderlich, dass bisher kein einziger Waffenschmuggler durch die Deutsche Marine enttarnt werden konnte. Unabhängig von der UNIFIL-Mission ist es der Israelischen Marine jedoch durchaus gelungen Waffenschmuggler festzunehmen - ohne Wissen und Zutun der Deutschen.

Wie steht die FDP zur Zukunft dieses Einsatzes? Sollte man es bei der derzeitigen Lage nicht vermeiden deutsche Militäreinheiten im Pulverfass Naher Osten stationiert zu haben?

Vielen Dank für ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Burkhardt Müller-Sönksen
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11.05.2011
Burkhardt Müller-Sönksen
Sehr geehrte Frau ,

im Koalitionsvertrag haben wir uns auf eine schrittweise Reduzierung unseres deutschen Beitrages zur Maritime Task Force UNIFIL geeinigt, um auf die Perspektive der Beendigung dieses Einsatzes hinzuwirken. Zudem haben wir den Marineeinsatz vor der libanesischen Küste inhaltlich so geändert, dass der Schwerpunkt auf der Ausbildung der libanesischen Küstensicherung liegt. Dadurch soll das Land befähigt werden, diese Aufgabe mittelfristig selbst zu übernehmen, um somit die Voraussetzung für einen Abzug der deutschen Einheiten zu schaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Burkhardt Müller-Sönksen
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
18.07.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Müller-Sönksen,

am 7.7.20011 lief in Panorama eine Reportage "Das Lügenfernsehen". In dem Beitrag geht es um den Wahrheitsgehalt von Fernsehen und ob erkennbar ist, was "Scripted Reality" ist. Man hört von der Aufgabe der Landesmedienanstalten, welche die Sender kontrollieren und deren Informationsinhalt bewerten. Man bekommt auch zu hören, dass die Privatsender ihrer Aufgabe in einer Demokratie nicht gerecht werden und dass die Politik damit unzufrieden ist. In der Sendung wird der Eindruck vermittelt, dass diese Probleme bislang nicht bekannt waren. Die Sendung endet mit einem Versprechen von Wolfgang Börnsen, den Ministerpräsidenten zu schreiben und strengere Bestimmungen für Privatsender anzumahnen. Ein paar Tage später sendet das Nachtmagazin der ARD einen Beitrag zur "Gegenöffentlichkeit im Netz", in dem man einen Medienwissenschaftler seine Bedenken zum Internet vortragen lässt. In Bayern und in Dresden gibt es Versuche, mit einem Medienführerschein den "richtigen" Umgang mit Medien zu schulen.

In diesem Zusammenhang habe ich vier Fragen an die Abgeordneten:

1. Halten Sie die Erzeugung eines falschen Bildes in der Öffentlichkeit mit Absicht bzw. Vorsatz für möglich und sehen Sie Handlungsbedarf für zusätzliche, regulierende Rahmenbedingungen.

2. Ist Ihnen bekannt, dass in den öffentlichen Medien, bei den vorhandenen Kommentarfunktionen, kritische Beiträge ( Hartz IV, Kriegseinsätze......) durch den Betreiber "moderiert" werden und dadurch ein falsches Bild entsteht?

3. Glauben Sie, dass Sie zur Beurteilung dieses Problems genügend Informationen erhalten?
Ich bitte darum, diese Frage konkret zu beantworten, ein einfaches ja oder nein reicht !

4. Haben Sie von Petitionen Kenntnis, die eine Beeinflussung der öffentlichen Meinung zum Inhalt haben?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Burkhardt Müller-Sönksen
3Empfehlungen
06.09.2011
Burkhardt Müller-Sönksen
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Interesse am Themenfeld Rundfunkaufsicht. Die von Ihnen angesprochene Dokumentation beleuchtete das Sendungsformat "Scripted Reality" und einzelne Zuschauer wurden zu ihrem Verständnis dieses Formats befragt. Meines Erachtens hat die Dokumentation breite Aufmerksamkeit auf eine wichtige Frage gelenkt, nämlich die nach der Aufgabe des Privatfernsehens.

Das duale System aus öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk stellt sicher, dass einerseits jedem Bürger eine Grundversorgung durch die Öffentlich-Rechtlichen mit ausgewogenen und unabhängigen Informations-, Bildungs-, Kultur-, und Unterhaltungsprogrammen offensteht. Andererseits kann er aus einer großen Vielfalt von Privatsendern diejenigen Programmangebote frei wählen, die ihn interessieren. Eine möglichst vielfältige, zugangsoffene Medienlandschaft ist die beste Voraussetzung von Ausgewogenheit und Ausgleich widerstreitender Positionen. Der Gesetzgeber hat die Suggestivkraft des Rundfunks - also des Fernsehens ebenso wie des Hörfunks - zum Anlass genommen, auch den privaten Rundfunkveranstaltern verpflichtende Programmvorgaben zu machen. Diese Vorgaben sichern Mindeststandards. Die Diskussion, ob die Privatsender darüber hinaus eine gesellschaftliche Verpflichtung trifft, wird nicht erst seit der erwähnten Dokumentation geführt und muss alle betroffenen Interessen berücksichtigen. Nach meinem Eindruck bemühen sich die privaten Rundfunkveranstalter bereits um den sogenannten "Public Value", also den Nutzen für die Allgemeinheit. Die Erfolge dieses Bemühens zeigen sich nicht nur in guten Zuschauerzahlen, sondern auch durch die Anerkennung von Fachleuten wie zum Beispiel der Jury des Grimmepreises. Dass einige Programmformate hingegen kritisch betrachtet werden, spiegelt die Vielfalt der Zuschauerinteressen wider und begründet nicht zwingend gesetzgeberischen Handlungsbedarf.

Aus Sicht der FDP sind zusätzliche gesetzliche Vorgaben jedenfalls nicht zielführend. Die bestehenden Vorgaben in den Rundfunkstaatsverträgen lassen den Landesmedienanstalten als Fachorganen den nötigen Interpretationsspielraum um die einzelnen Programme zutreffend einzuordnen. Aus Sicht der FDP muss insbesondere die Aufsicht des privaten Rundfunks möglichst staats- und politikfern durchgeführt werden. Durch konkrete, sendungsbezogene Vorgaben droht die Gefahr des verfassungswidrigen Eingriffs in die Programmautonomie der Rundfunkveranstalter.
Statt zusätzlicher gesetzlicher Vorgaben setzen wir auf die Anerkennung der Bemühungen um den "Public Value", die Schaffung weiterer Anreizmodelle für einen diesbezüglichen Ausbau, sowie Selbstverpflichtungen der Branche.
Auch die öffentliche Qualitätskontrolle spielt eine große Rolle. Im Internet, in Blogs und den Social Media Plattformen als einer Art 5. Gewalt, ist eine Art "Pranger-Audit" entstanden. Die direkte Kritik an Inhalten erzeugt öffentlichen Druck auf die Programmveranstalter, gewisse Qualitätsmaßstäbe einzuhalten.

Dieser Aspekt leitet über zu Ihren weiteren Fragen, die auf das Themenfeld Meinungsfreiheit im Internet zielen. Um die Qualitätskontrolle sicherzustellen, müssen Meinungen frei geäußert werden können. Für uns hat dieses Thema höchste Priorität, wie Sie zum Beispiel aus unserer Haltung zu den Themen Vorratsdatenspeicherung oder Netzsperren entnehmen können. Zensur, unter der wir Eingriffe staatlicher Gewalt verstehen, lehnen wir strikt ab. Ganz aktuell wenden wir uns gegen Bestrebungen, eine Klarnamenpflicht im Internet einzuführen, weil auch eine anonyme Teilnahme an der öffentlichen Meinungsbildung möglich sein muss. Als medienpolitischer Sprecher und aus persönlicher Affinität als Betreiber meiner Internetseiten bin ich bestens über den Diskussionsstand informiert. Aus liberaler Sicht und nach meiner persönlichen Überzeugung gilt der Grundsatz, dass für Internetseiten dieselben Regeln wie für jede andere Kommunikationsform gelten, und Rechtsverstöße geahndet werden müssen. Dass der Betreiber einer privaten Homepage Kommentare moderiert und editiert, ist deshalb nicht zu beanstanden. Wer eine Kommentarfunktion auf seiner Internetseite zulässt, haftet zum Beispiel für Beleidigungen, Verleumdungen, oder Urheberrechtsverletzungen.
Dieser Haltung entspricht auch die Praxis der großen Verlage, die ihre Portale moderieren und einzelne Kommentare sogar löschen. Da die Verlage sich den Richtlinien des Deutschen Presserats für die Veröffentlichung von Leserbriefen angeschlossen haben, besteht ein bewährtes Verfahren zum Umgang mit Verstößen gegen diese Richtlinien. Denn auch die Nutzer von Onlinemedien können sich beim Deutschen Presserat über redaktionelle Praktiken und Inhalte beschweren.

Mir ist bekannt, dass ein Verfahren zu einer Petition anhängig ist, die staatliches Handeln anmahnt. Als Liberaler setze ich mich allerdings für einen offenen Meinungsaustausch innerhalb der gesetzlichen Grenzen ein und halte im Übrigen die geltenden Selbstverpflichtungen für ausreichend.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Burkhardt Müller-Sönksen MdB
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Frage zum Thema Finanzen
24.07.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Müller-Sönksen,

derzeit liegt vom BMF ein Gesetzentwurf zur "Optimierung der Geldwäscheprävention" dem Bundestag vor. Dies ist Teil EU-weit abgestimmten Bemühungen, die Finanzquellen von sog. Terrororganisationen besser zu identifizieren. Der Gesetzentwurf erstreckt sich dabei auch Micropayment-Systeme und Kleinstbetragdienstleistungen ("E-Geld").

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Panzergeschäfte der Koalition (dem Sie ja ausdrücklich zugestimmt haben) stellt sich mir die Frage, ob hier nicht Augenwischerei betrieben wird, wenn mit Verweis auf verdeckte internationale Finanzströme die 10-Euro-Rubbelkarten von Diensten wie paysafecard oder ukash an der Tankstelle nun nachverfolgt werden sollen. Vielmehr scheint es, als würde mit dem Gesetzentwurf nur der unstillbare Datenhunger der deutschen Behörden adressiert werden, zumal diejenigen, die medial gerne als Übeltäter und damit Grund der Gesetzesänderung vorgeschoben werden, sich mit Sicherheit eh eine Lücke oder Alternative erschließen werden können - man braucht ja nur nach Holland oder Dänemark zu fahren und dort seine Einzahlung tätigen.

Aus diesem Grund bitte ich Sie, als mein Vertreter im Deutschen Bundestag mir zu erläutern
1) ob Sie gedenken, diesem Gesetzentwurf zuzustimmen oder nicht
2) wenn ja, ob Sie sich dennoch dafür einsetzen werden, dass E-Geld von der Regulierung ausgenommen wird, oder wenn nicht
3) worin für Sie die Notwendigkeit einer Regulierung des im Volumen verschwindend geringen E-Geld-Sektors sehen.

Mit freundlichem Gruß
Dr.

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Frage zum Thema Internationales
17.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Müller-Sönksen,

können Sie mir bitte erläutern, warum und wozu Deutschland nach wie vor eine Armee benötigt und warum wir dafür Jahr für Jahr mehr als € 30 Mrd. ausgeben?
Meines Wissens wird Deutschland von keinem Land der Welt bedroht, und die "Gefahr", dass ein anderes Land aus dem vereinigten Europa in Deutschland einmarschiert ist m.E. auch nicht gegeben. Auch wenn es derzeit in einigen Ländern Europas starke (rechts)nationale Tendenzen gibt so ist doch m.E. eine kriegerische Auseinandersetzung in absehbarer Zukunft bei uns nicht zu befürchten.
Bleibt die Frage der Auslandseinsätze. M.E. könnte man die jährlich € 30 Mrd. wesentlich sinnvoller in bilaterale Zusammenarbeit und Entwicklung stecken und damit wesentlich mehr erreichen als mit Panzern, Kampfflugzeugen und Soldaten. Ehrlich gesagt habe ich das Argument, dass Deutschlands Freiheit am Hindukusch verteidigt wird, nie begriffen.

In gespannter Erwartung Ihrer Antwort,
mit freundlichen Grüßen
Antwort von Burkhardt Müller-Sönksen
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30.08.2011
Burkhardt Müller-Sönksen
Sehr geehrter Herr ,

wie Sie den aktuellen Verteidigungspolitischen Richtlinien (VPR) entnehmen können wird eine unmittelbare territoriale Bedrohung Deutschlands mit konventionellen militärischen Mitteln seit dem Ende des Kalten Krieges ebenfalls als unwahrscheinlich betrachtet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland keinen Risiken und Gefahren ausgesetzt ist. Im Gegenteil können Krisen und Konflikte weltweit kurzfristig und unvorhergesehen auftreten und ein schnelles, auch militärisches, Handeln erforderlich machen. Insbesondere der Internationale Terrorismus bleibt eine wesentliche Bedrohung für die Freiheit und Sicherheit unseres Landes und unserer Bündnispartner. Die Anschläge in New York, Washington, London und Madrid sowie die gescheiterten Anschlagsversuche in Deutschland in der vergangenen Dekade zeigen, wie akut diese Bedrohungslage weiterhin ist. Aus diesem Grund engagiert sich Deutschland militärisch am Hindukusch, um zu verhindern, dass Afghanistan erneut zum Rückzugsgebiet für Terroristen wird. Gleichzeitig ist ein sicheres Umfeld die Grundlage für humanitäre Hilfe und den Wiederaufbau des durch jahrzehntelangen Bürgerkrieg zerstörten Landes.
Die Bundeswehr stellt ein elementares Mittel für die internationale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung dar und bleibt weiterhin unabdingbar für eine verantwortungsbewusste Außen- und Sicherheitspolitik. Ihr Markenzeichen sind die Integration in ein multinationales und der Friedenswahrung verpflichtetes Bündnissystem und das Leitbild vom "Staatsbürger in Uniform" als Klammer zwischen Militär und Gesellschaft.
Die CDU/ CSU – FDP hat mit der Bundeswehrreform einen wichtigen Schritt unternommen um den sicherheitspolitischen Herausforderungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu begegnen und die Leistungsfähigkeit der Bundeswehr als unverzichtbares Instrument deutscher Sicherheitspolitik zu steigern.
Für weiterführende Informationen zu dem Auftrag und den Aufgaben der Bundeswehr empfehle ich Ihnen die sehr informativen Internetauftritte der Bundeswehr ( www.bundeswehr.de ) und des Bundesministeriums der Verteidigung ( www.bmvg.de ).


Mit freundlichen Grüßen

Burkhardt Müller-Sönksen, MdB
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Frage zum Thema Sofortige Abschaltung von Alt-AKW
17.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Müller-Sönksen,

vielen Dank für Ihre Antwort vom 18.04.2011 auf meine Frage vom 06.04.2011 zum Thema sofortige Abschaltung von Alt-AKWs. Dieses Thema hat sich mittlerweile und erfreulicherweise erledigt. Bleibt die Frage nach der sofortigen Abschaltung aller restlichen AKWs in Deutschland.
Leider musste ich feststellen, dass Sie meine Fragen diesbezüglich entweder nicht oder teilweise nur sehr schwammig beantwortet haben. Daher muss ich - bezogen auf die noch bis 2021 laufenden Meiler meine Fragen an Sie noch einmal stellen und bitte diesmal um konkrete (!) Antworten:
1. Wie stellen Sie sich die sichere Endlagerung des hochradioaktiven Atommülls für die kommenden eine Millionen Jahre vor?
2. Wie wollen Sie sicher stellen, dass der Atommüll für diese Zeit komplett und dauerhaft von der Biosphäre abgeschlossen bleibt?
3. Wie wollen Sie sicher stellen, dass auch die Menschen in 10000 Generationen (insgesamt sind es sogar mehr als 30000 Generationen) noch wissen, wo der Atommüll lagert und wie sie damit umzugehen haben?
4. Was würden Sie sagen, wenn wir uns heute noch mit dem Atommüll des allerersten Homo sapiens, der vor ca. 200000 Jahren die weltgeschichtliche Bühne betrat, herumschlagen und dafür auch noch horrende Summen ausgeben müssten?
5. Wieso müssen wir normale Bürger für unseren Hausmüll teure Gebühren zahlen, die Atomindustrie aber darf die "Entsorgung"skosten auf uns derzeitige Steuerzahler sowie die kommenden Generationen abwälzen?
6. Sie sprechen in Ihrer Antwort von Gorleben. Gehen Sie tatsächlich davon aus, dass dieser Standort die nächsten eine Millionen Jahre sicher ist?
7. Was würden Sie Ihrem Urur...urenkel sagen, wenn er Sie fragen würde: Wieso?

In gespannter Erwartung Ihrer Antworten,
mit freundlichen Grüßen
Antwort von Burkhardt Müller-Sönksen
bisher keineEmpfehlungen
30.08.2011
Burkhardt Müller-Sönksen
Sehr geehrter Herr ,

wie Sie meiner letzten Antwort entnehmen können, nehme ich mir gerne die Zeit ausführlich Ihre Fragen zu beantworten. Allerdings werde ich nicht weiter auf Ihre Fragen auf dieser Plattform eingehen, wenn diese ein bestimmtes Weltbild wiederspiegeln und größtenteils fiktiven Charakter haben. Zudem haben Sie sicherlich Verständnis dafür, dass ich möglichst vielen Bürgern für Fragen, die mich nicht nur auf Abgeordnetenwatch.de erreichen, Rede und Antwort stehen möchte.
Allerdings besteht regelmäßig bei meinen Veranstaltungen oder Bürgersprechstunden die Gelegenheit aktuelle Themen zu diskutieren. Alle Termine finden Sie auf www.soenksen.de


Mit freundlichen Grüßen

Burkhardt Müller-Sönksen, MdB
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