Brigitte Lösch (DIE GRÜNEN)
Abgeordnete Baden-Württemberg 2011-2016

Angaben zur Person
Brigitte Lösch
Geburtstag
03.07.1962
Berufliche Qualifikation
Sozialpädagogin (BA)
Ausgeübte Tätigkeit
Stellvertretende Landtagspräsidentin, MdL
Wohnort
Stuttgart
Wahlkreis
Stuttgart IV über Wahlkreis eingezogen
(...) Ja ich halte diesen Preis an Daniel Cohn Bendit für richtig – ich selbst war bei der Preisverleihung dabei. Die Entscheidung der Theodor-Heuss-Stiftung Daniel Cohn-Bendit auszuzeichnen, lag einzig und allein im Ermessen der Stiftung. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Brigitte Lösch
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.09.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Lösch,

ich bin seit über 10 Jahren Cannabiskonsument aus Leidenschaft. Und tatsächlich, mein Leben ist dadurch nicht in den Drogensumpf abgerutscht. Ganz im Gegenteil. Ich schließe bald erfolgreich mein 6-jähriges Studium ab. Ich bin ein rechtschaffener Bürger, der voll in die Gesellschaft integriert ist.
Wenn es nach der Gesetzgebung der BRD geht bin ich jedoch in höchstem Maße kriminell. Die Führerscheinstelle würde mir mit der Begründung der Fahruntauglichkeit für immer den Führerschein entziehen, obwohl ich diesen seit über 8 Jahren besitze und niemals einen Unfall gebaut oder einen einzigen Punkt kassiert habe. Das Land BaWü vertritt in dieser Prohibitionspolitik neben Bayern die strengsten Regeln überhaupt, was dank der Polizei dazu führte, das ich mich einestages komplett entblöst und bloßgestellt in eine Gefängniszelle wiedergefunden habe (wegen einer Menge Cannabis <1 Gramm!).
Laut Wahlprogramm ´13 strebt Ihre Partei seit Jahrzehnten eine Entkriminalisierung von Cannabis an. In BaWü hat sich mit den Grünen als großem Koalitionspartner jedoch NICHTS geändert. Alles ist wie zu CDU-Zeiten, ich gelte offiziell nach wie vor als Krimineller. 16-jährige können sich ihren häufig tödlichen (!) Stoff schnell mal an der Tanke holen und Kretschmann, Merkel, Steinbrück und Co. trinken zum Feierabend gemütlich ihr Glas Bier oder Wein, während ich mich wieder strafbar mache, ohne jemandem jemals geschadet zu haben.
Meine Frage ist: wofür wählt man Sie eigentlich? Warum sollte ich Sie wählen? Sie machen den Menschen in dieser irrwitzigen Drogenpolitik Hoffnung und tun nach der Wahl nichts für sie. Oder befürchten Sie der Wählerverlust einer offenen Legalisierungsdebatte ist größer als der Zuspruch? Ist Ihnen Ihre Macht wichtiger, als Ihr eigenes Wahlprogramm? Finden Sie das richtig? Warum tun Sie nichts dagegen??? Sie sind doch an der Macht!

Ich würde gerne einmal Ihre ehrliche Meinung dazu hören...

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
X
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.01.2014
Von:

Sehr geehrte Frau Lösch,

seit mittlerweile mehr als vier Monaten warte ich sehnsüchtigst auf Ihre Stellungnahme zu meiner Frage, die sich direkt unter diesem Beitrag befindet.
Stellen Sie sich auf diese Weise Ihrer Verantwortung als demokratisch gewähltes Mitglied meines Landtages? Ich persönlich denke Sie haben es nicht nötig sich mit Ihrer ehrlichen Antwort zu verstecken. Zur Veränderung bestehender Gesetze, sowohl gesellschaftlicher als auch politischer und juristischer Natur, bedarf es Mut von denjenigen, die für das Volk einstehen. Menschen, die vom Volk gewählt wurden, um mit Ihren Idealen bestehende Grenzen aufzuweichen und eine gerechtere Zukunft zu schaffen. In diesem Amt befinden Sie sich, aber haben Sie es auch wirklich verdient, wenn Sie demokratische Meinungsbildung einfach unkommentiert lassen? Das ist meine Frage an Sie, und die aus meinem letzten Beitrag natürlich auch. Ich wäre Ihnen für Ihre Meinung sehr dankbar und appelliere ausdrücklichst an Ihre demokratischen Werte.

Mit freundlichen Grüßen

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
X
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.07.2015
Von:

Liebe Brigitte,

ich lebe mit meinem Bruder zusammen, ich arbeite und er kümmert sich um den Haushalt. Inszest begehen wir nicht. Obwohl wir gegenseitig Pflichten füreinander übernehmen, wird mein Bruder bei meinem Tod z. B. keine Rentenansprüche bekommen. Wir können auch keine Ehe/eLP eingehen. Mit jedem anderen Mann könnte ich mich durch eine eLP rechtlich absichern.

Da ihr im Bundesrat die Ehe für alle initiiert habt, habe ich folgende Fragen:

1. Welchen Zweck hat der Inzestparagraph bei gleichgeschlechtlichen, erwachsenen Geschwistern?
2. Haltet ihr den Inzestparagraphen für zwei erwachsene Brüder für geschwisternphob und menschenverachtend? Wenn ja, was unternehmt ihr als Landesregierung dagegen?
3. Warum sollten zwei erwachsene Brüder keine eLP/Ehe eingehen können, besonders wenn sie gar keinen Inzest begehen, sondern nur bei gleichen Pflichten auch gleiche Rechte erhalten wollen?
4. Ist eure Eheforderung immer mit einer sexuellen Beziehung verbunden, sprich Ehevorteile nur gegen Sex? Wie kontrolliert ihr das?
5. Ist das Verbot des gleichgeschlechtlichen Verkehrs für erwachsene Brüder aus eurer Sicht homophob?
6. Da wir muslimische Freunde haben und das Thema im Rahmen dieser Diskussion hochkam: Hältst du das Verbot, dass nicht mehr als zwei Menschen freiwillig die Ehe eingehen können, für diskriminierend und islamophob? Die Grüne Jugend fordert z. B. dass mehrere Menschen gemeinsam einen Bund fürs Leben eingehen können sollen und in über 60 Staaten der Erde gibt es die Mehrfachehe. Die Berliner Linkenpolitikerin Franziska Brychcy lebt mit zwei Männern in einer Wohnung, hat von einem drei und vom anderen ein Kind. Warum soll Franziska eigentlich aus eurer Sicht nicht die beiden Männer heiraten dürfen?
6. Was spricht aus Sicht der Grünen dagegen, dass drei sich liebende und füreinander sorgende Homosexuelle nicht gemeinsam heiraten dürfen?
7. Ihr setzt euch für die "Ehe für alle" ein? Was genau versteht ihr unter "alle"?

Vielen Dank

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
X
Frage zum Thema Umwelt
12.02.2016
Von:

Hallo Frau Lösch,
mich würde mal interessieren warum es nicht möglich ist bei Feinstaubalarm
die Pendler mit Busse und Bahnen frei fahren zu lassen?
Es muss doch auch anreize geben diese zu benutzen.

Vielen dank im voraus für Ihre Antwort und viele Grüße aus Stuttgart-Ost
Antwort von Brigitte Lösch
bisher keineEmpfehlungen
03.03.2016
Brigitte Lösch
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage über abgeorndetenwatch.de

Sie haben Recht mit Ihrer Frage wie bei Feinstaubalarm in Stuttgart mehr Anreize für Menschen geschaffen werden die ÖPNV zu benutzten und ihr Fahrzeug stehen zu lassen.
Aufgrund der Erfahrungen beim ersten Feinstaubalarm setzt sich nun Verkehrsminister Winfried Hermann und Oberbürgermeister Kuhn bei Feinstaub-Alarm für billigere Bus- und Bahntickets in Stuttgart ein. Günstigere Fahrkarten sollen ein Anreiz sein, damit mehr Pendler auf das Auto verzichten. Entsprechend hat das Land der Stadt Stuttgart und der Region angeboten, die Hälfte der Kosten für ein vergünstigtes Ticket während des Feinstaubalarms zu übernehmen. Minister Hermann schlägt hierbei vor dass bei Feinstaubalarm eine Einzelfahrkarte des Verkehrsverbundes Stuttgart (VVS) zum Tagesticket gemacht wird. Hierbei müsste nichts an Automaten geändert werden. Die dadurch entstehenden Kosten - der VVS rechnet mit bis zu 200.000 Euro pro Tag - würde das Land zur Hälfte übernehmen. Die andere Hälfte müssten dann die Stadt Stuttgart und die betroffenen Kommunen bzw. Landkreise mit bezahlen.

Entsprechend ist Oberbürgermeister Fritz Kuhn im Gespräch mit allen zuständigen Landräten des gesamten Verkehrsverbunds der Region Stuttgart

Neben dem Thema ÖPNV setzen wir Grünen uns aber grundsätzlich für eine umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität ein. Gerade in Bezug auf den Feinstaub ist die Förderung des Radverkehrs deshalb auch ein wichtiges Anliegen. Bereits heute benutzen die Baden-Württemberger*innen für acht Prozent aller Wege das Fahrrad. Bis 2020 sollen 16 Prozent und bis 2030 ein Fünftel aller Wege mit dem Rad zurückgelegt werden. Damit würde Baden-Württemberg an der Spitze der Bundesländer liegen. Um die Radstrategie zu entwickeln, wurden Expert*innen und Bürger*innen beteiligt. Erstmals wurde damit die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer in die strategische Radverkehrsplanung auf Landesebene einbezogen.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Lösch, MdL
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Brigitte Lösch
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.