Bernd Busemann (CDU)
Kandidat Landtagswahl Niedersachsen 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Bernd Busemann
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt und Notar
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Kultusminister des Landes Niedersachsen
Wohnort
-
Wahlkreis
Papenburg
Ergebnis
56,3%
Landeslistenplatz
keinen
(...) Im Rahmen des Hochschulpaktes werden 11.200 zusätzliche neue Studienplätze geschaffen. Ferner ist die Bedeutung der übrigens auch in SPD-regierten Ländern eingeführten Studiengebühren nicht zu unterschätzen. Denn sie verschaffen den Hochschulen die benötigten Mittel für Investitionen und sorgen zugleich dafür, dass noch eingeschriebene, aber gar nicht mehr studierende Personen teilweise im 25. bis 30. Semester sich nun exmatrikulieren lassen und Studienplätze frei machen. (...)
 
weitere Profile auf abgeordnetenwatch.de
Persönliche Website
www.berndbusemann.de
Fragen an Bernd Busemann
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Energie
19.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Busemann,

als Oldenburger Student mit emsländischen Wurzeln (Börger) würde ich gerne wissen, warum sie sich so sehr für das Kohlekraftwerk in ihrem Heimatort einsetzen und weniger auf regenerative Energie setzen.
Antwort von Bernd Busemann
6Empfehlungen
25.01.2008
Bernd Busemann
Lieber Herr ,

bei keiner Gelegenheit habe ich mich besonders für ein Kohlekraftwerk in meinem Heimatort Dörpen eingesetzt. Da sind Sie offenbar nicht richtig informiert. Vielmehr habe ich darauf hingewiesen, dass die Landespolitik in dieser Frage nicht zuständig ist und die Entscheidung von den vor Ort Verantwortlichen zu treffen ist. Dabei sollten alle Chancen und Risiken abgewogen werden und auch ökologische Belange sind zu berücksichtigen.

Freundliche Grüße
Bernd Busemann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung
24.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Busemann,
die hessische Kultusministerin Wolff (CDU) hat vorgeschlagen, die christliche Schöpfungslehre ( den "Kreationismus") im Lehrplan für den BIOLOGIEUNTERRICHT in Gymnasien zu verankern. Auch der thüringische Ministerpräsident Althaus (CDU) steht dieser Anregung lt. Pressemeldungen sehr aufgeschlossen gegenüber.
Meine Frage: ist davon auszugehen, dass in der neuen Legislaturperiode unter Ihrer Federführung auch in Niedersachsen ein derartiger Plan verfolgt bzw. umgesetzt wird: Kreationismus als gleichwertig neben die Darwin´sche Lehre gestellt wird?
Mit freundlichem Gruß
Antwort von Bernd Busemann
bisher keineEmpfehlungen
25.01.2008
Bernd Busemann
Sehr geehrter Herr ,

Die Entstehung und Evolution des Lebens auf unserer Erde werden durch zahlreiche Beobachtungen und unabhängige experimentell begründete Resultate von einer Vielzahl von wissenschaftlichen Disziplinen belegt. Auch wenn es noch so viele offene Fragen über Einzelheiten der evolutionären Veränderungen gibt, so haben die Geologie, Paläontologie und die Biowissenschaften in enger Kooperation zu diesen Erkenntnissen geführt.

Die Kultusministerkonferenz hat im Jahr 2004 beschlossen, Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss u.a. im Fach Biologie zu übernehmen. Die Länder haben sich verpflichtet, die Standards zu implementieren und anzuwenden. In den Bildungsstandards Biologie wird im Kompetenzbereich Fachwissen die Evolutionsgeschichte als ein Kern von biologischem Wissen aufgeführt. Im Kompetenzbereich Bewertung wird die naturwissenschaftliche Perspektive im engeren Sinne durch die ethische Bewertung ergänzt. Dies impliziert wiederum multiperspektivisches Denken. Beides ist wesentlicher Bestandteil eines modernen Biologieunterrichts.

Neben den anderen Unterrichtsfächern leistet auch der Religionsunterricht einen eigenständigen Beitrag zur Erfüllung des Bildungsauftrags der Schule. Er wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Schon mit Beginn des Religionsunterrichts in der Grundschule ist es eine seiner Zielperspektiven, die Schülerinnen und Schüler zum bewussten Engagement für die Bewahrung der Schöpfung zu motivieren. Beispielsweise werden im Kerncurriculum für das Unterrichtsfach Katholische Religion u.a. folgende erwartete Kompetenzen formuliert:
* Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Schönheit der Schöpfung wahr und haben Anteil an den Ausdrucksformen des Dankes und Lobes.
* Die Schülerinnen kennen biblische Texte, die davon erzählen, dass Gott dem Menschen Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung und eine gerechte Welt zutraut.

Im Zusammenhang mit den oben genannten erwarteten Kompetenzen werden die Unterrichtsinhalte "Der Schöpfer", "Schöpfungsgeschichte" sowie "Schöpfungsauftrag" aufgeführt.

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass in Niedersachsen die biblische Schöpfungsgeschichte in der Schule keinesfalls ausgegrenzt ist. Vielmehr wurde die Forderung nach einem Unterricht, der Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt, bewusste und informierte Entscheidungen zu treffen, in Niedersachsen bereits erfüllt. Es gibt also überhaupt keinen Anlass, etwas zu verändern.

Freundliche Grüße aus dem Niedersächsischen Kultusministerium
Georg Weßling
Pressesprecher
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung
25.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Busemann,

als Schüler des Hümmling-Gymnasiums, das nun auch eine Ganztagsschule werden soll, stellt sich mir die Frage , wie die steigende Anzahl an Stunden mit der vorhandenen Lehrerzahl bewältigt werden soll. Ihnen ist doch am Qualitätserhalt bzw. an der qualtiätssteigerung so gelegen. Glauben Sie, dass dies durch Mehrarbeit der Lehrer zu erreichen ist.
Weiterhin stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt möglich ist als Schüler der nur 12 Schuljahre hat (ich bin es Gott sei dank nicht) ein ordentliches Abitur zu schaffen, wenn laufend sogenannte "Feuerwehrkräfte" eingestellt werden müssen, die zwar sudiert haben, aber keine ausgebildeten Lehrer sind und somit oft bei der Notengebung und Konfliktbewältigung überfordert sind.

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Bernd Busemann
bisher keineEmpfehlungen
27.01.2008
Bernd Busemann
Sehr geehrter Herr ,

wir haben zurzeit mehr Lehrerinnen und Lehrer aktiv im Schuldienst als je zuvor in der Geschichte des Landes Niedersachsen. Es sind fast 81.000 oder anders gesagt: Gut 1 Prozent der Bevölkerung unseres Landes sind Lehrkräfte. Zugleich müssen wir leider von weiter sinkenden Schülerzahlen ausgehen. Denn selbst bei uns im Emsland sinken die Geburtenzahlen. Mehr arbeit ist deshalb auch nur angesagt, wenn kurzfristige Erkrankungen sonst Unterrichtsausfall hervorrufen würden. Feuerwehrlehrkräfte werden eingestellt, wenn die regulären Lehrkräfte länger krank sein werden oder zum Beispiel in Mutterschutzfällen. Sie sind im Regelfall ausgebildete Lehrkräfte, manchmal aber auch Berufsanfänger. Das sind hochqualifizierte Fachkräfte auch wenn sie vielleicht nicht immer gleich auf Beifall bei den Schülerinnen und Schülern treffen. Der Ganztagsbetrieb wird sowohl mit zusätzlichen Lehrerstunden aber auch mit Geldmitteln organisiert, aus denen zum Beispiel ein Übungsleiter eines Sportvereins oder ein Musikpädagoge für ihr Nachmittagsangebot ein Honorar bezahlt bekommen.

Freundliche Grüße
Bernd Busemann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Bernd Busemann
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.