Andrea Nahles (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Andrea Nahles
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Literaturwissenschaftlerin (M.A.)
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Ahrweiler
Landeslistenplatz
4, Rheinland-Pfalz
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(...) Es ist der große Irrtum der Marktradikalen und Konservativen zu glauben, dass mehr Unsicherheit zu mehr Produktivität führt. Soziale Sicherung muss an individuelle (Erwerbs-)Biografien anknüpfen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Familie
05.02.2009
Von:
Eck

Guten Tag

Der Steuerfreibetrag entspricht dem kulturellen Existenzminimum, er beträgt in Deutschland 7.664 Euro für Einzelpersonen, für Ehepaare 15328.

Bürger, die Familien gründeten, Kinder erziehen, erhalten im Hartz4System monatlich aber nur 533 (311 plus 222 Mietanteil), jährlich 6396 Euro für Essen, Wohnung, Strom, Medikamente..., Differenzbetrag: 1268 Euro.

Mit welchem Recht werden Bürger in Deutschland für Familiengründungen mit dem teilweisen Entzug des kulturellen Existenzminimums (monatlich 105,67 Euro) massiv bestraft?
Auch die Absenkung von Arbeitslosengeld1 auf Sozialhilfeniveau erfolgte/erfolgt per Gesetz unabgefedert, sobald jemand eine Familie gegründet hatte und Kinder/Enkelkinder erzieht.
Warum?

Es gibt kein gesetzlich verankertes Recht auf Arbeit, kein Recht auf fair bezahlte Arbeit.

Freundliche Grüße Eck
Antwort von Andrea Nahles
1Empfehlung
11.02.2009
Andrea Nahles
Sehr geehrte Frau Eck,

ich kann mich in diesem Forum nur wiederholen, ich weiß um die Probleme und habe immer gesagt, dass auch Nachbesserungen nötig sind. Niemand hat behauptet, dass die jetzigen Maßnahmen ausreichend sind und doch ist es richtig und wichtig, dass wir z. B. für Familien jetzt das Schulbedarfspaket in Höhe von 100€ für Schülerinnen und Schüler, die in Bedarfsgemeinschaften leben und den einmaligen Kinderbonus in Höhe von 100€ für jedes Kind, die in der Grundsicherung nicht angerechnet werden (Konjunkturpaket), beschlossen haben. Ich persönlich setze mich seit Jahren für Mindestlöhne und gute Arbeit ein.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Finanzen
06.02.2009
Von:
van den

Hallo Frau Nahles,

mit Erstaunen habe Ich in der FTD lesen müssen ( www.ftd.de oder siehe BUNDESRAT Drucksache 827/1/08 Änderung §8a ), dass die Bundesregierung auf Initiative des Landes Bayern ein Gesetz plant, die Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz bei der BAFIN zu unterbinden. Welchen Grund hat dieses Vorgehen bzw. wie ist das mit der von der Kanzlerin geforderten Transparenz zu vereinbaren. Ich verstehe nicht wieso hier ein Auskunftsrecht eingeschränkt werden soll. Was hat die BAFIN zu verbergen, dass man es dem Bürger verheimlichen muß. Wo liegen die Defizite bei der Bankenaufischt, die zu den hohen Abschreibungen der deutschen Institute führte.

mfg
Van den
Antwort von Andrea Nahles
1Empfehlung
11.02.2009
Andrea Nahles
Sehr geehrter Herr van den ,

ich bin nicht Mitglied des Bundesrates und darüber hinaus wird diese Bundesratsinitiative offensichtlich im Finanzausschuss des Bundestages beraten. Wir haben in der Fraktion eine inhaltliche Arbeitsteilung und aus diesen Gründen bitte ich Sie, sich an ein Mitglied meiner Fraktion zu wenden, das dem Finanzausschuss angehört. Das wären z. B. Dr. Hans-Ulrich Krüger oder Florian Pronold.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Soziales
06.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Nahles,

die von Ihnen angeführte Abhängigkeit habe ich auch nicht behauptet !

Ich verstehe jetzt Ihre Beweggründe und würde gerne erfahren:
Wo hatten Sie denn Ihre Probleme ?

Mit freundlichen Grüßen

R.
Antwort von Andrea Nahles
3Empfehlungen
11.02.2009
Andrea Nahles
Sehr geehrter Herr ,

seien Sie nicht sauer, aber diese Probleme diskutiere ich mit den Verfassern des Papieres, aber nicht über dieses Forum.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Wirtschaft
07.02.2009
Von:

Grüß Gott,

laut Focus (07.02.09, 10:28) tendieren Sie gegen die Schuldenbremse, wie soll dies durch zukünftige Generationen revidiert werden? Immerhin handelt es sich hierbei um mehrere Dutzend Milliarden Euro...Es verbleibt...

M. Möhrle
Antwort von Andrea Nahles
5Empfehlungen
11.02.2009
Andrea Nahles
Sehr geehrter Herr Möhrle,

ich denke, dass die Handlungsfähigkeit des Staates übermäßig eingeschränkt wird. Ich finde es sehr fragwürdig, wenn die jetzige Politikergeneration Regeln ins Grundgesetz aufnehmen will, die ab 2011 Handlungsspielräume zukünftiger Generationen in einer Weise einschränkt, die die Generation Oettinger für sich nie akzeptiert hätte.

Oder um Gustav Horn (Deutscher Wirtschaftswissenschaftler) zu zitieren: "Die Schuldenbremse, gedacht als mechanisches Instrument, um den Ausgleich der öffentlichen Haushalte zu erzwingen, wird sich entweder als Placebo erweisen. Oder sie wird, straff und wirksam konstruiert, das Wachstum in Deutschland dauerhaft belasten. Welche der beiden Möglichkeiten eintritt, hängt von den derzeit noch unbekannten Details der Regelungen ab." (Vgl.; IMK direkt - der aktuelle Standpunkt, Die Schuldenbremse ist eine Wachstumsbremse, boeckler.de

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Soziales
18.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Nahles,
ich habe eine Frage zum Thema Soziales.
Meine Mutter ist nach 2 Hirnschlägen ein schwerer Pflegefall und wird zuhause von meinem Vater gepflegt. Nun ist mein Vater selbst schwer erkrankt. Beide leben in Nordeutschland.
Meine Eltern haben immer voll ihre Abgaben bis zur Bemessungsgrenze an die Solidargemeinschaft entrichtet.
Jetzt höre ich, dass ich, wenn meine Mutter in ein Pflegeheim kommt, mein Gehalt offenlegen und ggf. anteilig Pflegekosten bezahlen muss.
Weshalb trägt dies nicht die Solidargemeinschaft, die ja auch in guten Tagen meiner Eltern Geld genommen hat?
Wir haben nicht viel Geld übrig, da wir unsere Tochter massiv
unterstützen, die sonst auf ergänzende Sozialleistung zu ihrem geringen Einkommen im Hotelgewerbe angewiesen wäre.
Frau Nahles, werden zu dieser, mir drohenden, Heranziehung des Sozialamtes nur Vermögen und Einkommen der Kinder betrachtet, oder auch das monatliche Einkommen der Schwiegerkinder (konkret mein Mann)?
Plant der Gesetzgeber, auch die Schwiegerkinder für die Schwiegereltern zur Zahlung zu zwingen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Andrea Nahles
3Empfehlungen
20.02.2009
Andrea Nahles
Sehr geehrte Frau ,

die Pflegeversicherung ist eine "Teilkassko-Versicherung", wenn Sie mir den Begriff verzeihen. Er verdeutlicht aber ihr Problem. Es handelt sich eben um keine "Vollkassko-Versicherung", d.h. auf die Kinder der Pflegebedürftigen und ihre Ehepartner wird zurückgegriffen. Wenn diese sich die Kosten nicht leisten können, springt der Staat ein. So ist das System. Es tut mir leid, Ihnen keine andere Auskunft geben zu können.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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