Andrea Nahles (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Andrea Nahles
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Literaturwissenschaftlerin (M.A.)
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Ahrweiler
Landeslistenplatz
4, Rheinland-Pfalz
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Es ist Ihr gutes Recht, meine Entscheidung und Position zur VDS falsch zu finden. Aber wenn ich diese vor der Öffentlichkeit verbergen würde, würden das auch wieder viele als Intransparenz kritisieren. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
04.06.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Nahles,

heute hörte ich im Radio, daß die neuste Idee zur Bekämpfung von Schwarzarbeit wäre; ein Gesetz zu installieren, welches besagt : Bauarbeiter müßen immer ihren Personalausweis bei der Arbeit mit sich führen. Sollten sie ohne diesen angetroffen werden soll der Arbeitgeber bestraft werden.
Mal abgesehen davon, daß man im Baugewerbe sowieso seinen Sozialversicherungsausweis mitführen soll, wieso sollte so etwas irgend einen Einfluß auf Schwarzarbeit haben?
Wäre es nicht vielmehr eine wirklich nützliche Idee, wenn Minijobber im Baugewerbe eine Art monatlichen Stundenplan mit sich führen müssten, in dem sie an jedem Tag, den sie arbeiten Anfangs- und Endzeiten ( mit Kuli) eintragen müssten? Diesen ab dem Tag der Anmeldung im Betrieb bei sich führen müssten?
So ein Plan könnte ca. DIN A 5 groß sein - kein Problem ihn mitzuführen.
Denn es gibt bisher kein Mittel zu kontrollieren, ob der entsprechende Arbeiter tatsächlich am Tag der Kontrolle gerade erst den ersten Tag arbeitet, oder womöglich Vollzeit arbeitet und nur auf 400.- Euro - Basis
angemeldet ist.

Mit freundlichen Grüßen
Birgit
Antwort von Andrea Nahles
3Empfehlungen
05.06.2008
Andrea Nahles
Sehr geehrte Frau ,

dieses Vorgehen über den Personalausweis würde mit Internetlisten kombiniert werden, so dass eine schnelle Überprüfung durch Datenabgleich vor Ort möglich wird. Dadurch sind zeitnah wirksame Strafen möglich und das wirkt, denken wir.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.06.2008
Von:
(19

Sehr geehrte Frau Nahles,

ich finde es bedauerlich das die von mir aufgeführten Punkte, welche eindeutig unsere demokratische Grundordnung gefährden, von ihnen als "Schwächen" deklariert werden.

Ich bitte sie jedoch mir noch eine Frage zu beantworten. Haben sie diesen Vertrag denn wirklich vollständig gelesen und sind sie sich über dessen Inhalt bewusst?
_________________________________
Ich möchte ihnen trotz unserer offensichtlichen Differenzen danken, das sie sich an diesem Forum beteiligen, es ist ein wunderbarer Beitrag für die Bürger um am politischen Leben teilzuhaben.
Antwort von Andrea Nahles
7Empfehlungen
12.06.2008
Andrea Nahles
Sehr geehrter Herr ,

richtig, offensichtlich haben wir beide unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich des Vertrages von Lissabon. Das kann man dann einfach auch mal so stehen lassen.

Glauben Sie mir, insbesondere mit den Fragen und Problemen zur Europäischen Union setze ich mich intensiv auseinander. Da müssen Sie mir nicht durch die Blume unterstellen, dass ich irgendetwas ohne Bewusstsein lese.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.06.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Nahles,

ist Ihnen eigentlich bewusst dass gerade "Ihre" Partei, die SPD mit Personen wie Gerhard Schröder, Franz Müntefering und Wolfgang Clement mit deren Politik (Hartz IV etc.) unsere gemeinsame Demokratie nicht nur in Gefahr, sondern nach meiner Meinung fast zerstört haben ??
Und dann zum Abschluss, nach selbst beschlossenen Gesetzen, die Ihren weiteren Berufsweg sichern, in die freie Marktwirtschaft (Schröder, Clement) absetzen. Wann ist die SPD endlich in der Lage sich von diesen Personen zu distanzieren. Oder sind sie wirklich der Meinung dass einer dieser Herren verstanden hat was sozial bedeutet?!

Mit freundlichen Grüssen aus Mayen

I.
Antwort von Andrea Nahles
5Empfehlungen
12.06.2008
Andrea Nahles
Sehr geehrter Herr ,

Sie mögen nicht Alles teilen, was die SPD in den letzten Jahren gemacht hat. Das tue ich ja auch nicht. Und doch kann man die Beschlüsse einer Partei nicht auf einzelne Personen reduzieren. Es gibt sicher Situationen, in denen man sich mal von einzelnen Aussagen distanziert, aber eine Distanzierung von den von Ihnen genannten Personen lehne ich ab.

Gruß
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.06.2008
Von:

Guten Tag Frau Nahles,

ich wohne zwar nicht in ihrem Wahlkreis, aber dafür in ihrem Landkreis.
Vor kurzem war die Landratswahl im Landkreis Mayen-Koblenz. Der CDU Kandidat bekam 62 Prozent, der SPD-Kandiadat nur 32 Prozent. Sie sind die SPD-Kreisvorsitzende von Mayen-Koblenz. Wie erklären Sie sich diese gewaltige SPD-Niederlage?
Antwort von Andrea Nahles
101Empfehlungen
12.06.2008
Andrea Nahles
Sehr geehrter Herr ,

um es gleich vorneweg zu sagen, natürlich war das für uns eine bittere Niederlage. Jedoch lag es nicht am Kandidaten Achim Hütten. Er wäre bestens geeignet und hat einen hoch motivierten Wahlkampf gemacht. Wir alle haben übrigens sehr viel Power in den Wahlkampf gesteckt.
Auf der Suche nach den Gründen haben wir Einiges zusammengetragen, u. a.:
  • starker Kandidat der CDU, der strukturell gut aufgestellt war
  • der Bundestrend, der gegen uns spricht
  • eine niedrige Wahlbeteiligung, besonders in den SPD Bereichen

Wenn Sie mehr wissen wollen, besuchen Sie mich doch einfach mal in meiner Bürgersprechstunde in Andernach.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.06.2008
Von:

Guten Tag Frau Nahles,

wenngleich ich auch nicht Ihrem Wahlkreis zuzuordnen bin, möchte ich dennoch mein Recht auf freie Meinung hier kund tun und Ihnen in diesem Bezug ebenfalls eine Frage stellen.

Auch ich begrüße die irische Entscheidung im Referendum und bin durchaus sehr froh darüber. Man sollte allerdings nicht der Annahme verfallen die Iren wüssten nicht worüber sie abstimmten. Das Gegenteil ist der Fall. Umso verständlicher wird auch die gewisse "unanständige" Hähme seitens der Politiker die sie der Entscheidung entgegen bringen. Verschiedene Wege des weiteren möglichen Verlaufs in Bezug auf den Vertrag kursieren bereits in den Medien - zitierte Stimmen aus Politkreisen. Diesen schenke ich keine Beachtung, da sie allesamt die demokratischen Rechte Irlands in Frage stellen. Wenngleich auch O-Töne der Aktzeptanz zu hören sind - sie sind zu leise.
Die Iren stimmten nicht gegen den EU-Vertrag. Das ist ein Folgenschwerer Irrtum. Sie stimmten "FÜR" mehr Bürgerrechte und das nicht nur für die Iren, sondern für Abermillionen von EU Bürger denen dieses Recht schlicht verweigert wurde. Aus guten Grund, wie es sich langsam in der Öffentlichkeit bemerkbar macht.
Meine Fragen an Sie persönlich lauten nun:

1. Ist Ihnen bekannt, dass bereits am 23.10.2007 die EU jeden Mitgliedsstaat aufgefordert hat Rechtsvorschriften zu erlassen, die den nationalen Mitgliedern den Zugriff auf die nationalen Dateien und auf die nationalen DNS-Datenbanken ermöglichen? (KOM(2007) 644)
a) Wenn Ja: Warum wird auf Schäuble herumgehackt?
b) Wenn Nein: Warum nicht?

2. Seit 2006 ist das Eurojust-Abkommen zwischen den USA und der EU aktiv. Hendrik Lax tat eine Anfrage an die EU in deren Antwort stand: "Was die justizielle Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und den Mitgliedstaaten anbelangt, so wird diese durch Einzelabkommen der Mitgliedstaaten mit den Vereinigten Staaten [..]geregelt." Aber darauf hingewiesen, das diese "noch nicht existieren". (E-5384/06)
Wie erklären Sie "soetwas"?

MfG
S. F.
Antwort von Andrea Nahles
2Empfehlungen
20.06.2008
Andrea Nahles
Sehr geehrte Frau ,

die Ablehnung des EU-Reformvertrags von Lissabon durch die irische Bevölkerung am 12. Juni 2008 ist natürlich ein Rückschlag. Der europäische Einigungsprozess gerät damit erneut in schwieriges Fahrwasser. Damit wird es ungewiss, ob die notwendigen Reformen der Europäischen Union (EU) zum 1. Januar 2009 umgesetzt werden können. Das Nein der irischen Bevölkerung ist zu respektieren, wenn auch bedauerlich. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass der Reformvertrag von Lissabon ein wichtiger Schritt ist, wie ich es oft genug in diesem Forum deutlich gemacht habe.

Warum Einzelabkommen noch nicht existieren, wie Sie ausführen, bitte ich Sie, meine Kollegen im Europäischen Parlament zu fragen. Dies liegt nicht in meinem Verantwortungsbereich. Gleiches gilt für innenpolitische Fragen. Hier ist u. a. mein Kollege Dieter Wiefelspütz verantwortlich. Ich bin Arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecherin.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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