Andrea Nahles (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Andrea Nahles
© spdfraktion.de
Geburtstag
20.06.1970
Berufliche Qualifikation
Literaturwissenschaftlerin M. A.
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Weiler
Wahlkreis
Ahrweiler
Ergebnis
24,9%
Landeslistenplatz
1, Rheinland-Pfalz
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(...) Ich möchte Sie jedoch auch darauf hinweisen, dass man leider als Oppositionspartei auf viele Bereiche dieses Problems keinen Einfluss mehr hat, sondern dies nur in der Regierung beeinflussen kann. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
17.11.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Nahles,

seit einiger Zeit sprechen Sie nur noch von: "Sigmar und ich" oder "Sigmar Gabriel und ich". Das ist zu wenig, um die von Sigmar Gabriel vorgegebene Marschrichtung umzusetzen.

Können Sie sich in der Zukunft vorstellen, besser von "wir" zu sprechen und damit das Präsidium und den Vorstand als die Führungsmannschaften der SPD auch wirklich zu meinen?

Darf ich Sie im Zweifel erneut daran erinnern?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Andrea Nahles
2Empfehlungen
18.11.2009
Andrea Nahles
Sehr geehrter Herr ,

selbstverständlich sind es alle gemeinsam, also wir, die gefordert sind, die Zukunft der SPD zu gestalten. Und ich sehe mich als Teil eines Teams.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.11.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Nahles,

wie erklären Sie sich ihre katastrophale Niederlage in ihrem Wahlkreis gegen eine weitgehend unbekannte CDU-Frau, die dazu ein Neuling ist, sie hatten mit 23 Prozent nur die Häflte der Stimmen von Frau Heil?
Antwort von Andrea Nahles
bisher keineEmpfehlungen
19.11.2009
Andrea Nahles
Sehr geehrte Frau ,

23% haben mir aber auch Vertrauen geschenkt. Es gibt m. E. nicht den einen Grund, aber klar ist auch, dass ich mich nicht in meinem Wahlkreis vom äußerst negativen Bundestrend der SPD absetzen konnte.
Die SPD als Partei hat eine schwere, historische Niederlage erlitten, da gibt es nichts zu beschönigen. Der Auftrag der Wählerinnen und Wähler an uns lautet nun, in die Opposition zu gehen. Seit der Wahl diskutieren wir intensiv die Ursachen für die Wahlniederlage. Diese Diskussion wurde auf unserem zurückliegenden Parteitag weitergeführt und darauf aufbauend eine kritische und schonungslose Analyse des Zustandes der SPD vorgenommen. Wir stehen in der SPD vor einer grundlegenden Erneuerung der Partei. Wir wollen wieder mehrheitsfähig werden. Die notwendigen Schritte dazu werden von den Parteigremien eingeleitet und in den nächsten Wochen und Monaten breit in der Partei diskutiert werden.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.11.2009
Von:
-

Sehr geehrte Frau Nahles,

in Ihrer Antwort an Frau schrieben Sie: "...aber klar ist auch, dass ich mich nicht in meinem Wahlkreis vom äußerst negativen Bundestrend der SPD absetzen konnte."

Ist Ihnen scheinbar gar nicht bewusst, oder Sie verdrängen die Tatsache, dass Sie an diesem negativen Bundestrend der SPD mitverantwortlich sind.

Nun ist es, durch die Schlafmützigkeit der Parteitags-Delegierten, dem Seeheimer Kreis gelungen, weiter die Machtstellen der SPD zu besetzen. Gabriel als Schröderianer und Agendabefürworter, Steinmeier als Schröderberater und Agendaerfinder, Scholz als Hartz IV und Rente mit 67 Verteidiger und Heil, der immer wieder und immer noch die Wähler beleidigt, sie hätten die hervorragende Politik der SPD nicht begriffen. Er bezichtigt sie des Schwachsinns.

Nun haben Sie den Posten der Generalsäkretärin und mir stellt sich die Frage, wie schaffen Sie jetzt einen glaubhaften Wandel gegenüber Ihren alten Ansichten?

Wie werden Sie reagieren, wenn trotz Ihrer unglaubwürdigen Versprechungen was Sie alles ändern wollen, der negative Trend der SPD weiter geht?

Mit wem wollen Sie zukünftig einen Mindestlohn durchsetzen?
Sind Sie immer noch gegen eine Koalition mit der Linkspartei?
Sind Sie nicht auch der Meinung, dass nicht DIE LINKE, sondern die SPD sich verändern muss, wenn sie wieder gewählt werden will?
Antwort von Andrea Nahles
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23.11.2009
Andrea Nahles
Sehr geehrter Herr ,

wenn Sie mich eh unglaubwürdig finden, dann weiß ich nicht, warum Sie mir so viele Fragen stellen!?

Ich habe, auch in diesem Forum, bereits mehrfach betont, dass wir alle in der SPD die Wahl verloren haben und nicht Einzelne allein dafür verantwortlich sind, also auch ich.

Darüber hinaus werde ich jetzt nicht über Koalitionen spekulieren, wie Sie es schon wieder wollen. Das steht derzeit überhaupt nicht zur Debatte. Wir haben ja wohl bei der Wahl keinen Koalitionsauftrag bekommen. Jetzt geht es erst einmal darum, über Fehler in der Vergangenheit und über die Herausforderungen, die auf uns zukommen, zu diskutieren. In Dresden auf unserem Parteitag haben wir damit angefangen, das waren gute Debatten, an der Sache orientiert, solidarisch in der Form. Programmatisch werden wir jetzt die Debatten von Dresden fortsetzen. Diese Diskussionen können Sie gerne unter www.spd.de verfolgen.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Internationales
21.11.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Nahles,

CSU-Uhl ist für einen Abzug der NATO aus Afghanistan und fordert stattdessen geheimdienstliche und polizeiliche Strategien.Westerwelles"selbsttragende Sicherheit" und Karsais Festlegung, die ANA in 5 Jahren operationsbereit zu haben, gehen in diese Richtung. Warum erhöht dann Guttenberg die Bundeswehr um 150 Mann?Glauben sie an ihren eigenen Ansatz nicht?Wie steht die SPD dazu?Was wäre die Folge eines Abzuges?Ein Stellvertreterkrieg, der der Westen unterstützt.Oder. Die Taliban gewinnt in Afg.Dann wäre wohl ein Konflikt Taliban mit Iran wie 2002 denkbar, als die Taliban iranische Diplomaten erschoss und der Westen könnte den Iran veiielicht sogar als neue Speerspitze gegen die Taliban nutzen.Oder: Taliban und Iran tun sich zusammen gegen den Westen--die einen gegen USA, Israel, Europa, die anderen gegen Pakistan, Indien, Zentralasien.Die Gefahr einer Machtübernahme der pakistanischen Taliban in Pakistan besteht.Hier bleibe abzuwarten,ob afgh. und pak. Taliban zu einem einzigen Emirat fusionieren oder aber sich über nationale Identitäten (Durrandline), religiösen Führungsanspruch oder andere Themen zerstreiten.Letzteres würde ihre Kräfte binden und wäre vom Westen eifrig zu fördern.
Ansonsten besteht die Gefahr, dass eine kooperierende afgh-pak-Taliban gegen Kaschmir aggressiv wird, sodass sich Indien und die USA zu einem Erstschlag gegen Pak. gezwungen sehen könnten. Unter gewissen Umständen gibt es also sogar die Chance einer iranisch-indischen Allianz, die der Westen fördern könnte mit einem Eindämmungkonkon durch die Shanghai Cooperation Organisation.Im Ernstfall würde der Iran--legitimerweise-- sogar wegen Talibanatomwaffen eigene fordern. Der Westen könnte Indien und Iran die Transportlogistik stellen, beide bevölkerungsreichen Länder die Truppen für eine derartige Eindämmungsstrategie.Was halten sie davon?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Andrea Nahles
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23.11.2009
Andrea Nahles
Sehr geehrter Herr ,

ich würde Sie bitten, Ihre Fragen einem Fachpolitiker meiner Fraktion zu stellen. Dies wäre in diesem Falle z. B. mein Kollege Dr. Gernot Erler. Er war von November 2005 bis Oktober 2009 Staatsminister im Auswärtigen Amt und hat sich sehr intensiv mit Afghanistan beschäftigt. Ich denke, er ist für Sie der bessere Ansprechpartner.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
21.11.2009
Von:
-

Sehr geehrte Frau Nahles,

gibt es eigentlich Fragen, die Sie grundsätzlich nicht beantworten, obwohl dieselben nicht die Privatsphäre, berühren oder persönlich verletzend sind, sondern beispielsweise bei anstehenden Wahlen die Entscheidung pro oder kontra Ihre Partei beeinflussen könnten? Sind Sie der Meinung, dass Politiker sich mitunter auch unangenehmen Fragen stellen müssen, wenn sie um öffentliche Akzeptanz und Sympathie für ihre Partei werben wollen?

Mit freundlichen Grüßen
W.-D.
Antwort von Andrea Nahles
bisher keineEmpfehlungen
23.11.2009
Andrea Nahles
Sehr geehrter Herr ,

wer, wenn nicht ich, weiß, dass auch unangenehme Fragen zum Geschäft gehören. Allein in diesem Forum darf ich damit viele Erfahrungen sammeln.

Und natürlich behalte auch ich mir vor, Fragen nicht zu beantworten.

Beste Grüße
Andrea Nahles
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