Alexander Dobrindt (CSU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Alexander Dobrindt
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Diplom- Soziologe, Kaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Peißtenberg
Wahlkreis
Weilheim , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
52,0%
Landeslistenplatz
5, Bayern
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(...) Da die Demokratie auf Wettbewerb angelegt ist, sind die CSU und die FDP in ihren unterschiedlichen Wertanschauungen und ihren Vorstellungen über die "richtige" Politik zwar keine politischen Gegner aber politische Mitbewerber. Verantwortliche Politik beinhaltet daher für uns als CSU auch, dass wir den Wählerinnen und Wählern die Unterschiede zur FDP aufzeigen. (...)
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Frage zum Thema Gesundheit
19.07.2009
Von:

Die Zukunft des Penzberger Krankenhauses steht auf dem Spiel.
Die Pläne der landkreiseigenen Krankenhaus GmbH sehen vor das Penzberger Krankenhaus an einen privaten Investor zu verkaufen.
Erstes und wichtigstes Ziel muss sein, dass Krankenhaus in kommunaler Hand zu behalten.
Welche Vorschläge hat der Kandidat Alexander Dobrindt zur Rettung des Penzberger Krankenhauses anzubieten?
Antwort von Alexander Dobrindt
1Empfehlung
19.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage zur Zukunft des Penzberger Krankenhauses.

Bereits mehrmals habe ich mich sowohl in der Presse wie auch auf öffentlichen Veranstaltungen bezüglich meiner Vorstellungen zur Zukunft des Krankenhauses Penzberg geäußert.

Ich halte es für notwendig, dass ein offener und transparenter Dialog mit allen Betroffenen, das heißt Mitarbeitern, Patienten, niedergelassenen Ärzten und vor allem mit den Bürgerinnen und Bürgern geführt wird. Ich bin froh, dass dieser Dialog endlich stattfindet.

Es gibt keinen Grund, vorschnelle Entscheidungen in dieser Angelegenheit zu treffen. Es sind noch viel zu viele Fragen offen. So ist beispielsweise nicht geklärt, wie es um die Grundversorgung und eine Notfallambulanz steht. Zudem existieren zur jetzt geplanten Krankenhausschließung viele Alternativen zum zukünftigen Nutzungskonzept des Krankenhauses Penzberg. Diese sind aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausreichend durchdacht und den Betroffenen und Bürgern zur Kenntnis gegeben.

Notwendig ist aus meiner Sicht darum, alle möglichen Konzepte zum weiteren Betrieb des Krankenhauses Penzberg zu prüfen und alle Formen von Zusammenarbeit offen zu diskutieren. Dies habe ich ebenfalls mit angestoßen.

Die Krankenhaus GmbH wird ein unabhängiges Planungsbüro beauftragen, um alle Varianten der Fortführung des Krankenhauses Penzberg zu untersuchen. Ich halte es für notwendig, die Ergebnisse offenzulegen und zu diskutieren. Vor allem die Möglichkeit der kommunalen Zusammenarbeit ist bei bisherigen Diskussionen viel zu kurz gekommen. Anderenorts wird diese verstärkte kommunale Zusammenarbeit bereits erfolgreich betrieben.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Außenpolitik
10.08.2009
Von:

sehr geehrter herr Dobrindt,

bekanntlich sind beim Flughafen Büchel (Eifel) immer noch etwa 20 Atomraketen stationiert. Nach meiner Überzeugung sollte Deutschland einen sofortigen erkennbaren Schritt in Richtung atomarer Abrüstung tun.
Sind Sie im Falle Ihrer Wiederwahl bereit, eine parlamentarische Initiative mit diesem Ziel zu ergreifen oder zumindest zu unterstützen?
Ich bitte Sie um eine klare Antwort (ja/nein).
Antwort von Alexander Dobrindt
bisher keineEmpfehlungen
09.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bezüglich Ihrer Ausführungen zum Flughafen Büchel liegen mir keine Erkenntnisse vor.

Die Bundesrepublik Deutschland hat völkerrechtlich bereits vor mehreren Jahrzehnten verbindlich auf eigene Nuklearwaffen und sonstige Nuklearsprengkörper verzichtet. Die Bundesregierung hält darüber hinaus ausdrücklich an dem Ziel der weltweiten Abschaffung nicht nur der Nuklearwaffen, sondern aller Massenvernichtungswaffen fest. Angesichts wachsender Risiken durch die Proliferation von Massenvernichtungswaffen setzt sie sich mit Nachdruck für eine Stärkung der internationalen Regime zur Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen ein.

Das gemeinsame Bekenntnis der Bündnispartner zur Kriegsverhinderung und die glaubwürdige Demonstration von Bündnissolidarität und fairer Lastenteilung erfordern es, dass Deutschland einen seiner Rolle im Bündnis entsprechenden Beitrag leistet. Auf dieser Grundlage nimmt Deutschland entsprechend der im Strategischen Konzept von 1999 vereinbarten Grundsätze an der kollektiven Verteidigungsplanung der NATO auch im Bereich der Nuklearwaffen teil.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
14.08.2009
Von:

Ehrenwerter Herr Dobrindt,

aktuell ist in einer Pressemitteilung des Paul-Ehrlich-Institutes zu lesen, dass es kein Verfahren gibt, welches BSE-Prionen in Blutkonserven nachweisen könnte.

Zitat:

"Gesamtstrategie Blutversorgung angesichts vCJK"

"Der sekundäre Übertragungsweg durch Blut wäre weitgehend zu
unterbinden, sobald ein geeigneter Screeningtest zur Verfügung stünde.
Gegenwärtig ist kein solcher Test verfügbar oder absehbar."

aus: www.pei.de

Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Anzahl von Rindern, welche ohne den gesetzlich vorgeschriebenen BSE-Test irregulär geschlachtet wurden.

Deshalb meine Frage:

Wie viele Rinder im nationalen Herkunfts- und Identifikationssystem (HI-Tier), welches im bayr. Landwirtschaftsministerium geführt wird, haben ein ungeklärtes Lebensende?


MfG
R.
Antwort von Alexander Dobrindt
2Empfehlungen
20.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 14. August 2009.

Da sich Ihre Frage direkt auf die Zuständigkeiten des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bezieht, bitte ich Sie, Ihre Frage an das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ludwigstraße 2 in 80539 München (E-Mail: poststelle@stmelf.bayern.de) zu richten.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Umweltpolitik
14.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,

Derzeit verspüren die Nutztierhalter von Kühen, Rindern, Schafen und Ziegen einen großen Druck ausgeübt von der EU, sowie Bund und Länder:
Es geht um die "Blauzungenkrankheit"-Zwangsimpfung
Wärend die EU, sowie die Veterinärämter als Exekutive, diese Impfung als "zwingend" notwendig sieht und diese daher zur Pflicht macht, sehen Landwirte mit betroffenen Zuchttieren keinen Handlungsbedarf. Der Grund: Durch Metalle im Impfstoff werden die Nutztiere vergiftet und sterben anhand dieses Impfstoffes. So die Berichte der Landwirte. Seitens des Bundesministeriums, sowie Landesministeriums (Bayern) für Landwirtschaft, werden jedoch sog. "Impfschäden" nicht beobachtet.

Jetzt haben sich gerade im Landkreis Weilheim-Schongau, viele mutige Landwirte zusammengetan. Zum Teil sind sie der Interessensgemeinschaft "Gesunde Tiere" (IggT) beigetreten und haben Klage gegen diese Zwangsimpfung erhoben, nachdem Beschwerden gegenüber dem Ministerium unbeantwortet und unberührt bleiben.
Auch ein Treffen der Landwirte, einiger Verbraucher, sowie der Öffentlichkeit vertreten durch die Presse mit dem Landrat Dr. Zeller (SPD) und dem zuständigen Veterinär Dr. Renner wurde ignoriert. Wobei "ignoriert" nicht ganz richtig ist: Ein Schreiben des Landratamtes (kaum eine Woche danach) forderte nochmalig auf die Impfung umgehend nachholen zu lassen. Jedoch war in diesem Schreiben weder eine offiziele Mahnung, noch irgendeine Fristsetzung.

Wie sehen Sie, als Bundestagskandidat, diese Sache?
Wird hier richtig gehandelt, wenn ein gefährlicher Impfstoff verwendet wird?
Werden Sie sich hier dafür einsetzen, dass diese Zwangsimpfung gestoppt wird?

Im übrigen hatte sich Österreich bereits vor Beginn der Impfung komplett verweigert diese Impfung durchzuführen. Und auch Frankreich, welches zuvor federführend war, hatte die Impfung in diesem Jahr abgebrochen.

Ich bedanke mich im Voraus für eine Antwort und
verbleibe mit freundlichen Grüßen

Antwort von Alexander Dobrindt
2Empfehlungen
26.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 14. August 2009.

Die durch Bundesverordnung festgelegte Impfung gegen die Blauzungenkrankheit ist eine vorbeugende Schutzimpfung. Sie folgt dem Ansatz der EU-Tiergesundheitsstrategie 2007-2013 "Vorbeugen ist besser als Heilen".

Die Verordnung schreibt diese Impfung verpflichtend für Rinder, Schafe und Ziegen vor, weil nur durch den Aufbau eines flächendeckenden Impfschutzes erreicht werden kann, dass sich das Virus der Blauzungenkrankheit nicht weiter ausbreitet. Die rückläufigen Fallzahlen in Deutschland und in Bayern beweisen, dass die gewählte Strategie richtig war (siehe die Fallzahlentwicklung Jahr/Deutschland/Bayern: 2007/20813/282, 2008/5124/42, 2009/132/5).

Die Impfkampagne wird von zwei obersten Bundesbehörden (Paul-Ehrlich-Institut und Friedrich-Löffler-Institut) sorgfältig beobachtet und gemeldete Impfnebenwirkungen genau analysiert.

Die Situation in Österreich und Frankreich ist nach den mir vorliegenden Informationen unzutreffend geschildert. In Österreich wurde nach den ersten Fällen von Blauzungenkrankheit im November 2008 die landesweite, verpflichtende Impfung angeordnet und in einem sog. "Impffenster" bis April 2009 durchgeführt. In Frankreich wurde ab dem Frühsommer 2008 zunächst freiwillig geimpft. Da sich die Fahlzahlen bis zum Herbst 2008 trotz der Impfung auf über 24000 erhöhten, hat Frankreich den Wechsel zur verpflichtenden Impfung vollzogen. Verpflichtend geimpft wird ebenso z.B. in der Schweiz, in Tschechien, in Belgien, in Spanien, Portugal und Teilen Italiens.

Ich hoffe, Ihnen dargelegt zu haben, dass alle wissenschaftlichen Untersuchungen belegen, dass die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit vorbeugend notwendig ist bzw. war.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Finanzpolitik
15.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,

es ist irritierend, dass Sie als Generalsekretär Ihrer Partei der FDP geistige Windstille und Ideen von vorgestern vorwerfen, wenn die Union mit Hilfe der FDP die Große Koalition ablösen will. Gerade die von Ihnen kritisierte flat tax beinhaltet Steuerentlastungen, die auch CDU und CSU fordern.

Die FDP fordert ein Steuer-Staffelkonzept. Einen Freibetrag von 8.000 Euro für jeden Bürger, für die folgenden 12.000 Euro 10 Prozent Steuersatz, für die folgenden 30.000 Euro 25 Prozent Steuersatz, für alles was darüber hinaus geht 35 Prozent Steuersatz.

CDU und CSU hatten ihren lange währenden Steuerstreit beigelegt und zieht mit dem Versprechen in den Wahlkampf, die Einkommensteuer bis 2013 auf ganzer Linie kräftig zu senken. Der Eingangssteuersatz soll in zwei Schritten von 14 auf 12 Prozent gesenkt werden, und der Höchststeuersatz von 42 Prozent soll statt ab 52.000 Euro künftig erst ab 60.000 Euro Jahreseinkommen greifen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer verständigten auf diese steuerpolitischen Eckpunkte des gemeinsamen Wahlprogramms.

Steuerentlastungen fordern also alle drei Parteien, CDU, CSU und FDP. In einer bürgerlichen Regierung würde sowieso ein Kompromiss aus beiden Konzepten hierzu entstehen.

Sind Sie bereit, Ihre Äußerungen in punkto der steuerpolitischen Aspekte Ihrer Aussagen zu relativieren?

Außerdem sei an das Sprichwort erinnert: "Wenn 2 sich streiten, freut sich der Dritte."

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Alexander Dobrindt
bisher keineEmpfehlungen
09.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die CSU steht für ein realistisches, maßvolles und finanzierbares Steuerkonzept. Im Mittelpunkt des Steuerkonzepts der CSU steht die Entlastung der Familien und kleiner und mittlerer Einkommen.

Wir sagen deutlich, dass wir in der nächsten Legislaturperiode im Bund eine Regierung mit der FDP bilden wollen. Eine bürgerliche Mehrheit kann am besten die notwendigen Entscheidungen treffen, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen und Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen.

Da die Demokratie auf Wettbewerb angelegt ist, sind die CSU und die FDP in ihren unterschiedlichen Wertanschauungen und ihren Vorstellungen über die "richtige" Politik zwar keine politischen Gegner aber politische Mitbewerber. Verantwortliche Politik beinhaltet daher für uns als CSU auch, dass wir den Wählerinnen und Wählern die Unterschiede zur FDP aufzeigen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Ihre Frage an Alexander Dobrindt
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