Von:

Noe
Guten Tag Herr Wieland,
im Rahmen des Konjunkturpakets wurde beschlossen, den Breitbandinternetzugang kurzfristig auszubauen. Das ist grundsätzlich eine gute Entscheidung.
Realisiert werden sollen diese Zugänge allerdings per Funk im UHF – Bereich.
Nun ist es so, daß als Sekundärnutzer die Veranstaltungstechnik die Frequenzen des UHF – Bereichs ebenfalls benötigt, um z.B. Drahtlosmikrofone zu betreiben.
Nach den derzeit gültigen Verträgen sollte dies noch bis mindestens Ende 2015 möglich sein. Die kurzfristigen Entscheidungen der letzten Tage stellen diese Nutzung in Frage, da nach derzeitigem Stand der Technik kein betriebssicheres Ausweichen auf andere Übertragungsverfahren oder Frequenzen möglich ist.
Betroffen davon sind vor allem Nutzer drahloser Mikrofon-Anlagen: Rundfunkanstalten, Journalisten, Musiker und Musikveranstaltungen, Vortragende bei Messen. Auch viele andere Bühnen, Fernsehsender und auch Sie als Politiker nutzen bei Ihren Reden oft kabellose Mikrophone.
Dies wäre nach den aktuellen Beschlüssen weder möglich noch zulässig.
Neben erheblichen Einschränkungen, in einer seit den 60er Jahren gängigen Arbeitsweise, stellt sich weiter das Problem, dass tausende, für viel Geld gekaufte Geräte einfach unbrauchbar werden.
Natürlich ist ein schneller Internetzugang zur heutigen Zeit wichtig, wie soll aber die eher unsichtbare Anwendung der Veranstaltungstechnik, von der Sie als redender Politiker, ich als Musiker und Journalist und alle anderen Mitbürgurger bei Theaterauftritten, Konzerten etc. profitieren, in Zukunft realisiert werden?
Um Ihnen eine Übersicht in das Thema zu geben, folgende Links:
* Erklärung des Bundeswirtschaftsministers zur Breitbandinitiative
www.zukunft-breitband.de
* Text der Breitbandinitiative
www.zukunft-breitband.de rwb=true.pdf
* Informationen des Nutzerverbandes der UHF – Technik
www.apwpt.org
Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichem Gruß

Noe