Waltraud Wolff (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Waltraud Wolff
© spdfraktion.de
Geburtstag
15.03.1956
Berufliche Qualifikation
Schulleiterin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Wolmirstedt
Wahlkreis
Börde - Jerichower Land
Ergebnis
22,4%
Landeslistenplatz
1, Sachsen-Anhalt
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(...) Ob dabei die Biochar-Technologie einen großen Anteil haben wird, kann ich nicht abschätzen, zumal es doch noch etliche offenen Fragen insbesondere auch nach der CO2-Bilanz gibt. Wir müssen vor allem berücksichtigen, dass die verfügbare Biomasse begrenzt ist. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
27.09.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Wolff,

angesichts der bevorstehenden ESM - Abstimmung bitte ich Sie, sich gegenüber den Bürgern aus Ihrer Heimat zu erklären, ob Sie am Donnerstag für oder gegen den unbegrenzten ESM - Blankoscheck für vertragsbrüchige EU - Mitgliedsstaaten stimmen werden. Sollten Sie ggf. noch unsicher sein, was der weit überwiegende Teil des Wahlvolkes denkt und von Ihnen erwartet, dann werfen Sie doch bitte einen Blick auf die Lesermeinungen & Kommentare in F.A.Z., Zeit, Spiegel oder Handelsblatt zu diesem Thema.

Im Vertrauen darauf, dass Sie sich dem einzigen Souverän verpflichtet fühlen - den in diesem Land lebenden Menschen - verbleibe ich

mit freundlihen Grüßen
Antwort von Waltraud Wolff
bisher keineEmpfehlungen
27.09.2011
Waltraud Wolff
Sehr geehrter Herr ,

viele Menschen in Deutschland sind angesichts der aktuellen Debatte über die zu ergreifenden Maßnahmen zur Stabilisierung der Währungsunion und zur Unterstützung der hochverschuldeten Euro-Länder zutiefst verunsichert und machen sich Sorgen: Sorgen um die Stabilität unserer Währung, um das Ersparte und Erarbeitete und die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes.

Ich kann diese Sorgen nachvollziehen: Keine der möglichen Antworten kann für sich in Anspruch nehmen, keine Risiken zu beinhalten.

Um die derzeitigen Probleme zu meistern, brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Europa – daran habe ich keinen Zweifel. Nur mit einer starken Europäischen Union wird Deutschland in einer immer mehr globalisierten Welt auch in Zukunft wirtschaftlich und politisch eine Rolle spielen.

Deutschland ist der Gewinner Europas: Politisch, weil es die deutsche Einheit ohne die europäische Einigung nicht gäbe. Wirtschaftlich, weil Millionen deutscher Arbeitsplätze vom Export deutscher Güter und Dienstleistungen in die Europäische Union und die Euro-Zone abhängen.

Deshalb bin ich grundsätzlich für die europäischen Rettungsschirme. Sie sind Ausdruck der innereuropäischen Solidarität. Diese Solidarität ist selbstredend keine Einbahnstraße. Die von der Refinanzierungskrise betroffenen Staaten müssen ihrer Verantwortung für den Abbau ihrer Verschuldung gerecht werden. Wir werden uns auch weiterhin für eine Wachstumsstrategie stark machen, denn ohne wirtschaftliches Wachstum in den Krisenstaaten kann die notwendige Konsolidierung ihrer Haushalte nicht gelingen.

Unsere Anforderungen sind klar: Alle Eurostaaten müssen ihre Staatsschulden in den Griff bekommen, die Gläubiger müssen sich beteiligen, die Finanzmärkte müssen besser reguliert werden, die Wirtschaftspolitik innerhalb der EU muss besser koordiniert werden.

Es geht aber nicht nur um’s Sparen allein, wir müssen genauso in Wachstum investieren. Die Einnahmen einer Finanztransaktionssteuer müssen dazu dienen, Europa und vor allem den Krisenstaaten in Südeuropa auch eine Wachstumsperspektive zu geben. Die drastischen Sparmaßnahmen z. B. in Griechenland werden das Land nicht aus der Krise führen. Im Gegenteil: die Sparmaßnahmen allein führen zu einer ständig steigenden wirtschaftlichen Rezession im Land. Im Ergebnis reichen alle Sparanstrengungen nicht einmal aus, den wirtschaftlichen Rückgang auszugleichen – geschweige denn die Verschuldung abzubauen. Ohne die Kombination der notwendigen Sparmaßnahmen mit Investitionen in Infrastruktur, Bildung und wirtschaftliches Wachstum wird das Land immer mehr in einen krisenhaften Zyklus gezwungen, dessen Folgen die Bevölkerung nicht auf Dauer akzeptieren wird.

Deutschland hat ein großes wirtschaftliches Interesse daran, Griechenland in der Euro-Zone zu halten. Die Folge einer fortgesetzten wirtschaftlichen Rezession in Griechenland und dem damit nicht mehr auszuschließenden Staatsbankrott oder einem Austritt aus der Euro-Zone wären auch für unser Land dramatisch: die erneute Stabilisierung betroffener deutscher und europäischer Banken und vor allem die Gefahr der "Ansteckung" weiterer Mitgliedstaaten der Euro-Zone würde zu immer größeren finanziellen Anstrengungen führen, um eine allgemeine wirtschaftliche Rezession und steigende Arbeitslosigkeit auch in Deutschland zu verhindern.

Die parlamentarischen Beratungen zum dauerhaften Rettungsschirm - dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) - haben jedoch noch nicht begonnen – auf europäischer Ebene wird neu verhandelt. Die Abstimmung über den jetzt vorliegenden Entwurf für einen weiteren Europäischen Rettungsschirm (EFSF) sowie die zeitgleich vorgelegten Regeln für die Beteiligung des Deutschen Bundestages und den Schutz des Budgetrechts für das deutsche Parlament sind aber nur der erste Schritt zu einem finanziell stabilen und wirtschaftlich erfolgreichen Europa.

Mit freundlichen Grüße
Waltraud Wolff
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.10.2012
Von:

Guten Tag.

Ich habe soeben versucht das elektronische Zertifikat auf der Elster Seite anzulegen.
Hier wollte das System von Elster Zugriff auf mein System erlangen.
Dies kann und werde ich aus Datenschutzgründen nicht zulassen. Zumal ich auch die Benutzterkontensteuerung aktiviert habe.
Ich selbst entscheide welche Programmen ich den Zugriff auf mein Computersystem gestatte und dies mache ich höchst selten.

Daher bitte ich um die Angabe einer anderen Möglichkeit der "Erstellung eines elektronischen Zertifikats" zur Steuererklärung

Gleichzeitig möchte ich hier anbringen das man das Elster System nur nutzen kann wenn man immer das neueste Update (welches bezahlt werden muss) seines Buchhaltungsprogramms (bei mir Lexware) gekauft hat.

Jede Änderung kostet Geld - und als Unternehmer muss man Betriebswirtschaftlich rechnen und kann nicht wie die Bundesregierung jedes Jahr mehr Schulden machen - als Unternehmer würde ich keine weiteren Kredite bekommen wenn ich wie die Bundesregierung arbeiten würde.

Ich bitte um Klärung des Sachverhalts bis zum 14.11.2012, andernfalls werde und muss ich einen Untersuchungsausschuss zur Überprüfung der Rechtssicherheit sowie Klage beim Bundesgerichtshof beantragen.


Vielen dank für Ihr Verständnis,

In Erwartung Ihrer Nachricht verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen aus dem Land der Frühaufsteher

Antwort von Waltraud Wolff
2Empfehlungen
29.10.2012
Waltraud Wolff
Sehr geehrter Herr ,

als Bundestagsabgeordnete bin ich für die Ausgestaltung von Elster nicht zuständig. Elster wird vom Bayerischen Landesamt für Steuern betrieben, die Sicherheit wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert. Ich habe daher keine Zweifel an der Sicherheit des Verfahrens. Für die persönliche Einkommenssteuererklärung gibt es mit ElsterFormular ein kostenloses Steuerprogramm.

Bitte haben Sie Verständnis, dass ich Ihnen zur Installation von Elster keine Auskünfte geben kann. Zur Sicherheit verweise ich sie auf die Seite
www.elster.de zu weiteren Fragen auf die Elster-Hotline per Mail hotline@elster.de oder per Telefon 0800 52 35 055. Ebenso kann ich auch zum Geschäftsmodell von Lexware keine Angaben machen.

Freundliche Grüße
Waltraud Wolff
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Frage zum Thema Arbeit
28.01.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Wolff,

Das Beschäftigungsdatenschutzgesetz steht kurz vor der "Verabschiedung durch den Bundestag". Sollte es hierzu wirklich kommen, wäre dann nach Ihrer Auffassung der soziale Frieden auf dem Arbeitsmarkt gefährdet und wenn ja könnten Sie sich von Seiten der SPD Maßnahmen vorstellen, die dieses Gesetz nicht wirksam werden lassen könnte?
Vielen Dank schon im voraus für Ihre Antwort.

Freundliche Grüße
Antwort von Waltraud Wolff
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04.02.2013
Waltraud Wolff
Sehr geehrter Herr ,

Schwarz-Gelb hat den Gesetzentwurf zum Beschäftigtendatenschutz erneut von der Tagesordnung abgesetzt. Das ist gut so. Die Koalition hat nach dem Gegenwind nicht nur von Arbeitnehmern, sondern auch der Arbeitnehmerseite begriffen: So geht es nicht.

Das reicht aber nicht aus. Diese Vorschläge können so auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht ins Parlament. Jetzt muss grundlegend nachgebessert werden, damit die Beschäftigten am Arbeitplatz wirklich vor Überwachung geschützt werden. Im jetzigen Entwurf wäre das Gegenteil der Fall, denn die Überwachung mit Kameras würde sogar noch ausgeweitet werden. www.spdfraktion.de Jetzt brauchen wir einen Neustart für einen Datenschutz am Arbeitsplatz, der den Namen auch verdient.

Leider ist dieses Gesetz im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig. Ich hoffe, dass der Druck von Beschäftigten, Gewerkschaften und Arbeitgebern aber so groß bleibt, dass das Gesetz nicht verabschiedet wird. Die SPD-Bundestagsfraktion hatte bereits 2011 einen eigenen Entwurf für ein Beschäftigtendatengesetz www.spdfraktion.de vorgelegt. Statt die Grundlage für eine Datenerhebung zu schaffen, wollten wir die Daten von Arbeitnehmer schützen. Das steht für mich in der nächsten Legislaturperiode auf alle Fälle wieder auf der Tagesordnung.

Freundliche Grüße

Waltraud Wolff
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
10.04.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Wolff,

Dass die verfassungsgebende Gewalt beim deutschen Volke liegt, bedeutet nach den (einfachen) Regeln der (juristischen) Logik, dass sie bei niemand anderem liegen kann.
Das deutsche Volk übt seine verfassungsgebende Gewalt, selbst, unmittelbar und "in freier Entscheidung", d.h. in einem nach rechtsstaatlichen Regeln organisierten Verfassungsreferendum aus.
Dies vorausgeschickt ist es einigermaßen befremdlich, wenn man in der derzeit gültigen Präambel die Formulierung findet:

"... hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben. ..."
Kann solch eine Formulierung verfassungsgemäß sein?
Oder habe ich - Deutschland - es nur nicht mitbekommen, dass das deutsche Volk bereits über eine Verfassung abgestimmt hat?
Antwort von Waltraud Wolff
bisher keineEmpfehlungen
23.04.2013
Waltraud Wolff
Sehr geehrter Herr ,

das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ist aus meiner Sicht auch ohne direkte Volksabstimmung unsere legitime Verfassung. Und: Ich halte das Grundgesetz für eine gute Grundlage unseres Zusammenlebens in Deutschland. Viele Umfragen ( de.statista.com ) belegen, dass die meisten Menschen in Deutschland dies ebenso sehen: Sie sind zufrieden mit dem Grundgesetz und glauben, dass es sich bewährt hat.

Freundliche Grüße

Waltraud Wolff
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