Volkmar Vogel (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Volkmar Vogel
Jahrgang
1959
Berufliche Qualifikation
Facharbeiter für Zerspanungstechnik, Diplomingenieur (FH) für Gerätetechnik
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Greiz - Altenburger Land
Landeslistenplatz
5, Thüringen
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Der Auszahlungsbetrag des Überbrückungsgeldes für Hinterbliebene von Abgeordneten ist bereits seit dem 31. März 2004 um 1.050 Euro gemindert (§ 24 Abs. 1 Satz 5 AbgG) worden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
10.03.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Vogel,

heute hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle verkündet, dass eine Vorreservierung der Prämie möglich ist.

Für viele (potenzielle) Autokäufer mag dies auch ein guter Schachzug sein.

Nur was passiert mit den Leuten, die ihr Auto Anfang April bekommen. Müssen diese sich ebenfalls noch die Prämie vorreservieren lassen? Oder werden vollständige Anträge vorrangig behandelt? Gibt es eine Begrenzung für die Vorreservierung?

Oder kann es dem Autokäufer unter umständen passieren, das durch die Reservierungswelle sämtlich "Anwärterplätze" für die Prämie weg sind, er selbst keine Vorreservierung hat und er, obwohl er Anfang April einen vollständigen Antrag hat, dann leer ausgeht?

Wird die Reservierung an das Kaufdatum gekoppelt? Da Käufer, die dann wohl am 28.03.2009 ein Auto gekauft haben, auf einmal im Vorteil sind, weil sie abgewartet haben. Und der der sich kurzentschlossen Anfang Februar entschieden hat, leer ausgeht.

Also für mich ist da keine Sicherheit da. Eher ein "veräppeln" für schnellentschlossene Autokäufer. Schade.
Antwort von Volkmar Vogel
1Empfehlung
06.04.2009
Volkmar Vogel
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Umweltprämie hat sich als Erfolg für die hiesigen Automobilhersteller, für die Automobilzulieferer und auch für den einzelnen Neuwagenkäufer entpuppt. Jedes zweite verkaufte Auto ist ein deutsches Fabrikat und in den für den deutschen Markt produzierten ausländischen Fahrzeugen stecken oft auch viele Einzelteile heimischer Zulieferer. Die Automobilbranche wird gestützt und es fahren mehr modernere, saubere, energiesparende Autos auf unseren Straßen.

Der große Ansturm auf die Prämie erforderte Änderungen an der Richtlinie, um den Käufern mehr Sicherheit zu ermöglichen. Dafür wird und hat sich meine Fraktion eingesetzt. Die neue Möglichkeit einer Reservierung der Prämie trat zum 30. März 2009 in Kraft. Die Antragstellung per Onlineantrag und andere Elemente werden sich mit Sicherheit einspielen und in Zukunft problemfreier genutzt werden können. Aktuelle Informationen über die Antragstellung und die genauen Richtlinien können Sie auf der Seite des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) erhalten: www.bafa.de

Das immense Interesse an der Umweltprämie und die Befürchtungen vieler, die bereits ein Auto gekauft haben und noch auf die Auslieferung warten, sind mir bekannt. Ich habe deshalb bereits in den vergangenen Wochen eine Aufstockung der Mittel befürwortet, um hier mehr Sicherheit zu erzielen. Das Kabinett hat auch eine entsprechende Ausweitung beschlossen und berät derzeit die entsprechenden Rahmenbedingungen für die Weiterführung. Sicher ist, die Umweltprämie wird bis zum Ende des Jahres gezahlt.

Einige Bedenken meiner Kollegen kann ich allerdings auch teilen und möchte Ihnen meine Meinung dazu nicht vorenthalten. Wir können diese Förderung nicht auf Dauer fortführen und die schon riesige Verschuldung für die Abfederung der Wirtschaftskrise noch weiter unkalkuliert anwachsen lassen. Denn die Schulden die heute gemacht werden belasten die uns folgenden Generationen und die jungen Leute von heute.

Ich hoffe, Ihnen mit den Informationen weiter geholfen zu haben. Gleichlautende Antwort lasse ich auch weiteren Fragestellern zu diesem Bereich zukommen.

Mit freundlichen Grüßen

Volkmar Vogel
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Frage zum Thema Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
23.03.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Vogel!

Die Militärausgaben aller beteiligten Länder in Afghanisten werden auf täglich 100 Millionen Dollar geschätzt. Die weltweiten Spendengelder für zivile Projekte ( Straßen etc) und NGOs werden mit 7 Millionen Dollar täglich angegeben. (Von diesen Spenden kamen in den letzten Jahren etwa ein Drittel nicht nach Afghanistan und von den geflossenen Geldern ging ein Teil an die Geberländer zurück).

Warum betragen die Militärausgaben in Afghanistan mehr als das zehnfache der Ausgaben für zivile Projekte?

Freundliche Grüße aus Thüringen von Frau
Antwort von Volkmar Vogel
1Empfehlung
09.04.2009
Volkmar Vogel
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage an mich und einige meiner Kollegen bezüglich der militärischen und zivilen Anstrengungen in Afghanistan. Mit meinen CDU Kollegen aus Thüringen habe ich diese Antwort abgestimmt.

Afghanistan ist mit eines der ärmsten Länder der Welt und zugleich auch eines der krisenanfälligsten. Vor dem Eingreifen der internationalen Gemeinschaft bestand in Afghanistan eine durch die Taliban errichtete Schreckensherrschaft, in der auch fundamentalste Menschenrechte missachtet wurden. Darüber hinaus war Afghanistan ein Rückzugsraum und Trainingsgebiet für Extremisten, die mit ihrer Gewalt alle liberalen Gesellschaften bedrohten.

Das Ziel ist es, eine staatliche Ordnung zu etablieren, die die grundlegenden Voraussetzungen politischer Legitimation erfüllt, sich also auf die große Mehrheit der afghanischen Bevölkerung stützen kann. Unser Bemühen im Wiederaufbau des Landes darf deshalb nicht abreißen.

Um zur Beantwortung Ihrer Frage zu kommen: der Wiederaufbau in Afghanistan trägt zur Sicherheit bei. Umgekehrt gilt: die Verbesserung der Sicherheitslage ist Grundvoraussetzung für den erfolgreichen, flächendeckenden Wiederaufbau. Das heißt, eine unserer größten Anstrengungen besteht darin, die zur sicherheitspolitischen Lage stabilisierenden, notwendigen Institutionen aufzubauen.
Dazu gehören neben einer funktionierenden Justiz auch Polizei und Militär. Besondere Bedeutung kommt daher dem Aufbau afghanischer Sicherheitskräfte zu, die in steigendem Maße selbst zur Herstellung der Sicherheit beitragen soll. Auf dem Bukarester NATO- Gipfel vom 02. bis 04. April 2008, hat die internationale Gemeinschaft ihr Bestreben in Afghanistan bekräftigt und einen "umfassenden politischmilitärischen Plan" verabschiedet, der das bisherige Vorgehen konkretisiert und fortentwickelt.

Auf den ersten Blick mag es anmuten, dass für militärische Zwecke mehr Geld ausgegeben wird, als für zivile Projekte. Es darf aber nicht unterschätzt werden, dass in den finanziellen Mitteln für militärische Projekte viele zivile Projekte mitfinanziert werden. Darunter fällt ein Großteil der ländlichen Infrastruktur, also Brücken, Straßen, Wasserversorgung, Elektrizität, etc.

Bislang wurde folgendes erreicht:
Inzwischen haben 4 Millionen Afghanen Zugang zu Trinkwasser. Deutschland hat mitgeholfen, dörfliche Wassernetze wieder instand zu setzen, Brunnen zu bauen und Wasserreservoirs anzulegen.

Mit unserer Unterstützung entstehen Überlandleitungen und Wasserkraftwerke, zunächst zur Stromversorgung von 500.00 Menschen im Norden Afghanistans.
Unser Ziel ist es, die insgesamt 29 Millionen Einwohner Afghanistans mit frischem Wasser und mit Strom zu versorgen.

6,5 Millionen junge Menschen, darunter ein Drittel Mädchen, können wieder zur Schule gehen. Bisher wurden landesweit 3.500 Schulen gebaut. Über 40.000 Studierende, darunter ein viertel junge Frauen, sind an den landesweit 19 Universitäten des Landes eingeschrieben. Frauen nehmen am öffentlichen Leben teil.

Wir haben mitgeholfen, Krankenhäuser instand zu setzen. Heute hat die Mehrheit der Afghanen Zugang zur medizinischen Versorgung, dennoch liegt die durchschnittliche Lebenserwartung nur bei 45 Jahren.

Bis 2010 wird die internationale Staatengemeinschaft den Wiederaufbau in Afghanistan mit rund 30 Milliarden US- Dollar unterstützen, ein drittel davon spendet die Europäische Union. Deutschland ist mit 900 Millionen Euro beteiligt und damit das viertgrößte Geberland.

Natürlich wird auch der afghanischen Regierung eine hohe Eigenverantwortung beigemessen. Afghanistan muss sich auf Dauer selbst regieren und auch stabilisieren können. Aber jenseits dessen sind verstärkte Bemühungen der internationalen Gemeinschaft bei Militär, Polizei und Gesellschaft weiterhin notwendig und wichtig, auch zur Steigerung der tatsächlichen Einsatzfähigkeit afghanischer Sicherheitskräfte.

Deshalb braucht Afghanistan unsere Unterstützung und dafür macht sich auch die CDU/CSU- Fraktion im Deutschen Bundestag stark.

Mit freundlichen Grüßen

Volkmar Vogel
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
31.03.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Vogel,

Herr Naujok stellte Ihnen die Frage, was Sie von der Idee eines bedingungslosem Grundeinkommen halten.
Teil Ihrer Antwort ist, dass bei einem solchen bedingungslosem Grundeinkommen das Instrument des Leistungsanreizes verloren geht.
Für wen gelten denn Ihrer Meinung diese Leistungsanreize?
Ich möchte an zwei Beispielen erklären, worauf ich hinaus will.
1. Was ist mit denen die in den Genuss kommen ihr geerbtes Geld für sich "arbeiten" zu lassen, ohne selbst eine echte Leistung zu erbringen?
2. Was ist z. B. mit unter 50jährigen Beamten die in Frühpensionierung gehen können, weil man sie nicht mehr braucht aber üppig versorgt?
Es gibt noch einige andere Beispiele für die dieses Prinzip also keine Rolle spielt.
Ist es dann nicht so, dass es in Wahrheit nur darum geht, Menschen zur Arbeit zu zwingen, weil man allgemein glaubt, sie lägen sonst auf der faulen Haut?
Oder ein anders Argument, wer macht dann die Drecksarbeit,
wenn j e d e r ein bedingungsloses Grundeinkommen bezieht?
Dieses Argument, wer macht dann die Drecksarbeit, hielten übrigens auch die Befürworter der Sklavenhaltung im 19. Jahrhundert in den Südstaaten von Amerika ihren Gegnern vor.
Zwingt das Bürgergeld von Herrn Althaus nicht dennoch jeden halbwegs Gesunden zur Arbeit, egal welche und unter welchen Bedingungen und der Staat ist obendrein aus der Verantwortung?
Setzt dann ein solches Bürgergeld in Höhe eines soziokulturellen Existenzminimum nicht wenigstens voraus, dass sich grundlegend etwas am Arbeitsmarkt positiv verändert?
Dem steht aber die ständige Freisetzung von Arbeitskräften durch immer höhere Produktivität entgegen.
Ebenso halte ich ständiges unendliches Wachstum für eine Illusion.
Wie soll der Arbeitsmarkt sich dann positiv regulieren?
Was wäre wenn der Mensch selbst entscheiden könnte was er machen will, was er arbeiten, lernen und leisten will ohne irgend welchem gesellschaftlichen und existenziellen Druck ausgesetzt zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Volkmar Vogel
bisher keineEmpfehlungen
23.04.2009
Volkmar Vogel
Sehr geehrter Herr ,

wir kennen uns nicht persönlich, daher kann ich nicht einschätzen, welche Lebensleistung Sie bisher zum Wohle der Allgemeinheit erbracht haben.
Verstehen Sie mich bitte richtig, aber für mich ist es befremdlich, wenn Sie von "Drecksarbeit" sprechen. Für mein Selbstverständnis, dass sich aus der Erziehung durch meine Eltern und meinem eigenen Berufsleben von über 30 Jahren ergibt, ist jede Arbeit, die ordentlich erledigt wird, aller Ehren wert.

Ich weiß es zu schätzen, dass es Menschen gibt, die unseren Abfall umweltgerecht entsorgen, die dafür sorgen, dass unsere Wohnungen und Fabrikhallen mit Wasser, Wärme und Elektroenergie versorgt werden.
Dies sind nur einige Beispiele für eine Diskussion, die ich gerne mit Ihnen persönlich führen würde. Wie anfangs gesagt, lässt sich eine solche Diskussion schlecht in einem so anonymen Medium wie dieser Plattform führen. Hierbei bin ich der Freund des persönlichen Gesprächs. Wenn Sie dies auch sind, dann können Sie gerne Kontakt mit mir aufnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Volkmar Vogel, MdB
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
23.04.2009
Von:

Sehr geherter Herr Abgeordneter,

gerade las ich, dass sich die Innenminister der Länder sich wieder nicht auf eine Begrenzung der Waffenanzahl je Schütze im Bezug auf das deutsche Waffenrecht einigen konnten.

Warum wird nicht eine Steuer auf private Waffen erhoben.
Ein Hund kostet 60 € Hundesteuer... Ich glaube Waffennarren überlegen sich dann, ob sie ihrem 15jährigen Sprößling eine 20 Stück-Sammlung vorführen.

Danke für Ihre Zeit.

Hochachtungsvoll

Antwort von Volkmar Vogel
1Empfehlung
12.05.2009
Volkmar Vogel
Sehr geehrter Herr ,

ich denke, dass eine Steuer auf private Waffen das eigentliche Problem des Umgangs unverantwortlicher Menschen mit Waffen nicht lösen kann. Richtig ist, dass wir das derzeitige Waffenrecht verschärfen müssen. Es wäre meines Erachtens nach jedoch eine falsche Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden, alle Besitzer von Pistolen oder Gewehren zur Kasse zu bitten. Leider ist der Weg nicht so einfach.

Eine Arbeitsgruppe der Innenministerien von Bund und Ländern einigte sich vor wenigen Tagen darauf, verdachtsunabhängige Kontrollen in den Wohnungen der Waffenbesitzer zuzulassen.
Bitte lassen Sie mich noch einen Punkt hinzufügen: Ich halte nichts davon, jeden legalen Waffenbesitzer unter Generalverdacht zu stellen. Gerade deshalb müssen die erwähnten Kontrollen rechtstaatlich einwandfrei geregelt werden, so dass sie nicht mit der im Grundgesetz garantierten Unverletzlichkeit der Wohnung kollidieren. Insofern sind wir derzeit dabei, einen Weg zu finden, der die notwendige Sicherheit der Bürger mit dem Recht der Unverletzlichkeit in Einklang bringt. Dies wollen wir innerhalb der großen Koalition noch vor Ende der Sommerpause schaffen.

Lassen Sie mich noch eine grundsätzliche Position von mir ansprechen, die ich innerhalb dieser Diskussion für wichtig halte: Die größte Gefahr geht meiner Meinung nach auch nicht von den legalen, sondern von den illegalen Waffen aus.


Mit freundlichen Grüßen

Volkmar Vogel, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.04.2009
Von:

Betreff: Fragen von Herrn Monsen zum BGE

Sehr geehrter Herr Vogel,
wäre es möglich, die Ergebnisse des hoffentlich stattgefunden persönlichen Gesprächs mit Herrn Monsen zu dessen Fragen hier zu veröffentlichen? Ich und auch einige meiner Bekannten wären ebenfalls an Ihren Antworten interessiert. Das Medium "abgeordnetenwatch.de" lebt doch geradezu davon, daß Fragen nicht nur im persönlichen Gespräch geklärt, sondern diese hier öffentlich werden.

mit freundlichen Grüßen



PS.
Falls Sie vorab Fragen zu meiner Lebensleistung benötigen, können Sie sich gern per Email an mich wenden.
Antwort von Volkmar Vogel
3Empfehlungen
08.05.2009
Volkmar Vogel
Sehr geehrter Herr ,

ich freue mich über das Interesse von Ihnen und Ihren Bekannten.
Bis zum heutigen Tag hat sich Herr Monse aber noch nicht bei mir gemeldet. Sobald er dies tut, informiere ich Sie natürlich gerne über den Gesprächsverlauf, sofern Herr Monse keine Einwände hat.

Bis dahin verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

Volkmar Vogel, MdB
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