Volker Beck (GRÜNE)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
12.12.1960
Berufliche Qualifikation
Erster Parlamentarischer Geschäftsführer
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Köln
Wahlkreis
Köln II
Ergebnis
15,6%
Landeslistenplatz
2, Nordrhein-Westfalen
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(...) Die Auskunft Ihrer Krankenkasse ist nicht richtig. In der gesetzlichen Krankenversicherung gelten seit Anfang 2009 einheitliche Regeln für die Beitragsbemessung bei freiwillig versicherten Mitgliedern. Diese wurden vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversichertenverband entwickelt und sind für alle Krankenkassen verbindlich. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Integration
13.04.2012
Von:

sehr geehrter Herr Beck,

Sie werden wie Ihr Abgeordnetenkollege H.Hartmann SPD in den Nachrichten des Deutschland Radio Kultur zum Thema Verteilung von "Freiexemplaren des Koran"durch Salafisten erwähnt.

Warum können nicht Parteimitglieder oder Bürger gegenüber dem Stand der Salafisten einen Informationsstand aufbauen und über den "wahren Salafisten" der Demokratie ablehnt, Unterdrückung der Frau, Verachtung der Christen predigt und die Scharia einführen will ,aufklären?
Wäre Aufklärung vor Ort nicht sinnvoller,als ständige Diskussionen über mögliche Verbote etc.,die in unserer Demokratie und Meinungsfreiheit kaum möglich sind?
Antwort von Volker Beck
bisher keineEmpfehlungen
16.04.2012
Volker Beck
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Zum Klarstellen: Selbstverständlich darf jedeR DemokratIn einen Stand anmelden und über Salafisten aufklären. Von einem Verbot hat Herr Beck nichts gesagt. Im Umgang mit der Koranverteilaktiion rät er zur Gelassenheit, Wachsamkeit und Wehrhaftigkeit der Demokratie. Das Verteilen des Koran ist grundsätzlich genauso wenig zu beanstanden, wie das Verteilen von Bibeln, des Buch Mormon oder des Wachtturms. Auch das Missionieren ist von der im Grundgesetz verbrieften Religionsfreiheit gedeckt. Gegen die neofundamentalisitischen Salafisten ist die Waffe der Demokratie das Wort.

Deshalb haben die Imame und und muslimischen Verbände hier eine wichtige Verantwortung. Sie sollten gegen die Verhetzung durch die Salafisten klar Stellung beziehen. Dabei kommt es nicht so sehr auf Pressestatements an, sondern dass in den Moscheen erklärt wird, dass die salafistische Verengung des Islam nicht die muslimische Sichtweise auf die Welt ist, dass der Respekt vor Andersgläubigen und Atheisten die Grundlage der Freiheit aller ist und Gewalt kein Mittel von Politik oder Religion sein darf.

Wer will, dass junge Muslime oder Konvertiten nicht ideologisch in die Hände dieser religiösen Scharlatane fallen, muss aber auch politisch handeln: Wir brauchen endlich eine Roadmap zur religionsverfassungsrechtlichen Integration des Islam in Deutschland. Hier ist leider die Deutsche Islamkonferenz ein Totalausfall. Diesen Prozess muss Innenminister Friedrich endlich wieder in die Gänge bringen.

Wichtige Projekte hierfür sind: Der Weg zu anerkannten islamischen Religionsgemeinschaften muss endlich zwischen muslimischen Verbänden und dem Staat vereinbart werden. An den Schulen sollte islamischer Religionsunterricht flächendeckend angeboten werden. Wer über seine Religion Bescheid weiß, fällt nicht so leicht auf fundamentalistische Rattenfänger herein. Nordrhein-Westfalen hat unter Ministerin Löhrmann mit dem Gesetz zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts vorgemacht, wie man auch übergangsweise hier zu einer Lösung kommen kann.

Gegenüber den Salafisten müssen die Sicherheitsbehörden wachsam sein. Es ist richtig, dass sie vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Wo sie mit Gewaltaufrufen gegen Gesetze verstoßen, muss Recht und Gesetz konsequent gegen sie angewandt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Team Volker Beck
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.04.2012
Von:

Fassungslos habe ich über die Bestrebungen in den Nachrichten gelesen, das Rederecht innerhalb des Parlaments stärker zu reglementieren. Wen sollte es noch wundern, dass die Wähler das Gefühl haben, sie werden von den etablierten Parteien nicht mehr vertreten.

Ihnen als Abgeordneter meines Wahlkreises möchte ich daher die Frage stellen: Wie stehen Sie zu diesen angestrebten Änderungen und wie begründen Sie Ihre Meinung? Wie werden Sie abstimmen?

. K
Antwort von Volker Beck
bisher keineEmpfehlungen
16.04.2012
Volker Beck
Sehr geehrter Herr K.,

vielen Dank für Ihre Frage. Volker Beck lehnt die Einschränkungen des Rederechts ab. Das hat Herr Beck in seinem Weblog selbst ausführlich dargestellt:
beckstage.volkerbeck.de

Mit vielen Grüßen aus Berlin

Das Team von Volker Beck
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Frage zum Thema Integration
16.04.2012
Von:

sehr geehrtes Beck team,

vielen Dank für Ihre Antwort zu meiner Frage / Vorschlag zum direkten Handel und Aufklären vor Ort bei der Verteilung von Freiexemplaren des Korans durch Salafisten.
Ihre Anworten entsprechen den Aussagen der Politiker und den Zeitungsartikeln.
Mir ging es darum sofort wenn die Salafisten den Koran verteilen einen Stand von Parteienvertretern,angagierten Bürgern etc. aufzubauen um vor Ort aufzuklären!

Sind nicht alle von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen, Überwachungen Sonntagsreden im Sande verlaufen? Wird nicht seit ca. 10 Jahren darüber geredet es müsse etwas getan werden?
Können sich nicht die religiösen Gruppierungen,die das Denken und die Demokratie abschaffen wollen seid Jahren immer mehr ausbreiten? Was wurde zum Beispiel gegen die "Gehirnwäsche" der Sentologen unternommen?
Ist es nicht lächerlich wenn im Bericht über die Koranverteilung in Berlin im Fernsehn eine einzige junge Frau mit einem Plakat steht" Lies we dont want your lies" von den demokratischen Parteien etc. keiner zu sehen ist? Werden die Parteistände nur vor Wahlen aufgebaut ?
Wird das Feld der " Bürgerinformation" nur Salafisten und Demokratieunterwanderern(z.B.NPD) überlassen? Hätte nicht ein Stand von SPD+ Grünen+CDU bei der Koranverteilung der Demokratie geholfen? Gibt es nicht zu viel unaufgeklärte, unpolitische Jugendliche und Erwachsen die nur Privatfernsehn,Regenbogenpresse lesen und nicht kritische Sendungen spät nachts anschauen? Sind diese Gruppen,ungebildet,sozialschwach,unzufrieden,nicht integriert in Gesellschaft, nicht die Beute der Salafisten?
usw.
Antwort von Volker Beck
bisher keineEmpfehlungen
17.04.2012
Volker Beck
Sehr geehrter Herr ,

ihre erneute Nachfrage enthält keine neue Frage. Daher verweisen wir auf die letzte Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Team Volker Beck
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Beck,

anläßlich Thema (Islam, Salafisten) bei Phoenix-TV - Di., 17. April 2012 - folgende Frage:

Folgende Übersetzung des Koran - der laut (mit-erhaltenenem) Hinweis ein (DER) STANDARD-Koran ist - möchte ich Sie nach-fragen, dies zu bestätigen oder sind Sie der Überzeugung, dies sei ein salafistisch zu nennender Koran, eine salafistisch zu nennende Koran-Ausgabe ? :

www.harunyahya.de

Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank im voraus.

Freundlichst.

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Frage zum Thema Kultur
18.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Beck,

am 13.5.2012 haben mehrere Abgeordnete ihrer Fraktion sich aus Anlaß des derzeitig stattfindenden Katholikentages als Katholiken mit der Erklärung "Echter Aufbruch" an die Öffentlichkeit gewandt.
Halten sie es für richtig, dass sich Politiker ihrer Partei derartig, entgegen der im Art. 140 unseres Grundgesetzes vorgesehenenTrennung von Kirche und Staat, für die Belange EINER Religionsgemeinschaft einsetzen?
Befürworten sie, dass sich ihre Partei über Zielsetzungen und Reformnotwendigkeiten innerhalb einer Religionsgemeinschaft Gedanken machen soll, indem sie die "Rückführung des Glaubens" auf den Stifter fordert?
Sehen sie es als Aufgabe ihrer Partei an, die Auswirkungen eines Konzils ( Vatikanum II) innerhalb der Kirche zu kommentieren und Forderungen, z.B. wegen der intensiveren Einbindung von Laien in die Kirche, zu stellen?
Ist es Aufgabe ihrer Partei sich über die Frage welche Form der Messfeier, tridentinisch oder nicht, auszulassen?
Betrachtet sich ihre Partei als Wächterin des Erhaltes der katholischen Kirche, wenn in diesem Papier der zu erwartende Rückgang der Kirchenmitglieder beklagt und auf die Wichtigkeit der Erhaltung der Kirche hingewiesen wird?
Wird durch ihre Partei die Forderungen des Grundgesetzes nach Trennung von Kirche und Staat verneint, weil, unter Beteiligung ihres "Kirchenbeauftragten" eindeutig von diesem Gesetzesauftrag abgerückt und eine dauerhafte Präsenz der Kirche im Staat als Zielvorgabe verkündet wird?
Derartige Verlautbarungen festigen nach meiner Meinung die ohnehin allgegenwärtige Präsenz der Kirche und konterkarieren den Verfassungsauftrag,den bisher keine Bundesregierung ernsthaft zu erfüllen versucht hat.
Die Donationen,Zuschüsse und Steuervorteile, für christliche Kirchen betragen derzeit JÄHRLICH insges. ca. 25 Milliarden Euro.!!!
Will ihre Partei diese Kosten weiter erhöhen, und anderen Gemeinschaften gleiche Rechte eingeräumen, oder wollen sie dem Art.140GG gerecht werden?

J.K.

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