Vasco Schultz (DIE LINKE)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Vasco Schultz
Jahrgang
1976
Berufliche Qualifikation
Student der Wirtschaftsinformatik
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wahlkreis
Wandsbek , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 3.538, 1,9%
Landeslistenplatz
keinen
(...) Daneben setzen wir uns für die Umwandlung von leer stehenden Büroflächen in Wohnraum ein. (...)
 
weitere Profile auf abgeordnetenwatch.de
Profil auf facebook
Profil öffnen
Profil auf twitter
VascoSchultz
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Vasco Schultz hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 29 Thesen Position bezogen.
Fragen an Vasco Schultz
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
10.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Schultz,

erst einmal ein Lob - ich finde es sehr gut, wie fleissig Sie die Fragen der Wähler beantworten. Das machen nicht alle Kandidaten so!

Nun aber zu meinen Sachfragen:
Wie stehen die Linken zum Ausbau der R10 als separate S-Bahn auf eigener Trasse? Ich denke das dies eine wichtige Zukunftsfrage für den Hamburger Osten ist.
Wie stehen die Linken zu der Forderung, dass die Sportvereine (z.B. HSV) für die Sicherheit ihrer Großveranstaltungen zukünftig selber aufkommen sollen?

MfG
D.
Antwort von Vasco Schultz
1Empfehlung
12.02.2011
Vasco Schultz
Sehr geehrter Herr ,

S4:
Da stimme ich Ihnen absolut zu: Neben einer vernünftigen Verkehrsanbindung von Steilshoop ist der Ausbau der Strecke der R10 zu einer echten S-Bahn auf eigenen Gleisen das zweite wichtige verkehrspolitische Projekt der nächsten Jahre. Es gibt Studien, die belegen, dass es für den Ausbau auch durchaus einen großen Bedarf gibt und sich das Projekt deshalb auch rechnet - im Gegensatz zur U4.

Sicherheit bei Sportveranstaltungen:
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre es völlig in Ordnung, wenn die Sportvereine die Kosten übernehmen müssten. Das Ganze hat aber mehrere Haken:
Zum Einen würden die Sportvereine die Kosten natürlich auf die Ticketpreise umlegen müssen. Das würde die eh schon sehr teuren Karten unerschwinglich machen.
Der wichtigere Punkt ist aber eigentlich, dass es sehr problematisch wäre, wenn hier auf diesem Wege die öffentliche Sicherheit und das staatliche Gewaltmonopol privatisiert würde. Denn wo hört das auf? Zahlen die Clubs dann nur für die Polizeieinsätze? Oder bekommen sie dann auch Einfluss auf den Einsatz selbst?
Im Grunde verursachen ja auch nicht die Sportvereine die Kosten der Einsätze. Die Kosten werden von den Idioten verursacht, die die Gelegenheit nur nutzen wollen um Randale zu machen. Wenn schon, dann sollten die Kosten der Polizeieinsätze denen aufgebrummt werden. Aber nicht den hilflos daneben stehenden Vereinen oder den echten Fans.

Grüße,

Vasco Schultz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Stadtplanung
11.02.2011
Von:

Ihre Partei ist gegen den Wohnungsleerstand in Hamburg.
Welchen Vorschlag machen sie dem Senat ?
Welche Versprechen zur besserung der Lage können sie uns machen, falls ihre Partei viele von unseren Stimmen bekommen soll ?

Mit freundlichen Grüßen


Cristina Hartmann
André Friedrich
Eric Buck
Antwort von Vasco Schultz
3Empfehlungen
12.02.2011
Vasco Schultz
Sehr geehrte Fragesteller!

Es gibt ein Gesetz in Hamburg, dass es verbietet, Wohnraum leer stehen zu lassen. Aus unserer Sicht ist es zwar unzureichend und wir hatten eine Verschärfung gefordert - leider von CDU und GAL abgelehnt - aber es ist eine Basis, auf der man arbeiten kann.
Allerdings ist es wie bei so vielen Gesetzen: Es hapert an der Umsetzung. In diesem Fall gibt es bei den Bezirksämtern einfach zu wenig Personal, um das Gesetz sinnvoll umzusetzen. Eine erste Forderung ist es also, dass dort ausreichend Personal bereit gestellt wird, das effektiv den Leerstand in Hamburg bekämpfen kann.
Daneben setzen wir uns für die Umwandlung von leer stehenden Büroflächen in Wohnraum ein. Davon gibt es in Hamburg sage und schreibe 1,2 Millionen Quadratmeter.
Zusätzlich muss aber auch die Stadt etwas auf dem Wohnungsmarkt tun. Beispielsweise dadurch, dass die SAGA/GWG ihre Gewinne in den Neubau von Wohnungen investiert. Derzeit muss sie ca. 100 Millionen Euro jährlich an die Stadt abführen, die nicht in den Wohnungsmarkt investiert werden. Wenn man hier umsteuert, könnten jährlich 8000 bezahlbare Wohnungen fertig gestellt werden.

Grüße,
Vasco Schultz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Finanzen und Verwaltung
11.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Schultz,

zunächst einmal meinen herzlichen Dank dafür, dass Sie sich als Kandidat um die Wählerstimmen bewerben und damit siganlisieren, dass Sie bereit sind unsere Interessen zu vertreten.

In der Lokalpolitik der LINKEN fällt mir auf, dass die Finanzierung von Umverteilungsvorhaben mit Einsparungen erzielt werden sollen, die aus der Nichtumsetzung von vermeintlich unsinnigen Großvorhaben erzielt werden sollen. So werden des Öfteren die Elbphilharmonie oder auch die Rettung der HSH-Nordbank angeführt.

Ich halte diese Argumentation für nicht unbedingt seriös (jedoch im Wahlkampf als durchaus vertretbar), da es sich zum einen stets um Vorhaben aus der Vergangenheit handelt, die also nicht mehr zu Einsparungszwecken rückgängig gemacht werden können, und zum anderen haben natürlich solche Leuchtturmprojekte wie die Elbphilharmonie einen umfangreicheren Charakter als lediglich den der Geldvernichtung.

Wo und wie wollen Sie und die LINKE mit zukunftsorientierten Maßnahmen in Hamburg Kosten einsparen, um die sicherlich dringend notwendige Umverteilung von Geldern hin zu den unteren sozialen Schichten zu finanzieren, ohne dabei auf flankierende Maßnahmen aus dem Bund angewiesen zu sein?

Die bisherige Argumentation in der lokalen Presse hat mich in diesem Punkt nicht überzeugt.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Vasco Schultz
1Empfehlung
12.02.2011
Vasco Schultz
Sehr geehrter Herr ,

Unser Konzept in der Haushaltspolitik sieht einen Mix aus steuerpolitischen Maßnahmen, Umschichtungen und Neuverschuldung vor.
Wir wollen also nicht einseitig den Haushalt der Stadt zusammen kürzen sondern wir wollen auch die Einnahmesituation verbessern. Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, eine höhere Erbschaftssteuer und die Erhöhung des Spitzensteuersatzes würden mehrere Milliarden Euro mehr im Jahr bringen. Geld, das sowohl für den Schuldenabbau als auch für wichtige Projekte in der Stadt ausgegeben werden könnte. Ein früherer Finanzsenator brüstete sich einmal mit der Aussage, dass die lasche Steuerfahndung in Hamburg ein Standortvorteil sei. Wenn man dazu bedenkt, dass von den 627 Einkommensmillionären in Hamburg im letzten Jahr nur 31 (!) steuerlich gerpüft wurden, dann sieht man, dass auch bei der Durchsetzung der Steuern ein großer Nachholbedarf ist, dem wir unter anderem mit 150 zusätzlichen Steuerprüfern nachkommen wollen.

Ein wichtiger Punkt ist dann natürlich die Umschichtung im Haushalt. Da gebe ich Ihnen absolut recht: Auch eine LINKE Alleinregierung müsste die Elbphilharmonie und die U4 wohl zu Ende bauen und die Milliarden für die HSH-Nordbank sind auch bereits versenkt. Andere Projekte wie beispielsweise der überteuerte Neubau der Umweltbehörde, die teure Elbvertiefung, noch nicht beschlossene Projekte der IBA, die Reiterstaffel oder die neue Schießanlage der Polizei könnten gestrichen und das frei werdende Geld sinnvoll zum Wohle der Bürger eingesetzt werden. Außerdem stellen Sie sich folgende Frage: CDU, SPD, GAL und FDP sind für diese unsozialen Leuchtturmprojekte der Vergangenheit und die Katastrophe bei der HSH-Nordbank verantwortlich gewesen.Denken Sie, dass dort ein Umdenken statt gefunden hat und derartiges in Zukunft nicht wieder passieren wird? Ich glaube das jedenfalls kein Stück und sehe uns als die einzige Partei, die den Reichtum unserer statt tatsächlich sinnvoll und sozial gerecht für alle Menschen in Hamburg einsetzen möchte. Wenn wir nämlich - wie wir es fordern - das frei werdende Geld beispielsweise in Bildung investiert, dann wird das dazu führen, dass besser ausgebildete Hamburgerinnen und Hamburger in Zukunft den Wohlstand der Stadt weiter vermehren. Jeder Euro, der in Bildung investiert wird, rechnet sich zehnfach!

Grüße,
Vasco Schultz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Vasco Schultz
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.