Uwe Schummer (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Uwe Schummer
Jahrgang
1957
Berufliche Qualifikation
Groß- und Außenhandelskaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
k.A.
Wohnort
-
Wahlkreis
Viersen
Ergebnis
48,1%
Landeslistenplatz
41, Nordrhein-Westfalen
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www.uwe-schummer.de
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Frage zum Thema Bildung
15.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Schummer,

Die langen Ausbildungszeiten in Deutschland gelten als ein Hauptgrund dafür, dass viele Menschen kinderlos bleiben. Dies trifft insbesondere Akademikerinnen, die oft erst mit Ende 20 von der Uni kommen. So bleibt fast jede zweite Akademikerin inzwischen kinderlos.

Inwiefern wird die CDU Einfluss auf die Länge des Studiums nehmen, um es effektiv zu verkürzen und so Familien mit Kindern wieder Perspektiven zu geben?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Uwe Schummer
1Empfehlung
16.09.2005
Uwe Schummer
Sehr geehrter Herr ,

die Problematik beginnt damit, dass bei uns Kinder erst mit fast sieben Jahren eingeschult werden. In anderen europäichen Staaten bereits mit fünf Jahren. Eine spielerische Vorschule und verstärkter Sprachunterricht können zu Beginn der Bildungsleiter wertvolle Monate gewinnen. Das Abitur sollte früher ermöglicht werden, wenn genügend Lehrer vorhanden wären und weniger Stundenausfall zu beklagen wäre. Dies hat Herr Rüttgers nun angepackt, indem über 1000 Lehrer zusätzlich eingestellt wurden. Auch beim Studium bin ich sicher, dass die geplanten nachlaufenden Studiengebühren für ein schnelleres und effizienteres Studieren sorgen werden. Auch die Universitäten müssen sich stärker als Dienstleister und weniger als Behörden verstehen. In der Berufsausbildung wollen wir Zwischenabschlüsse (Stufenausbildung) stärker ermöglichen und über Bildungsmodule eine Vernetzung von Aus- und Weiterbildung erreichen.

Herzliche Grüße
Uwe Schummer MdB
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Frage zum Thema Arbeit
16.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Schummer,

Wie stehen Sie zum Thema Meisterzwang / Kammerzwang im Handwerk?

Könnten Sie dies bitte insbesondere mit Blick auf andere EU Staaten wie Irland, GB, Skandinavien, oder Frankreich (in denen es diese Dinge so nicht gibt) beantworten? Ist dort (wie oft in Argumenten gehört) die Ausbildungsleistung prozentual geringer oder die Qualität handwerklicher Arbeiten schlechter?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Informationen.

MfG
Antwort von Uwe Schummer
1Empfehlung
16.09.2005
Uwe Schummer
Sehr geehrter Herr ,

einen Meisterzwang für die Unternehmensgründung im Handwerk gibt es speziell in Deutschland. In den Niederlanden gibt es ein Unternehmerdiplom. Die duale berufliche Ausbildung gibt es auch speziell in Deutschland. In den meisten anderen Staaten ist die berufliche Ausbildung verschult und somit auch die Jugendarbeitslosigkeit höher. Der Meisterbrief ist ein Vorteil und ein Gütesiegel, der jedoch flexibler eingesetzt werden sollte. Mehr Anerkennung von Praxis und Module, die nacheinander erarbeitet werden können. Wir fordern einen europäischen Bildungspass, der gleichartige Zertifikate europaweit dokumentiert. Dies wäre ein guter Schritt zu mehr Vergleichbarkeit der unterschiedlichen europäischen Abschlüsse. Leider ist dies jedoch ein weiter Weg, da sich die EU derzeit mit völlig anderen Themen beschäftigt.

Herzliche Grüße
Uwe Schummer MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
16.09.2005
Von:

Guten Tag Herr Schummer,

ich hätte gleich mehrere Fragen an Sie, die ich auch den anderen direkt Kandidaten wenn auch in abgewandelter Form stellen werden.

1. Die wirtschaftlichen Vorteile einer legalen und kontrollierten Abgabe von Cannabis sollten mittleriweile allgemein bekannt sein. Das Cannabis zeitgleich eine Medizin ist, die vielen Menschen hilft, sollte mindestens genauso bekannt sein. Dennoch wird diese Pflanze weiterhin als verbotene Substanz im BTMG geführt. Dies ist mir schlichtweg unbegreiflich. Ich hoffe, sie sind mit der Geschichte der Hanfpflanze soweit vertraut, das ihnen auch geläufig ist, dass es lediglich wirtschaftliche Interessen waren, die zu einem Verbot führten. Die damaligen Argumente die von medizinischer Seite vorgetragen wurden, sind heute definitiv wiederlegt und absolut unhaltbar. Werden Sie und Ihre Partei sich für die Legalisierung einsetzen? Warum ist innerhalb der vergangnen 7 Jahre die Drogenpolitik weiter verschärft worden?

Zum Thema Arbeitsmarktreform:
Ich arbeite seit meiner Ausbildung (abgesch. 2001) ausschließlich für Zeitarbeitsfirmen. Ich bin jetzt 25 Jahre alt und habe bereits 2,5 Jahre Arbeitslosigkeit hinter mir. Als gelernter Bürokaufmann, mit Fachabitur, sowie einem ausgeprägten Wissen im Bereich EDV kann ich die derzeitige Wirtschaftssituation nicht nacvollziehen. Derzeit ist es so, das ich eine 40 Stunden Woche habe und noch weniger Nettolohn erhalte, als ich gemeinsam mit meiner Familie (als Bedarfsgemeinschaft) durch Hartz IV erhalte. Die Differnz beträgt hier ca. 450 € pro Monat. Ich frage mich ernsthaft, warum ich überhaupt noch arbeiten gehen soll. Zeitarbeit ist einer der schädlichsten Faktoren für unsere Wirtschaft. Zeitarbeit schafft keine Arbeitsplätze, sondern vernichtet Festanstellungen. Wie stehen Sie dazu?
Antwort von Uwe Schummer
2Empfehlungen
16.09.2005
Uwe Schummer
Sehr geehrter ,

Cannabis als schmerzlinderndes Mittel für unheilbar Kranke ist heute schon möglich. Darüber hinaus bin ich gegen eine generelle Legalisierung dieser Droge, die oft als Einstieg in weitere Abhängigkeiten erlebt wird und die Persönlichkeit negtiv beeinflusst. Dies ist jedoch bei allen Drogen der Fall, auch beim Alkohol.

Da Sie seit Jahren bei eienr Zeitarbeitsfirma tätig sind, scheint dies doch das Gegenteil von Arbeitslosigkeit zu sein. Allerdings sehe ich auch, dass die Hinzuverdientmöglichkeitn durch die Kombination von Arbeitslosengeld II. und Erwerbseinkommen verbessert werden müssen. Hinzu kommt, dass wir über hohe Freibeträge und einen niedrigen Eingangssteuersatz gerade für Geringverdiener ein höheres Nettoeinkommen erreichen wollen. Wer arbeitet, muss mehr Geld in der Tasche haben als der, der nicht arbeitet. Bite um Vergebung, wenn ich Ihnen nicht nach dem Munde schreibe. Aber sie wollen sicher meine ehrliche Meinung und kein Politikergesülz.

Herzliche Grüße
Uwe Schummer
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