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Sehr geehrte Frau Flach,
als Bürgerin ihres Wahlkreises würde ich gern wissen, wie Sie zum bedingungslosen Grundeinkommen stehen. Eine Petition dafür ist gerade beendet worden und ist nun in der Prüfung.
Können Sie sich vorstellen, dass Menschen mit einer Grundsicherung ohne Bedingungen in einer adäquaten Höhe eine Basis geschaffen wird, mit der sie sich eher aus eigener Kraft in die Gesellschaft einbringen können?
Viele ihrer Kollegen im Budnestag halten noch an dem Ansinnen der Vollbeschäftigung fest, die wir seit über 40 Jahren nicht mehr erreicht haben. Wenn wir diese noch einmal erreichen wollten, dann müsste doch sämtlicher technischer Fortschritt gestoppt und gleichzeit auf einen demographischen Wandel hingesteuert werden, der die Bevölkerung in unserem Land noch weiter schrumpfen ließe.
Einige Ihrer Kollegen sind der Meinung, arbeitslose Bürger würden dann keine Gegenleistung mehr erbringen, wenn sie bedinungslos grundabgesichert sind, insbesondere dann, wenn es in einer Höhe wäre, die gleichzeitig und überhaupt eine Basis für Bürgerengagement bietet.
Das man eventuell eine oder vielleicht zwei Generationen braucht, dass sich ein Umdenken, wie sich jeder Einzelne in die Gesellschaft einbringen kann, durchsetzt, müsste zugestanden werden!
Ich habe den Eindruck, dass die derzeitige repressionsbehaftete Grundsicherung es eher fördert, dass sich die Menschen aus der Gesellschaft zurückziehen. Über den Zwang - in Form von Sanktionsandrohungen augeübter "leichter Druck" - Menschen in sogenannte EinEuroJob-Maßnahmen zu stopfen, die wenig bis gar keinen Zugang zu Erwerbsarbeit bedeuten nimmt ebenso den Menschen die Bereitschaft, die es bräuchte, dass sich der Einzelne ob in sozialer Arbeit, in Förderung und Betreuung des Jugend- und Breitensports usw. überhaupt engagieren kann.
Dabei halte ich es für wichtig, den Menschen es selbst zu überlassen, wie und wo sie sich einbringen wollen und wie sie Arbeit definieren. Zur Zeit wird den Bürgern dies eher genommen.