Ulla Schmidt (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Ulla Schmidt
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesministerin für Gesundheit
Wahlkreis
Aachen
Landeslistenplatz
4, Nordrhein-Westfalen
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(...) Wie Sie sicherlich wissen, bin ich nach wie vor für die Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems hin zu einer umfassenden Bürgerversicherung. Dann könnte jeder Bürger und jede Bürgerin unabhängig von Einkommen, Gesundheitszustand und Alter frei zwischen Krankenkassen oder privaten Versicherungsverträgen wählen und alle Versicherungen müssten nach denselben Spielregeln Versicherte aufnehmen und Leistungen gewähren. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
09.03.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Schmidt,

am 27.06.2008 haben Sie auf die Fragen von H. Parth zum geplanten Präventionsgesetz u.a. folgendes geantwortet: "Mittlerweile wurde ein zwischen den Bundesressorts abgestimmter Regierungsentwurf eines Präventionsgesetzes erstellt. Eine grundlegende Verständigung zwischen den Regierungsfraktionen über diesen Entwurf steht jedoch noch aus. Erst danach kann das Kabinett mit dem Entwurf befasst werden".
Nun sind acht Monate vergangen. Das Gesetz ist noch immer nicht verabschiedet. Ist der Entwurf etwa gestorben? Wie soll es weitergehen? Schließlich ist Prävention eine der wichtigsten Angelegenheiten im Gesundheitswesen! Sie kann doch auf lange Sicht die durch die demografische Entwicklung absehbare Kostenexplosion bei den KK und den KV und die damit verbundene volkswirtschaftliche Belastung dämpfen.
Antwort von Ulla Schmidt
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28.04.2009
Ulla Schmidt
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage. Leider ist es tatsächlich so, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion das Präventionsgesetz noch immer blockiert. Zur Umsetzung des Koalitionsvertrags vom 11. November 2005 und der Beschlüsse der Kabinettklausur vom 24. August 2007 wurde vom Bundesministerium für Gesundheit mit Datum vom 23. November 2007 der Entwurf eines Präventionsgesetzes erarbeitet und mit den Ländern und den Bundesressorts abgestimmt. Der Entwurf ist durch das Bundesministerium der Justiz rechtsförmlich und verfassungsrechtlich und vom Bundesministerium des Innern verfassungsrechtlich geprüft worden. Eine Kabinettbefassung des fertig abgestimmten Gesetzentwurfes wurde und wird jedoch von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion blockiert. Dies ist umso bedauerlicher, als dass – wie Sie zu recht schreiben – die Verbesserung der Prävention eine der wichtigsten Angelegenheiten im Gesundheitswesen ist. Auch ich habe kein Verständnis für solche lobbyistisch oder parteitaktisch motivierten Blockaden dringend erforderlicher Gesetze. Ich kann diese jedoch nicht verhindern.

Darüber hinaus würde ich Sie bitten, sich bei Fragen, die Sie an mich in meiner Funktion als Bundesministerin für Gesundheit richten, direkt an das Bundesministerium für Gesundheit zu wenden.

Wenn Sie uns schreiben wollen: info@bmg.bund.de

Oder rufen Sie an. Auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums www.bmg.bund.de finden Sie die nach verschiedenen Themen sortierten Telefonnummern des Bürgertelefons.

Auch wenn jedes Schreiben an mich auf Abgeordnetenwatch von mir oder einer Mitarbeiterin zumindest gelesen wird, kann ich wegen der sehr großen Zahl an Briefen und E-Mails, die ich jeden Tag erhalte, nicht alle persönlich beantworten. Dafür bitte ich Sie um Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ulla Schmidt
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Frage zum Thema Gesundheit
09.03.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Schmidt,

ich bin seit Jahren als selbständiger Unternehmer privat versichert. Nunmehr bin ich durch die wirtschaftliche Entwicklung gezwungen, mich (wieder) in eine abhängige Beschäftigung zu begeben. Durch die Gesundheitsreform wird mir nun der Wechsel in die GKV aufgezwungen. Wieso diese Ungleichbehandlung, wo doch Angestellte mit privater Versicherung Bestandsschutz genießen? Mein Einkommen lag und liegt weiterhin über der Pflichtversicherungsgrenze, ebenso wie bei den genannten Angestellten. Sicher zielen Sie durchaus auf Ihr Ziel ab, dass es dieses Problem mit einer Bürgerversicherung nicht gäbe, aber dies hilft in dem momentanen zweigleisigen System nicht weiter. Warum ich nun innerhalb von 3 Jahren zweimal die Kasse wechseln muss und mir damit unnötige Aufwendungen und nicht unerhebliche Kosten auferlegt werden, entzieht sich meinem Verständnis. Sollte ich und die Berater in den Krankenkassen hier allerdings einem Missverständnis der gesetzlichen Grundlagen aufgelegen sein und ein solcher Wechsel im Sinne eines Bestandsschutzes gar nicht erforderlich sein, so bitte ich Sie, dies auch auf geeignetem Wege öffentlich zu machen und den Krankenkassen mitzuteilen.

Mit freundlichen Grüßen
A.

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Frage zum Thema Gesundheit
10.03.2009
Von:

Seit der Gesundheitsreform werde ich als chronisch Kranker von meinen Ärzten nicht mehr in der bisherigen Form behandelt. Nun sagte mir mein Hausarzt, wenn ich wolle, dass die Arztpraxis nicht am Jahresende schließe und wenn ich bei ihm irgendwelche Untersuchungsleistungen in Anspruch nehmen wolle, müsse ich meine Krankenkasse wechseln und der AOK beitreten.
Jetzt ist mir auch klar warum Sie, Frau Schmidt gesagt haben, dass man sich die freiwilligen Leistungen seiner Krankenkasse ansehen müsse. Sie wollen eine Einheitskrankenkasse, was im Grunde ja auch sinnvoll ist wenn die Beiträge ohnehin überall gleich sind, können das aber aus wahltaktischen Gründen nicht fordern. Jetzt sind die Vorsorge- und Überwachungsuntersuchungen, die ich bisher in Anspruch genommen habe, keine gesetzliche Kassenleistung mehr sondern eine freiwillige Leistung der gesetzlichen Kasse und da ist die AOK derzeit die einzige, die den Ärzten diese Leistungen bezahlt. Ich bin also gezwungen meine Krankenkasse zu wechseln.

Wollen Sie dass alle Haus- und Facharztpraxen schließen damit es nur noch in den Städten große Versorgungszentren gibt was laut meinem Hausarzt Ziel der Gesundheitsreform ist und wollen Sie eine Einheitskrankenkasse, die dann die AOK sein wird?
Antwort von Ulla Schmidt
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19.06.2009
Ulla Schmidt
Sehr geehrter Herr ,

Ihr Hausarzt ist offenbar falsch informiert. Weder will ich, dass irgendwelche Haus- oder Facharztpraxen schließen, noch will ich eine Einheitskrankenkasse. Zudem wurden keine Vorsorgeleistungen mit der Gesundheitsreform gestrichen, sondern diese, ganz im Gegenteil, zielgenau ausgebaut.
Darüber hinaus würde ich Sie bitten, sich bei Fragen, die Sie an mich in meiner Funktion als Bundesministerin für Gesundheit richten, direkt an das Bundesministerium für Gesundheit zu wenden.

Wenn Sie uns schreiben wollen: info@bmg.bund.de

Oder rufen Sie an. Auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums www.bmg.bund.de finden Sie die nach verschiedenen Themen sortierten Telefonnummern des Bürgertelefons.

Auch wenn jedes Schreiben an mich auf Abgeordnetenwatch von mir, einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter gelesen wird, kann ich wegen der sehr großen Zahl an Briefen und E-Mails, die ich jeden Tag erhalte, nicht alle persönlich beantworten. Dafür bitte ich Sie um Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ulla Schmidt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.03.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Schmidt,

ich habe mir die Geschäftsberichte der AOK-Bayern und der Techniker-Krankenkasse angeschut. Beide sind absolut komprimiert und wenig aussagekräftig. Die AOK stellt nicht einmal ihre Vermögenslage dar - nur Einnahmen und Ausgaben. Als Versicherter in der GKV möchte ich gerne wissen, wie solide meine Versicherung dasteht, welche Rücklagen bestehen, wie hoch der Verwaltungskostenanteil ist usw.. Nur dann kann ich bei einheitlichem Beitragssatz jetzt noch abschätzen, wie die Versicherung künftig in ihren Leistungen sein wird. Meine Frage also - gibt es keine verpflichten Regelungen für die GKV über die Veröffentlichung von Jahresabschlüssen wie dies im Handelsrecht erforderlich ist? Wo kann ich solche Jahresabschlüsse finden? Gibt es keinen einheitlichen Standard bei den Geschäftsberichten der GKVen, der zumindest eine Vergleichsmöglichkeit für den Versicherten eröffnet?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Antwort von Ulla Schmidt
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19.06.2009
Ulla Schmidt
Sehr geehrter Herr ,

seit 2004 haben wir im § 305b des SGB V festgelegt, dass die Krankenkassen in ihren Mitgliederzeitschriften in hervorgehobener Weise und in gebotener Ausführlichkeit über die Verwendung ihrer Mittel Rechenschaft ablegen müssen. Dazu gehören ausdrücklich die von Ihnen genannten Verwaltungsausgaben.

Darüber hinaus würde ich Sie bitten, sich bei Fragen, die Sie an mich in meiner Funktion als Bundesministerin für Gesundheit richten, direkt an das Bundesministerium für Gesundheit zu wenden.

Wenn Sie uns schreiben wollen: info@bmg.bund.de

Oder rufen Sie an. Auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums www.bmg.bund.de finden Sie die nach verschiedenen Themen sortierten Telefonnummern des Bürgertelefons.

Auch wenn jedes Schreiben an mich auf Abgeordnetenwatch von mir, einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter gelesen wird, kann ich wegen der sehr großen Zahl an Briefen und E-Mails, die ich jeden Tag erhalte, nicht alle persönlich beantworten. Dafür bitte ich Sie um Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ulla Schmidt
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Frage zum Thema Gesundheit
11.03.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Schmidt,

Ich entnehme einer heutigen Pressemeldung aus den USA, dass die Bundesregierung 2500 Irakischen Staatsbuergern Asyl angeboten hat. Davon sollen demnaechst 2000 Personen aus Syrien und 500 von Jordananien nach Deutschland kommen. Offenbar sind nach der US Invasion im Jahre 2003 etwas 2,2 Millionen Irakis aus dem Lande geflohen und warten nun auf Aufnahme in Europa.

Die Presse berichtet auch dass 17 Familien mit insgesamt 65 Personen sofort kommen werden, da sie dringend gesundheitliche Hilfe brauchen.

Mich interessiert dabei, ob diese Einwanderer deutsch sprechen koennen und jemals in die Lage kommen werden, Abgaben fuer Krankenkasse usw zu zahlen? Offensichtlich muessen diese Kosten doch vom deutschen Steuerzahler getragen werden was umso unverstaendlicher ist als ja offenbar die Krankenkassenbeitraege in der Vergangenheit staendig erhoeht wurden.

Ausserdem wird doch immer wieder von den Medien und Politikern berichtet, das nun im Irak Friede, Freude und Demokratie eingekehrt sei. Waere es dann nicht angebracht, die Fluechtlinge zu bitten in ihr Heimatland zurueckzukehren, dessen Sprache sie sprechen und dessen Kultur ihnen vertraut ist? Auch dies kann zur Heilung beitragen.

Mit freundlichen Gruessen,
Antwort von Ulla Schmidt
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19.06.2009
Ulla Schmidt
Sehr geehrter Herr ,

Ihre mit Zynismus gespickte Polemik gegenüber unserer Asyl- und Flüchtlingspolitik hat mich entsetzt.

Unser Grundgesetz sichert politisch Verfolgten ein individuelles Asylrecht. Dieses Grundrecht auf Asyl hat einen hohen Stellenwert und ist Ausdruck für den Willen Deutschlands, seine historische und humanitäre Verpflichtung zur Aufnahme von Flüchtlingen zu erfüllen.

Unsere besondere Sorge galt immer denen, die auch das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen als besonders schutzbedürftig eingestuft hat: Folteropfern und traumatisierten Flüchtlingen, alleinstehenden Frauen, Kindern, Alten und Kranken sowie Flüchtlingen mit besonderen rechtlichen oder physischen Schutzbedürfnissen.

Deshalb haben wir uns mit großem Nachdruck für die Aufnahme dieser besonders schutzbedürftigen Menschen eingesetzt und freuen uns, dass Deutschland im November letzten Jahres gemeinsam mit den Europäischen Innenministern beschlossen hat, bis zu zehntausend irakische Flüchtlinge aus Syrien und Jordanien aufzunehmen, wobei sich Deutschland mit der Aufnahme von 2.500 Flüchtlingen beteiligt hat. Diese Flüchtlinge haben auf absehbare Zeit weder eine Rückkehrperspektive in den Irak noch eine Bleibeperspektive in Syrien oder Jordanien.

Damit es erst gar nicht zu dem menschenunwürdigen Kreislauf "Kein Aufenthaltsrecht, keine Arbeit und gesellschaftliche Stigmatisierung – keine Arbeit, kein Aufenthaltsrecht" kommt, haben wir für die Aufenthaltserlaubnis gesorgt, die es den Menschen ermöglicht zu arbeiten. Auch wird sofort im Anschluss an die Aufnahme mit den Integrationsmaßnahmen (mit Schwerpunkt auf einer intensiven Sprachförderung) begonnen, um den Flüchtlingen eine möglichst schnelle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Deutschland zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen
Ulla Schmidt
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