Ulla Schmidt (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Ulla Schmidt
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Bundesministerin für Gesundheit
Wohnort
-
Wahlkreis
Aachen
Ergebnis
29,9%
Landeslistenplatz
4, Nordrhein-Westfalen
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(...) Es gibt keine Entschuldigung für Korruption und Betrug. Anstatt die Frage aufzuwerfen, ob die aktuellen Korruptionsvorwürfe Anzeichen einer möglichen Kommerzialisierung des Gesundheitswesens sind, sollten die Verantwortlichen in Ärzteschaft und gesetzlichen Krankenkassen alles daran setzen, die Vorwürfe so schnell wie möglich aufzuklären. Korruption im Gesundheitswesen ist keine Bagatelle, sondern eine erhebliche Straftat. (...)
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Frage zum Thema Soziales und Familie
29.07.2009
Von:
W.

Sehr geehrte Frau Ministerin,

im Zusammenhang mit Ihrer (teilweise) dienstlichen Reise in die Region Alicante würde mich interessieren, welches zu Ihrem Aufgabenbereich in der Bundesregierung liegende Thema eine Unterredung mit einem Bürgermeister in der besuchten Region notwendig und nützlich macht.

Danke + freundliche Grüsse
W.

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Frage zum Thema Finanzpolitik
31.07.2009
Von:
Dr.

Sehr geehrte Frau Ministerin,
da Dienst- oder Firmenwagen in der Regel auch für private Fahrten genutzt werden können, muss der dadurch erzielte geldwerte Vorteil versteuert werden. Der geldwerte Vorteil - also der Nutzen,den man erzielt, weil man sich z.B. kein Auto kaufen oder mieten muss - heißt steuertechnisch auch Nutzungswert. Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, diesen Wert zu ermitteln: In der Regel wird die Pauschalmethode genutzt, d.h. 1 Prozent des Listenpreises des Fahrzeuges werden monatlich als Steuer einbehalten.

Meine Frage: Muss eine Bundesministerin oder ein Bundesminster genau wie der normale Bürger für die private Nutzung des Dienstautos auch Steuern zahlen?
Mit freundliochen Grüßen
F.-
Antwort von Ulla Schmidt
bisher keineEmpfehlungen
22.09.2009
Sehr geehrter Herr Dr. ,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Auch eine Bundesministerin zahlt - wie jeder andere auch - für die private Nutzung des Dienstwagens Steuern.

Mit freundlichen Grüßen
Ulla Schmidt
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Frage zum Thema Gesundheit
31.07.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Schmidt,

ich habe mehrere Fragen an Sie bzgl. der Schweinegrippe.
1. Diese Grippe ist nicht annähernd so gefährlich wie eine saisonale Grippe. Bernard Debré, Medizinprofessor und französischer Politiker, ist der Ansicht, dass die Schweinegrippe völlig in ihrer Gefährlichkeit überschätzt wird. Mittlerweile gibt es etliche Mediziner, die von einer völlig übertriebenen Panikmache sprechen.
www.tagesanzeiger.ch
Frage: Warum trägt die Bundesregierung zur Hysterie bei und bereitet sich auf eine völlig unnötige Massenimpfung vor?
Info: Jedes Jahr sterben ca. 40.000 - 220.000 Leute in Europa an der saisonalen Grippe.
2. Eine Englische Studie hat ergeben, dass von 103 geimpften Kindern mit Tamiflu ca. 50 Prozent diese Kinder unter erheblichen Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen und Übelkeit bis zu Begleiterscheinungen wie lange andauernder Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, Albträume und Verhaltensänderungen leiden. www.blick.ch
Frage: Wollen Sie wirklich eine Massenimpfung im Herbst durchführen, die solch starke Nebenwirkungen hat? Es gibt bei dieser Impfung noch nicht einmal Langzeitstudien, man weiss also nicht einmal, ob es noch verheerendere Nebenwirkungen gibt, vom Sinn mal ganz abgesehen.
3. Halten Sie es für möglich, dass ein Pharmaunternehmen dieses Virus erschaffen hat, um ihren Bestand an Tamiflu zu verkaufen und hunderte Millionen Gewinn zu machen und womöglich noch mit der WHO zusammenarbeitet um Regierungen zu veranlassen, Millionen von Impfstoffen zu kaufen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Ulla Schmidt
1Empfehlung
22.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre E- Mail. Die Erkrankung verläuft derzeit glücklicherweise weiterhin mild, die wenigen schweren Verläufe traten bei Patienten mit chronischen Erkrankungen auf. Die Erfahrungen der vorangegangenen Pandemien zeigen jedoch, dass auf eine schwache erste Welle bisher immer eine zweite Welle mit mehr schweren Verläufen und einer größeren Zahl an Todesfällen folgen kann. Auf diese Situation muss Deutschland vorbereitet sein.

Die Bundesländer haben für Deutschland in einem ersten Schritt 50 Mio. Impfdosen bestellt. Damit soll vorrangig chronisch Kranken und Schwangeren, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Neuen Influenza A(H1/N1) haben, der Impfstoff angeboten werden. Ebenfalls im ersten Schritt wird auch medizinisches Personal sowie Personal, z. B. der Polizei oder Feuerwehr, das für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung notwendig ist, geimpft werden. Das Bundeskabinett hat am 19. August einer entsprechende Verordnung zugestimmt. Die Impfung wird ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgen.

Zu möglichen Nebenwirkungen des Impfstoffes:
Impfstoffe, wie Arzneimittel allgemein, unterliegen der Zulassungspflicht gemäß Arzneimittelgesetz und durchlaufen ein Zulassungsverfahren, in dem neben der pharmazeutischen Qualität die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit durch die nationale oder europäische Zulassungsbehörde überprüft werden. Für die Zulassung ausschlaggebend ist dabei u. a. der Nachweis eines positiven Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Es wird ausschließlich Impfstoff verimpft werden, der zugelassen ist. Es ist aber nicht auszuschließen, dass bei breiter Anwendung eines neuen Arzneimittels bislang unerwartete Nebenwirkungen entdeckt werden. Die Fachleute des zuständigen Paul Ehrlich-Instituts (PEI) sagen aber, dass solche Nebenwirkungen, wenn überhaupt, sehr selten auftreten. Die Erfassung und Bewertung von Nebenwirkungsmeldungen während der Anwendung der Influenza A/H1N1-Impfstoffe ist daher von besonderer Bedeutung. Hierfür werden weltweit, auch in Deutschland, entsprechende Überwachungsinstrumente aufgebaut.

Die Vermutung, die aus Ihrer abschließenden Frage spricht halte ich - mit Verlaub - für äußerst abwegig.

Mit freundlichen Grüßen

Ulla Schmidt
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Frage zum Thema Soziales und Familie
05.08.2009
Von:

Werte Frau Schmidt,

viele allein stehende Mütter müssen heutzutage mit sehr wenig Geld auskommen. Sie wissen es, und geben für einen Urlaub zusätzlich so viel Geld aus. Unter Rot/Grün haben die Parteien dies beschlossen. Es war also rechtens, ist es aber in dieser Zeit, wo so viele Verkäuferinnen, Friseurinnen usw. von ihrer Arbeit nicht mehr den Lebensunterhalt allein bestreiten können, menschlich vertretbar? Sollte nicht gerade ein sozialdemokratischer Minister Vorbild sein? Ich hatte Sie einmal gefragt, ob Sie in der KPD waren. Diese Frage verneinten Sie entschieden, aber Sie waren Mitglied im Kommunistischen Bund wie Herr Trittin. Warum haben Sie mich nicht darauf hingewiesen? Gibt es einen ideologischen Unterschied zwischen den beiden Organisationen?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichem Gruß

E.

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Frage zum Thema Gesundheit
10.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerin,

lt. einer Studie von Forschern des "Institut national de la santé et de la recherche médicale" (INSERM) gab es zwischen 1980 und 2000 alleine in Frankreich ca. 301.200 BSE-infizierte Rinder, von denen ca. 47.000 in die menschliche Nahrungskette gelangt sein sollen (Quelle: www.vetcontact.com ). Die offiziellen Zahlen waren weit geringer: bis Ende 2004 wurden nur insgesamt 945 BSE-Fälle offiziell nachgewiesen (Quelle: www.foodwatch.de ).

Der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) teilt zur aktuellen Diskussion, wonach sich homo- und bisexuelle Männer wegen eines Blutspendeverbots diskriminiert fühlen, mit, dass der Fragenkatalog, den jeder Spender ausfüllen muss, bereits so formuliert sei, dass auch Risikopersonen kein Blut spenden dürfen. Eine Diskriminierung Homo- und Bisexueller, die als Gruppe komplett ausgeschlossen werden, sehe man nicht: "Wenn Sie sich zwischen 1980 und 1996 in Großbritannien aufgehalten haben, dürfen Sie wegen eines möglichen BSE-Risikos auch nicht spenden", so DRK-Pressesprecher Friedrich-Ernst Düppe (Quelle: www.rp-online.de ).

Da stellt sich die Frage: warum sind Personen, die zur fraglichen Zeit in Frankreich lebten, nicht von der Blutspende ausgeschlossen? Was werden Sie in dieser Sache unternehmen (z.B. Information der zuständigen Institutionen)?

Gibt es eine vergleichbare Studie wie die der INSERM auch für Deutschland? Offiziell wird hier von einer Gesamtzahl von ca. 500 entdeckten BSE-Fällen ausgegangen. Mit welcher Zahl kranker Tiere, die in die menschliche Nahrungskette gelangt sind, muss in Deutschland gerechnet werden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Ulla Schmidt
1Empfehlung
21.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Zum ersten Teil Ihrer Frage: Der Ausschluss von Personen von der Blutspende, die sich zwischen 1980 und 1996 für mehr als sechs Monate kumulativ im Vereinigten Königreich und Nordirland aufgehalten haben, wurde vom Paul Ehrlich-Institut angeordnet, um die Gefahr der Übertragung einer möglicherweise über die Nahrungskette erworbenen Creutzfeldt-Jacob-Krankheit (vCJK) zu minimieren. Sie beruhte auf statistischen Berechnungen zur Exposition gegenüber BSE-haltigem Material mit der Möglichkeit zum Erwerb einer vCJK. Eingegangen in diese Berechnungen waren Daten aus den betroffenen europäischen Ländern wie der Zeitraum, in dem bestätigte BSE-Fälle aufgetreten waren, die Anzahl der an BSE erkrankten Rinder pro Jahr und der Zeitpunkt, ab dem BSE-Risikomaterial nicht mehr in die Nahrungskette gelangt war. Verglichen mit dem Vereinigten Königreich wurde und wird auf Basis der vorliegenden Daten die Gefahr des Erwerbs einer vCJK durch einen Aufenthalt in anderen europäischen Staaten als so gering angesehen, dass weitere Maßnahmen zum Spenderausschluss nach Auffassung des Paul Ehrlich-Instituts nicht zu rechtfertigen sind.

Zum zweiten Teil Ihrer Frage: In Frankreich wurden in den Jahren 1989 bis 1999 80 BSE-Fälle identifiziert, in den Jahren 2000 bis 2008 921 Fälle. Im Jahr 2008 waren es nur noch acht Fälle. Diese Angaben basieren auf den Statistiken des Internationalen Tierseuchenamtes. In Deutschland waren für die Jahre 1989-1999 sechs Fälle bekannt, ab dem Jahr 2000 bis zum 30. Juni 2009 wurden 413 Fälle diagnostiziert. Im Jahr 2009 bisher zwei Fälle. Diese Angaben basieren auf den Statistiken des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In Frankreich wurden bisher (Stand Juli 2009) 26 vCJK-Fälle gemeldet (Quelle: WHO). In Deutschland wurde bisher noch kein einziger vCJK-Fall gemeldet. Es sind bisher keine Abschätzungen publiziert, aus denen nachvollziehbar hervorginge, in welchem Umfang erkrankte bzw. infizierte Tiere in die Nahrungskette gelangt sein könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Ulla Schmidt
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