Ulla Jelpke (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Ulla Jelpke
Jahrgang
1951
Berufliche Qualifikation
Friseurin, Kontoristin, Buchhändlerin, Diplom-Soziologin, Volkswirtin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Journalistin
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
5, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Es dauert bis heute, dass einzelne Unternehmen, Verbände, Ministerien etc. ihre eigene Geschichte im Dritten Reich aufarbeiten. Der "Bund der Vertriebenen" ist übrigens bis heute nicht darunter; erst im vergangenen Jahr hat die Vorsitzende Erika Steinbach sich erdreistet, von der Bundesregierung Geld dafür zu verlangen, diese Aufarbeitung der eigenen Geschichte nun endlich in Angriff zu nehmen. Dabei gibt es nun wirklich genug Material das belegt, wie tief die Gründergeneration der Landsmannschaften und Vertriebenenverbände in den Nationalsozialismus verstrickt war, von Enteignungen, Zwangsarbeit etc. profitiert haben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
JA
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
NEIN
18.06.2009
Internetsperren
NEIN
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
NEIN
29.05.2009
Schuldenbremse
nicht beteiligt
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
NEIN
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
JA
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
NEIN
20.03.2009
Enteignung von Banken
NEIN
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
NEIN
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
NEIN
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
NEIN
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
enthalten
28.11.2008
Haushalt 2009
NEIN
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
NEIN
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
NEIN
12.11.2008
BKA-Gesetz
NEIN
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
NEIN
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
NEIN
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
JA
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
NEIN
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
NEIN
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
NEIN
30.05.2008
Bahnprivatisierung
NEIN
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
NEIN
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
NEIN
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
NEIN
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
NEIN
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
NEIN
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
NEIN
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
NEIN
22.06.2007
Emissionshandel
nicht beteiligt
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
NEIN
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
NEIN
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
NEIN
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
JA
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
nicht beteiligt
09.03.2007
Rente mit 67
NEIN
09.03.2007
Tornado-Einsatz
NEIN
02.02.2007
Gesundheitsreform
NEIN
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
NEIN
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
nicht beteiligt
30.06.2006
Föderalismusreform
NEIN
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
NEIN
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
NEIN
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
NEIN
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
NEIN
Fragen an Ulla Jelpke
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
10.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Jelpke,

ist anzunehmen, daß der jetzige Krieg in Afghanistan zur Vertreibung von Al-Kaida führen könnte?

Könnten im Falle einer Vertreibung die Terroristen nach Somalia, in den Jemen und nach Algerien(in der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wird Al-Kaida erwähnt) ausweichen und dort Ausbildungslager errichten?

Wird Deutschlands Sicherheit am Hindukusch verteidigt?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Ulla Jelpke
2Empfehlungen
11.09.2009
Ulla Jelpke
Sehr geehrter Herr ,

um mit Ihrer letzten Frage zu beginnen: Nein, es ist nicht unsere Sicherheit, die am Hindukusch verteidigt wird. Die Beteiligung der Bundeswehr an dem US-geführten Krieg ist vielmehr im Zusammenhang mit Geopolitik zu sehen: Es geht darum, dass die westlichen Industriestaaten die Kontrolle über den zentralasiatischen Raum mit seinen gewaltigen Energiereserven haben wollen. Auch wenn Afghanistan selbst an Bodenschätzen nicht viel zu bieten hat: Es dient als wichtige strategische Basis und, nicht zu vergessen, auch als Transitland für Pipelines. Die Nato sieht sich bekanntlich in einem langfristigen Konkurrenzkampf mit China und Russland, und hier liegt der Kern des Konflikts.
Um Al-Kaida geht es allenfalls am Rande. Aus Afghanistan kann sie gar nicht mehr vertrieben werden, dort ist sie nämlich, glaubt man US-General Petraeus (dem US-Oberkommandierenden in Afghanistan), schon weg. Ich kann Ihnen nicht sagen, wohin sich Al-Kaida bewegt und ich möchte hier auch nicht spekulieren. Ich wäre sehr skeptisch, überhaupt von einer fassbaren "Organisation" zu sprechen. General Petraeus fabuliert von "Tentakeln" der Al-Kaida, die sich über den ganzen Nahen Osten erstreckten. In solch einer menschenverachtenden Sprache wird zugleich der Bereich abgesteckt, in dem sich die USA Interventionen vorbehalten. In Pakistan wird ja schon regelmäßig bombardiert.
Die Frage ist doch aber, warum Taliban (nicht Al-Kaida) und andere Rebellengruppen in Afghanistan überhaupt einen wachsenden Einfluss haben. Die Antwort ist nahe liegend: Weil die Besatzer so viele Verbrechen begehen. Wer blindlings Bomben auf Dörfer, Hochzeitsgesellschaften, Beerdigungen oder Benzindiebe wirft und Hunderte Zivilisten umbringt, der macht sich logischerweise keine Freunde. Ich fordere deswegen den Rückzug aus Afghanistan.

Mit freundlichen Grüßen

Ulla Jelpke
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Ulla Jelpke
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.