Sehr geehrter Herr

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zunächst einmal möchte ich mich für Ihre Fragen bedanken. Lassen Sie mich erst auf den zweiten Teil, den zu meiner Biographie eingehen. Ich habe keinen Grund aus meiner Vita ein Geheimnis zu machen. Auf kritische Fragen würde ich mich freuen, aber wahrscheinlich haben die Veranstalter Angst vor meinen Antworten. Das Theodor-Heuss-Gymnasium weißt sich mit seiner Nichteinladung von Herrn Staratschek und mir nicht gerade als Hort der Fairness und Demokratie aus.
Mehr Mut hatte da schon die Kolpinggemeinde in Hückeswagen, die "alle" Landtagskandidaten am 14.April zu einer Podiumsdiskussion eingeladen hatte. Die Veranstaltung wurde zwar massiv durch die Antifa gestört und es gelang mir nur mit Polizeischutz meinen Heimweg anzutreten, aber immerhin ließ man mich einmal zu Wort kommen. Ansonsten gab man mir nicht die Gelegenheit allgemeine Fragen aus dem Publikum zu beantworten.
Der Kandidat der Grünen ist wegen meiner Teilnahme erst gar nicht erschienen. SPD und die LINKE haben das Podium nach einem Statement zu pro-nrw wieder verlassen und sich somit lächerlich gemacht. Gerade Linksextreme die vom VS überwacht werden, sollten sich über eine Möglichkeit, ihre diffuse Weltanschauung unters Volk zu bringen freuen.
Die offen zur Schau getragene Empörung über meine Anwesenheit, auch von Seiten des Publikums, war eher peinlich. Es wurde keine Frage direkt an mich gestellt. Ein kritisches Publikum stelle ich mir anders vor. Die Kolpingfamilie verdient Respekt für ihre politisch nicht korrekte Einladung an mich.
Bezeichnend ist auch, dass mir Zuspruch nur schnell und heimlich beim Verlassen des Kolpinghauses zugeflüstert wurde. Es erreichten mich auch Emails die mir Mut bescheinigten, trotz der Bedrohung im Saal überhaupt durchgehalten zu haben. Das die Verfasser dieser Schreiben ihrerseits nicht den Mut gefunden haben sich schon während der Diskussion zu äußern, zeigt doch wie weit die Leute schon eingeschüchtert sind.
Das Theodor-Heuss-Gymnasium handelt im Sinne des politisch korrekten Zeitgeistes wenn es zu feige ist mich einzuladen. Das man Herrn Staratschek nicht eingeladen hat, hat nur Alibifunktion, um mit der angeblichen Aussichtslosigkeit eines Einzuges in den Landtag von ÖDP und pro zu argumentieren. Scheinheilige Demokraten.
Sich unter Gleichmeinenden immer etwas unwohl zu fühlen, unterscheidet den gebildeten Menschen vom vulgären.
Mit freundlichen Grüßen
Udo Schäfer