Udo Schäfer (Pro NRW)
Kandidat Landtagswahl NRW 2010
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Udo Schäfer
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Pensionär
Wohnort
Radevormwald
Wahlkreis
Oberbergischer Kreis I
Landeslistenplatz
9
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Frage zum Thema Integration
05.04.2010
Von:

Der Islam als Religion ist durch das in Artikel 4 GG verbriefte Grundrecht der Religionsfreiheit als Teil der freiheitlichen demokratischen Grundordnung geschützt. Islamisten, eine fundamentalistische Untergruppierung innerhalb des Islams, fordern unter Berufung auf den Urislam des 7. Jahrhunderts die "Wiederherstellung" einer "islamischen Ordnung" als der nach ihrem Verständnis einzig legitimen Staats- und Gesellschaftsform, die alle anders geprägten Ordnungssysteme ersetzen soll. Militante Islamisten glauben sich legitimiert, die "islamische Ordnung" mit Gewalt durchzusetzen.

Das islamistische Personenpotenzial in Deutschland ist mit 34.720 * Mitgliedern/Anhängern nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz einzuordnen, davon 28.580 Personen aus türkischen Gruppierungen, davon alleine die türkische Organisation IGMG mit 27.500 Mitgliedern.

1.

Fühlen Sie sich durch 34.720 Islamisten in Deutschland, wovon einige notfalls mit Gewalt die Ordnungssysteme der Bundesrepublik ersetzen wollen mittels einer "islamischen Ordnung", bedroht?

2.

Welches politische Konzept hat PRO NRW, den islamistischen Bestrebungen gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung zu begegnen?

Oder nutzt PRO NRW lediglich das "Alleinstellungsmerkmal" einer pauschalen und undifferenzierten Kritik am Islam dazu, eine Ethnie über deren Religion zu bekämpfen, was nichts anderes als Rassismus wäre?




* Seite 207 / Quelle Verfassungsschutzbericht 2008

www.verfassungsschutz.de
Antwort von Udo Schäfer
2Empfehlungen
06.04.2010
Sehr geehrter Herr ,

zu 1. möchte ich Ihnen sagen, dass jeder gewaltbereite Mensch für mich eine Bedrohung darstellt. Es ist für mich egal ob es sich um einen islamistischen, rechten oder linken Terroristen handelt. Es reicht eine kleine Gruppe ideologisch verblendeter Spinner um großes Leid anzurichten.

Zu 2. keine Hassprediger mehr zulassen. Keine Steuergelder für Moscheen oder so genannten Kulturvereine. Keine Gebetsräume in Schulen. Keine gesonderte Rechtsprechung für Muslime. (Mord ist Mord und hat mit Ehre nichts zu tun)?. Keine Vielehe für Muslime. Die Rechte der muslimischen Frauen stärken (keine Vergewaltigung in der Ehe, Zwangsheirat oder Bescheidung). Verbot des Schächtens.

Zu 3. welche Ethnie meinen Sie ? Konvertierte Deutsche ? Religion ist für mich keine Frage der Ethnie. Das Wort Rasse hatte ich schon fast aus meinem Vokabular gestrichen, aber im Sprachschatz der Linken hat es sich dermaßen manifestiert, dass ich immer wieder damit konfrontiert werde. Um es mal klar zu sagen, Rassismus ist mir fremd, ebenso bin ich nicht ausländerfeindlich oder gar ein Antisemit.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Schäfer
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Frage zum Thema Gleichstellung
30.04.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Schäfer,

das Theodor-Heuss-Gymnasium Radevormwald veranstaltet vor dieser Landtagswahl eine Podiumsdiskussion am 05.Mai 2010 um 18:30 Uhr in der Aula.

Die zur Wahl stehenden Politiker sollen ihre Vorstellungen offen legen. Zunächst soll den Anwesenden Auskunft über die biographischen Hintergründe der Kandidaten gegeben werden. Danach werden verschiedene Politikfelder thematisiert, wozu Schülerinnen und Schüler der SW-Kurse aus den Jahrgangsstufen 11 und 12 vorbereitete Fragen stellen.

Folgende Kandidaten sind eingeladen worden: Peter Biesenbach, CDU, Thorsten Konzelmann, SPD, Kai Emde, FDP, Konrad Gerards, Grüne und Axel Hofmann, Linke .

Ich vermisse Ihren Namen und den Namen des ÖDP Kandidaten Staratschek. Haben Sie eine Erklärung, warum Sie nicht eingeladen wurden? Die vom Verfassungsschutz seit langem beobachtete Partei DIE LINKE wurde dagegen mit dem Kandidaten Axel Hofmann eingeladen. Teilen Sie meine Auffassung, dass dies eine benachteiligende Selektion darstellt, da nicht alle Kandidaten eingeladen wurden? Oder sind Sie eigentlich froh darüber, keine biographischen Hintergründe über ihre Person vorstellen zu müssen und sich nicht kritischen Fragen stellen zu müssen?


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Udo Schäfer
2Empfehlungen
02.05.2010
Sehr geehrter Herr ,

zunächst einmal möchte ich mich für Ihre Fragen bedanken. Lassen Sie mich erst auf den zweiten Teil, den zu meiner Biographie eingehen. Ich habe keinen Grund aus meiner Vita ein Geheimnis zu machen. Auf kritische Fragen würde ich mich freuen, aber wahrscheinlich haben die Veranstalter Angst vor meinen Antworten. Das Theodor-Heuss-Gymnasium weißt sich mit seiner Nichteinladung von Herrn Staratschek und mir nicht gerade als Hort der Fairness und Demokratie aus.

Mehr Mut hatte da schon die Kolpinggemeinde in Hückeswagen, die "alle" Landtagskandidaten am 14.April zu einer Podiumsdiskussion eingeladen hatte. Die Veranstaltung wurde zwar massiv durch die Antifa gestört und es gelang mir nur mit Polizeischutz meinen Heimweg anzutreten, aber immerhin ließ man mich einmal zu Wort kommen. Ansonsten gab man mir nicht die Gelegenheit allgemeine Fragen aus dem Publikum zu beantworten.
Der Kandidat der Grünen ist wegen meiner Teilnahme erst gar nicht erschienen. SPD und die LINKE haben das Podium nach einem Statement zu pro-nrw wieder verlassen und sich somit lächerlich gemacht. Gerade Linksextreme die vom VS überwacht werden, sollten sich über eine Möglichkeit, ihre diffuse Weltanschauung unters Volk zu bringen freuen.
Die offen zur Schau getragene Empörung über meine Anwesenheit, auch von Seiten des Publikums, war eher peinlich. Es wurde keine Frage direkt an mich gestellt. Ein kritisches Publikum stelle ich mir anders vor. Die Kolpingfamilie verdient Respekt für ihre politisch nicht korrekte Einladung an mich.
Bezeichnend ist auch, dass mir Zuspruch nur schnell und heimlich beim Verlassen des Kolpinghauses zugeflüstert wurde. Es erreichten mich auch Emails die mir Mut bescheinigten, trotz der Bedrohung im Saal überhaupt durchgehalten zu haben. Das die Verfasser dieser Schreiben ihrerseits nicht den Mut gefunden haben sich schon während der Diskussion zu äußern, zeigt doch wie weit die Leute schon eingeschüchtert sind.

Das Theodor-Heuss-Gymnasium handelt im Sinne des politisch korrekten Zeitgeistes wenn es zu feige ist mich einzuladen. Das man Herrn Staratschek nicht eingeladen hat, hat nur Alibifunktion, um mit der angeblichen Aussichtslosigkeit eines Einzuges in den Landtag von ÖDP und pro zu argumentieren. Scheinheilige Demokraten.

Sich unter Gleichmeinenden immer etwas unwohl zu fühlen, unterscheidet den gebildeten Menschen vom vulgären.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Schäfer
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