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Das Drama "ARCTIC SEA" (finn. Flagge) ist ungelöst geblieben. Das Schiff wurde angeblich von Piraten in der Ostsee gekapert. Nach wochenlanger Suche in Ost- Nordsee wurde das Schiff vor den Azoren gefunden* und von russischen Behörden nach Malta verbracht. Die "Piraten" (welche keine Forderung gestellt hatten und sich als Umweltschützer bezeichneten) wurden zusammen mit der Besatzung nach Moskau per Transportflugzeug verbracht. Nach dem Aufenthalt in Malta versegelte das Schiff nach Algerien, um dort die Ladung Holz zu löschen. In Moskau wurde den "Piraten" der Prozess gemacht. Eine Anhörung (auch der Crew) war nicht möglich. Der russische Schifffahrtsexperte Michail Wojtenko, welcher sich mit den Hintergründen des Dramas beschäftigte, musste Hals über Kopf das Land verlassen.
1) Können Sie mir mitteilen, ob inzwischen die Möglichkeit besteht, Kontakt mit Crew und inhaftierten "Piraten" aufzunehmen ?
2) Können Sie das Aussenministerium - falls Sie keine Erkenntnisse haben - fragen, ob sich jemand um die Inhaftierten kümmert ?
3) Welche Institution (Petersburger Dialog?) würde sich diesem Thema annehmen ?
4) Warum kümmert sich die Presse und/oder AI nicht um das
Schicksal dieser Menschen ?
5) Wie ist die Sicht der Dinge unseres Aussenministers?
Vielen Dank!
Freundliche Grüsse
Gerd
*als das Schiff in der Nähe der Azoren "gefunden" wurde, wurde in der Presse erwähnt, dass den europ. Geheimdiensten durchaus die Position der ARCTIC SEA jederzeit (also in Ost-. und Nordsee bekannt war). Warum dann die wolchenlange Geheimniskrämerei ?
NB:
Ich habe auch in 8/2010 Frau Marieluise Beck nach dem Drama gefragt; jedoch nur "nichts mehr zu machen" als Antwort erhalten. Für mich nicht akzeptabel: Schliesslich handelt es sich augenscheinlich um Menschenrechtsverletzungen ... und schliesslich sollte es "das Einfachste auf der Welt sein", die Reederei und die Crew zu befragen. Auch heute noch.