Tobias Thalhammer (FDP)
Kandidat Landtagswahl Bayern 2008
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Tobias Thalhammer
Jahrgang
1979
Berufliche Qualifikation
Diplom-Kaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
Prokurist der almara Musikverlag GmbH, Assistent des Vorstandsvorsitzenden der Mainstream Media AG
Wohnort
-
Stimmkreis
München-Land-Nord
Landeslistenplatz
4, Oberbayern
(...) Hier gehe ich zwar auf Jugendliche ein, Sie können aber hieraus auch meine Meinung für Erwachsene ableiten. Generell, wie auch hier, ist es nicht die Aufgabe des Staates, erwachsenen Bürgern ihr Leben zu diktieren. (...)
 
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www.thalhammer.by
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Frage zum Thema Gesundheit und Verbraucherschutz
10.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Thalhammer,
die FDP beabsichtigt laut Wahlprogramm den Betreibern von Einraumgaststätten die Entscheidung zu überlassen, ob sich die Gaststätte als eine Raucher- oder Nichtraucherkneipe deklariert.
Somit wird dem Argument Rechnung getragen, dass das derzeit in Bayern geltende Gesundheitsschutzgesetz einen tiefgreifenden Eingriff in die Freiheit der Raucher darstelle.
Gesetzt den Fall, die überwiegende Zahl der Einraumgaststätten erklärt sich zu Raucherkneipen, in ländlichen Gebieten vielleicht sogar alle im Ort vorhandenen Kneipen, wie steht es dann um die Freiheit der Nichtraucher sich bei einem Kneipenbesuch nicht dem Rauch auszusetzen?
Welche Vorkehrungen will die FDP treffen, damit genausogut die Freiheit der Nichtraucher gewährleistet ist, eine Einraumgaststätte besuchen zu können, OHNE Rauch ausgesetzt zu sein?

Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort.
Antwort von Tobias Thalhammer
14Empfehlungen
18.09.2008
Tobias Thalhammer
Sehr geehrte Frau ,

in einer liberalen Gesellschaft haben wir alle die Möglichkeit uns den Ort und den Zeitpunkt unserer gesellschaftlichen Treffen individuell auszusuchen. Ich persönlich halte es nicht für richtig, obwohl ich absoluter Nichtraucher bin, dass Gastronomen mit der bisherigen Nichtraucherregelung teilweise die Existenzgrundlage entzogen wird. In Einraumgaststätten, die zum ?Feierabendbier? besucht werden, haben meines Erachtens nach auch Nichtraucher kein Problem mit Rauchern. In Einraumgaststätten als Essenslokal soll der Nichtraucherschutz Bestand haben, da hier auch von einer gewissen Größe des Lokals auszugehen ist. Ich finde es übrigens in der derzeitigen Situation einen drastischen Eingriff in die Freiheit der Nichtraucher, dass sie, um ein Raucherlokal zu betreten, zu einer Mitgliedschaft in Raucherclubs gezwungen werden, obwohl sie im Lokal nicht rauchen werden.

Viele Grüße
Tobias Thalhammer
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Frage zum Thema Kultur und Medien
11.09.2008
Von:
Roy

Guten Tag Herr Thalhammer,

Ihre Kollegen von der CSU führen in diesem Jahr einen ziemlich polemischen und arg an Panik erinnernden Wahlkampf. Unser Innenminister ist mal wieder wieder auf einem Kreuzzug gegen gegen "Killerspiele-Spieler", wobei er jegliche Sachkenntnis vermissen lässt.

Das bereits in diesem Jahr verschärfte Jugendschutzgesetz ist, ist sehr begrüßenswert und überaus wichtig. Lediglich fünf Prozent der Spiele haben im Jahr 2007 "keine Jugendfreigabe" von der USK erhalten und sind damit ausschließlich für Erwachsene zugänglich.

Wenn ich mir jetzt einmal eine Szene aus einem Elektrogroßmarkt vor Augen führe: Da kauft ein älterer Herr einen Ü18-Titel. Die Kassiererin meint im Spaß: "Sie spielen tatsächlich noch Computerspiele." Meint der Herr darauf hin: "Nein diese Spiel ist für meinen 12jährigen Enkel." ... Das zeugt eindeutig von nicht vorhandener oder absichtlich ignorierter Medienkompetenz oder würde dieser Großvater seinen Enkel auch bedenkenlos in einen (von Herrn Hermann nicht beanstandeten) Ü18-Horrorfilm mitnehmen?

Da die CSU bei dieser Landtagswahl unter keinen Umständen meine Stimme erhalten wird, möchte ich gern Ihre Meinung zu diesem Thema kennen lernen.

Was werden Sie unternehmen, um einen Beitrag zur Steigerung diese eindeutig fehlenden Medienkompetenz und des Verantwortungsbewusstseins bei Eltern und Pädagogen zu steigern?

Wie stehen Sie, steht die FDP, zu dem Thema Zensur und Bevormundung von erwachsenen Bürgern?

Mit freundlichen Grüßen
Roy
Antwort von Tobias Thalhammer
8Empfehlungen
23.09.2008
Tobias Thalhammer
Sehr geehrter Herr .

die gezielte Nutzung der uns zu Verfügung gestellten Medien muss in frühen Jahren Kindern und Jugendlichen beigebracht werden. Im Idealfall sollte dies im Elternhaus und unterstützend an den Schulen realisiert werden. Somit bin ich auch ein großer Befürworter des gymnasialen Zweiges des Michaeli-Gymnasiums in München, welches ein "Medien-Gymnasium" ist. Der sinnvolle Umgang mit Medien muss ein stärkeres Gewicht im Lehrplan bekommen. Eltern und Pädagogen stehen auch hier im Rahmen der Erziehung in der Verantwortung. Sie sollten sich über geeignete Medien informieren, soweit sie hiermit nicht so vertraut sind, und ihre Kenntnisse weiter geben. Vor allem ist der sinnvolle Einsatz von Medien zu vermitteln.

Der zweite Teil Ihrer Anfrage zielt auf das Thema Zensur und Bevormundung von erwachsenen Bürgern ab. Hier vertrete ich die klare Meinung, dass wir jedem Bürger seine Verantwortung sich selbst gegenüber auch selbst überlassen müssen. Bayern ist ein ?Freistaat? und darf nicht zum ?Verbotsstaat? werden.

Viele Grüße
Tobias Thalhammer
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Frage zum Thema Kultur und Medien
19.09.2008
Von:

Hallo Herr Thalhammer,

wie beurteilen Sie die Medienpolitik der Staatsregierung? Ich hörte, dass Sie in der FDP Ansprechpartner für die Medienpolitik sind.

Viele Grüße
Antwort von Tobias Thalhammer
12Empfehlungen
20.09.2008
Tobias Thalhammer
Sehr geehrte Frau ,

ich stehe für den fairen Wettbewerb zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk. Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört überarbeitet und der Zeit angepasst. Das derzeitige Gebührensystem ist von der technischen Entwicklung überholt worden. Die Kopplung der Gebühren an das Vorhandensein bestimmter technischer Empfangsgeräte ist weder ein zukunftsfähiges noch ein gerechtes Modell. Ich trete dafür für eine geräteunabhängigere und niedrigere Medienabgabe ein. Auf Basis eines klar definierten Auftrages der öffentlich-rechtlichen Anstalten erfolgt die Ermittlung des Finanzbedarfs. Die bayerische FDP befürwortet eine klare Trennung zwischen dem öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk. Werbung und Sponsorship soll es daher in Zukunft ausschließlich im privaten Rundfunk geben.
Außerdem muss Bayern in Fragen der Digitalisierung von einem der Schlusslichter Europas zu den modernen europäischen Märkten aufschließen.

Viele Grüße
Tobias Thalhammer
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
25.09.2008
Von:

Geehrter Hr. Thalhammer,

Bayern mit seinen Bürgern, ist durch harte Arbeit und auch Entbehrungen Spitzenreiter in vielen Bereichen, wie z.B. der:
  • Regenerativen Energien
  • Umweltpolitik
  • Förderung von Familien
  • Bildungspolitik (in Deutschland und Europa)
  • Arbeitslosigkeit (Vollbeschäftigung)
  • Finanzpolitik (ausgeglichener Haushalt)
Warum setzten Sie deutsche und europäische Interessen vor die der bayrischen Bürger? Und warum wollen Sie um jeden Preis Bayern von diesen Spitzenpositionen stoßen?

Achtungsvoll
Antwort von Tobias Thalhammer
12Empfehlungen
26.09.2008
Tobias Thalhammer
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben völlig Recht, dass in Bayern vieles gut ist. Gut ist aber mir nicht gut genug und Manches ist ausbaufähig und optimierbar. Genauso wie die CSU sich durch Rosinenpicken auf Spitzenpositionen in den Details diverser Erhebungen wiederfindet, so könnte ich gegenteiliges tun.
Nur als Beleg: Im "Bildungsmonitor 2008", der (anders als Pisa) vor allem auf die schulische Vorbereitung für das spätere Leben hinweist, ist Bayern im deutschlandweitem Vergleich nur im Mittelfeld.

Den "ausgeglichenen Haushalt" muss man sich genau anschauen. Durch die Aufschiebung von Investitionen für allem in der Infrastruktur für die Bildungseinrichtungen wirken hier die Zahlen positiv. Im Übrigen sollte eine Spitzenposition nicht voreilig nur auf einen ausgelichenen Haushalt verliehen werden. Das Ziel muss ein drastischer Schuldenabbau sein, aus Verantwortungsbewusstsein für die kommenden Generationen.

Wenn man bedenkt, dass die Bayerische Saatsregierung im Falle der regenerativen Energien bspw. der Geothermie in Unterhaching 18 Monate Zeit gekostet hat, weil sie einen international und übrigens auch in allen sonstigen deutschen Bundesländern anerkannten Tiefenbohrer nicht zugelassen hat, damit nicht nur Zeit sondern auch Geld versenkt hat, so sehe ich auch hier Handlunsgedarf. Die ausufernde bayerische Bürokratie lähmt den Fortschritt.

Und so lange es nicht wirklich flächendeckend ausreichend Kindergrippen- und Kindergärtenplätze gibt, es unzureichend freiwillig nutzbare Ganztagesbetreuungen während der Schulzeit und während der Ferien gibt, so kann ich auch hier nicht die Note 1 für Bayern vergeben.

In in Bayern auf dem Arbeitsmarkt von Vollbeschäftigung zu sprechen, ist eine Falschauslegung der Fakten.

Ich möchte dazu beitragen, und ich lade Sie für weitere Informationen gerne auf meine Internetseite www.thalhammer.by ein, dass Bayern wieder wahrliche Spitzenpositionen einnehmen kann. Im Übrigens auch in Bereichen wo völliges Versagen vorliegt, wie bspw. im Falle der Bayerischen Landesbank.

Viele Grüße
Tobias Thalhammer
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